U. B. schrieb:
>> Immer Positiv zuerst. Sollte bei
>> bestehender Masseverbindung der beiden Chassis das noch anzuschliessende
>> positiv Kabel auf das Chassis kommen funkt es heftig :)
>
> Auch beim Herstellen eines Kurzschlusses ist die Reihenfolge egal ...
Das ist prinzipiell richtig.
ABER beim KFZ denkt man über Fehlerfälle nach. Würdest du zuerst Masse
anschließen, dann hättest du bereit Masse überall im Arbeitsraum
anliegen wenn du Plus anschraubst. Kommt dann irgendwas vom Plus-Pol
(z.B. dein Gabeschlüssel mit dem du die Pluspol-Schraube anziehst)
irgendwo an Metall (Motorblock, Karosserie, Rohre, ...) schepperts. Dort
liegt nämlich überall Masse drauf.
Darum schließt man zuerst Plus an, damit man dort nicht mehr arbeiten
muss, wenn die "Überall"-Masse anliegt. Wenn Masse noch nicht
angeschlossen ist und du mit dem Pluspol-Gabelschlüssel an den
Motorblock (später Masse) kommst passiert garnichts. Masse ist ja noch
nicht da.
Jonalu schrieb:
> spielt es beim Anschließen der Versorgungsspannung eine Rolle, was
> zuerst angeschlossen wird? Also zuerst die Masseklemme und dann die
> Spannungsklemme oder umgekehrt?
Wie Vorredner schon sagten - das wird erst kritisch, wenn es mehr als
einen Masseweg gibt. Stell dir vor du z.B. einen 20A-Motorcontroller der
über USB auch noch an den PC angebunden wäre (und PC +
Motorcontroller-Netzteil haben eine gemeinsame Erdung). Würdest du nun +
zuerst einstecken, würde der Strom von
Netzteil->Schaltung/Motorcontroller->USB-Masse->Erdnung->Netzteil
fließen. Ob dein USB-Kabel/USB-Port 20A auf der Masseschiene mitmacht
ist dann die Frage.
Um diesen Fehlerfall von vorn herein zu vermeiden steckt man
normalerweise zuerst GND an und dann die Versorgungsspannungen. Das
gewöhnt man sich halt so an und dann macht man es immer so. Gerade wenn
es viele Massewege gibt übersieht man das sonst im Eifer des Gefechtes
mal gerne.
So durften bei mir schon einige Programmer dran glauben, wenn sie
plötzlich den gesamten Laststrom führen durften ;)