Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Übertarifliche Zulage statt Leistungszulage


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von Wechsler (Gast)


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Hallo zusammen,

bin aufgrund einer Standortverschiebung gezwungen meinen jetzigen 
Konzern zu wechseln. Hab bereits vom neuen Konzern ein Angebot erhalten, 
was mich jedoch sehr verwirrt, da mir statt einer LZ eine ÜZ gezahlt 
wird. Als ich bisher die Firmen gewechselt habe, wurde mir immer gleich 
meine gewünscht LZ gezahlt.

Ich komme von IG Metall BY EG12 mit 15& LZ und beim neuen Konzern wird 
mir EG12 und eine ÜZ bezahlt, in X Euro, was im Grunde etwas mehr als 
die 15 % LZ entspricht. Eine ÜZ ist meiner Infos nach aber nicht sicher 
und kann dir von heut auf morgen gestrichen werden. Tariferhöhungen 
werden ebenso auf die ÜZ angerechnet, womit ich mich ja quasi 
verschlechtere. Finde ich nicht gut.

Würdet ihr das bei der HR beim Vertragsgespräch ansprechen? Wie gesagt, 
war noch nie in der Situationen. Hab bisher immer die LZ vom vorherigen 
Arbeitgeber dann auch beim neuen AG bezahlt bekommen. Mein Bauchgefühl 
ist bei dieser ÜZ irgendwie nicht so gut, weil das Ganze dann eben nicht 
so save ist wie bei einer LZ. Die LZ kann man zwar auch zum 
Jahresgespräch runterfahren, aber nicht monatlich willkürlich wie eine 
ÜZ, die man dir komplett streichen kann.

Eure Erfahrungen?

von Joachim B. (jar)


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unbedingt ansprechen und nicht akzeptieren.

von Ay Ay (Gast)


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Genau so ist es! Und es bricht die Regeln des Tarif Vertrags. Schlechter 
Versuch.

von Wechsler (Gast)


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Ay Ay schrieb:
> Genau so ist es! Und es bricht die Regeln des Tarif Vertrags.
> Schlechter
> Versuch.

Welche Regel sprichst du hier an?

Danke mal für euer Feedback. Mir kam es schon auch komisch vor, weil ich 
soetwas wie gesagt noch nie erlebt habe. Aber der Konzern ist top, darum 
wundert es mich umso mehr, dass dies dort so gehandhabt wird mit dieser 
ÜZ... mal schauen, was die HR dazu sagt und ob sich hier noch etwas 
verhandeln lässt.

Was natürlich auch angerechnet wird, wenn die IG Metall 2018 dann wieder 
eine Tariferhöhung fährt, dann würde ich auch in die Röhre schauen, weil 
es ja auf die ÜZ angerechnet wird...

von Horst (Gast)


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Lass dich nicht von den Paranoikern kirre machen...

Da der neue Konzern noch keine Leistungsbewertung für dich vorliegen 
hat, dir aber dein gewünschtes Gehalt zahlen will, gibt er dir eben eine 
"bedingungslose" ÜZ bis dein erstes Jahresgespräch erfolgt ist. Dann 
gibts die (hoffentlich verdiente) LZ und die ÜZ entfällt. Ist in 
vernünftigen Unternehmen z.B. bei Neueinstellungen völlig normal.

Wenn du Angst hast, lass dir schriftlich geben, dass nach dem ersten 
Jahresgespräch die LZ die ÜZ ersetzt.

Zwischendurch KÖNNTE THEORETISCH die ÜZ gestrichen werden, aber wenn du 
wirklich 15% ÜZ VERDIENST würde kein Arbeitgeber der Welt deinen Frust 
riskieren.

Grüße
Horst

von Wechsler (Gast)


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Horst schrieb:
> Lass dich nicht von den Paranoikern kirre machen...
>
> Da der neue Konzern noch keine Leistungsbewertung für dich vorliegen
> hat, dir aber dein gewünschtes Gehalt zahlen will, gibt er dir eben eine
> "bedingungslose" ÜZ bis dein erstes Jahresgespräch erfolgt ist. Dann
> gibts die (hoffentlich verdiente) LZ und die ÜZ entfällt. Ist in
> vernünftigen Unternehmen z.B. bei Neueinstellungen völlig normal.
>
> Wenn du Angst hast, lass dir schriftlich geben, dass nach dem ersten
> Jahresgespräch die LZ die ÜZ ersetzt.
>
> Zwischendurch KÖNNTE THEORETISCH die ÜZ gestrichen werden, aber wenn du
> wirklich 15% ÜZ VERDIENST würde kein Arbeitgeber der Welt deinen Frust
> riskieren.
>
> Grüße
> Horst

Das erste Gespräch gibt es innerhalb 6 Monaten. Wie du schon sagst, die 
verdienten 15 % hat man eigentlich nicht sofort, wenn man mit 0 % 
anfängt. Die 15 % habe ich mir beim vorherigen Unternehmen auch 
erarbeitet.

Jedoch habe ich keine Lust, dass ich 2018 bspw. auf die 3 % 
Tariferhöhung verzichte, wenn man mich z.b. nach 6 Monaten (Dez. 17) mit 
10 % einstuft, bleibt ein Rest von 5 % in der ÜZ. Und 2018 rechnet man 
davon dann 3 % Tariferhöhung rein, sprich den Mehrwert von 3 % garnicht 
sehe, weil die von der ÜZ abgezogen werden. Womit dann noch ein Rest von 
2 % in der ÜZ verbleiben würde. Das wäre einfach ein Witz...

Ich verstehe dich, aber auch die Vorposter über dir... ich möchte mich 
einfach nicht verschlechtern und suche nach einem Ausweg, der für beide 
Parteien i.O. ist.

von peter (Gast)


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Frag die doch, wo ist das Problem?

Wenn du schon da bist, deinen Vorgesetzten, Betriebsrat oder deinen 
Personalsachbearbeiter.
Ansonsten, wenn du "erst" den Vertrag vorliegen hast anrufen uns fragen 
- oder wenn da auf jeden Fall da hin willst, unterschreiben und Fragen 
wenn du da bist.

von Cyblord -. (Gast)


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Wechsler schrieb:
> Ich verstehe dich, aber auch die Vorposter über dir... ich möchte mich
> einfach nicht verschlechtern und suche nach einem Ausweg, der für beide
> Parteien i.O. ist.

Was machst du, wenn sie sagen, dass das Standardvorgehen ist von dem 
nicht abgewichen wird? Bei deinem alten Konzern bleiben? Der Weg mit der 
ÜZ zur Einstellung scheint nicht unüblich zu sein, um auf das gewünschte 
Jahresbrutto zu kommen. Ist halt für das Unternehmen ein einfaches 
Steuerungsmittel, damit dein Gehalt nicht zu schnell ansteigt. Btw. ich 
habe auch eine ÜZ zum Einstieg bekommen, wurde auch nicht mit der 
Erhöhung von April verrechnet (also Erhöhung voll mitgenommen), bin mal 
gespannt was ist sobald die erste LZ ansteht.

von Wechsler (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Wechsler schrieb:
>> Ich verstehe dich, aber auch die Vorposter über dir... ich möchte mich
>> einfach nicht verschlechtern und suche nach einem Ausweg, der für beide
>> Parteien i.O. ist.
>
> Was machst du, wenn sie sagen, dass das Standardvorgehen ist von dem
> nicht abgewichen wird? Bei deinem alten Konzern bleiben? Der Weg mit der
> ÜZ zur Einstellung scheint nicht unüblich zu sein, um auf das gewünschte
> Jahresbrutto zu kommen. Ist halt für das Unternehmen ein einfaches
> Steuerungsmittel, damit dein Gehalt nicht zu schnell ansteigt. Btw. ich
> habe auch eine ÜZ zum Einstieg bekommen, wurde auch nicht mit der
> Erhöhung von April verrechnet (also Erhöhung voll mitgenommen), bin mal
> gespannt was ist sobald die erste LZ ansteht.

Ich habe zwei Angebote. Das eine, ist wie bisher: die zahlen von Beginn 
an die geforderte LZ - allerdings finde ich die Branche/Konzern nicht so 
interessant wie der Konzern, in dem die ÜZ gezahlt wird. Qual der Wahl, 
Luxusproblem...

Was ich mache? Naja, ich gehe davon aus, dass man eine Lösung findet. 
Wenn nicht, werde ich wohl dem Unternehmen zusagen, wo ein geringeres 
Risiko besteht.

Bei dir wird nach der ersten Beurteilung eben der Prozentsatz an Cash 
von deiner ÜZ abgezogen, wie es in jedem Konzern abläuft... dass man dir 
die Tariferhöhung voll gegeben hat, davon habe ich auch schon gehört, 
scheinbar in Konzernen auch üblich - allerdings hast du darauf keine 
Garantie und so etwas stört mich natürlich.

Ich lebe nach dem Motto: wer schreibt der bleibt und möchte natürlich 
jegliches Risiko bei einem Wechsel ausschließen.

von Cyblord -. (Gast)


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Geht es dir darum, dass du gleich sicher jede Tariferhöhung mitnehmen 
kannst oder dass dein Startbrutto nicht unterlaufen wird?
Wegen ersterem würde ich mir nun wahrlich nicht ins Hemd machen und nur 
wegen den Krümeln, die scheinbar schlechtere/uninteressantere Stelle 
annehmen. Zweiteres kann man raushandeln, dass noch ein Passus 
mitaufgenommen wird im Sinne, dass nur soviel ÜZ gestrichen werden kann 
ohne eine Gewisse Grenze zu unterschreiten.

von Ay Ay (Gast)


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So so, Krümel. Wenn das Krümel sind, wird die Firma sicher diese 
Kleinigkeit ändern, um den Bewerber nicht zu verlieren.

von Wechsler (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Geht es dir darum, dass du gleich sicher jede Tariferhöhung
> mitnehmen
> kannst oder dass dein Startbrutto nicht unterlaufen wird?
> Wegen ersterem würde ich mir nun wahrlich nicht ins Hemd machen und nur
> wegen den Krümeln, die scheinbar schlechtere/uninteressantere Stelle
> annehmen. Zweiteres kann man raushandeln, dass noch ein Passus
> mitaufgenommen wird im Sinne, dass nur soviel ÜZ gestrichen werden kann
> ohne eine Gewisse Grenze zu unterschreiten.

Mir gehts darum, dass ich mich weiterentwickle und nicht erstmal 1-2 
Jahre die Tariferhöhung mir nichts bringt.

Tariferhöhungen werden dort aber nicht auf die ÜZ angerechnet, sagte mir 
nun ein dort arbeitender Bekannter so wie ein Ex-MA, auch wenn es im 
Vertrag steht. Nur die LZ wird mit der ÜZ verrechnet, womit ich nun 
keinen Nachteil sehe. Mein Monatsgehalt passt ja.

15 % sind ja schon ordentlich (und über die Jahre erarbeitet) und somit 
verstehe ich auch den Sinn der HR. Wenn man mir nun 15 % LZ sofort geben 
würde, die ich vermutlich nicht innerhalb eines halben Jahres 
erreiche/leiste, würde mich mein Boss mit bspw. 10 % runterstufen, womit 
ich 5 % verlieren würde. So habe ich eben 0 % und meine ÜZ (die ja den 
15 % entspricht) und das wird dann eben von Beurteilung zu Beurteilung 
verrechnet, womit ich keine Miese mache. Aber eben auch zu Beginn kein 
Plus, bis ich die 15 % erreicht habe. Ich denke, damit kann man leben.

von Qwertz (Gast)


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Wechsler schrieb:
> 15 % sind ja schon ordentlich (und über die Jahre erarbeitet) und somit
> verstehe ich auch den Sinn der HR.

Findest du das wirklich? Das ist gerade einmal ein Prozentpünktchen über 
dem vorgegebenen Durchschnitt von 14%, also schon per Definition nur 
durchschnittlich. Unter "ordentlich" verstehe ich mindestens 20%.

von Elektrofan (Gast)


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"Nach unserem neuen Lohnmodell bekommen alle mehr, deswegen müssen wir 
das unbedingt einführen."

von DrIng (Gast)


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Der Durchschnitt gilt für alle von Anfänger bis > 35 Jahre 
Berufserfahrung. Da die LZ monoton mit der Zeit steigt - zumindest in 
den meisten Fällen und Firmen - sind 15% in jungen Jahre (< 45 Jahre) 
ordentlich.

von Wechsler (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Wechsler schrieb:
>> 15 % sind ja schon ordentlich (und über die Jahre erarbeitet) und somit
>> verstehe ich auch den Sinn der HR.
>
> Findest du das wirklich? Das ist gerade einmal ein Prozentpünktchen über
> dem vorgegebenen Durchschnitt von 14%, also schon per Definition nur
> durchschnittlich. Unter "ordentlich" verstehe ich mindestens 20%.

Mit 35 Jahren die bayrische EG12 + LZ 15% finde ich ordentlich, ja. In 
vielen Konzernen die ich kenne, geht nicht mehr viel nach 15 % im Tarif, 
dann kommt AT.
Aber es liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, jemand anders ist 
damit vielleicht nicht zufrieden
Es gibt sicherlich noch einige Ausreißer die mit 34 auch schon AT haben 
und bei 100-120k sind, dann aber mit all incl., das muss ich nicht 
haben.

von Ich (Gast)


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Ich würde mir nicht nur über die Tariferhöhungen sorgen machen, sondern 
auch um die Steigerung deiner Leistungszulage. Nach 6 Monaten bekommst 
du ca. 7%. Nach 6 Jahren bist du evtl. bei 15%. Alles wird ggf. mit der 
ÜZ verrechnet.

ÜZ ist immer viel schlechter als Tarifbestandteile. Allerdings würde ich 
wegen sowas nicht einen guten Konzern ablehnen, zumal ERA12b eh schon 
viel Geld ist.

von Wechsler (Gast)


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Ich schrieb:
> Ich würde mir nicht nur über die Tariferhöhungen sorgen machen,
> sondern
> auch um die Steigerung deiner Leistungszulage. Nach 6 Monaten bekommst
> du ca. 7%. Nach 6 Jahren bist du evtl. bei 15%. Alles wird ggf. mit der
> ÜZ verrechnet.
>
> ÜZ ist immer viel schlechter als Tarifbestandteile. Allerdings würde ich
> wegen sowas nicht einen guten Konzern ablehnen, zumal ERA12b eh schon
> viel Geld ist.

Ich habe mir noch nie über mein Gehalt Sorgen gemacht. Für mich ist es 
nur neu, dass Konzerne auch mal keine LZ bezahlen wollen und dies eben 
über die ÜZ abwickeln. Deshalb mein Thread. Durch mein Rumfragen bei 
Ex-Kollegen ist dies aber scheinbar üblich und normal (ich kannte es 
halt nicht).

In den Konzernen wo ich bisher tätig war lief das in die Richtung 5%, 
dann 9%, dann 15%, innerhalb 3 Jahren. Quasi ein Automatismus und 
letztendlich dann eben auch die EG Sprünge.
Wenn du 6 Jahre für 15 % brauchst, hast du glaube ich nicht wirklich 
performed. Dann würde ich mir ehrlich gesagt auch mal Gedanken machen.

Aber wie du schon sagst, es ist viel Geld und ÜZ hin oder her, solange 
sie nicht weggenommen wird, hast du deine 100k/Jahr. Und ich kann mir 
auch nicht vorstellen, dass ein Konzern seinen MA vergraulen 
möchte...aber wir werden sehen.

von Horst (Gast)


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Ich habe zum Einstieg als Absolvent auch eine übertarifliche Zulage von 
10% bekommen. Bei der ersten Leistungsbeurteilung nach 6 Monaten wurde 
sie durch 9,8% Leistungszulage ersetzt (35 von 100 Punkten). Die 
restlichen 0,2% habe ich behalten, so dass sich am Gehalt nichts 
geändert hat.

Kurioserweise bekomme ich diese 0,2% übertarifliche Zulage auch heute, 
drei Jahre später, noch. Die zwischenzeitlichen Tariferhöhungen, die 
Erhöhung der Leistungszulage auf mittlerweile 15% und die automatische 
Höherstufung von 10a nach 10b wurden nicht drauf angerechnet. So gesehen 
wäre es sogar besser gewesen, bei der ersten Leistungsbeurteilung 
weniger Punkte bekommen zu haben ...

von Qwertz (Gast)


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Wechsler schrieb:
> Ich habe mir noch nie über mein Gehalt Sorgen gemacht. Für mich ist es
> nur neu, dass Konzerne auch mal keine LZ bezahlen wollen und dies eben
> über die ÜZ abwickeln. Deshalb mein Thread.

Bei einer neuen Stelle ist das völlig normal, es dient zur Überbrückung 
bis es nach 6 Monaten eine offizielle Leistungszulage gibt, welche dann 
mit der Sonderzulage verrechnet wird.

> Mit 35 Jahren die bayrische EG12 + LZ 15% finde ich ordentlich, ja. In
> vielen Konzernen die ich kenne, geht nicht mehr viel nach 15 % im Tarif,
> dann kommt AT.

Ach was, a bissl wos geht allerweil. Die Leistungszulage geht ja maximal 
bis 28% hoch, ist also noch etwas Luft.

von Ay Ay (Gast)


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In Bayern!
In bw sind 15% Durchschnitt und 30% Max möglich!
Es gibt diesen kleinen Unterschied.

von Qwertz (Gast)


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Ay Ay schrieb:
> In Bayern! In bw sind 15% Durchschnitt und 30% Max möglich! Es
> gibt diesen kleinen Unterschied.

Spielt der denn eine Rolle? Es gibt in BW auch mehr Tarifstufen als in 
Bayern, dafür aber keine  B-Stufen mit automatischer Erhöhung. Wie 
realistisch ist es in BW, in die höchste Tarifstufe zu kommen? In Bayern 
ist es nichts besonderes.

von Wechsler (Gast)


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Qwertz schrieb:
>
> Ach was, a bissl wos geht allerweil. Die Leistungszulage geht ja maximal
> bis 28% hoch, ist also noch etwas Luft.

Ich habe auch locker fast das halbe Berufsleben vor mir, da sollte schon 
noch Spielraum drin sein. :-)

von Ich (Gast)


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Wechsler schrieb:
> In den Konzernen wo ich bisher tätig war lief das in die Richtung 5%,
> dann 9%, dann 15%, innerhalb 3 Jahren. Quasi ein Automatismus und
> letztendlich dann eben auch die EG Sprünge. Wenn du 6 Jahre für 15 %
> brauchst, hast du glaube ich nicht wirklich performed. Dann würde ich
> mir ehrlich gesagt auch mal Gedanken machen.

Hast du meine Argumentation überhaupt verstanden?

von dfwds (Gast)


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Ich arbeite in einem Bereich, in dem ich die Gehaltsentwicklungen im 
Konzern sehen kann.
Es ist in den letzten Jahren tatsächlich so geworden, dass sehr lange 
gezögert wird mit den Punkten und den Stufen.
Also wirklich ziemlich lange, über zig Jahre.
Warum? Ich denke, in einer großen Firma lässt sich gut messen, wieviele 
abwandern. Da wohl kaum einer kündigt, lässt sich so prima sparen.

Ich kann aber nur für den Konzern sprechen, bei dem ich arbeite.
Ist Automotive.

von Wechsler (Gast)


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dfwds schrieb:
> Ich arbeite in einem Bereich, in dem ich die Gehaltsentwicklungen
> im
> Konzern sehen kann.
> Es ist in den letzten Jahren tatsächlich so geworden, dass sehr lange
> gezögert wird mit den Punkten und den Stufen.
> Also wirklich ziemlich lange, über zig Jahre.
> Warum? Ich denke, in einer großen Firma lässt sich gut messen, wieviele
> abwandern. Da wohl kaum einer kündigt, lässt sich so prima sparen.
>
> Ich kann aber nur für den Konzern sprechen, bei dem ich arbeite.
> Ist Automotive.

Ich kenne Konzerne wo man ab 0% beginnt und sich immer um 3% jährlich 
steigert und eben auch diese, wo du jährlich mehr als 3 % machst, 
allerdings geht nach 15 % dann nicht mehr viel (bzw. du springst dann in 
der EG oder wirst ggf. iwann AT, wenn du am Ende der EG-Tabelle bist). 
Weniger als 3 % habe ich bisher nicht erlebt (ich gehe von einem 
Performer aus, keiner der nur Eier schaukelt).

von MeineMeinung (Gast)


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Stop!
Wenn du dich beim Wechsel nicht um 5%-15% im Gehalt verbesserst dann 
mach es nicht!
Das ist das Risiko doch gar nicht wert.
Zudem hast du in der neuen Firma noch keinen Ruf, ein Aufstieg ist dort 
also deutlich schwieriger.

von Cyblord -. (Gast)


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MeineMeinung schrieb:
> Stop!
> Wenn du dich beim Wechsel nicht um 5%-15% im Gehalt verbesserst dann
> mach es nicht!

Ehm, du hast den OP gelesen? Er wechselt nur bedingt freiwillig, ...

von burner (Gast)


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Es gibt auch Firmen,
die formieren sich nach ein paar Jahren und mehrfachen Wechseln der 
Führungskräfte zu einem absoluten Dreckspuff. Dann ist ein Wechsel, ggf. 
mit Gehaltseinbußen, unabdingbar.

von Qwertz (Gast)


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Wechsler schrieb:
> allerdings geht nach 15 % dann nicht mehr viel (bzw. du springst dann in
> der EG oder wirst ggf. iwann AT, wenn du am Ende der EG-Tabelle bist).

Klingt unlogisch. Wenn das bei allen so wäre, wie will das Unternehmen 
dann auf einen Durchschnitt von 14% kommen? Es muss dann also auch 
welche geben, die deutlich mehr Leistungszulage bekommen.

> Weniger als 3 % habe ich bisher nicht erlebt (ich gehe von einem
> Performer aus, keiner der nur Eier schaukelt).

Man kann aber auch performant Eier schaukeln. Ich weiß das aus eigener 
Erfahrung, daher bin ich nämlich auch ein Performer.

von Qwertz (Gast)


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Ich schrieb:
> Ich würde mir nicht nur über die Tariferhöhungen sorgen machen, sondern
> auch um die Steigerung deiner Leistungszulage. Nach 6 Monaten bekommst
> du ca. 7%. Nach 6 Jahren bist du evtl. bei 15%. Alles wird ggf. mit der
> ÜZ verrechnet.

Meine ÜZ wurde nur genau einmal verrechnet, und zwar bei der ersten 
Beurteilung nach der Probezeit. Danach habe ich die Differenz als ÜT 
weiterbekommen, diese wurde anschließend weder mit einer Tariferhöhung 
noch mit einer Steigerung der LZ verrechnet.
Erst beim Wechsel der Entgeltstufe wurde sie gestrichen, allerdings 
nicht zu meinem Nachteil. :-)

von mandingo (Gast)


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Wechsler schrieb:

> Würdet ihr das bei der HR beim Vertragsgespräch ansprechen?

Ich würde dir empfehlen als "Technical Consultan" bei einem Engineering 
Dienstleister anzufangen. Trafivvertrag in Anlehnung an einen 
Tarifvertrag und alle 6 Monate spannende neue Projekte deutschlandweit!

von Hhfscgztuuk (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Wechsler schrieb:
>> allerdings geht nach 15 % dann nicht mehr viel (bzw. du springst dann in
>> der EG oder wirst ggf. iwann AT, wenn du am Ende der EG-Tabelle bist).
>
> Klingt unlogisch. Wenn das bei allen so wäre, wie will das Unternehmen
> dann auf einen Durchschnitt von 14% kommen? Es muss dann also auch
> welche geben, die deutlich mehr Leistungszulage bekommen.
>

Das sind zum Großteil ältere Mitarbeiter aus Prä-ERA Zeiten

von Wechsler (Gast)


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Hhfscgztuuk schrieb:
> Qwertz schrieb:
>> Wechsler schrieb:
>>> allerdings geht nach 15 % dann nicht mehr viel (bzw. du springst dann in
>>> der EG oder wirst ggf. iwann AT, wenn du am Ende der EG-Tabelle bist).
>>
>> Klingt unlogisch. Wenn das bei allen so wäre, wie will das Unternehmen
>> dann auf einen Durchschnitt von 14% kommen? Es muss dann also auch
>> welche geben, die deutlich mehr Leistungszulage bekommen.
>>
>
> Das sind zum Großteil ältere Mitarbeiter aus Prä-ERA Zeiten

Exakt. EG12B mit 28/30% LZ ist eher selten, dann eher AT. EG12b ist ja 
bereits das Ende der Fahnenstange.

von Wechsler (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ich schrieb:
>> Ich würde mir nicht nur über die Tariferhöhungen sorgen machen, sondern
>> auch um die Steigerung deiner Leistungszulage. Nach 6 Monaten bekommst
>> du ca. 7%. Nach 6 Jahren bist du evtl. bei 15%. Alles wird ggf. mit der
>> ÜZ verrechnet.
>
> Meine ÜZ wurde nur genau einmal verrechnet, und zwar bei der ersten
> Beurteilung nach der Probezeit. Danach habe ich die Differenz als ÜT
> weiterbekommen, diese wurde anschließend weder mit einer Tariferhöhung
> noch mit einer Steigerung der LZ verrechnet.
> Erst beim Wechsel der Entgeltstufe wurde sie gestrichen, allerdings
> nicht zu meinem Nachteil. :-)

Darf man die Branche erfahren, in der du arbeitest?

von Qwertz (Gast)


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Wechsler schrieb:
> Darf man die Branche erfahren, in der du arbeitest?

Ja. Medizintechnik.

von Wechsler (Gast)


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Hab nun meine Entscheidung getroffen, da ich ein drittes Angebot 
bekommen habe im Automotive Konzern. Mein erster AT Vertrag, der die 
beiden anderen Angebote übertroffen hat. 12x Standardgehälter + 1x 13. 
als AT, bin zufrieden und muss mir keinen Kopf über die ÜT-Zulage 
machen...

von Nur so (Gast)


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Wie sehen denn die AT Stufen aus? Was sind das nun in € ?

von Wechsler (Gast)


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Nur so schrieb:
> Wie sehen denn die AT Stufen aus? Was sind das nun in € ?

Verhandlungsbasis: Du startest mit 30 % über der letzten Tarifstufe, 
mindestens.

von Nur so (Gast)


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OK, Danke für die Info. Aber von der ERA-Stufe ohne LZ ?

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