Brushlessmotor mit FU ansteuern

Gast #5047337
Hallo

Ich habe einen Niederspannungs Brushlessmotor der bei 2kW Nennleistung 
für eine Nennspannung von ca 28VAC ausgelegt ist.
Dieser soll nicht mit Nennlast betrieben werden sondern einfach nur 
angesteuert werden können um zu sehen ob der daran montierte 
Inkrementalgeber funktioniert.
Im Normalbetrieb wird dieser mit einem per CAN-Bus angesteuerten Regler 
versorgt. Dieser soll aber außen vor bleiben, weil ich nicht in der Lage 
bin ein entsprechendes CAN-Signal zu erzeugen.
Daher fiel mir eine Variante mit Drehstromfrequenzumrichter und 
zwischengeschaltetem Trafo ein.
Ich meine es gibt zwischenzeitlich Frequenzumrichter die einen 
Servomotor ohne Lagerückmeldung ansteuern können. Wie mag sich da das 
Zwischenschalten eines Trafos auswirken? Als Trafo würde ich einen 
ehemaligen Drehstromsteuertrafo 400V-19V verwenden welche einmal für 
eine 24VDC Versorgung gebaut wurde.
Um Beim FU konkreter zu werden: Ich würde es mit einem SEW Movidrive 
versuchen wollen.
Wie seht Ihr meine Chancen dass der Motor läuft?

Gruß ichbin
(Firma: matzetronics) #5047348
ichbin schrieb:
> Wie mag sich da das
> Zwischenschalten eines Trafos auswirken?

Ein Trafo reicht da aber nicht. Prinzipiell spricht nichts gegen das 
Vorhaben aber du brauchst für jede Wicklung des Motors einen Trafo, 
ingesamt also 3 Stück.
Wenn der SEW eine Drehstromspeisung hat, kann er 400V liefern, wenn er 
nur eine Einphasenspeisung hat, bleibts bei 230V.
Gast #5047357
Matthias S. schrieb:
> Wenn der SEW eine Drehstromspeisung hat, kann er 400V liefern,

und du schaltest die drei (230V) Trafos im Stern

> wenn er nur eine Einphasenspeisung hat, bleibts bei 230V.

und die drei Trafos sollten im Dreieck verschaltet werden, sonst gibts 
ne geringere Ausgangsspannung.


MfG Klaus
(Firma: matzetronics) #5047854
ichbin schrieb:
> Der Trafo ist ein Drehstromtrafo dem ich den Gleichrichter entferne.

Wenn du dir sicher bist, das der Trafo Drehstrom am Ausgang liefert, 
dann steht dem Vorhaben nichts im Wege. Frequenzumrichter sind induktive 
Lasten gewöhnt und können auch Trafos antreiben, die Motoren antreiben.
Du solltest den Fu nicht gleich mit Volldampf auf den Motor loslassen, 
sondern langsam hochfahren unter Kontrolle der Ausgangsspannung, aber 
das ist eigentlich sowieso klar.
Viel Erfolg
#5047874
Ich bin mir nur nicht Sicher ob die geeigneten FUs, der mir relativ 
einfach zur Verfügung stehende SEW Movidrive MDX61 ist wohl nicht 
verwendbar, durch den Trafo hindurch das Feedback und die Lage des 
Rotors ermitteln können.
Hätte ich vielleicht gleich so fragen können...

MfG
Persönliche Seite #5047887
Moin,

Mit nem Trafo in den Phasen wird dir kein Umrichter ohne Feedback sauber 
arbeiten. Selbst mit Encoder zweifel ich daran, dass das über haupt 
geht. Weil der Umrichter die beachtliche zusätzliche Phasenverschiebung 
durch den Trafo nicht kompensieren kann, er weiß ja nix davon.

Prüfe mal wie viel Spannung die Wicklungen wirklich ab können und was 
die minimale Speisespannung des Umrichters ist. Wenn du die mit einem 
Trafo absenkst dann geht das eher. Ne Wicklung von einem billigen 
Modellbaumotor hält 100V ohne Probleme aus.

Und warum nimmst du keinen Modelbau BLDC Regler an einem LaborNT?

Gruß

Tec
#5047938
Ist der Motor belastet? Ist da ein Getriebe dran oder musst Du nur die 
Reibungsverluste der Lager überwinden?

Drei Phasen sind leicht zu erzeugen.

Da der Motor vermutlich einen extrem niedrigen Innenwiderstand hat, 
sollten sich bereits bei kleinen Spannungen hohe Ströme realisieren 
lassen.

Wir haben die Lösung hier mal ganz primitiv mit einem 555, 
Schieberegister und einer Halbbrücke umgesetzt. Der 555 hat einen Takt 
erzeugt und in das erste Schieberegister geschickt, das zweite 
Schieberegister hat dann mit 3 bit Versatz die Daten übernommen uns 
weitergeschoben und im dritten Schieberegister das gleiche Spiel wieder 
um 3 bit versetzt. Das ist zwar keine wirklich saubere Lösung aber wenn 
es nur darum geht, den Motor ein bisschen zu drehen, damit der 
Inkrementalgeber was macht, dann reicht das.
(Firma: matzetronics) #5048012
Martin S. schrieb:
> Wir haben die Lösung hier mal ganz primitiv mit einem 555,
> Schieberegister und einer Halbbrücke umgesetzt.

In Don Lancasters CMOS Kochbuch ist ein sehr einfacher 
Dreiphasengenerator mit Takt und einem einzigen CD4018 beschrieben.
https://www.amazon.de/Das-CMOS-Kochbuch-Don-Lancaster/dp/3883220027

Aber dem o.a. FU macht die Phasenverschiebung überhaupt nichts aus. Der 
sieht eine induktive Last wie immer und treibt sie mit Drehstrom.

Winfried J. schrieb:
> Die meisten FUs
> gehen weit genug runter. Siehe Datenblatt

Es könnte allerdings der hohe Strom wg. der sehr niederohmigen 
Wicklungen zum Problem werden (plus die Isolationsprobleme mit 325V 
Peaks). Warum also den Trafo weglassen, es geht auch mit ihnen und der 
TE hat ja so einen.

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