Patek- Phillippe- Multikacapt

OP #5026811
Lesenswert?

http://www.ebay.de/itm/Patek-Philippe-Multicapt-/172696314971?nma=true&si=x8TrhaD8CiKiOgLpp4pEX73imD0%253D&orig_cvip=true&rt=nc&_trksid=p2047675.l2557Patek

Das gab es neulich recht günstig bei E-bay.

Als alter Uhrensammler (mechanische Uhren) hat mich das interessiert,
aber ich habe von Geboten Abstand genommen, da diese Teil wohl nur
für Quarzuhren (Bäh!) wichtig ist.

Aber es bleibt die Frage: Was ist da drin, was kann so ein Teil?

Grüße Bernd
(Firma: Outside the Asylum) #5026826
Lesenswert?

Bernd F. schrieb:
> Als alter Uhrensammler (mechanische Uhren) hat mich das interessiert,
> aber ich habe von Geboten Abstand genommen, da diese Teil wohl nur
> für Quarzuhren (Bäh!) wichtig ist.

Das war wohl falsch gedacht.
So eine Zeitwaage dient dazu Uhrwerke abzugleichen und mit dem Schreiber 
Unregelmäßigkeiten festzustellen.
OP #5026835
Lesenswert?

Won K. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Als alter Uhrensammler (mechanische Uhren) hat mich das interessiert,
>> aber ich habe von Geboten Abstand genommen, da diese Teil wohl nur
>> für Quarzuhren (Bäh!) wichtig ist.
>
> Das war wohl falsch gedacht.
> So eine Zeitwaage dient dazu Uhrwerke abzugleichen und mit dem Schreiber
> Unregelmäßigkeiten festzustellen.

Das Teil hat aber keinen Schreiberanschluss und ist nur für neu-
modische Quarzuhen gedacht.(Soweit ich das im Netz lesen konnte)

Dazu mal eine Frage: Gibt es da wirklich den Trimmer, um was nach
zu justieren?

Ich meine da jetzt nicht die Billiguhren.

Das Ding hätte mich schon gejuckt, die Nixis usw...

Grüße Bernd
#5026837
Lesenswert?

Won K. schrieb:
> und mit dem Schreiber
> Unregelmäßigkeiten festzustellen.

Schreiber? Wo ist da ein Schreiber?

Mir sieht das so aus, als ob per Mikrofon (Mic), Spannung oder Aux das 
Ticken der Uhr aufgenommen werden kann. Das Mikro ist vermutlich in 
diesem Aufsatz eingebaut.

Und dann wird die Frequenz vermutlich mit ner internen Referenz 
verglichen.

Ich weiß aber nicht wie toll die ist. Ich würde da eher nem normalen 
Universal Counter mit GPSDO vertrauen. Ne Mikrofon-Auswertung mit 
TTL-Ausgang müsste man halt selbst bauen, erscheint mir aber machbar.
#5026862
Lesenswert?

Ich bin kein Experte für Armbanduhren.

Aber technisch wäre es gut möglich einen kleinen Varicap einzubauen, mit 
dem man die Kapazität der Ziehkondensatoren für den Quarz minimal 
verändern kann.

Das hätte den Vorteil daß man die Uhr trimmen kann. Aber wieder den 
Nachteil, daß sich das Teil von selbst verstellt oder schneller altert 
als ein fester Kondensator.

Heute macht man das digital in dem man den Teiler anpasst. Ich vermute 
aber daß das zu der Zeit, aus der das Teil stammt, bei den Quarzuhren 
noch nicht möglich war.
#5026890
Lesenswert?

Hi

Stell Dir den anderen Weg vor:
Du hast das Ding gekauft und einzig als Staubablagestelle ist's zu 
gebrauchen.

Dann doch lieber die Neugierde behalten als die Gewissheit.

Wobei die einzige Ehefrau dann zumindest gewusst hätte, wo der ganze 
Staub wohl hingekommen ist ... vll. für den nächsten Versuch, zum 
Argumentieren ;)

MfG
OP #5026922
Lesenswert?

Guido B. schrieb:
> Ich kenne das aus einer alten Elektorschaltung. Das war für
> mechanische Uhren. Das Ticken wird gemessen und die Uhr so
> kalibriert, dass der Takt stimmt.
>
> Zeitwaage war schon der richtige Begriff.
>
> Darfst dich ärgern!
>
> Edit: http://www.uhrwerksarchiv.de/werkstatt/werkzeuge/35-zeitwaage.html

Nö, genau hier habe ich gelesen, dass dieses Teil für mechanische Uhren
nichts (oder nur wenig)  bringt.

Als echte Zeitwaage hätte ich da mitgesteigert.
Aber nur zur Kalibrierung von Quarzuhren? Uninteressant.
Allein das Gerät mit den schönen Nixis hätte mich gereizt.

Grüße Bernd
#5026960
Lesenswert?

Ich kann mir nicht vorstellen, wie man mit Nixiröhrentechnik
Quarzuhren kontrollieren will. Und wozu dann ein MIC-Eingang?
Ich vermute schon, dass das für mechanische Uhren gedacht war.

Sicher nicht sehr wertvoll, jeder Uhrmacher mit Zulassung für
Patek-Philippe hatte wohl sowas.

Grüße, Guido
#5028487
Lesenswert?

Rufus Τ. F. schrieb:
> Das ist einfach nur eine Anzeige. Wie kommst Du darauf, aus der
> verwendeten Anzeige auf die Genauigkeit zu schließen?

Daher schreibe ich ja Nixi-Technik, womit auf das Alter angespielt
wird. Es ist mir klar, dass die PTB auch im Nixizeitalter hervorragende
Zeitreferenzen bauen konnte, die hätten aber nicht in das kleine
Gehäuse gepasst. Ein gut entworfener Quarzoszillator läuft besser
50 ppm. Um das zu kalibrieren oder justieren wäre damals eine viel
größere Kiste notwendig gewesen. Daher schloss ich, entgegen der
Meinung auf einer Webseite, dass diese Zeitwaage eher für mechanische
Uhren gebaut wurde.


Rufus Τ. F. schrieb:
> Multimeter mit LC-Displays sind genauer als Multimeter mit LEDs?!

Bei vergleichbaren Geräten sicher. Der technische Fortschritt brachte
mit sich, dass modernere Geräte bei gleich Preis besser oder aber
billiger wurden. Beim einzelnen Gerät muss man schauen, welches
Kriterium ausschlaggebend war.
Gast #5028599
Lesenswert?

Guido B. schrieb:

> Mir sind sie seit den 70ern bekannt. Ich meine nur, was das
> für einen Sinn machen sollte. Die Nixi-Technik ist doch sicher
> nicht genauer als ein Quarzoszillator, enthält vermutlich
> ebensoeinen.

Der dort verbaute kann aber temperiert werden und wird nicht durch die 
Gegend geschüttelt. Eine Größenordnung besser als die Stimmgabel in der 
Armbanduhr sollte da schon drin sein. Der OCXO in meinem alten HP 8660C 
von 1979 konnte auch schon 10-8.


Die Einschränkung "mehr was für Quarzuhren" bezieht sich darauf, dass 
das Multikacapt nur die momentane Abweichung anzeigt und nicht deren 
Verlauf protokolliert. Mechanische Uhren gehen schneller wenn sie voll 
aufgezogen sind und werden langsamer wenn sie ablaufen. Die Kunst 
besteht darin, diesen Effekt weitgehend zu unterdrücken. Daher macht es 
Sinn, mal einen kompletten Zyklus mitzuschreiben.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren