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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik TD2030 Verstärker funktioniert nicht


Autor: Heinz peter P. (poschi8)
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Hallo,

im Anhang befindet sich eine Schaltung die ich aufgebaut und bereits in 
Betrieb genommen habe.
Es hat alles wunderbar funktioniert.
Heute wollte ich wieder damit testen und weiter basteln und habe 
festgestellt das an K2 wo meine Messspannung anliegen soll kein Signal 
anliegt.

Ich habe ein wenig mit dem Oszilloskop gemessen und habe dann 
festgestellt das über den Kondensator C3 kein Signal weitergeleitet 
wird.
Links von C3 kann ich noch ein schönes Sinus Signal messen, rechts davon 
wird nichts mehr gemessen, warum ist das so?
Hat jemand einen Tip für mich?

Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen,
poschi8

: Verschoben durch Moderator
Autor: hinz (Gast)
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Heinz peter P. schrieb:
> Links von C3 kann ich noch ein schönes Sinus Signal messen, rechts davon
> wird nichts mehr gemessen, warum ist das so?

TDA2030 kaputt, hat mindestens Kurzschluss am nichtinvertierenden 
Eingang.

Autor: Heinz peter P. (poschi8)
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Hi,

den hab ich schon getauscht.
Und die Leiterplatte habe ich extra noch einmal geprüft auf 
Kurzschlüsse.
Ich werde das morgen noch einmal prüfen, vl habe ich da ja etwas 
übersehen ;)

Danke auf jeden fall für Tip, ich werd mich melden ob das funktioniert 
hat.

Mit freundlichen Grüßen,
poschi8

Autor: Jens G. (jensig)
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Messen, welche Gleichspannungen an den IC-Pins anliegen, und zusätzlich 
an C4+C5, und hier mitteilen.

36V sind übrigens recht grenzwertig für das Teil, wenn es nicht gerade 
die A-Version ist.
Hat das Ding auch einen Kühlkörper?

Autor: Heinz peter P. (poschi8)
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Hallo,

ich habe den TDA2030AL, also denke ich mal das der passen sollte.

Nun zu den Spannungen:
PIN1: 37,7 mV
PIN2: 1,18 V
PIN3: 1 mV
PIN4: 1,2 V
PIN5: 36 V

Zwischen C4 und R3 messe ich 12V
Zwischen C5 und R1 messe ich 1,18V

Hilft das für eine Analyse?

Danke im Voraus.


LG,
poschi8

Autor: hinz (Gast)
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Heinz peter P. schrieb:
> PIN1: 37,7 mV

Da müsste schon mal halbe Versorgungsspannung anliegen. Ist die 
wenigstens ansatzweise an C4 vorhanden?

Autor: Heinz peter P. (poschi8)
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Alles klar, wie kann das sein?
an C4 liegen ca 12V an.

Lg,
poschi8

Autor: hinz (Gast)
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Heinz peter P. schrieb:
> Alles klar, wie kann das sein?
> an C4 liegen ca 12V an.

Ganz offensichtlich hat der Eingang einen Masseschluss.

Autor: Heinz peter P. (poschi8)
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Was bedeutet das?
Pin1 hat eine Verbindung zu GND?

Autor: Heinz peter P. (poschi8)
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Bzw wie kann ich das heben? ;)

Autor: Mgast (Gast)
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Falls Pin 1 am IC tatsächlich eine Schluss nach Masse hat, ist die 
gemessene Spannung logisch:
Dann liegen R4 und R3 parallel in Richtung Masse was 50kOhm ergibt. Oben 
nach 36V liegt noch R2 mit 100k:
   UR4 = 36V x 50k / (50k +100k) = 12V

-> Vielleicht doch mal mit einem Durchgangspiepser / Ohmmeter nach einem 
Kurzschluss an Pin 1 suchen. Vielleicht dazu auch das IC aus der 
Schaltung nehmen und nochmals prüfen, ob die Verhältnisse weiterhin so 
sind.

Dann sollte sich die Problemzone auf der Leiterplatte einkreisen lassen.

Viele Erfolg!

Autor: Heinz peter P. (poschi8)
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Uuuiiii, das war schon mal hilfreich :)
Wenn ich mit dem Ohmmeter zwischen GND und Pin1 messen dann zeigt es mir 
270 Ohm an..

Ich werde jetzt mal das IC auslösen und schauen wo ein Kurzschluss sein 
könnte.
Das ist sehr ärgerlich, ich habe extra großen Leiterbahn Abstände 
gewählt ;)

Danke auf jeden fall für deine Hilfe :)
Ich melde mich wenn ich weiter gekommen bin.

Lg,
poschi8

Autor: Heinz peter P. (poschi8)
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Kann der Fehler durch den Kühlkörper ausgelöst werden?

Autor: hinz (Gast)
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Heinz peter P. schrieb:
> Kann der Fehler durch den Kühlkörper ausgelöst werden?

Kann sein. Die Befestigungsfahne ist ja intern mit V- (hier also GND) 
verbunden.

Autor: Mgast (Gast)
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Wenn der Kühlkörper mit Pin 1 vom IC-Beinchen in Berührung kommt, 
vermutlich ja. Ich weiß konkret nicht wie die Verhältnisse beim TDA2030 
sind, müsste kurz nachsehen. Aber oft ist das IC-Gehäuse mit Masse (GND, 
0V) verbunden, so dass sowas eine gute Erklärung wäre.

Autor: Jens G. (jensig)
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IC1 auslöten ist schonmal hilfreich, um ihn zu verdächtigen, oder zu 
entlasten.
Es gibt noch eine andere Möglichkeit, diese Spannungsverhältnisse zu 
erzeugen:
R7 is auf Masse gedreht, und C3 hat 'nen kurzen.
Ändert sich was, wenn an R7 gedreht wird (und Pin "Sinus" unbeschaltet 
bleibt)?

Autor: Jens G. (jensig)
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>36V sind übrigens recht grenzwertig für das Teil, wenn es nicht gerade
>die A-Version ist.
...
>ich habe den TDA2030AL, also denke ich mal das der passen sollte.

Dann scheinst Du Glück gehabt zu haben ...

>Kann der Fehler durch den Kühlkörper ausgelöst werden?

Da der TDA2030AL ein rein vertikaler Typ zu sein scheint (also stehendes 
TO220), dürfte es auf dem PCB eigentlich keine Berührungspunkte mit dem 
Kühlkörper geben.
Aber wir wissen ja nicht, was für einen ausgeklügelten KK Du da hast ...

Autor: Cyborg (Gast)
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Wenn man ICs mit Versorgungsspannung im Grenzbereich versorgt,
kann ein Störimpuls darauf den Kristall zerschießen.
Daher sollte man 5-10% weniger Power wählen oder für eine
Stabilisierung sorgen.

Autor: hinz (Gast)
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Cyborg schrieb:
> Wenn man ICs mit Versorgungsspannung im Grenzbereich versorgt,
> kann ein Störimpuls darauf den Kristall zerschießen.
> Daher sollte man 5-10% weniger Power wählen oder für eine
> Stabilisierung sorgen.

Er liegt doch sogar 20% drunter.

Autor: Jens G. (jensig)
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@ Cyborg (Gast)

>Wenn man ICs mit Versorgungsspannung im Grenzbereich versorgt,
>kann ein Störimpuls darauf den Kristall zerschießen.

Das passiert auch, wenn er nicht an der Grenze ist. Der Impuls muß nur 
ein bißchen größer sein ...

hinz (Gast) schrieb:
>Er liegt doch sogar 20% drunter.

Eben - er benutzt schließlich die A-Klasse ...

: Bearbeitet durch User
Autor: Cyborg (Gast)
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hinz schrieb:
> Er liegt doch sogar 20% drunter.

Nach dem Schaltplan benutzt der TO 36V, genauso wie es im Datenblatt
steht. Wie kommst du jetzt auf 20%? Hab ich was überlesen?

Jens G. schrieb:
> Das passiert auch, wenn er nicht an der Grenze ist. Der Impuls muß nur
> ein bißchen größer sein ...

Ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Hier hats wohl gereicht.

Autor: Jens G. (jensig)
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>Nach dem Schaltplan benutzt der TO 36V, genauso wie es im Datenblatt
>steht. Wie kommst du jetzt auf 20%? Hab ich was überlesen?

Nicht überlesen, sondern was falsches gelesen - nämlich das falsche DB.
Der TO hat zwischenzeitlich den TDA2030AL als Versuchsobjekt genannt 
(also eben ein A-Typ), dessen DB sich dann z.B. so liest:

http://www.unisonic.com.tw/datasheet/TDA2030A.pdf

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Jens G. schrieb:

> http://www.unisonic.com.tw/datasheet/TDA2030A.pdf

Dieses Datenblatt enthält übrigens einige gute Hinweise für
die Dimensionierung von NF-Verstärkern mit TDA2030. Es ist
sicherlich sinnvoll, diese Hinweise beim Bau eines eigenen
Verstärkers zu beachten.

Autor: Jens G. (jensig)
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Harald Wilhelms schrieb:

>Dieses Datenblatt enthält übrigens einige gute Hinweise für

Ja, aber für einen PCB-Layout-Vorschlag hat es dann aber nicht mehr 
gereicht ;-)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Jens G. schrieb:
> Harald Wilhelms schrieb:
>
>>Dieses Datenblatt enthält übrigens einige gute Hinweise für
>
> Ja, aber für einen PCB-Layout-Vorschlag hat es dann aber nicht mehr
> gereicht ;-)

Den habe ich aber schon in anderen TDA2030 Datenblättern gesehen.

Autor: dolf (Gast)
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Harald W. schrieb:
> Den habe ich aber schon in anderen TDA2030 Datenblättern gesehen.

oder beim tda2040.
der hat nur etwas mehr power unter der haube.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Stammt der angebliche TDA2030A aus einer zuverlässigen Quelle? Oder kann 
es sich um ein Plagiat bzw. einen umgelabelten TDA2030 handeln?

Autor: hlm (Gast)
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Hat C4 möglicherweise einen Kurzen (ist durchgeschlagen)?

Ist die Betriebsspannung im Einschaltmoment eventuell zu hoch (oder 
dauerhaft)?

Mit dem TDA2030 hatte ich auch schon einige Überraschungen, besonders 
mit DDR-Exemplaren.

Autor: Heinz peter P. (poschi8)
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Vielen Dank erstmal für eure zahlreichen Antworten.

Ich habe jetzt nochmal mit dem Oszilloskop nachgemessen und das Signal 
kommt bis zu dem Pin 1 durch.

Darum gehe ich davon aus das es an der Schaltung keine Kurzschlüsse 
gibt.
Was ich aber denke ist das beim Einschalten der Versorgung eine 
Spannungsspitze entsteht..
Ich hab das noch nicht geprüft, werd ich aber heute noch machen.
Danke auf jeden fall für den Hinweis! :)

lg,
poschi8

Autor: michael_ (Gast)
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Harald W. schrieb:
> Den habe ich aber schon in anderen TDA2030 Datenblättern gesehen.

Mindestens bei ST ist das dabei.

Warum gehst du mit deiner Bastelschaltung mit der Spannung an die 
Grenze?
Seh doch erst mal zu, bei 15V oder 20V saubere Verhältnisse zu erhalten!

Autor: Heinz peter P. (poschi8)
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Es hat funktioniert!!!!!
Vielen vielen vielen Dank!
Ich bin so glücklich... xD

Das Problem war tatsächlich das beim Einschalten eine Spannungsspitze 
entstanden ist und diese das IC zerstört hat.

Mit dem 8. IC hat es nun endlich wieder geklappt ^^

Danke nochmal ihr seid die besten hier!!

lg,
poschi8

Autor: hinz (Gast)
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Heinz peter P. schrieb:
> Das Problem war tatsächlich das beim Einschalten eine Spannungsspitze
> entstanden ist und diese das IC zerstört hat.

Wie hast du das festgestellt?

Autor: Harald W. (wilhelms)
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michael_ schrieb:

> Warum gehst du mit deiner Bastelschaltung mit der Spannung an die
> Grenze?

Im oben verlinkten Datenblatt steht, das auch bei Überspannung
eine 24V AC-Versorgung passt. Noch höher sollte man allerdings
nicht gehen.

Autor: Oberlajtnant (Gast)
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Heinz peter P. schrieb:
> Das Problem war tatsächlich das beim Einschalten eine Spannungsspitze
> entstanden ist und diese das IC zerstört hat.
>
> Mit dem 8. IC hat es nun endlich wieder geklappt ^^


Albert Einstein kannte das Problem auch, als er sagte:


"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und 
andere Ergebnisse zu erwarten."

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