Hallo,
leider habe ich einen 400V/1000µF Elko aus Dummheit vor statt nach den
Gleichrichter gesetzt.
Der Elko hat sich vorhersehbar mit einem kräftigen Knall und sehr viel
Sauerei verabschiedet.
Gibt es einen weg, diesen Elko wieder zu reparieren? Da es sich um einen
105°/10000h-Typ gehandelt hat, war der Elko nicht ganz billig.
Wäre es möglich, ihn mit konzentriertem Salzwasser aufzufüllen und
danach mit Klebeband wieder zu verschließen? Oder gibt es weitere
Möglichkeiten?
Johannes schrieb:> Wäre es möglich, ihn mit konzentriertem Salzwasser aufzufüllen
klar ist das möglich, nur würde ich das nicht Reparatur nennen, ist
schon wieder Freitag?
Mein Vorschlag war ernst gemeint, ich bitte darum, auch so behandelt zu
werden.
Soweit ich weiß, sind Elkos mit Elektrolyt gefüllt, und Salzwasser ist
doch ein Elektrolyt.
Mit Klebeband meinte ich selbstverschweißendes Isolierband. Das ist ja
aus Kunststoff und sollte somit elektrisch neutral sein.
Mir ist klar, dass der Elko danach nicht mehr die volle Kapazität,
sondern vielleicht nur noch um die 500 µF haben wird.
Johannes schrieb:> Das ist kein Trollbeitrag!
kaum zu glauben, aber tun wir mal so als ob:
> Etwas mehr konstruktive Hilfe wäre angebracht.
1. du wickelst die Folie ab, suchst das Loch und reparierst es und
wickelst wieder auf, schiebst es wieder in den Alubecher und füllst
passend Elektrolyt nach und verschliesst den Becher wieder.
2. du schickst die Einzelteile zurück zum Hersteller, der ist sicher in
der Lage den Becher zu bestücken und passend Elektrolyt einzufüllen und
den Becher wieder zu verschliessen.
Genauso baut man Häuser auf nach dem Bumm, Steine sammeln und danach
wieder stapeln.
Johannes schrieb:> leider habe ich einen 400V/1000µF Elko aus Dummheit vor statt nach den> Gleichrichter gesetzt.>> Der Elko hat sich vorhersehbar mit einem kräftigen Knall und sehr viel> Sauerei verabschiedet.
Ziemlich unwahrscheinlich.
Bei der Kapazität an 230VAC kommt eher der LSS als dass der Elko
hochgeht.
Aber es ist tatsächlich schon wieder Freitag!
Johannes schrieb:> Das ist kein Trollbeitrag!
Sagt der Troll.
> Etwas mehr konstruktive Hilfe wäre angebracht.
Trollen ist nicht mehr zu helfen außer durch Ignorieren oder lächerlich
machen
> Was kann ich dafür, dass heute Freitag ist?!
Dein Trollbeitrag wäre auch an jedem anderen Tag als solcher
aufgefallen.
Nimms als Goldene Brücke zu deiner Gesichtswahrung - denn wenn Du es mit
dieser Anfrage ernst meinst dann ist dir in Sachen Elektrotechnik nicht
mehr zu helfen.
Lass die Finger davon, bevor es Dich umbringt.
1. Bist du der Johannes aus dem Polizei-Thread?
2. Du mußt erst das Loch finden. Ich empfehle Hilfsmittel wie im Film
"Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft!"
yum schrieb:> duct tape...> hat nichts mit enten zu tun
Im prinzip richtig, hat sich aber inzwischen hier so eingebürgert -
findest Du unter diesem Namen auch beim blauen C
yum schrieb:> duct tape...> hat nichts mit enten zu tun
Doch, doch ...
Das Tape wird aus der strapazierfähigen Entenhaut gefertigt und mit den
Federn verstärkt. Der Kleber besteht im Wesentlichen aus dem Knochenleim
der Viecher(etwas chemisch aufbereitet).
Johannes schrieb:> Mein Vorschlag war ernst gemeint, ich bitte darum, auch so behandelt zu> werden.
Zeig ein Bild davon, dann glaub ichs dir. ;-) Dann können wir
weiterreden
Johannes schrieb:> Mein Vorschlag war ernst gemeint, ich bitte darum, auch so behandelt zu> werden.>> Soweit ich weiß, sind Elkos mit Elektrolyt gefüllt, und Salzwasser ist> doch ein Elektrolyt.>> Mit Klebeband meinte ich selbstverschweißendes Isolierband. Das ist ja> aus Kunststoff und sollte somit elektrisch neutral sein.>> Mir ist klar, dass der Elko danach nicht mehr die volle Kapazität,> sondern vielleicht nur noch um die 500 µF haben wird.
Hmmmm,
Versuch Dir mal bitte vorzustellen, wie dies ablaufen würde, wenn dies
überhaupt ein praktikabler (und ggf. sogar wirtschatlicher) Weg wäre:
- im Obergeschoss wird zur Elektrolyt-Gewinnung gesoffen, bist der Arzt
kommt und heftigst herum-urinert.
- Mittlere Etage: Die Lorke wird in Elkos verfüllt
- Erdgeschoss: Pflaster drauf, damit nix raussuppt
Mal ehrlich - schon mal 'nen geflickten Elko zum halben Preis gesehen?
Und wenn ja - hat er gemüffelt?
Nö - wenn Loch drin und hat zuvor noch Bumm gemacht: Neuen kaufen!
Alles andere würde ich in den Bereich Experimental-Physik-Just-For-Fun
einordnen
Sollen wir alle zusammenlegen?
Wer garantiert uns, das Du den Elko diesmal zwar hinter den
Gleichrichter plazierst, ihn dann aber nicht evtl. verpolst ?!?
Wie naiv und blauäugig muss man denn sein - und dann an 230V rumspielen
...
http://de.rs-online.com/web/p/aluminium-elektrolytkondensatoren/8691500/
John D. schrieb:> Ich verstehe nicht, dass dieser Troll-Thread noch am Leben ist...
Prinzip Opfer-Anode
wenn der Troll sich hier verausgabt, lässt er die anderen Bereiche des
Forums in Ruhe.
Johannes O. schrieb:> Zeig ein Bild davon, dann glaub ichs dir.
Ja, soooo einfach könnte der TO den Thread ent-trollen.
Wollen wir eine Wette abschliessen?
@ Johannes
Na ja. Um auf das Thema zurückzukommen:
Es ist mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit, - ich würde meinen
Restbestand Nutella darauf wetten -, aussichtslos den Kondensator
reparieren zu wollen.
Du schreibst, es gab eine Sauerei. Vermutliche viele kleine (weiße)
Fetzchen, die durch die Gegend flogen. Das sind schon Teile des
Kondensatorwickels gewesen, die jetzt fehlen. Das Ergebnis wird auch ein
Kurzschluss zwischen den Anschlüssen sein. Man wird den Wickel also
zunächst reparieren müssen. Einfach Elektrolyt einfüllen geht nicht.
Zu der Frage mit dem Elektrolyt: Naja. Im Prinzip ist das ja nicht so
absolut absurd, was Du da vorschlägst. Nur praktisch nicht zu machen. In
der Regel wird flüssiges Elektroly im (techn.) Vakuum in die "seeeehr"
engen Zwischenräume zwischen den Wickeln gebracht. Schlichtes Salzwasser
wird dabei aber aus einer Reihe von Gründen nicht verwendet.
Lies dazu mal:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolytkondensator#Erste_Bauformen_.E2.80.93_.22Nasse.22-Elkos
und auch
https://de.wikipedia.org/wiki/Aluminium-Elektrolytkondensator#Elektrolyt
und auf Youtube gibt es von Kemet ein hübsches Video dazu, wie ein Elko
hergestellt wird https://www.youtube.com/watch?v=PkLG-_S5yl8.
Um es klarzustellen. Mein Einspruch bezieht sich nicht darauf, dass Du
keine Elkos in Massenfertigung herstellen kannst, sondern darauf, dass
dabei Methoden zur Anwendung kommen, die man als Einzelner einfach nicht
gebacken bekommt, es sei denn man ist äusserst stur und hat die Mittel
dazu. Natürlich braucht man nicht unbedingt eine Wickelmaschine aber
irgendein Gestell, auf dem man den Wickel abrollt von dem man den Wickel
wieder aufrollt. Natürlich braucht man auch keinen Autoklav, aber
irgendwie eine Methode um über Stunden einen, nach Hobbybegriffen,
extrem niedrigen Druck aufrechtzuerhalten. Man braucht auch kein
SUper-Duper Elektrolyt und kann auch Salzwasser nehmen, aber das
korrodiert Dir die Elektrode sehr schnell. (Siehe die
Wikipedia-Artikel).
Ich denke mal, so nach einem halben Jahr Versuche, den Wickel wieder
ordentlich hinzukriegen und ohne Kurzschlüsse, Falten etcpp. wirst Du
schon keine Lust mehr haben.
Und ich muss ehrlich zugegeben, selbst ohne da im Detail drin zu stecken
musste ich irgendwann zwischen den Silben, "auf", "zu", "füll" und "en"
laut auflachen.
Das ist einfach, so absolut unrealistisch, dass es lächerlich ist. Tut
mir leid Johannes. Das ist einfach so.
Und es bedeutet dass man höhere Technologien ohne ein Mindestmaß an
Fachkenntnissen einfach nicht benutzen oder reparieren kann. Auch nicht
mit Rat aus einem Forum. Für diese Erkenntnis hast Du gerade viel
Lehrgeld bezahlt. Kaufe also besser einen Neuen.
Nichts für ungut.
Ordner schrieb:> John D. schrieb:>> Ich verstehe nicht, dass dieser Troll-Thread noch am Leben ist...>> Prinzip Opfer-Anode>> wenn der Troll sich hier verausgabt, lässt er die anderen Bereiche des> Forums in Ruhe.
Dann dürfen wir unseren anderen Troll (den aus Katzelsried) jetzt
"Opfer-Anode taufen". Toller Name. Und so passend!
> Der Elko hat sich vorhersehbar mit einem kräftigen Knall und sehr> viel Sauerei verabschiedet.> Gibt es einen weg, diesen Elko wieder zu reparieren.
Klar.
Hiroshima wurde ja auch wieder aufgebaut... SCNR
Johannes schrieb:> Soweit ich weiß, sind Elkos mit Elektrolyt gefüllt, und Salzwasser ist> doch ein Elektrolyt.
Salzwasser ist von der Dielektrizitätsvariablen her nur schlecht
geeignet. Für diese Anwendung muß Fluor-Salzwasser mit Fischöl emulgiert
werden, dann kann das funktionieren.
Fischöl kann man als Heimwerker aus Ölsardinenkonserven gewinnen,
Thunfischkonserven sind ungeeignet, weil die dort zugegebenen
Ballaststoffe den Elektronenirrlauf verzögern.
> Salzwasser ist von der Dielektrizitätsvariablen her nur schlecht> geeignet.
Entscheidend für die Kapazität ist das ε(r) der Oxidschicht auf der
Alu-Folie ...
Naja also wenn man gar keine Ahnung hat und meint, man könnte das Wasser
einfach wieder reintun statt 25 Euro auszugeben, kann ich schon
nachvollziehen, dass man erstmal nachfragt. Der TO hat wahrscheinlich
schon begriffen, dass es einfach nicht möglich ist.
Das ist ungefähr so, also wenn man seine CPU aus Versehen mit 12 Volt
versorgt hat, sie zum Durchlüften erstmal den Deckel aufgemacht hat und
man dann versucht, sie mit Kleber (natürlich mit dem GUTEN 2K Kleber)
wieder "dicht" zu bekommen.
Johannes schrieb:> leider habe ich einen 400V/1000µF Elko aus Dummheit vor statt nach den> Gleichrichter gesetzt.>> Der Elko hat sich vorhersehbar mit einem kräftigen Knall und sehr viel> Sauerei verabschiedet.>> Gibt es einen weg, diesen Elko wieder zu reparieren? Da es sich um einen> 105°/10000h-Typ gehandelt hat, war der Elko nicht ganz billig.>> Wäre es möglich, ihn mit konzentriertem Salzwasser aufzufüllen und> danach mit Klebeband wieder zu verschließen? Oder gibt es weitere> Möglichkeiten?
Sicher!
Du könntest die Flusen einsammeln, in konzentriertem Akazienbienenhonig
bei 45 Grad 3 Tage lang in einer Vollmondnacht ziehen lassen und dann
in einen Joghurtbecher (je nach gewünschten µF) füllen...
Wenn Du die Hülse Deines dahingeschlichenen Elkos als Maß für die
Spannungsfestigkeit her nimmst, kannst Du Dir jeden Elko selbst bauen...
Es muss dann nur die Höhe stimmen, der Durchmesser bestimmt die µF...
Wenn Du einen Metallbecher nimmst, dann hält der neue Elko locker
115 Grad aus und riecht außerdem noch gut...
Joachim B. schrieb:> 1. du wickelst die Folie ab, suchst das Loch und reparierst es und> wickelst wieder auf, schiebst es wieder in den Alubecher
Sowas wurde im zweiten Weltkrieg mangels Ressorcen zwecks Reparatur
von Radios tatsächlich gemacht. Aber erstens war der Aufbau der
Elkos damals anders und zweitens ist da keiner auf die Idee gekommen,
Elkos mit Wechselspannung zu maltretieren.
Einen Nanoschwamm kaufen mit Gold bedampfen, einbauen und das Elyt
auffüllen...
Dann Kapazität messen und passend abgleichen, funktioniert, dann zum
Dengler...
Mark S. schrieb:> Ich denke mal dass sich das genauso gut reparieren läßt wie ein> geplatzter Autoreifen mit Ducktape.
In dem Fall ist der Name schon Richtig. Bei diesem Verwendungszweck
würde ich mich bei Erstinbetriebname auch ducken!
:-)))