Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Fernstudium mit 30 J. sinnlos?


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von tranquilmind (Gast)


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Hi, ich bin 30 Jahre alt und habe "nur" einen B.Sc. (Uni) in Technischer 
Informatik. Damit arbeite ich schon seit einigen Jahren als 
Softwareentwickler (DevOps-Kram) in einem KMU mit derzeit 52K brutto. 
Also relativ mageres Gehalt. Zudem sind meine Entwicklungsmöglichkeiten 
auch sehr begrenzt, wie ich finde.

Nun ist meine Idee, berufsbegleitend einen Master anzuhängen. Ich 
verspreche mir davon perspektivisch einfach bessere Chancen. Meine 
Kollegen haben auch fast durchgängig Master-Abschlüsse. Auch gäbe es mit 
einem Master neue Optionen, die ich aktuell nicht habe. Zum Beispiel 
einige Stellen im öD, die einen Master erfordern.

Nur aber zur eigentlichen Frage: bringt mir denn ein Master am Ende 
wirklich viel mehr? Oder ist es mehr Wunschvorstellung, da ich ca. 33 J. 
sein werde, wenn ich fertig bin. Also verhältnismäßig alt.

Also wie auch immer: ich bin unschlüssig und wollte hier mal ein paar 
Meinungen einholen.

Danke! :)

Beitrag #5047498 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Maik L. (maik12)


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Nicht lange grübeln sondern anfangen ist nach meiner Sicht das Beste. 
Lernen, wann auch immer, hat noch nie geschadet. Inwieweit es sich 
finanziell lohnt wird man später sehen, aber je größer eine Firma um so 
wichtiger irgendwelche "Zettel".
Ich selbst habe auch noch mal mit 37 das Lernen für Klausuren, Prüfungen 
... begonnen. Es war sehr anstrengend aber hat sich gelohnt und ich 
werde auch noch in kleinerem Umfang wieder etwas neben Arbeit, Familie, 
Haus und Hobbys anfangen. Wenn man einen Job nicht nur, wenn auch 
hauptsächlich, für Geld  macht passt das dann auch.

von tranquilmind (Gast)


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Sargtischler schrieb im Beitrag #5047498:
>> Also verhältnismäßig alt.
>
> Du solltest auf jeden Fall schon über die Besucherliste deiner
> Beerdigung nachdenken.

Also verglichen mit anderen Master-Absolventen "alt". ;) ...ansonsten 
fühle ich mich natürlich noch nicht alt.

Maik L. schrieb:
> Nicht lange grübeln sondern anfangen ist nach meiner Sicht das
> Beste.
> Lernen, wann auch immer, hat noch nie geschadet. Inwieweit es sich
> finanziell lohnt wird man später sehen, aber je größer eine Firma um so
> wichtiger irgendwelche "Zettel".
> Ich selbst habe auch noch mal mit 37 das Lernen für Klausuren, Prüfungen
> ... begonnen. Es war sehr anstrengend aber hat sich gelohnt und ich
> werde auch noch in kleinerem Umfang wieder etwas neben Arbeit, Familie,
> Haus und Hobbys anfangen. Wenn man einen Job nicht nur, wenn auch
> hauptsächlich, für Geld  macht passt das dann auch.

Danke für deine Meinung. Richtig, Lernen schadet nie. Die Frage ist nur 
- wie du schon richtig sagst - ob es sich auch finanziell bzw. 
job-technisch auszahlt. Denn man paukt ja etwas in der Freizeit, was 
nicht oder nur selten direkten Bezug zur tagesaktuellen Arbeit hat.

von Matthias Fichter (Gast)


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Augen zu, Arschbacken weit öffnen und durch. Vergiss es? Besser wie ich 
wirst du nur nicht geworden sein könnten

von genervt (Gast)


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tranquilmind schrieb:
> Ich
> verspreche mir davon perspektivisch einfach bessere Chancen. Meine
> Kollegen haben auch fast durchgängig Master-Abschlüsse.

Deine Kollegen sitzen im selben Drecksladen - was machts für einen 
Unterschied?

Wenn du es so schon nicht schaffst, ein akzeptables Gehalt zu bekommen, 
warum glaubst du dann es wird mit einem Master besser?

von Maik L. (maik12)


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Die Frage ist nur
> - wie du schon richtig sagst - ob es sich auch finanziell bzw.
> job-technisch auszahlt. Denn man paukt ja etwas in der Freizeit, was
> nicht oder nur selten direkten Bezug zur tagesaktuellen Arbeit hat.
Für mich und die meisten mit denen ich zusammen war hat es sich gelohnt. 
Auch meinen aktuellen Job hätte ich ohne den "Zettel" nicht bekommen. 
Den passenden Abschluss und meist Vitamin B braucht es zur richtigen 
Stelle. Der Rest ist Eigeninitiative. Ich lese immer mal 
Stellenanzeigen, alleine weil es interessant ist welche Unternehmen es 
so in der Nähe gibt, bzw. was entwickelt/hergestellt wird. Wie schon 
erwähnt muss ja auch etwas Freude dabei sein und nicht nur zum 
Großkonzern wegen der "Scheiß" Kohle. (auch wenn ich dazu nicht Nein 
sage) - Das letzte Hemd hat ja bekanntlich keine Taschen. ;-)

von Qwertz (Gast)


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Ich würde es an deiner Stelle nicht machen. Steck deine Energie besser 
in Bewerbungen bei Unternehmen, die vernünftig bezahlen, da hast du am 
Ende sicherlich mehr von.

von Cyborg (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ich würde es an deiner Stelle nicht machen. Steck deine Energie besser
> in Bewerbungen bei Unternehmen, die vernünftig bezahlen, da hast du am
> Ende sicherlich mehr von.

Nur, das ein Wechsel zu einem anderen Unternehmen immer mit
einer Unsicherheit verbunden ist. Kann nämlich schief gehen
und der Rückweg ist dann in der Regel auch nicht mehr möglich.
Für den Master muss ja auch Zeit aufgewendet werden und beim
alten Arbeitgeber passt man mit der neuen Qualifikation dann
plötzlich nicht mehr ins Personalkonzept und kann wohl möglich
betriebsbedingt gehen. Kündigungsschutz greift nur, wenn du gegen
alle Widerstände dein Recht auf dem Rechtsweg einforderst.
Das merken sich aber die Firmen und wenn eine Backgroundrecherche
gemacht wird, wird die stille Post schon ihre Wirkung zeigen.

tranquilmind schrieb:
> Lernen schadet nie.

Das würde ich nicht unterschreiben. Die Wirtschaft pflegt ein
Kastensystem und ordnet Mitarbeiter auch entsprechend ein.
Gut Ausgebildete können auch Jobprobleme bekommen, wenn sie
überqualifiziert sind. Von wegen kannste was, biste was, haste
gute Chancen, ist ein Ammenmärchen. Schließlich sollen sich MA
ans Unternehmen binden, aber selber wechseln, nur wenn es der Firma
sowieso in den Kram passt. So oft kommt das deshalb gar nicht vor.

Ist übrigens bei Vermietern nicht anders. Wenn Mieter knapp sind
können die gern billig wohnen um das Vermögen des Eigentümers zu
mehren. Wenn Mieter im Überfluss vorhanden sind und noch eine
günstige Miete greift, sieht die Sache schon ganz anders aus.

Du wirst belogen, als wäre das völlig legitim.

von Marcus Brenzing (Gast)


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Mach es. Überleg nicht lange. Lass Dich nicht von billigen Angeboten 
staatlicher Hochschulen blenden. Die privaten Hochschulen kosten zwar 
mehr, aber in 3 Jahren hast Du das Geld locker wieder reingeholt. Die 
Gebühren und die Fahrtwege kannst Du übrigens von der Steuer absetzen. 
Viel Erfolg.

von Qwertz (Gast)


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Marcus Brenzing schrieb:
> Die privaten Hochschulen kosten zwar mehr, aber in 3 Jahren hast Du das
> Geld locker wieder reingeholt

Wie soll das denn funktionieren?
Glaubst du ernsthaft, dass ihm der jetzige Arbeitgeber plötzlich allein 
für den Master-Abschluss auch nur einen Euro mehr zahlt? Oder dass sich 
dann andere Arbeitgeber um ihn reißen und gerne das doppelte Gehalt 
zahlen möchten, nur weil er nicht mehr nur einen Bachelor, sondern auch 
einen Master in der Tasche hat? Glaubst du auch an den Weihnachtsmann?

von klausi (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Glaubst du ernsthaft, dass ihm der jetzige Arbeitgeber plötzlich allein
> für den Master-Abschluss auch nur einen Euro mehr zahlt?

Es müsste eine renommierte Weiterbildung sein, Richtung Führung, 
Management mit evtl. ein paar Auslandsmodulen.. dann kann es schon 
sein..

Aber bei einem Jobwechsel gibt's meistens sowieso viel mehr.

"Loyal" sein, was das auch immer heisst, lohnt schon lange nicht mehr, 
Firmen investieren nicht in Weiterbildung und die Mitarbeiter wechseln 
dann halt.. Quadratur des Kreises sozusagen..

Wechseln die Mitarbeiter deswegen, weil die Firmen nicht in ihre MA 
investieren? Oder die Firmen denken,  wenn man in den MA Weiterbildung 
investiert, wechselt dieser sowieso, wenn er was besseres findet. Und 
die neue Firma spart sich auch noch die investierten Kosten..

Tja es gibt solche Bindungsklauseln, zB "2 Jahre unbedingt" für einen 
MA, aber die Firmen Zahlen da sehr selten und ungern was, meine 
Erfahrung.. ausser natürlich Top Management..

von Statistiker (Gast)


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Tja, nur mit Arbeitgeberwechsel kriegt man meistens höhere 
Gehaltsprünge. In der heutigen Zeit macht mans am besten wie die Amis, 
alle 12 Monate den Arbeitgeber wechseln!

von Qwertz (Gast)


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Statistiker schrieb:
> Tja, nur mit Arbeitgeberwechsel kriegt man meistens höhere
> Gehaltsprünge.

Zumindest ist das eine gute Gelegenheit, man kann sich aber auch intern 
weiterentwickeln und aufsteigen, was ich bevorzuge.

> In der heutigen Zeit macht mans am besten wie die Amis,
> alle 12 Monate den Arbeitgeber wechseln!

Nein. Alle 12 Monate funktioniert in Deutschland nicht, da hast du 
schnell einen schlechten Ruf weg, und zwar zu Recht. Wir reden hier ja 
nicht von einfachen Anlerntätigkeiten. Nach einem Jahr bist du gerade 
mal vernünftig eingearbeitet und fängst an, deine Kosten für den 
Arbeitgeber wieder einzuspielen.

von Max (Gast)


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Marcus Brenzing schrieb:
> Mach es. Überleg nicht lange. Lass Dich nicht von billigen
> Angeboten staatlicher Hochschulen blenden. Die privaten Hochschulen
> kosten zwar mehr, aber in 3 Jahren hast Du das Geld locker wieder
> reingeholt. Die Gebühren und die Fahrtwege kannst Du übrigens von der
> Steuer absetzen. Viel Erfolg.

Kannst du mal erläutern, warum staatliche Hochschulen billiger sind (was 
den Wert des Studiums betrifft)? Ich würde ehrlich gesagt staatliche 
bevorzugen. Habe mich mal mit jemandem unterhalten, der nebenberuflich 
12k für seinen Master an einer privaten hingeblättert hat.. nunja, es 
wirkte auf mich etwas gekauft, die Inhalte sehr stark vorgekaut, das ist 
aber im Allgemeinen bestimmt sehr unterschiedlich.

@TE Ich würde abwägen - Inhalte des Studiums, Investitionskosten, reale 
Möglichkeiten auf Stellen, die dich mehr interessieren, Dauer, Ansehen 
der FU. Und denk dran: einige deiner Kollegen haben einen Master, sitzen 
im gleichen Unternehmen wie du und verdienen wahrscheinlich in etwa 
gleich. Was bringt es dir für jetzt und in Zukunft für einen Mehrwert, 
welches Papier und welche Kenntnisse zu haben?

von klausi (Gast)


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Statistiker schrieb:
> Tja, nur mit Arbeitgeberwechsel kriegt man meistens höhere
> Gehaltsprünge.
Ganz genau!!

In der heutigen Zeit macht mans am besten wie die Amis,
> alle 12 Monate den Arbeitgeber wechseln!
In DE wird das schwierig, denn die denken, nach weiteren 12 Monaten ist 
der auch wieder weg.

von Nop (Gast)


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Max schrieb:

> Kannst du mal erläutern, warum staatliche Hochschulen billiger sind (was
> den Wert des Studiums betrifft)?

Weil man bei teuren Privathochschulen die richtigen Leute kennenlernt, 
nämlich die Sprößlinge anderer reicher Eltern, und somit über Vitamin B 
an leckere Jobs kommt. So funktionieren auch "Elite-Unis" im 
angelsächischen Raum und in Frankreich. Man kann das getrost als 
Kastengesellschaft bezeichnen.

von Der Andere (Gast)


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tranquilmind schrieb:
> da ich ca. 33 J.
> sein werde, wenn ich fertig bin. Also verhältnismäßig alt.

Klar du alter Sack, warte lieber auf die Rente mit 40!

Wer sich mit 33 schon alt fühlt, der sollte wahrlich kein Studium mehr 
beginnen, der ist geistig schon ein Greis ;-)

von klausi (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Wer sich mit 33 schon alt fühlt, der sollte wahrlich kein Studium mehr
> beginnen, der ist geistig schon ein Greis ;-)

Haha genau, wie du sagst, am besten dann mit 40 in Rente, 45 Altersheim, 
dann noch bis 50 durchgehalten und dann mit 51 den Löffel abgeben.

Solche Leute tun mir leid, die kennen das richtige Leben noch nicht ;-)

von Pandur S. (jetztnicht)


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Zwei Dinge. Lohnerhoehungen gibt es nur durch Wechsel. dh man sollte als 
Junger alle 2-3 Jahre wechseln, bis man irgendwo in einer vernuenftigen 
Region ist.
Und ja ich habe auch mit 30 nochmals ein Studium begonnen. Die Umstaende 
liessen es zu.

: Bearbeitet durch User
von klausi (Gast)


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Nop schrieb:
> So funktionieren auch "Elite-Unis" im angelsächischen Raum und in
> Frankreich. Man kann das getrost als Kastengesellschaft bezeichnen.

Genau, er soll sein Masterstudium zur Weiterbildung an so ner Eliteuni 
machen, vielleicht hilfts was.

Ob es dagegen in unseren Breiten auf den besten Unis wie RWTH, TUM, ETH 
Zürich etc, also Kontinentaleuropa auch so Kastensysteme gibt, weiss ich 
nicht..

von Der Andere (Gast)


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klausi schrieb:
> die kennen das richtige Leben noch nicht

Ist doch so, ich habe bei vielen den Eindruck die sind mit ihren 30 
gerade von der Dauerparty zwischen ABI und Studienabschluss ins reale 
Leben angekommen, sind im Geiste immer noch große Kinder und trauern 
ihrer "Jugend" hinterher.

von Der Andere (Gast)


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klausi schrieb:
> Ob es dagegen in unseren Breiten auf den besten Unis wie RWTH, TUM, ETH
> Zürich etc, also Kontinentaleuropa auch so Kastensysteme gibt, weiss ich
> nicht.

Daran glauben vor allem "Wirtschaftswissenschaftler", aber die glauben 
ja auch ans unendliche Wachstum.
Und die Bundesregierung ist/war dumm genug das auch noch zu fördern: 
"Eliteunis".
Wie sagt Trump: "sad"

von Nop (Gast)


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klausi schrieb:

> Ob es dagegen in unseren Breiten auf den besten Unis wie RWTH, TUM, ETH
> Zürich etc, also Kontinentaleuropa auch so Kastensysteme gibt, weiss ich
> nicht..

Kannste Dir ganz einfach beantworten: Ist das Studium für jemanden aus 
einem Durchschnittshaushalt dort finanziell möglich? Wenn ja, ist es 
keine ELite-Uni mit Karrieregarantie.

Übrigens, Frankreich ist Kontinentaleuropa.

von Der Andere (Gast)


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Nop schrieb:
> mit Karrieregarantie

Noch so eine Verschwörungstheorie

von Nop (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Nop schrieb:
>> mit Karrieregarantie
>
> Noch so eine Verschwörungstheorie

Stallgeruch und Vitamin B haben mit Verschwörungen nichts zu tun.

von Ordner (Gast)


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Nop schrieb:
> Der Andere schrieb:
>> Nop schrieb:
>>> mit Karrieregarantie
>>
>> Noch so eine Verschwörungstheorie
>
> Stallgeruch und Vitamin B haben mit Verschwörungen nichts zu tun.

Wenn es in Richtung Illuminati und Skull & Bones geht, schon.

Manche sagen "Vitamin B", manche Geheimbund, andere wiederum "alte 
Seilschaft".Läuft tiefenpsychologisch auf das selbe hinaus - die dumpfe 
Angst von Mächten beherrscht zu werden zu deren Führungszirkel man von 
vornherein ausgeschlossen ist. Unabhängig ob es diese Mächte wirklich 
gibt.

Die Theorie dient einzig des Verbergens der eigenen Erfolgslosigkeit, 
nicht der Beschreibung realer Wirkzusammenhänge.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rationalisierung_(Psychologie)

von Der Andere (Gast)


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Nop schrieb:
> Stallgeruch und Vitamin B haben mit Verschwörungen nichts zu tun.

Du redest von Karrieregarantie, das ist was völlig anderes als daß man 
über geschicktes Netzwerken seine Chancen verbessern kann.
Dieses ganze Eliteunigeschwätz ist doch nur von Menschen, die an solchen 
Unis waren und ihre eigene Bedeutungslosigkeit durch solche Selbstlügen 
schönreden wollen.

von Nop (Gast)


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Ordner schrieb:

> Die Theorie dient einzig des Verbergens der eigenen Erfolgslosigkeit,
> nicht der Beschreibung realer Wirkzusammenhänge.

Abseits von Küchenpsychologie ist es statistische Tatsache, daß der 
wesentlichste Faktor für das Einkommen eines Menschen eben das Einkommen 
der Eltern ist.

von Ordner (Gast)


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Nop schrieb:
> Abseits von Küchenpsychologie ist es statistische Tatsache, daß der
> wesentlichste Faktor für das Einkommen eines Menschen eben das Einkommen
> der Eltern ist.

Mumpitz!

von Der Andere (Gast)


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Nop schrieb:
> Abseits von Küchenpsychologie ist es statistische Tatsache, daß der
> wesentlichste Faktor für das Einkommen eines Menschen eben das Einkommen
> der Eltern ist.

Also jetzt Küchenstochastik statt Küchenpsychologie?
Ja es gibt solche Statistiken, aber die sagen nichts über die Ursachen 
aus.
Ererbte oder anerzogene Intelligenz?
Ererbte oder anerzogene Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen, 
Skrupellosigkeit, ...
Hinweinwachsen in eine GEsellschaft mit anderen Werten und Zielen, die 
auch die eigenen Werte und Ziele beeinflussen.

Auf jeden Fall haben die "Eliteunis" damit am allerwenigsten zu tun.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Nop schrieb:
> Ordner schrieb:
>
>> Die Theorie dient einzig des Verbergens der eigenen Erfolgslosigkeit,
>> nicht der Beschreibung realer Wirkzusammenhänge.
>
> Abseits von Küchenpsychologie ist es statistische Tatsache, daß der
> wesentlichste Faktor für das Einkommen eines Menschen eben das Einkommen
> der Eltern ist.

Welche Statistik belegt denn, dass das der wichtigste Faktor ist?

Wobei das an sich nichts mit beruflichem Vitamin B zu tun hat, eher mit 
den "Startbedingungen" von Kindesbeinen an.

Und auch da muss man differenzieren:
Liegt es am Geld oder ist das Geld der Eltern schlicht der Ausdruck für 
andere Faktoren (gebildete Eltern, Eltern mit mehr Mut zum Risiko usw., 
Vorleben der guten Verarbeitung von Rückschlägen und Niederlagen usw.)?

von Nop (Gast)


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Ordner schrieb:

> Mumpitz!

Hier die OECD-Statistik: http://www.oecd.org/dataoecd/2/7/45002641.pdf

Wenig überraschend ist das in den USA, GB und in F deutlich ausgeprägter 
als in Deutschland. Genau, was ich gesagt habe.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ich erhalte hier ein "Page not found"

von Nop (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Ich erhalte hier ein "Page not found"

Ich jetzt auch. Anyway, das Phänomen ist bekannt genug, daß man mit 
Google genug zu diesem statistischen Zusammenhang findet.

von Ordner (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Und auch da muss man differenzieren:
> Liegt es am Geld oder ist das Geld der Eltern schlicht der Ausdruck für
> andere Faktoren (gebildete Eltern, Eltern mit mehr Mut zum Risiko usw.,
> Vorleben der guten Verarbeitung von Rückschlägen und Niederlagen usw.)?

Eigentlich auch nicht. So wie es unzählige Beispiele gibt das die Kinder 
die Einkommensverhältnisse der Eltern deutlich übertreffen (Carsten 
Maschmeyer, Adolf Hitler, Kanzler Schröder) gibt es auch genügend 
Beipiele das die Prinzipien nach denen die Kinder Erfolg haben nicht 
über das Elternhaus vermittelt worden (die Kinder aus sogenannten 
schwierigen Verhältnissen wie Janosch).

Nicht zu vergessen der inverse Fall, die sog. missratenen Kinder aus 
besseren Verhältnissen.

von Ordner (Gast)


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Nop schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Ich erhalte hier ein "Page not found"
>
> Ich jetzt auch. Anyway, das Phänomen ist bekannt genug, daß man mit
> Google genug zu diesem statistischen Zusammenhang findet.

Super, Verschwörungstheoretiker bei der Arbeit zu zusehen. -

Die angebliche Statistik ist nicht (mehr ) auffindbar - das ändert aber 
nix das alles die es wissen, es wissen.

von Nop (Gast)


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Ordner schrieb:

> Super, Verschwörungstheoretiker bei der Arbeit zu zusehen.

Hier mal ne Reportage aus Frankreich:

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/frankreichs-eliteuni-ena-kaderschmiede-mit-machtgarantie-a-480328.html

Zusammenfassung:
- die Leistungsanforderungen sind sehr hoch, Geld allein tut's nicht.
- die Kosten sind aber auch sehr hoch, Leistung alleine tut's nicht.

Der letztere Faktor ist exakt das, was ich sagte.

Ich traue Dir schon zu, die Stichworte 'OECD' 'soziale Mobilität' bei 
Google einzugeben. Ansonsten sei darauf hingewiesen, daß 
"Verschwörungstheorie" ein polemischer Kampfbegriff ist und von Dir 
genau gar keine Argumentationsbasis kam. Ich gehe daher auf Deine 
Postings da auch nicht weiter ein - zu substanzlos.

von Nop (Gast)


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Ordner schrieb:

> Eigentlich auch nicht. So wie es unzählige Beispiele gibt

Anekdotische Beweisführung. Paßt zur Küchenpsychologie, vom Niveau her.

von Ordner (Gast)


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Nop schrieb:
> Ordner schrieb:
>
>> Eigentlich auch nicht. So wie es unzählige Beispiele gibt
>
> Anekdotische Beweisführung. Paßt zur Küchenpsychologie, vom Niveau her.

Soso deine Ansage nicht auf meine Postings eingehen zu wollen hatte 
genau eine Minute Bestand ... .

> Ich traue Dir schon zu, die Stichworte 'OECD' 'soziale Mobilität' bei
> Google einzugeben.

Das passende Google-Stichwort ist aber "intergenerational earnings 
elasticity" und damit findet man bspw das: 
https://www.oecd.org/eco/public-finance/chapter%205%20gfg%202010.pdf

Darin finden sich Aussagen wie "Existing estimates of the extent to 
which sons’ earnings levels correlate with those of their fathers (i.e. 
the “intergenerational earnings elasticity”) find persistence to be 
particularly
pronounced in the United Kingdom, Italy, the United States and France. 
In these countries, at least 40% of the economic advantage that 
high-earnings fathers have over low-earnings fathers is transmitted to 
their sons (Figure 5.1). By contrast, persistence is comparatively
low in the Nordic countries, Australia and Canada, with less than 20% of 
the wage, advantage being passed on from fathers to their sons.


Also in keinem der OECD Länder lässt sich mehrheitlich ein statistischer 
Zusammenhang zwischen elterlichen und Kindes-einkommen erkennen. Im 
"Mutterland der Klassengesellschaft" - Grossbritanien sind es etwa 40%, 
in den Skandinavischen Ländern; Kanada und Australien dagegen weniger 
als 20%. Deutschland liegt dazwischen, also bei etwa 70% der Familien 
unterscheidet sich das Kindesgehalt deutlich von dem der Eltern -> also 
nix mit Kastensystem, sondern deutliche Durchlässigkeit zwischen den 
Einkommensklassen in beide Richtungen.

von Mittwochsaccount (Gast)


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Es kommt doch auch auf das Fach an. Technische Fächer studieren 
überwiegend Kinder aus Arbeiterverhältnissen, da zählen dann nicht die 
Kontakte und Beziehungen sondern knallharte Arbeit und Talent, wer nix 
kann fliegt gleich wieder raus, Eltern können da nicht durch Wissen 
helfen.
Studiert das Kind vom Rechtsanwalt Jura, hilft Papi schon mal mit der 
Hausarbeit und gibt Tipps zum Ablauf des Studiums, wer da aus nem 
Haushalt kommt wo die Eltern fachfremd sind hat es deutlich schwerer.

von Ordner (Gast)


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Mittwochsaccount schrieb:
> Studiert das Kind vom Rechtsanwalt Jura, hilft Papi schon mal mit der
> Hausarbeit und gibt Tipps zum Ablauf des Studiums, wer da aus nem
> Haushalt kommt wo die Eltern fachfremd sind hat es deutlich schwerer.

Dieser Magel ist 1,2,3 mit Eintritt in die richtige Burschenschaft 
kompensiert.

Beitrag #5051258 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5051270 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5051278 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5051282 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5051298 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jürgen N. (negan)


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Der Titel von dem Thread ist schon etwas seltsam:
Wann ist denn ein Fernstudium sinnvoll, wenn nicht mit 30?

Wenn man unter 30 ist, ist es viel sinnvoller ganz normal an der Uni/Fh 
zu studieren, es sei denn man ist Dualer Bachelor und will noch einen 
seichten Master draufsetzen, während man bei seinem Ausbilder 
weiterarbeiten muss.
Man bekommt Bafög und/oder arbeitet als HiWi/Werkstudent und kann sich 
viel mehr ins Studium vertiefen, als wenn man noch nebenbei eine 40 
Stundenwoche schieben müsste und nur abends lernen kann. Man hat viel 
mehr Kontakt zu Kommilitonen, was den Ehrgeiz besser zu sein wohl auch 
fördert. Außerdem kann man über den Tellerrand schauen und einfach noch 
Vorlesungen besuchen die einen interessieren und nicht im Studienplan 
enthalten sind. Außerdem hat man sich in der Regel noch keinen 
Lebensstil angewöhnt, der weit über das Studentenniveau hinausgeht.

Wenn man über 40 ist, gibts da andere Gründe warum es viel weniger 
sinnvoll ist als mit 30 ein Fernstudium zu machen(möchte dazu nichts 
sagen da ich das Alter noch lange nicht erreicht habe..).

Meiner Meinung nach ist Ende 20 Anfang 30 genau das richtige Alter um 
ein Fernstudium zu beginnen.
Ob dein Fernstudium dir aber das bringt was du dir wünschst, kann ich 
dir natürlich nicht sagen.

von Worker (Gast)


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Hallo,
habe selbst mit mehr als 35 Jahren meinen Master gemacht (FernUni) und 
es keinen Moment bereut. Klar, es kostet Zeit, Kraft und auch Geld, doch 
es kann einem bei einen anderen Arbeitgeber nach vorne, hinsichtlich 
Geld und Projekten bringen.
Man muss es selbst wollen, eine Beratung hier im Forum ist nichts wert, 
hier springen meistens beleidigende Super-Ingenieure herum, die einen 
runterziehen.
Es liegt an einem Selbst, wohin man kommen will, auch wenn man aus der 
Komfortzone heraus muss.
Gruss Worker

von klausi (Gast)


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Nop schrieb:
> Kannste Dir ganz einfach beantworten: Ist das Studium für jemanden aus
> einem Durchschnittshaushalt dort finanziell möglich? Wenn ja, ist es
> keine ELite-Uni mit Karrieregarantie.
>
> Übrigens, Frankreich ist Kontinentaleuropa.
Ja, Frankreich hat national den Status Elite Unis zu haben, aber 
international: die zwei besten Ecoles erreichen im Ranking Plätze 
60-100, deshalb zähle ich das nicht ganz zur "Elite" (obwohl sicher auch 
gute Unis, wie auch wahrscheinlich viele andere die nicht als "Elite" 
klassifiziert sind).
Nop schrieb:
> Zusammenfassung:
> - die Leistungsanforderungen sind sehr hoch, Geld allein tut's nicht.
> - die Kosten sind aber auch sehr hoch, Leistung alleine tut's nicht.
Das triffts ganz gut, zudem brauchts dann auch neudeutsch: Networking 
oder wie früher: Kontakte, Seilschaften zu den ganz guten Jobs..

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