Der LM723 ist wieder mal hin (Abschalttransistor Klemme 2 u. 3). Ich
weiß nicht warum. Vielleicht kann mir jemand helfen?
Die berühmte Laborkonstanterschaltung mit LM723 aus den 70ern wurde
ergänzt mit einem zusätzlichen Stromstufenschalter. Im kleinsten Bereich
beträgt der Shunt 600 Ohm und nicht 0,5 Ohm, wie ursprünglich
vorgesehen. Aber nur mit niederohmigem Shunt funktioniert das Ding
zufriedenstellend!
Im Spannungsmodus ist alles gut, Regelung, Welligkeiten gering,
Spannungs- und Stromanzeige der Instrumente stimmen mit den wahren
Werten am Ausgang überein. Dafür mußte die Stromanzeige mit einer
zusätzlichen Spannung (U3) kompensiert (kalibriert) werden. (Zur
Erklärung: Unabhängig von der Potistellung P2 fließen im Potizweig
konstant 3mA (bei jedem Drehwinkel). Ohne Kompensation (U3) würde der
Strom in der Anzeige um diese 3mA verfälscht (vergrößert) werden. Durch
den entgegengesetzten Stromfluß über R8 stimmen Klemmenstrom und Strom
in der Anzeige dann wieder genau überein.)
Im Strombegrenzungsmodus funktioniert systembedingt alles nicht mehr
richtig! Die feinen Stromabstufungen über die verschiedenen
Meßwiderstände erzeugen zu große Fehler in den unteren Bereichen
(1/3mA)! Es fließt mehr Strom aus den Klemmen heraus als angezeigt wird.
Das liegt m. E. daran, daß bei Begrenzung in der originalen Schaltung
über den Abschalttransistor Strom aus Klemme 3 des ICs zusätzlich in den
Ausgang fließt. Im 1mA-Bereich, abhängig vom Drehwinkel des P2, würden
insgesamt dann bis 2,7mA aus den Klemmen fließen, bei 1mA in der
Anzeige.
Wie dem auch sei, das ist jetzt nicht das Problem!!!! Die
Stromabschaltung werde ich sowieso ganz anders machen. Von der
ursprünglichen Schaltung wird dann nicht mehr viel übrig bleiben. Das
Grundprinzip der Spannungsregelung bleibt jedoch auch künftig erhalten.
Deshalb möchte ich vor dem Umbau gern die Ursache wissen, warum, wenn
von außen eine Spannung angelegt wird, z. B. bei einer
Batterieaufladung, manchmal, nicht immer, der Abschalttransistor im IC
kaputt geht.
Ebenso ist der Defekt auch schon mal bei der Spannungsumschaltung von 10
auf 30V oder umgekehrt aufgetreten. Nachdem ich den Schutzwiderstand R10
eingefügt hatte, war der Effekt bei stufiger Spannungsumschaltung dann
nicht mehr da, aber jetzt wieder bei einer Batterieaufladung, beim
Anschließen der Klemmen.
Treten an irgendeiner Stelle unzulässige Zustände bei der
Spannungsnachregelung auf? Warum brennt nur der Abschalttransistor
durch, während alle übrigen Funktionen des Chips intakt bleiben? Die
Spannungsregelung funktioniert weiterhin. Das ist mir unerklärlich. Ich
bräuchte etwas Hilfe von Fachleuten, evtl. der älteren Generation, die
sich mit den alten Schaltungen noch auskennen.
Was ist von der Diode D2 zu halten? ...besser weglassen? Kommt eventuell
was über die Hilfsspannungszweig? Kann jemand etwas dazu sagen?
Vielen Dank im voraus.
Hallo!
Die Absolute Maximum Ratings sagen 40 V zwischen 12 und 7. Du hast 30 V
AC; ergeben schon 40 V DC; und 7 liegt auf neg. Potential. Was soll das?
Akkuladen mit dieser Schaltung ist ein NO GO. Die Diode D2 kann nur
schützen, wenn die Akkuspannung größer ist als die gleichgerichtete
Rohspannung. Bei allen anderen Konstellationen (Akkuspannung größer als
eingestellte Ausgangsspannung, Netzausfall) stirbt oft der 723. Deine
ominöse 10/30 V Umschaltung bewirkt genau das Selbe: die Spannung in den
angeschlossenen Kapazitäten ist dann höher als das Soll. Das Entladen
erfolgt dann ungebremst über Pin 3 in den bereits arg gebeutelten 723.
Sei dankbar, wenn die Schaltung wenigstens einige Zeit funktioniert!
Vielen Dank. Die Antwort war sehr aufschlußreich.
Ja, (40+5)V = 45V ist viel für den LM723. Ich kann froh sein, daß es
überhaupt schon so lange funktioniert hat.
LG
Ich werde die Schaltung ändern...zumindest versuchen!
Vielleicht erreiche ist etwas mehr Zuverlässigkeit damit?
Zumindest würden dann angezeigte und tatsächliche Ströme dann auch
übereinstimmen. Vorausgesetzt, es funktioniert so, wie ich mir das
vorstelle.
Wirkt sich eine hochohmige Beschaltung von Operationsverstärker
nachteilig
aus auf die Ausregelungsgeschwindigkeit?
Übliche Werte sind ja etwa 10k und mehr!
Sollte ich für ein schnelles Ansprechverhalten besser niederohmig
beschalten? ...oder ist das egal?
Vielleicht könnte da jemand was zu sagen?
Was das kaputte IC anbelangt:
Den Abschalttransistor könnte man auch extern aufbauen zusammen mit
einem 400 Ohm Basiswiderstand. Klemme 13 (Common) an den Collektor und
Basis/Emitter wären dann frei für eine Beschaltung.
Ich denke, der Abschalttransistor ist der schwache Punkt des LM723.
Die übrigen Funktionen des ICs sind ja ansonsten alle ok nach so einem
Crash!
Route 6. schrieb:> Die Absolute Maximum Ratings sagen 40 V zwischen 12 und 7. Du hast 30 V> AC; ergeben schon 40 V DC; und 7 liegt auf neg. Potential. Was soll das?> Akkuladen mit dieser Schaltung ist ein NO GO.
Deswegen der L146 -- das ist die "HochvoltVersion des LM723!
Der L146 sollte dann auch hier eingesetzt werden.
Schön doch mal eine LNG Schaltung mit nur 10uF Ausgangskondensator zu
sehen.-)
Andrew T. schrieb:> Route 6. schrieb:> Schön doch mal eine LNG Schaltung mit nur 10uF Ausgangskondensator zu> sehen.-)
Der hier kommt auch mit nur wenigen uF am Ausgang aus ohne zu schwingen.
Etwas unkonventionell beschaltet ist er auch für hohe Ausgangsspannungen
geeignet (floating).
Auf 0,000V bzw. 0,000mA einstellbar.
Nur leider nicht für mein Vorhaben mit stufenweise Strombegrenzung
geeignet.
Ein Problem mit der Schaltung ganz oben ist ggf. der Umschaltmoment des
Strombereiches unter Last. Das Umschalten könnte zu kurzzeitig deutlich
zu viel Strom für den Transistor für die Strombegrenzung führen. Die
Leistungstransistoren brauchen halt ggf. ein paar µs zum ausschalten.
Die Letzte Schaltung mit dem "Floating" Regler ist auch nicht für
wirklich hohe Spannungen geeignet. Der Ausgangstransistor im LM723 sieht
immer noch fast die volle Spannung. Da fehlt noch ein Zenerdiode oder
ähnliches zur Reduktion des Spannung. Eine relativ offensichtliche
Schwachstelle ist da noch die Einstellung der Spannung über den
Spannungsteiler in der Rückkopplung: der Loop gain ist damit von der
eingestellten Spannung abhängig. Bei hoher Spannung wird die Regelung
damit ggf. langsam und bei kleiner Spannung ggf. instabil oder beides.
Günstiger ist es in der Regel die Ref. Spannung zu verändern und nicht
die Rückkopplung.
Bei der Schaltung mit Endstufe als Emitterfolger sollte die
Strombegrenzung schon recht schnell sein, denn bei einem Kurzschluss
können sonst sehr hohe Stromspitzen auftreten. Die Schaltung mit einem
extra OP könnte da zu langsam werden.
Lurchi schrieb:> Ein Problem mit der Schaltung ganz oben ist ggf. der> Umschaltmoment des> Strombereiches unter Last. Das Umschalten könnte zu kurzzeitig deutlich> zu viel Strom für den Transistor für die Strombegrenzung führen. Die> Leistungstransistoren brauchen halt ggf. ein paar µs zum ausschalten.
Die Kontakte des Stromschalters (oben im Bild) schalten schließend. Da
gibt es keine Unterbrechung. Seit nunmehr 40 Jahren ist während der
Strombereichsumschaltung nie ein Defekt aufgetreten.
Bestenfalls kann die Spannungsumschaltung Probleme machen. Aber bei
Sprüngen von 5V durch den Bereichsschalter passiert dem IC nichts.
>> Die Letzte Schaltung mit dem "Floating" Regler ist auch nicht für> wirklich hohe Spannungen geeignet. Der Ausgangstransistor im LM723 sieht> immer noch fast die volle Spannung.
Das muß ich mir noch mal ansehen. Ich kann das auf die Schnelle nicht
beurteilen. Ich muß mich da erst wieder reindenken.
Da fehlt noch ein Zenerdiode oder
> ähnliches zur Reduktion des Spannung.
Du meinst Klemme 9? ...ist nicht nötig, da die Z-Diode bereits im IC 723
sitzt.
Eine relativ offensichtliche
> Schwachstelle ist da noch die Einstellung der Spannung über den> Spannungsteiler in der Rückkopplung:
Nein! Die Spannungseinstellung erfolgt direkt über P2, Klemme 4, R13.
Eine Rückkopplung für die Spannungseinstellung existiert nicht!
der Loop gain ist damit von der> eingestellten Spannung abhängig.
Bei hoher Spannung wird die Regelung
> damit ggf. langsam und bei kleiner Spannung ggf. instabil oder beides.
Nein. Kann ich nicht sagen
> Günstiger ist es in der Regel die Ref. Spannung zu verändern und nicht> die Rückkopplung.
Nein. Ich wüßte jetzt auch nicht wie.
>> Bei der Schaltung mit Endstufe als Emitterfolger sollte die> Strombegrenzung schon recht schnell sein, denn bei einem Kurzschluss> können sonst sehr hohe Stromspitzen auftreten. Die Schaltung mit einem> extra OP könnte da zu langsam werden.
Die Strombegrenzung ist schnell genug. Es hat in all den Jahren nie
einen Defekt gegeben. Die Sprungantwort ist ausgezeichnet, die
Welligkeiten sehr gering. Diagramme hatte ich vor einiger Zeit hier mal
reingestellt.
Die Schaltung ist leider nur sehr schwer zu verstehen. Man benötigt
einige Zeit dafür. Es lohnt sich aber! Mir ist bisher nach all den
Jahren nichts weiter negatives aufgefallen, was ich noch verbessern
könnte...bis auf vielleicht eine ganz winzige Kleinigkeit...
Ich erkläre kurz die Funktion:
Der Ruhestrom der Schaltung geht durch R11 am Shunt vorbei in -UB1 und
kommt so nicht zur Anzeige. Der Ruhestrom verringert die Schwingneigung
und erlaubt so eine sehr geringe Ausgangskapazität.
Klemme 6 von IC2 nimmt den Strom von Klemme 9 des IC1 auf, oder
blockiert ihn, was zur Strombegrenzung führt.
R6 ist ein Ausgleichswiderstand für die unterschiedlichen
Zustände/Ströme.
Die Betriebsströme (Stromversorgung) der beiden ICs fließen über den
Shunt, der im Strommesser zu Anzeige käme, wenn nicht über eine
gegenläufige Spannung an R2 (etwa 15 Ohm) dieser Fehler ausgeglichen
würden. Mit Tr1(ziemlich hochohmig wird abgeglichen.
Falls ein niederohmiges Einbau-Spannungsmesser verwendet wird, gleicht
Tr3 das aus. Rückkopplung deshalb, weil der Meßstrom von der
Ausgangsspannung abhängig ist.
Ich hoffe, jetzt nichts falsch erklärt zu haben. Es ist schließlich
schon einiger Jahre her, daß ich die Schaltung entwickelt hatte. Ich bin
leider etwas vergeßlich.
Ich freue mich, daß sich Fachleute über die Schaltung Gedanken machen.
Für Hinweise auf Fehler und Verbesserungsvorschläge bin ich dankbar.
Vielen Dank für Deinen Beitrag.
Lurchi schrieb:> Die Letzte Schaltung mit dem "Floating" Regler ist auch nicht für> wirklich hohe Spannungen geeignet. Der Ausgangstransistor im LM723 sieht> immer noch fast die volle Spannung. Da fehlt noch ein Zenerdiode oder> ähnliches zur Reduktion des Spannung.
Ich habe mir das noch mal angesehen.
Ich denke, die möglicherweise Überspanung fällt an R9 ab. Die volle
Betriebspannung kommt gar nicht an die Basis des Ausgangstransistors.
Richtig sicher bin ich mir aber nicht!
Die Widerstand R9 reduziert die Spannung etwas - sofern denn da Strom
fließt. Wenn da kein Strom fließt, weil die Ausgangsstufe zu sein soll,
liegt fast die volle Spannung an. Eine Zenerdiode in Reihe zu R9 wäre
also schon angebracht. Es ist aber immerhin möglich das der LM723 an Pin
11 schon mehr Spannung vertragt als bei der Versorgung. Immerhin geht
der Emitter des Transistors nicht nach Masse oder gar die -5 V, sondern
über die interne Zener diode an den OP.
Der OP sollte übrigens auch die per Zenerdiode reduzierte Spannung (wie
pin 10 vom LM723) bekommen, sonst kriegt man von der Seite ggf.
Probleme. Ein Kondensator dort zur Entkopplung der Versorgung wäre
sicher auch gut.
Als Quasi LDO (d.h. Stromsteuerung über T1 und dann ein Emitterfolger
dahinter) kann die Schaltung zum schwingen neigen, zu mal die
Kompensation nur über einen einfachen Kondensator am Pin 13 erfolgt.
Normal ist bei der Type Schaltung noch ein Kondensator (ggf. mit
Widerstand in Reihe) parallel zum Poti P2. Damit wird wenigstens für
hohe Frequenzen der Loop Gain von der Spannung unabhängig. Zusätzlich
wird die Toleranz für stark kapazitive Last besser.
Lurchi schrieb:> Die Widerstand R9 reduziert die Spannung etwas - sofern denn da> Strom> fließt. Wenn da kein Strom fließt, weil die Ausgangsstufe zu sein soll,> liegt fast die volle Spannung an. Eine Zenerdiode in Reihe zu R9 wäre> also schon angebracht.
Dem kann ich mich nicht anschließen.
Die Basis/Emittterspannung von T1 kann auf keinen Fall größer werden als
0,7V. Also liegt die Basis immer 0,7V unterhalb der Rohspannung - bei
jedem Betriebszustand.
An Klemme 11 des ICs 723 kann nur eine um den Z-Diodenwert reduzierte
Spannung auftreten. Niemals mehr. Eine höhere Spannung an diesem Punkt
ist nicht möglich. Demzufolge wird bei jedem Betriebszustand am
Widerstand R9
die Differenz, also die Z-Diodenspannung, auftreten und somit ist die
Geschichte voll "floatingfähig".
Ausgangsspannungen von 50 oder 60V und mehr halte ich demnach für diesen
Konstanter mit LM723 für möglich.
Ändern brauche ich nichts weiter an der Schaltung. Wie bereits erwähnt,
arbeitet sie tadellos ohne Mängel. Ich wüßte keine andere Schaltung, die
bessere Werte liefert.
Lurchi schrieb:> Der OP sollte übrigens auch die per Zenerdiode reduzierte Spannung (wie> pin 10 vom LM723) bekommen, sonst kriegt man von der Seite ggf.> Probleme. Ein Kondensator dort zur Entkopplung der Versorgung wäre> sicher auch gut.>>
Das stimmt. Da muß ich auch noch mal drüber nachdenken.
Lurchi schrieb:>> Normal ist bei der Type Schaltung noch ein Kondensator (ggf. mit> Widerstand in Reihe) parallel zum Poti P2....
Das habe ich noch bei keiner anderen Schaltung so gesehen.
Vielleicht sinnvoll, wenn höhere Spannungssprünge >5V über einen
Stufenschalter erfolgen?? Allerdings kommt dann eine Zeitkonstante mit
ins Spiel. Ein winzig kleiner Kondensator an der Stelle vielleicht als
Schutzbauteil ganz sinnvoll?
Lurchi schrieb:> Der OP sollte übrigens auch die per Zenerdiode reduzierte Spannung (wie> pin 10 vom LM723) bekommen, sonst kriegt man von der Seite ggf.> Probleme.
Natürlich hast Du Recht! Vielen Dank!
Die Versorgungsspannung für den OPV muß nach der Z-Diode abgegriffen
werden! Zusammen mit der Versorgung des LM723.
Ich habe nachgesehen. So habe ich es auch beim meinem Konstanter
gemacht.
Sorry, aber das kann schon mal passieren.
Da ist es doch ganz gut, wenn jemand anders mal mit draufschaut.
Das Schema habe ich jetzt geändert reingestellt. Ich möchte nicht, daß
hier was Falsches steht.
LG Jürgen
Der Kondensator parallel zu P2 (bzw. einem festen Widerstand statt P2)
hat 2 bzw. 3 Funktionen: er kann dafür sorgen, dass der Regler auch mit
stark kapazitiver Last wie einem 1 mF low ESR Elko zusammen mit einer
Stromsenke noch stabil ist. So wie gezeigt ist man vermutlich auf etwas
ESR einer Kapazitiven Last angewiesen, ohne könnte es schwingen, oder
zumindest heftige Überschwinger zeigen. Man bringt damit eine
zusätzliche Zeitkonstante in das System, aber das ist kaum zu vermeiden:
die einfache Kompensation mit einem dominanten Pol benimmt sich
zwangsweise über einen großen Bereich (z.B. 1 Hz - 10 kHz) fast wie eine
ideale Induktivität und ist damit mit einer kapazitiven Last ohne
zusätzliche Dämpfung zwangsweise an der Grenze zur Instabilität. Der
Ausgangselko hilft da nur begrenzt (eher nur bei den höheren Frequenzen)
über den ESR des Elkos.
Zusätzlich hilft die Kapazität parallel zu P2 ein mögliches
Überschwingen nach einem Übergang vom CC Modus in den CV Modus zu
reduzieren. Unterstützt wäre dies Funktion ggf. noch durch eine
zusätzliche Diode nach Massen.
Bei einem variablem P2 sorgt ein paralleler Kondensator zusätzlich
dafür, dass sich mit der eingestellten Spannung nur der LF Bereich des
Loop gains ändert. Damit bleibt der Regler auch bei höherer Spannung
noch schnell. Es bleibt aber ein Kompromiss und ist in der Regel weder
für hohe noch niedrige Spannungen gut.
Man kann die Zusätzliche Zeitkonstante auch wo anders einbauen (etwa
Widerstand in Reihe zum Kompensationskondensator, aber dort ist die
Wirkung auf den CC - CV Übergang eher ungünstig, als das es hilft.
Hallo Lurchi!
Sorry, daß ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber ich bin eben erst
aus dem Urlaub zurückgekehrt.
Lurchi schrieb:> Die Widerstand R9 reduziert die Spannung etwas - sofern denn da> Strom> fließt. Wenn da kein Strom fließt, weil die Ausgangsstufe zu sein soll,> liegt fast die volle Spannung an. Eine Zenerdiode in Reihe zu R9 wäre> also schon angebracht....
Nach einiger Zeit des Überlegens glaube nun doch, daß meine Schaltung
verbesserungswürdig ist.
Das Diagramm für den Strommodus zeigt, verglichen mit dem
Spannungsdiagramm, wesentlich größere Welligkeiten.
Ob mit einer Z-Diode im Zweig von R9 eine Verbesserung möglich ist, kann
ich nicht sagen. Wie groß sollte denn die Z-Diode sein und wie groß
sollte dann der Widerstand R9 ausfallen. Völlig auf diesen Widerstand zu
verzichten geht nicht und auch die Z-Diode dürfte dann auch nur einen
mittleren Wert haben dürfen. Möglich auch, daß ein
Basis-Emitterwiderstand an T1 bessere Werte für das Diagramm liefert?
Zudem habe ich den Konstanter so klein wie möglich gebaut, sodaß
eventuell Einstreuungen über das Magnetfeld des Trafos die Welligkeiten
vergrößern???
Die Platine sitzt ja direkt daneben! Die Einbaumeßinstrumente habe ich
mit einem dicken Metallblech bereits abschirmen müssen.
Die Welligkeiten im Spannungsmodus sind etwa so gut, wie die der
üblicherweise aufgebauten Konstanter mit u723. Da bräuchte man sich wohl
weniger drum kümmern.
Vorteilhaft bei dieser Schaltungsvariante ist übrigens, daß wegen des
Verzichts auf den Abschalttransistor im IC nunmehr die Schwelle der
Strombegrenzung temperaturunabhängig ist.
Deinen letzten Beitrag werde ich mir jetzt erst mal in Ruhe durchlesen.
Schön wäre ein Verzicht auf die sehr speziellen Fachausdrücke. Ich müßte
recherchieren, was gemeint ist. Deshalb - könntest Du bei der Diskussion
der Schaltung eventuell eine Ebene runterschalten?
Ich werde den Kostanter zwar nicht mehr ändern, so wie er jetzt ist (ich
habe schon zu viel Zeit insgesamt dafür aufgewendet), aber an einer
Optimierung der Schaltung wäre ich dennoch interessiert.
Vielen Dank für Deinen Beitrag.
LG juergen
juergen schrieb:> ...Das liegt m. E. daran, daß bei Begrenzung in der originalen Schaltung> über den Abschalttransistor Strom aus Klemme 3 des ICs zusätzlich in den> Ausgang fließt....
Da habe ich falsch gedacht.
Ich weiß jetzt aber, wie es dazu kommt:
Nachdem ich die Schaltung Beitrag vom 17.06.17 aufgebaut hatte, mußte
ich leider völlig gleiches Verhalten wie bei der Ausgangsschaltung
feststellen.
Der Fehler bei Strombegrenzung war genauso vorhanden. Bei z. B.
Kurzschluß fließt mehr Strom aus den Klemmen heraus als vorher, während
die Anzeige des Einbauinstruments sich nicht verändert.
Bei Spannungsregelung fließt durch P2, unabhängig vom Drehwinkel bzw.
der eingestellten Spannung, konstant in jedem Falle 3mA. Die
Stromanzeige arbeitet akkorat.
Im Strombegrenzungsmodus ist das jedoch nicht der Fall. Die Spannung an
P2 nimmt, je nach Belastung durch einen zusätzlichen Widerstand am
Ausgang bis hin zum Kurzschluß, verschiedene Werte an. Dementsprechend
fließen in dem Zweig P2 verschieden hohe Ströme. Bricht die Spannung
ein, fließt auch weniger Strom durch P2, die Stromregelung regelt nach
und es fließt diese Differenz an Strom jetzt umso mehr in die
Plus-Ausgangsklemme. Dabei bleibt die Spannung am Meßinstrument zwischen
Klemme 4 und 7 genau gleich. So ist es nicht verwunderlich, daß die
Stromregelung schlecht ist.
Auch die von mir vorgestellte Schaltung "Schema" reagiert so, da auch
hier das Grundprinzip für die Spannungsregelung beibehalten wurde.
Es handelt sich um einen Systemfehler! Ich habe nun keine Idee mehr, wie
ich mein Ziel (mit vertretbarem Aufwand!!!) erreichen könnte,
genau wie im Spannungsmodus, ebenso im Strommodus, auch Bruchteile eines
Milliamperes mit der Anzeige übereinstimmend fließen zu lassen.
Den Zweig P2/R4 möchte ich nicht hochohmiger machen, da sich das
vermutlich negativ auf die Güte der Spannungsregelung auswirken würde.
Mein Wunsch nach einem untadeligen Konstanter wird wohl unerfüllt
bleiben?
Trotzdem ist diese kleine Schaltung für einfache Anwendungen durchaus
brauchbar. Nur sollte der Abschalttransistor dann extern aufgebaut
werden. Die höhere Spannungsfestigkeit des separaten Transistors macht
die Schaltung sicherer und funktioniert sogar mit dem defekten 723-IC,
bei dem der Abschalttransistor im Innern durchgebrannt ist.
Für mich bleibt es dann bei der Schaltung im Anhang.
Vielen Dank für das Feedback
Hi,
schau mal:
http://www.hobby-bastelecke.de/projekte/netzteil_lm723.htm
Nach dem Datenblatt des LM 723 ist ein stabiler Betrieb erst ab einer
Referenzspannung von 2 Volt am Pin 5 gewährleistet! Oft wird aber
weniger genommen, weil die Spannung am Pin 5 gleichzeitig die
kleinstmöglich einstellbare Spannung ist.
Wenns trotz richtigen Aufbau nicht funktioniert, sollte man erstmal
probieren, die Spannung an Pin 5 auf 2 Volt zu bringen. Dazu ändert man
den Widerstand R5 auf 8,2 Kiloohm, und R 6 auf 3,3 Kiloohm, was etwa 2
Volt am Pin ergibt. R4 wird auf etwa 680 Ohm geändert (bei 30 Volt
Eingangsspannung).
ciao
gustav
gustav schrieb:> Hi,> schau mal:> http://www.hobby-bastelecke.de/projekte/netzteil_lm723.htm>> Nach dem Datenblatt des LM 723 ist ein stabiler Betrieb erst ab einer> Referenzspannung von 2 Volt am Pin 5 gewährleistet! Oft wird aber> weniger genommen, weil die Spannung am Pin 5 gleichzeitig die> kleinstmöglich einstellbare Spannung ist.
....
Für die vorliegende Schaltung nicht von Relevanz, da Hilfsspannung (-5V)
vorhanden.
LG Jürgen
gustav schrieb:> Hi,> schau mal:> http://www.hobby-bastelecke.de/projekte/netzteil_lm723.htm> ciao> gustav
Der Schaltplan ist ganz interessant.
Vielleicht läßt er sich auf meine Belange umarbeiten?
Was mich auf den ersten Blick jedoch nicht so gefällt, ist die Position
des Strommesser im Plan. Er liegt direkt vor der Plus-Klemme.
Der Spannungsabfall daran dürfte einen Fehler bei der Spannungsregelung
hervorrufen.
Den Strommesser kann man auch an eine andere Postion verschieben, bzw.
auch einfach am Shunt für die Strombegrenzung messen. Das ist das
kleinste Problem.
Die Spannung wird bei dem Plan eher nicht bis 30 V gehen: vom 24 V Trafo
wird man irgend was zwischen etwa 30 und 35 V bekommen, je nach
tatsächlicher Netzspannung. Der LM723 kann davon maximal etwa 2-2,5 V
weniger ausgeben, also eher was zwischen 28 und 33 V als Maximum. Wenn
der Trafo mehr Spannung liefern würde hätte man wieder die Gefahr die
Grenzen des LM723 zu überschreiten. Das Maximum für diese Art schaltung
liegt bei etwa 34 V - der LM723 braucht dann eine stabilisierte
Versorgung mit etwa 37 V, also das empfohlene Maximum. Bei mehr als 24 V
AC von Trafo sollte man die Versorgung für den LM723 begrenzen.
Das Problem ist halt das untere Limit von hier 1.2 V - auch das ist
schon etwas unter den Spezifikationen kann aber noch mit den meisten der
xx723 funktionieren. Man kann die Teiler bei der Referenz und dem FB
anpassen, so dass man dann auch fast bis 0 V runter regeln kann. Besser
wäre auch der Poti auf der Referenz Seite.
Die Stromregelung wird nicht super präzise, weil der Strom für den
Feed-back Teiler mit gemessen wird. So groß ist der Fehle aber auch
nicht.
Lurchi schrieb:> Den Strommesser kann man auch an eine andere Postion verschieben,> bzw. > auch einfach am Shunt für die Strombegrenzung messen. Das ist das> kleinste Problem.>
Nein! Das ist das größte Problem an der Sache. Egal, an welcher Stelle,
die Probleme-->Fehler bleiben. Bei meinem 3A-LNG wollte ich keine
Kompromisse eingehen, alles sollte perfekt werden; aber ich habe
eingesehen: Es geht nicht immer so, wie ich es gerne hätte.
In deinen folgenden Ausführungen nehme ich an, du beziehst dich auf die
Bastelecke??? http://www.hobby-bastelecke.de/projekte/netzteil_lm723.htm> Die Spannung wird bei dem Plan eher nicht bis 30 V gehen: vom 24 V Trafo> wird man irgend was zwischen etwa 30 und 35 V bekommen, je nach> tatsächlicher Netzspannung. Der LM723 kann davon maximal etwa 2-2,5 V> weniger ausgeben, also eher was zwischen 28 und 33 V als Maximum. Wenn> der Trafo mehr Spannung liefern würde hätte man wieder die Gefahr die> Grenzen des LM723 zu überschreiten. Das Maximum für diese Art schaltung> liegt bei etwa 34 V - der LM723 braucht dann eine stabilisierte> Versorgung mit etwa 37 V, also das empfohlene Maximum. Bei mehr als 24 V> AC von Trafo sollte man die Versorgung für den LM723 begrenzen.
Ich habe es schon angesprochen: Der schwache Punkt ist der
Abschalttransistor im IC. Wenn er ausgelagert wird, also. extern
aufgebaut
wird, hält der 732 besser durch. In meinem Falle sind es 41V +
Hilfsspannung, die er bei normaler Beanspruchung klaglos überstanden
hat.
Aber das stimmt schon, das ist hart an der Grenze.
>> Das Problem ist halt das untere Limit von hier 1.2 V - auch das ist> schon etwas unter den Spezifikationen kann aber noch mit den meisten der> xx723 funktionieren.
Deshalb führt man ja auch eine Hilfspannung ein.
Man kann die Teiler bei der Referenz und dem FB
> anpassen, so dass man dann auch fast bis 0 V runter regeln kann.
Alles über 0 V wäre mir nicht genug.
Besser
> wäre auch der Poti auf der Referenz Seite>> Die Stromregelung wird nicht super präzise, weil der Strom für den> Feed-back Teiler mit gemessen wird. So groß ist der Fehle aber auch> nicht.
So groß nicht, aber vorhanden, und das auf Kosten der
Spannungsstabilität.
Diese Schaltung käme für mich nicht in Frage.
Ich muß leider den Fehler (in meiner Schaltung) akzeptieren. Es gibt
absolut keine Lösung. Im 3A-Bereich wären der Fehler bei Stromregelung
maximal etwa bei einem Promille, im niedrigsten Bereich können es dann
schon mal beachtliche 100% sein, je nachdem, in welchem Drehwinkel sich
Poti P2 befindet.
LG
.... in welchem Drehwinkel sich Poti P2 befindet.
>> LG
Pardon. ...in welcher Position sich der Schleifer des Potis P2 befindet.
(als Gast kann ich leider nicht editieren)