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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik verhalten vom ausgetrockneten ELKO


Autor: Laptopper (Gast)
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Die lösung für ein Laptopstartproblem habe ich hie rgefunden:
https://www.amilo-forum.de/topic,31497,-amilo-M143...

Ist es richtig, dass ein Elko, wenn der Elektrolyt ausgetrocknet ist 
sich so verhällt, als wenn er nicht vorhanden wäre?

: Verschoben durch Moderator
Autor: MaWin (Gast)
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Laptopper schrieb:
> Ist es richtig, dass ein Elko, wenn der Elektrolyt ausgetrocknet ist
> sich so verhällt, als wenn er nicht vorhanden wäre?

Wenn er sehr ausgetrocknet ist: Ja.

Autor: Kurt B. (kurt-b)
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MaWin schrieb:
> Laptopper schrieb:
>> Ist es richtig, dass ein Elko, wenn der Elektrolyt ausgetrocknet ist
>> sich so verhällt, als wenn er nicht vorhanden wäre?
>
> Wenn er sehr ausgetrocknet ist: Ja.

Und wenn er noch ein wenig geht dann verursacht er u.U. 
Regelschwingungen des Netzteil.
Min alter Lappy (RIP) ist daran zugrunde gegangen (Überspannung an den 
5V).

 Kurt

Autor: *.* (Gast)
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Mit steigender Austrocknung erhöht sich der ESR auf schwindelerregende 
Werte - ein reines Kapazitätsmessgerät kann aber durchaus noch eine 
brauchbare Kapazität anzeigen.

Auch interessant: Erhitzt man den Elko (z.B. Lötkolben auf den Deckel), 
verringert sich der ESR wieder und die Schaltung nimmt unter Umständen 
die Arbeit wieder auf.

Autor: Kurt B. (kurt-b)
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*.* schrieb:
> Mit steigender Austrocknung erhöht sich der ESR auf schwindelerregende
> Werte - ein reines Kapazitätsmessgerät kann aber durchaus noch eine
> brauchbare Kapazität anzeigen.
>
> Auch interessant: Erhitzt man den Elko (z.B. Lötkolben auf den Deckel),
> verringert sich der ESR wieder und die Schaltung nimmt unter Umständen
> die Arbeit wieder auf.

Mit Kältespray lässt sich erkennen ob er schon am Ende ist.

 Kurt

Autor: Farad der Verräter (Gast)
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Hallo

"Auch interessant: Erhitzt man den Elko (z.B. Lötkolben auf den Deckel),
verringert sich der ESR wieder und die Schaltung nimmt unter Umständen
die Arbeit wieder auf."
und
"Mit Kältespray lässt sich erkennen ob er schon am Ende ist."

Falls die Aussagen zutreffen würde es mich interessieren warum das so 
ist, das es an den Elektrolyt und dessen Chemie liegen wird ist mir klar 
- aber woran denn genau?
Was und wie macht das Elektrolyt eigentlich, und worin unterscheiden 
sich die Qualitäten?
Das es unterscheide geben muss belegen ja die verschiedenen Serien 
welche auch die bekannten, zuverlässigen und großen Hersteller anbieten.

Farad der Verräter

Autor: *.* (Gast)
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Warum das so ist ist mir herzlich egal. Hauptsache es hilft, Geräte zu 
reparieren ;).

Man kann den Effekt schön am Oszilloskop beobachten:

- Rechtecksignal über Vorwiderstand an Elko
- Oszi über den Elko

Bei einem guten Elko kann man ein annäherndes Dreiecksignal (tatsächlich 
e-Kurve) beobachten. Beim ausgetrockneten Elko ist es eine Mischung 
zwischen Rechteck und Dreieck - an den Ecken sind steile Flanken. 
Erhitzt man den Elko, schrumpfen die Flanken zusammen und das Signal 
nähert sich der Dreiecksform an.

Autor: *.* (Gast)
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So kann man auch die untoten Schaltnetzteile erklären - jahrelang in 
Betrieb mit erhöhter Temperatur. Wenn der Strom ausfällt, kühlt alles 
ab, und wegen dem ESR kann es nicht wieder starten.

Autor: Kurt B. (kurt-b)
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*.* schrieb:
> So kann man auch die untoten Schaltnetzteile erklären - jahrelang in
> Betrieb mit erhöhter Temperatur. Wenn der Strom ausfällt, kühlt alles
> ab, und wegen dem ESR kann es nicht wieder starten.

Bei meinem VISTA war ein Jahr lang der Haartrockner parat, morgens mal 
kurz drüber (Hauptplatine), reichte zum Starten. Danach lief die Kiste 
bis zum Ausschalten.


 Kurt

Autor: fpga (Gast)
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VISTA ist ein Betriebssystem Kurt...

Gruß J

Autor: Hubert M. (hm-electric)
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Kurt B. schrieb:
> Bei meinem VISTA war ein Jahr lang der Haartrockner parat, morgens mal
> kurz drüber (Hauptplatine), reichte zum Starten. Danach lief die Kiste
> bis zum Ausschalten.

ÄH??

VISTA = Also das Windows Betriebssystem

parat: Ein Hersteller von Werkzeugkoffer.

Autor: Christian K. (Gast)
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Der Elektolyt ist flüssig und hat damit einen Temperaturproportionalen 
Dampfdruck. Je nach Qualtät der Abdichtung entweicht immer etwas. Der 
Ripplestrom erzeugt zusätzlich eine Temperaturerhöhung durch die 
Verlustleistung am ESR. Der ESR steigt, je mehr Elektolyt verloren ist, 
daher geht es zum Schluß recht schnell und der Kondensator heizt sich 
auf, bis kein Elektrolyt mehr vorhanden ist. Lötest Du diesen aus, dann 
"klappert" der ausgetrocknete Wickel im Gehäuse. 
Aluminiumelektrolytkondensatorhersteller geben eine Lebensdauer für die 
Einsatztemperatur an, die auf dem Gehäuse aufgedruckt ist. z.B. 1000 
Stunden bei 85 Grad. Alle 10 Grad weniger verdoppelt sich die 
Lebensdauer.

Hab gerade ein paar alte Sprague Elektrolytkondensatoren von 1966 
ausgetauscht, die alle noch in der Spec. lagen.

Autor: Farad der Verräter (Gast)
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Hallo

Christian, danke für die ersten wenigstens etwa tiefer gehenden Infos 
über die Vorgänge im Elko bezüglich des Elektrolyt.
Wer mehr, ebenso anschaulich und gut verständlich, zu den Thema 
Elektrolyt Abdichtung, Alterungsursachen und Vorgänge usw. berichten 
kann möge das bitte machen.
Danke

*.* (Gast) Jeder so wie er will - aber für ein technisches Forum schon 
etwas enttäuschend wenn kein Interesse an den Hintergründen und das wie 
und warum besteht.
Auch ohne Beruflichen Hintergrund, oder Zwang durch Prüfungsstoff 
usw.ist für mich als technisch interessierten einfach nur Spannend und 
Unterhaltsam (!)etwas über die Hintergründe und Ursachen zu erfahren - 
und wenn letztendlich nur "Nice to know" Wissen herauskommt.

Farad

Autor: Kurt B. (kurt-b)
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fpga schrieb:
> VISTA ist ein Betriebssystem Kurt...
>
> Gruß J

Weiss ich, aber eins das sich, wegen den vielen Pleiten damit, als Name 
für diesen einen PC mit dem Aufheizen eingeprägt hat.

 Kurt

Autor: hinz (Gast)
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Autor: Laptopper (Gast)
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Danke für die Antworten,

wenn ich die defekten Gehäuseschrauben irgendwie auf bekomme werde ich 
den Elko mal austauschen und hoffen, dass sich der Laptop wieder beim 
ersten mal einschalten lässt. Aber ob sich der Betrieb noch lohnt 
bezweifle ich, da der Rechner unter Linux ganz schön heiss wird und das 
Netzteil von 2005 hat immerhin noch 90 Watt.

Autor: Carl D. (jcw2)
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Laptopper schrieb:
> Danke für die Antworten,
>
> wenn ich die defekten Gehäuseschrauben irgendwie auf bekomme werde ich
> den Elko mal austauschen und hoffen, dass sich der Laptop wieder beim
> ersten mal einschalten lässt. Aber ob sich der Betrieb noch lohnt
> bezweifle ich, da der Rechner unter Linux ganz schön heiss wird und das
> Netzteil von 2005 hat immerhin noch 90 Watt.

Vielleicht kämpft der Lüfter ja auch gegen 2005er Staub. Bei meinen X61 
sinkt die CPU-Temperatur um 10..15K, wenn man dem Lüfter ab und zu den 
Weg freiräumt.

Autor: Patrick J. (ho-bit-hun-ter)
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Hi

Früher hatte Linux regelmäßig Probleme mit den Energie-Spar-Mechanismen 
bei Laptops (also nicht nur Laptops ...).
Könnte sein, daß ein aktuelles Linux auf den betagten Laptop noch was 
bringt und auch dort sich die CPU-Temperatur in Grenzen hält - wobei 
hier die Frage ist, ob ein aktuelleres Linux nicht schon wieder zu 
aufgeblasen für einen betagten Laptop ist - da hat sich Linux durchaus 
einem anderen OS angenähert ...
Wenn nicht, dann aber nicht.

Autor: michael_ (Gast)
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Patrick J. schrieb:
> Früher hatte Linux regelmäßig Probleme mit den Energie-Spar-Mechanismen
> bei Laptops (also nicht nur Laptops ...).

Nicht nur früher.
Gerade wieder sowas in der c't gelesen.

Autor: Laptopper (Gast)
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Carl D. schrieb:

> Vielleicht kämpft der Lüfter ja auch gegen 2005er Staub. Bei meinen X61
> sinkt die CPU-Temperatur um 10..15K, wenn man dem Lüfter ab und zu den
> Weg freiräumt.

Sauber ist alles, an den Lüfter komme ich ran nur an die Abdeckung der 
Festplatte nicht die zwei Schrauben sind kaputt.

Die Aussage mit den Energieproblemen habe ich heute auch von meinem 
Programmierer Kollege auf Arbeit gehört. Es wird sicher auch eine 
Distributation geben die es kann. Ich habe Linux Mint genutzt da es 
nicht soviele gibt die 32Bit unterstützen.

Ich hatte gedacht, den PC meiner Nicht zu geben, die will nächstes Jahr 
"was im Büro" lernen. Dachte da kann sie schonmal mit Office in 
Berührung kommen, die jungen Leute kennen ja fast nur noch das 
Smartphone. Nur solange der PC ans Internet soll, sollte das 
Betriebssystem schon relativ aktuell sein. Vielleicht finde ich ja auch 
ein gebrauchtes Business Gerät sind ja auch nicht so schlecht.
Vielleicht ist Linux ja auch nicht das richtige, wenn denn was nicht 
sofort geht gerade als Anfänger kann das ja schon eine einschneidende 
Erfahrung sein. Und im Produktiven Büroumfeld gibt es meines wissens, so 
gut wie keine Alternative zu MS-Software.

Autor: Hä? (Gast)
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Kurt B. schrieb:
> Bei meinem VISTA war ein Jahr lang der Haartrockner parat, morgens mal
> kurz drüber (Hauptplatine), reichte zum Starten. Danach lief die Kiste
> bis zum Ausschalten.

Kurt-Bindl-Mode?

Autor: Kurt B. (kurt-b)
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Hä? schrieb:
> Kurt B. schrieb:
>> Bei meinem VISTA war ein Jahr lang der Haartrockner parat, morgens mal
>> kurz drüber (Hauptplatine), reichte zum Starten. Danach lief die Kiste
>> bis zum Ausschalten.
>
> Kurt-Bindl-Mode?

Kaputte Elkos zum arbeiten animiert.

 Kurt

Autor: Eskimo (Gast)
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Hä? schrieb:
> Kurt-Bindl-Mode?

Levitiertes Elektrolyt
;-)

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