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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ersatztyp für BFY73


Autor: EZ81__ (Gast)
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Hallo, ich suche einen (überall erhältlichen) Ersatztyp für BFY73.
Daten habe ich leider keine gefunden, nur 8 Seiten Links zu
Antikhalbleiterhändlern...

Verwendung fanden 2 davon in der Line-Ausgangsstufe eines
prähistorischen Stückes Audioelektronik (in einer Schaltung, die ich
aus der Röhrentechnik als White-Kathodenfolger kenne, mit 22V
Betriebsspannnung, angetrieben von einem BC383B Emitterfolger (der sich
wohl durch BC550B ersetzen lassen soll)), das ich halbwegs original
nachbauen möchte, ICs et. kommen deshalb nicht in Frage.
Den Schaltplan poste ich bei Bedarf.

Wenn der Ersatztyp ein TO126-Gehäuse o.ä. hätte, wäre das angenehmer
(Platzbedarf, Kühlung) als das originale TO-39-Blechgehäuse :).

Grüße
;Matthias

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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>Den Schaltplan poste ich bei Bedarf

wäre vielleicht günstiger


Bernhard

Autor: EZ81__ (Gast)
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Musste den Schaltplan noch etwas aufräumen...
Der Eingang ist bei der Drossel.
Danke im Vorraus,
;Matthias

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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Matthias,

ich denke ein 1A-Typ  30V  10W /h21>50 könnte problemlos diese
Aufgabe erfüllen (BD-Typ o.ä.)

Aber, ich würde den Ausgang (1000µ-Elko) mit zwei Dioden noch schützen,
da eine Induktivität am Ausgang unangenehme Spannungen induzieren kann
;)

Bernhard

Autor: crazy horse (Gast)
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Irgendwie kommt mir die Schaltung bekannt vor :-)
Und irgendwo habe ich mal gelesen, dass die nur mit 2N2219 optimal
(warm und ähnliche subjektive Meinungen des Erbauers) optimal arbeitet.

Autor: Dietmar (Gast)
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Habe den Schaltplan gesehen und finde:

Auf jeden Fall kann man die Transistoren gegen andere Typen
austauschen, wenn sie gleiche Parameter haben, kein Problem.

Habe den 2N2222 gefunden, ist ähnlich, handelsüblich,
Betriebsspannungen, Transitfrequenz, H_fe und Leistung gleich, gleiche
Bauform.

Bei herkömmlich bestückten Bauteilen mit Anschlußdrähten kann man die
Anschlußdrähte etwas verdrehen bzw. überkreuzen, wenn die Pinbelegung
nicht so stimmt. Habe ich auch schon praktiziert und klappt prima.

Gruß

Dietmar

Autor: Dietmar (Gast)
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EZ81, ist noch einer aus dem Röhrenzeitalter???  :)

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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EZ81===> war das nicht ein Gleichrichter ?    ;)

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Ein BD135 müßte dafür gehen.

Da könnte ich ja AZ11 heißen, als alter Zausel, wenn Du weißt, was ich
meine.

Leuchtet die Anode rot, ist bald die Pentode tot! (Alte polynesische
Volksweisheit) :-))
MfG Paul

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Ja, Bernhard - eine Doppeldiode war das.

Paul

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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..... AZ11 ... da kann ich nicht mithalten,

bin schon ein GD100 :)

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Kann mir mal jemand erklären, wozu diese umständliche Schaltung gut sein
soll ?

Ich kann nur erkennen, daß die 22V absolut schweinisch gesiebt sein
müssen, weil Q7 wunderschön auch das leiseste Brummen und Rauschen auf
den 22V verstärkt (22V-Brummen über R25, C9 direkt auf die Basis von
Q7).

Wesentlich störärmer wäre den Kondensator von Basis Q7 nach Masse.


Peter

P.S.:
Ich habe früher mal diverse AZ11 wiederbelebt (Röhre aus Sockel
rausbrechen und 2*SY210 eingelötet).

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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@Peter

>weil Q7 wunderschön auch das leiseste Brummen und Rauschen auf
>den 22V verstärkt

das stimmt...

Aber der der R25 und C9 bewirkt eine invertierung des Signals und
steuert den Q7. Damit wird die Schaltung ausgangsmäßig niederohmiger
und man erziehlt eine größere Leistung.
(Ist schon faßt eine A-Endstufe)

Autor: EZ81__ (Gast)
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Vielen Dank, 2N2222 und 2N2219 gibt es sogar bei Reichelt, BD135
sowieso. Mal sehen :) :)

@crazy_horse: Herr Telefunken war aber der Meinung, dass da BFY73 rein
sollen, sonst hätte er das nicht in den Schaltplan geschrieben ;). Wo
hast Du diese Schaltung noch gesehen?

Grüße
;Matthias
(der hier laut Geburtsdatum eigentlich NE5534 o.ä. heißen müsste)

Autor: EZ81__ (Gast)
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Autor: Dietmar (Gast)
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EZ80, Hochvakuum-Netzgleichrichter in 1960-er Schaltungen.

Und, wegen des speziellen Transistors, ganz besonders in einer
Telefunken-Schaltung: Was Designer, meist Ingenieure, nach
umfangreichen Berechnungen einsetzen, sollte man nicht gerade ganz
verschmähen.

Gruß

Dietmar

Autor: peter dannegger (Gast)
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Es ist mir schon klar, was man eigentlich damit beabsichtigt, aber in
meinen Augen ist das ein typisches Beispiel von "Den Teufel mit
Beelzebub austreiben". Ist ein ziemlich dirty hack aus den Zeiten, wo
man noch keine Komplementärendstufen kannte.

Ist schwer durchzurechnen, aber Pi*Daumen würde ich sagen, bei 10mV
Brumm auf den 22V kommen hinten 100mV Brumm raus.

Diese alten Schaltungen waren auch verdammt davon abhängig, welche
Stromverstärkung die Transistoren hatten. Daher ist es nicht
verwunderlich, wenn ein Ersatztransistor nicht gleichermaßen
funktioniert. Manchmal gibt es auch gar keinen Ersatz, weil man
heutzutage keinen Transistoren mit dem benötigten niedrigen Beta
bekommt.

Heutzutage sind Komplementärstufen mit Gegenkopplung qualitativ um
Längen besser.
Als ich meine ersten AC187/AC188 zusammenlötete, war ich total
verblüfft, was für nen super Klang man mit so unverschämt wenig
Schaltung hinkriegt.
Das war dann auch der Zeitpunkt, wo ich den Röhren tschüß gesagt habe.


Peter

Autor: Bernhard S. (bernhard)
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Hallo Peter

>Ist schwer durchzurechnen, aber Pi*Daumen würde ich sagen, bei 10mV
>Brumm auf den 22V kommen hinten 100mV Brumm raus.


Das ist nicht korrekt, theoretisch ist das hinten - Brumm nahezu Null,
da der obere Transistor als Emitter-Folger geschaltet ist und sein
Emitter-Spannung gleich der Basisspannung ist.
Der Emmiterstrom, der durch den unteren Transistor bereitgestellt wird,
hat nur einen unwesentlichen Einfluss auf die Emitterspannung des
oberen.

Bernhard

Autor: Dietmar (Gast)
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Ich dachte, es handele sich hier um eine Schaltung, die zu gegebener
Zeit den damals gegebenen Ansprüchen entsprechend ordnungsgemäß
funktionierte.

Natürlich, ist heute vieles überholt und verbessert.

Gruß

Dietmar

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@Bernhard,

bei einem Transistor ist die benötigte BE-Spannung vom Laststrom
abhängig, d.h. ein Emitterfolger hat einen nicht unerheblichen
Ausgangswiderstand.

Man müßte die Schaltung mal praktisch durchmessen (Klirrfaktor,
Rauschen, Phasengang, Ausgangsimpedanz und eben auch
Betriebsspannungsunterdrückung), was der Entwickler meiner Erfahrung
nach nicht gemacht haben kann.


Ich nehme für solche Trennstufen ganz normale OPVs als 1-Verstärker,
die kommen durch die 100% Gegenkopplung wirklich auf unter 1 Ohm
dynamischen Ausgangswiderstand.


Peter

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@Dietmar,

stimmt, für Audiozwecke ist diese Schaltung vollkommen ausreichend,
wenn die 22V gut gesiebt sind.
Genau wie ein Emitterfolger mit nur einem Transistor und weniger guter
Siebung.


Ich habs in meiner Praxis mit Genauigkeiten von 1..10ppm zu tun, dafür
wäre dann so eine Schaltung murx.


Peter

Autor: Dietmar (Gast)
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Bei billigen Audioschaltungen, und das war auch früher so, legte man den
Übertragungsbereich erst ab über 100 oder 200 Hz fest, um das
Netzbrumm-Problem zu umgehen.

Gruß

Dietmar

Autor: EZ81__ (Gast)
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Hallo,
das ganze kommt aus einem V672 Universalverstärkermodul aus der
Rundfunktechnik und war höchstwahrscheinlich alles andere als billig.
Die Herren wussten im allgemeinen, was sie taten, wenn man sich
ansieht, welche Daten in dem Bereich früher schon mit Röhrengeräten a
la V76 erreicht wurden...
Der Frequenzgang war künstlich auf 40Hz..15kHz begrenzt, die späteren
Versionen hatten dann einen OP mit nachgeschalteten Transistoren am
Ausgang. Weniger als 1 Ohm Ausgangswiderstand wahr wahrscheinlich
unwichtig, wenn der Übertrager dahinter Wicklungswiderstände von
(geratenen) 20 Ohm hat. Natürlich kann man diese Stufe+Übertrager durch
einen DRV134 ersetzen, ebenso wie man in einen 40 Jahre alten Porsche
einen Common-Rail-Diesel einbauen kann...

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