Gast
#5023400
Hallo zusammen, aus gegebenem Anlass versuche ich mich gerade erneut in die Lock-in-Verstärker Theorie einzuarbeiten. Ich habe dazu einmal eine grundlegende Simulation in LTSpice angestellt. Simulationsexperiment: Referenz-Sinus mit 50kHz, 1V versorgt eine Resistive Brücke mit R0 = 1k und einer Diagonalen Verstimmung von 1Ohm -> Udiff = 10mVpp (Diff-Amp verstärkt um den Faktor 10) Das Signal wird mit dem Referenzsinus durch multiplikation gemischt. Solange nichts weiter im Signalweg präsent ist erwarte ich: MixOut: 1/2*Udiff*U0 als Gleichanteil und einen Wechselanteil mit 2*fref Im Ausgangssignal nach dem Tiefpass finde ich dann einen gedämpften Rest-Anteil der doppelten Trägerfrequenz bei 100kH, in der aktuellen Konfiguartion liegt er bei -105dB, im MixOut liegt er noch bei 50dB, macht also gute 55dB Dämpfung der Trägerfrequenz. Das passt soweit auch gut zur erwarteten Dämpfung des Tiefpass 1. Ordnung. Für mich spannend wird es jetzt wenn ich z.B. eine potentielle Störquelle wie beispielsweise eine 50Hz-Störung mit einbaue und deren Amplitude z.B. auf 1mV setze. Damit wäre sie genauso groß wie die Amplitude des Nutzsignals. Am Diffout stehen jetzt 1mV@50Hz und 1mV@50kHz an. Durch Mischung erhalte ich spektral gesehen jetzt folgende komponenten: 50kHz +- 50Hz druch die Mischung der 50Hz mit der Trägerfrequenz 100Khz DC-Anteil in meinem Ausgangssignal nach dem Tiefpass sehe ich jetzt dem DC-Anteil eine Schwebung mit 100Hz überlagert. Gehe ich richtig in der Annahme, dass diese Schwebung von der 50kHz +- 50Hz verursacht wird. Diese Differenzfrequenz wäre ja genau 100Hz. Gehe ich weiter richtig in der Annahme, dass die Amplitude der Schwebung im Nutzsignal jetzt von der Dämpfung meines TP bei den beiden Frequenzen abhängt? Grüße und danke fürs Weiterhelfen. Wenn das ganze jetzt in meinem Kopf richtig sortiert ist geht es einen Schritt weiter hin zu einem AC-Signal aus der Messbrücke. (z.B. schwingender Biegebalken)