Treiber für symmetrische Leitung - Masse/Erde

OP #5035871
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Hallo,
ich fertige gerade eine Schaltung, eine Treiberstufe für eine 
symmetrische Übertragung. Die Masse der XLR - Buchse und der 
Kondensatoren des RF - Filters hat man von der Signal - Masse getrennt. 
Siehe rechte obere Markierung. In der linken unteren Markierung sieht 
man aber, man hat dort die Signal - Masse über einen 0 Ohm Widerstand 
doch wieder mit der Masse der XLR - Buchse verbunden.

Ein Prinzipschaltbild ist auch auf Seite 9 des Datenblattes zu finden.
http://www.thatcorp.com/datashts/THAT_1606-1646_Datasheet.pdf

Ich könnte mir jetzt vorstellen das man durch Entfernen des Widerstandes 
Brummschleifen vermeiden könnte. Allerdings sehe ich auch, links in der 
Mitte, der J10 XLR / Phone Jack, es ist ein Input, ist wie beim Output 
auf diese extra Masse gelegt.

Eine symmetrische Übertragung benötigt ja nicht zwangsläufig eine Masse. 
Die beiden Signalpotentiale würden dann nur schwimmen. Das hat natürlich 
Grenzen.

Was ist zutun?
mfg Klaus
Angehängte Dateien:
Gast #5036057
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Wichtig ist, dass der Strom, der über die Abschirmung (XLR Pin 1) 
hereinkommt und in Richtung Schutzleiter/andere angeschlossene Geräte 
verschwindet, auf seinem Weg nicht durch den Rest der Schaltung fließt 
und dort Spannungsabfall verursacht, d.h. lokal die Masse und damit 
andere Potentiale verschiebt. Genau dieser Effekt ist für die berühmte 
Brummschleife verantwortlich.

Dadurch , dass es nur eine Verbindung (R1) zwischen Schaltungsmasse und 
Abschirmung ist, wird dies verhindert. Wenn zwischen J5p1 und J10p1 oder 
zwischen J5p1 und Gehäuse ein paar A Masseschleifenstrom fließen, 
beeinflusst das den Rest der Schaltung nicht.

Lesestoff: http://pin1problem.com/
Gast #5036074
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Klaus R. schrieb:
> Ich könnte mir jetzt vorstellen das man durch Entfernen des Widerstandes
> Brummschleifen vermeiden könnte.

Ich sehe, dass die THAT jeweils gleichstrommäßig an die anderen 
Schaltungsteile gekoppelt sind. Wenn du jetzt die Massen auftrennst, 
dann hast du keinen Bezug mehr und es kann sich ein beliebiger DC-Offset 
einstellen. Das wird den Bausteinen nicht gefallen.

Klaus R. schrieb:
> Eine symmetrische Übertragung benötigt ja nicht zwangsläufig eine Masse.
> Die beiden Signalpotentiale würden dann nur schwimmen. Das hat natürlich
> Grenzen.

Genau die Grenzen meine ich. Man kann natürlich die Signale über Cs 
abkoppeln und den DC-Arbeitspunkt der Eingänge am Empfänger wieder neu 
herstellen.

In deinem Bild ist R1 nur da, um sicherzustellen, dass die beiden Massen 
im Layout getrennt geführt werden können - ohne dass man dem Layouter 
auf dem Schoß sitzt. Die Verbindung über R1 ist in der Schaltung 
jedenfalls wichtig.
OP #5036155
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Tom schrieb:
> Wichtig ist, dass der Strom, der über die Abschirmung (XLR Pin 1)
> hereinkommt und in Richtung Schutzleiter/andere angeschlossene Geräte
> verschwindet, auf seinem Weg nicht durch den Rest der Schaltung fließt
> und dort Spannungsabfall verursacht, d.h. lokal die Masse und damit
> andere Potentiale verschiebt. Genau dieser Effekt ist für die berühmte
> Brummschleife verantwortlich.
>
Interessante Sichtweise. Bei einer asymmetrischen Übertragung hätte man 
da keine Chance.

> Dadurch , dass es nur eine Verbindung (R1) zwischen Schaltungsmasse und
> Abschirmung ist, wird dies verhindert. Wenn zwischen J5p1 und J10p1 oder
> zwischen J5p1 und Gehäuse ein paar A Masseschleifenstrom fließen,
> beeinflusst das den Rest der Schaltung nicht.
>
Also haben wir einen zentralen Massepunkt für die Verbindung zur 
Signalmasse. Das sieht sehr sauber aus.

> Lesestoff: http://pin1problem.com/
Muss ich mir noch reinziehen.

Danke, Du hast mich weitergebracht.
mfg Klaus
OP #5036174
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HildeK schrieb:
> In deinem Bild ist R1 nur da, um sicherzustellen, dass die beiden Massen
> im Layout getrennt geführt werden können - ohne dass man dem Layouter
> auf dem Schoß sitzt. Die Verbindung über R1 ist in der Schaltung
> jedenfalls wichtig.

So wie ich das jetzt verstehe kann man die Verbindung nicht öffnen. Der 
R1 ist somit eher ein symbolischer Hinweis auf die zentrale 
Masseverbindung zwischen Signalmasse und Abschirmung.

Bislang hatte ich immer mit asymmetrischen Verbindungen zu tun. 
Jedenfalls in diesem Umfeld. Ich verstehe jetzt auch besser warum man 
gerade auf eine hohe Symmetrie beim THAT1606 und THAT1240 Wert legt.

mfg Klaus

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