Carsten schrieb:
> Habt ihr einen Tipp, wie ich es realisieren kann?
> Mich interessiert insbesondere die Anordnung der LED´s.
Eine einfache Möglichkeit für ein homogenes Lichtfeld ist die
zweidimensionale Fouriertransformation der Geometrie einer
Punktlichtquelle.
Die Gaußfunktion ist ein Fixpunkt der Fourier-Transformation, d. h., die
Fourier-Transformierte einer Gaußkurve ist wieder eine Gaußkurve. Das
Produkt der Standardabweichungen dieser korrespondierenden Gaußkurven
ist konstant. Eine kleine Lichtquelle (deine LED, angenähert durch
schmale Gaußkurven in x und y) wird also zu einem sehr breiten,
gaußförmigen Lichtfeld (deiner homogen leuchtenden Fläche)
transformiert.
Praktisch läßt sich das einfach umsetzen, indem du die LED in den
Brennpunkt einer Linse plazierst und deine Diffusorscheibe direkt davor
setzt. Als Linse bietet sich, wegen ihrer flachen Bauform, eine
Fresnel-Linse an.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fresnel-Linse
Andere Versionen sind hochtransparente Plexiglasplatten, die als
flächige Lichtleiter funktionieren. Durch hochglanzverspiegelung an den
Kanten und eingelagerte oder oberflächlich angelagerte Streuer, kann man
auch damit recht homogene Lichtfelder erzeugen. Damit die
Lichtintensität über die breite deines Lichtfeldes insgesamt dann nicht
zu sehr abnimmt, muss man von beiden Seiten beleuchten, so dass sich die
Abschwächungen beider Seiten halbwegs kompensieren.
Wieviel Aufwand du treiben willst, hängt natürlich davon ab, wofür das
ganze gut ist und wie homogen das Lichtfeld wirklich leuchten soll.
Für Messung der Vignettierung eines hochwertigen Kameraobjetivs wirst du
andere Maßstäbe anlegen müssen, als wenn es nur bunt leuchten soll.
> Könnte ich das vorher irgendwie testen, ob das homogen ist, ohne
> alles aufzubauen?
Mit Ray-Tracing und der Leistungsfähigkeit heutiger PCs ist das kein
Problem. Du musst nur die optischen Parameter deiner Materialien und das
Lichtfeld deiner LEDs kennen.