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Forum: Offtopic Grundlagen lernen


Autor: Marius K. (kuemmel)
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Hallo,

vorab erstmal etwas zu meiner Person:
Ich bin 20 Jahre alt und mache derzeit eine Ausbildung zum 
Fachinformatiker, also eigentlich gar nicht mal so weit weg vom 
Themengebiet. Im Bereich Elektrotechnik habe ich so gut wie gar kein 
Wissen, was sich aber ändern soll. Warum bzw. was will ich machen?: Ich 
finde es einfach schade, dass heutzutage kaum noch ein Jugendlicher 
handwerklich begabt ist bzw. überhaupt in der Lage ist was am/im Haus zu 
machen. Die meisten aus meinem Freundeskreis können noch nicht mal eine 
Gardine aufhängen ohne Vater anrufen zu müssen. So geht es mir im 
Elektrobereich. Steckdose anschließen? Kann ich nicht, will ich aber 
lernen. Ich weiß, sowas sollten normalerweise nur ausgebildete 
Fachkräfte durchführen und das ist auch richtig so, allerdings sollte 
man meiner Meinung nach schon wissen wo welche Ader dran kommt usw. Im 
Freundeskreis von meinem Vater beispielsweise kann das praktisch jeder, 
auch die, die nicht in diesem Bereich arbeiten. Ich hoffe, ihr könnt so 
ungefähr nachvollziehen was ich meine.

Mal ein paar Beispiele, was ich u. a. gerne können würde, ohne Vater 
dazu zu befragen:
- Lampe installieren
- Steckdose installieren
- Löten (Station habe ich schon)
- Strom messen
- Schaltungen verstehen (keine Ahnung von sowas)
- ..............

Nun die Frage: Wie damit am besten anfangen? Ich bin i. d. R. ein Freund 
von Büchern, was kann man da empfehlen? Den Beitrag hier kenne ich 
schon:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Absolute_Beginner

Allerdings sind da bei den Buchempfehlungen kaum Praxisbeispiele und 
wieviel Hintergrundwissen benötige ich wirklich um solche Arbeiten 
durchführen zu können?

P. S. Ich hoffe, ich bin hier im richtigen Bereich, ansonsten gerne 
verschieben. Danke!

Gruß
kuemmel

: Verschoben durch Moderator
Autor: 1234567890 (Gast)
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z.B. das hier, damit du dich und auch niemanden anders umbringst:
http://www.elektriker.org/vde-vorschriften-elektro...


Marius K. schrieb:
> Allerdings sind da bei den Buchempfehlungen kaum Praxisbeispiele und
> wieviel Hintergrundwissen benötige ich wirklich um solche Arbeiten
> durchführen zu können?

Die Theorie ist schon wichtig. Wieviel du von der Theorie gebraucht 
hättest, wirst du merken, wenn es zu spät ist.

Autor: Mark S. (voltwide)
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Klingt für mich so, als ob Du erst mal ganz von vorne mit 
Elektrizitätslehre anfangen müsstest. Um da rein zu kommen, sind 
VDE-Vorschriften wohl kaum der richtige Einstieg. Zumal sie nicht dazu 
gedacht sind, die Vorgänge zu erklären.
Ich kenne eigentlich nur ein gutes Physikbuch, und das ist der Feynman 
(so sehr viele kenne ich aber auch nicht).
Mein Weg war learning by doing - also Schaltungen beginnend bei ganz 
einfach erst mal nachbauen und immer mehr verstehen. Ist nicht der 
schnellste Weg gewesen, dafür aber nachhaltig.

Ansonsten wird an dieser Stelle immer "The Art of Electronics" 
empfohlen.
Meine Elektronikbibel war jedoch der Tietze-Schenk - ein eher trockenes, 
aber sehr fundiertes Werk.

Autor: Stefan S. (chiefeinherjar)
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Mark S. schrieb:
> Ansonsten wird an dieser Stelle immer "The Art of Electronics"
> empfohlen.
> Meine Elektronikbibel war jedoch der Tietze-Schenk - ein eher trockenes,
> aber sehr fundiertes Werk.

Naja was hilft ihm das groß bei Elektro-Installationen... Er sollte sich 
lieber ein Lehrbuch für Azubis zum Elektriker besorgen. Ich selber kenne 
mich bezüglich der Literatur nicht so gut aus - ich habe aber dafür 
beruflich Zugriff auf die DIN-Normen, wenn ich was diesbezüglich wissen 
will.

Ansonsten für den allerersten Anfang ist der Rat zu einem guten 
Physikbuch auch nicht verkehrt.

Autor: Reinhard #. (gruebler)
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Marius K. schrieb:
> Nun die Frage: Wie damit am besten anfangen? Ich bin i. d. R. ein Freund
> von Büchern, was kann man da empfehlen? Den Beitrag hier kenne ich
> schon:

Mach eine Facharbeiterausbildung. Je nach Neigung
Elektroniker für Betriebstechnik
Elektroniker für Automatisierungstechnik
Elektroniker für Geräte und Systeme

Bücher sind schon sehr nützlich. Die E-Technik
ist aber ein so großes Gebiet, dass kann man
nicht nur aus Büchern lernen.

Kluge lernen durch/mit Anderen
Mittelmäßige lernen durch Fehler
Dumme lernen gar nichts, die wissen ja schon alles.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Marius K. schrieb:
> allerdings sollte
> man meiner Meinung nach schon wissen wo welche Ader dran kommt usw. Im
> Freundeskreis von meinem Vater beispielsweise kann das praktisch jeder,
> auch die, die nicht in diesem Bereich arbeiten.

Von den teilweise lebensgefährlichen Konstruktionen solcher "Könner" 
habe ich leider schon viele gesehen und gerichtet.
Zum Glück hat es, jedenfalls in meiner Bekanntschaft, noch keinen 
Personenschaden gegeben, aber immerhin einige Sachschäden.

: Bearbeitet durch User
Autor: irestu (Gast)
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Marius K. schrieb:
>Ich bin i. d. R. ein Freund von Büchern
https://www.amazon.de/Fachkunde-Elektrotechnik-Hor...

Davon hab ich letzten, eher zufällig, eine ältere Auflage (27. 2009) 
"gefunden" und halte deren Darstellung der wichtigsten Grundlagen für 
einsteigerfreundlich, übersichlich und vor allem auch praxisbezogen.

Autor: Waldemar Z. (waldemar_z)
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Vielleicht sollte man doch mit der Sicherheit anfangen, aber nicht mit 
dem VDE-Krams, sondern mit den 5 Sicherheitsregeln.

Bücher kann ich leider keine empfehlen, aber das hier sieht nicht 
schlecht aus:
https://de.m.wikibooks.org/wiki/Ing:_Grundlagen_de...

Kannst dir vielleicht ausdrucken...

Autor: Klaus I. (klauspi)
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Vielleicht mal beim Europa Lehrmittel Verlag nachsehen IMHO haben die in 
dem Bereich einiges und Qualität der Lehrbücher ist durchweg 
ausgezeichnet.

Autor: Ralph B. (rberres)
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wäre da nicht ein Elektrotechnikexperimentierkasten als Einstieg 
sinnvoll?

Ich denke an sowas wie früher Kosmos Elektromann und weiterführend 
Kosmos Radiomann usw. Ich weis nicht was es heute an gleichwertige 
Kästen gibt.

Aber da lernt man mehr oder weniger spielerisch was Elektrotechnik ist.

Tiefer in die Theorie kann man danach noch einsteigen. Da sind dann die 
Europa-Lehrbücher hilfreich.

Ralph Berres

Autor: Claus M. (energy)
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Reinhard #. schrieb:
> Mach eine Facharbeiterausbildung. Je nach Neigung
> Elektroniker für Betriebstechnik
> Elektroniker für Automatisierungstechnik
> Elektroniker für Geräte und Systeme
>
> Bücher sind schon sehr nützlich. Die E-Technik
> ist aber ein so großes Gebiet, dass kann man
> nicht nur aus Büchern lernen.

Jetzt soll er eine Ausbildung machen, wenn er mal zu Hause eine Lampe 
anschließen oder eine Steckdose setzen will? Was für ein Unfug. 
E-Technik ist in der Tat ein großes Gebiet, das bisschen Haustechnik ist 
allerdings überschaubar. Die absoluten Basics zu Strom und Spannung 
sollte man eigentlich in der Schule im Physik-Unterricht gelernt haben.

Marius K. schrieb:
> Im
> Freundeskreis von meinem Vater beispielsweise kann das praktisch jeder,
> auch die, die nicht in diesem Bereich arbeiten.

Warum hast du dir nichts abgeschaut?

Stefan S. schrieb:
> Er sollte sich
> lieber ein Lehrbuch für Azubis zum Elektriker besorgen.

Das würde ich auch empfehlen.

Autor: Klaus I. (klauspi)
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Ralph B. schrieb:
> Tiefer in die Theorie kann man danach noch einsteigen. Da sind dann die
> Europa-Lehrbücher hilfreich.

Dort gibt es ja einige Bücher auf dem Gebiet. Auch welche für 
Handwerks-Elektriker mit Grundlagen Arbeitssicherheit und mehr 
Praxisbezug:
http://www.europa-lehrmittel.de/downloads-leseprob...

Autor: Lys A. (jazz_89)
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Es würde nicht schaden eine Schulung zu besuchen, z.B. "elektrisch 
unterwiesene Person" (EuP). Generell würde ich dir raten bei Strom sehr 
vorsichtig zu sein. Selbst erfahrene Techniker erwischt es oft.

Ansonsten würde ich mir die Grundlagen der Elektrotechnik aneignen. Es 
gibt auch viele PC-Programm und Apps, anhand dessen man einfache 
Schaltkreise aufstellen und simulieren kann (z.B. in Matlab Simscape)

VG

Autor: Ralph B. (rberres)
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Lys A. schrieb:
> (z.B. in Matlab Simscape)

der TO ist ein Anfänger kein Hochschulabsolvernt!!

Ralph Berres

Autor: Joachim B. (jar)
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wer die Gnade der frühen Geburt hatte ist immerhin mit elektrischer 
Eisenbahn oder Carrera Bahn aufgewachsen und weiss das für Stromfluß 
mindestens 2 Drähte gehören, mein Tipp, damit anfangen, dann Spannung 
und Strom messen ist ungefährlicher bei 12V und netzgetrennt bevor man 
sich an 230V begibt.

Autor: Paul A. (wandkletterer)
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Suche regelmäßig den nächstgelegenen Hackerspace auf. Dort wird immer 
gebastelt und gebaut.

Autor: Patrick J. (ho-bit-hun-ter)
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Hi

Marius K. schrieb:
> dazu zu befragen:
> - Lampe installieren
> - Steckdose installieren

Das ist Alles kein Problem - die Kabel verlegen und Dosen eingipsen kann 
man als Laie durchaus selber machen.
ZUVOR sollte man aber mit dem Fachmann gesprochen haben.
Dort sollte man (ähnlich wie hier) eine Vorstellung haben, was man 
eigentlich will.
Daraufhin kann Dir der Kabelaffe sagen, was für Kabel von wo nach wo 
gezogen werden müssen.
Aber auch, was für Kabel z.B. ganz und gar nicht benutzt werden dürfen 
(z.B. Steg auf Holz oder Leitungen, Die einen Schornstein kreuzen - ob 
Letzteres wirklich ein Verbot ist, ist aber auch mir akut nicht bekannt, 
wurde aber so gelehrt)

Das Verklemmen wird Er selber machen möchten, da Er bei Fehlern 'am 
Arsch' ist und dann wenigstens selber schuld sein will.

Es schadet auch nicht, wenn der Kabelaffe VOR dem Verputzen der Wände 
die Kabelverlegung bewundern kann - man glaubt es kaum, aber auch Da 
kann man Fehler machen (... ist halt auch ein Lehrberuf, für irgendwas 
müssen die 3,5 Jahre (3 verkürzt) ja gut sein).

Dadurch hast Du ne ganze Menge Zeit gespart, musst Dich nicht mit VDE 
und dem ganzen Kram rumärgern wo Du eh irgend wo irgend was nicht 
bedacht und somit einen Fehler eingebaut hast.
DAFÜR lässt sich der Elektriker (zuvor liebevoll Kabelaffe genannt) 
übrigens auch bezahlen bzw. Dessen Meister, Der die Anlage offiziell 
absegnet.

MfG

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