Linux: Updateprozess im Hintergrund laufen lassen

Gast #5048467
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Hallo,

ich verbinde mich mit Putty per SSH mit einem anderem PC (Linux). Wenn 
ich dort ein update starte und Putty mitten drin schließe, wird auch das 
Updateten abgeschossen. Gibt es eine Möglichkeit das Update zu starten 
und dann ohne Putty weiter laufen zu lassen?
#5049166
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Falls deine Linux distribution Systemd verwendet, und screen und tmux 
beim logout auch beendet werden sollten ist es möglich, dass die 
Distribution Systemd's kaputtes Verhalten beim ausloggen nicht repariert 
hat. Mehr dazu hier: 
https://unix.stackexchange.com/questions/171503/tmux-session-killed-when-disconnecting-from-ssh

Da ich Systemd nicht verwende, und deine Linux distribution nicht kenne, 
kann ich jedoch nicht ob das Problem immernoch besteht oder ob es dich 
mit deiner Distribution überhaubt betrifft.
Gast #5049274
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A. K. schrieb:
> Man mag systemd lieben oder hassen, der trägt aber keine Schuld daran,
> dass Prozesse wegfliegen, wenn ihre Konsole abschaltet. SIGHUP und die
> entsprechende Reaktion existiert seit der Anfangszeit von UNIX.

systemd geht aber noch einen schritt weiter, und killt hart alles 
Prozesse des users wenn sie sie SIGHUP nicht reagieren. (zumindest im 
Default)
#5049276
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Md M. schrieb:
> Ansonsten kann man den Prozess auch folgendermaßen nachträglich in den
> Hintergrund legen:

Aber die fliegen trotzdem weg, wenn das Terminal Schluss macht, weil 
immer noch damit verbunden. "nohup" trennt den Prozess vom Terminal ab 
und erst dadurch läuft der Prozess auch ohne Terminal weiter.

Nachträglich geht das über die Job Control der Shell, mit "disown".
(Firma: Potilatormanufaktur) #5049307
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A. K. schrieb:
> Md M. schrieb:
>> Ansonsten kann man den Prozess auch folgendermaßen nachträglich in den
>> Hintergrund legen:
>
> Aber die fliegen trotzdem weg, wenn das Terminal Schluss macht, weil
> immer noch damit verbunden.

Hatte ich eigentlich auch vermutet, deshalb hab ich es vorm posten auch 
ausprobiert. Die Prozesse (hab ping und wget probiert) liefen noch nach 
dem wiedereinloggen.
Gast #5049312
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A. K. schrieb:
> Aber die fliegen trotzdem weg, wenn das Terminal Schluss macht, weil
> immer noch damit verbunden. "nohup" trennt den Prozess vom Terminal ab
> und erst dadurch läuft der Prozess auch ohne Terminal weiter.

auch nicht zwingend bei Systemd - er räumt ordentlich auf.
Beitrag #5049338 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5049343
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A. K. schrieb im Beitrag #5049338:
> Und jetzt? Wenn Praxis != Theorie, was stimmt dann? ;-)

dürfte auch abhängig vom KillMode sein, damit kann man das alte 
verhalten wieder herstellen.

> Was normaler User, nicht "root" für den es KillExcludeUsers gibt.
was meinst du damit?
#5049344
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1
man logind.conf
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3
       KillUserProcesses=
4
           Takes a boolean argument. Configures whether the processes of a user should be killed
5
           when the user completely logs out (i.e. after the user's last session ended). Defaults
6
           to "no".
7

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           Note that setting KillUserProcesses=1 will break tools like screen(1).
#5049348
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Peter II schrieb:
> was meinst du damit?
1
       KillOnlyUsers=, KillExcludeUsers=
2
           These settings take space-separated lists of usernames that influence the effect of
3
           KillUserProcesses=. If not empty, only processes of users listed in KillOnlyUsers=
4
           will be killed when they log out entirely. Processes of users listed in
5
           KillExcludeUsers= are excluded from being killed.  KillExcludeUsers= defaults to
6
           "root" and takes precedence over KillOnlyUsers=, which defaults to the empty list.
#5049435
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Das reale Verhalten von Debian 9: Mit #KillUserProcesses=no (Default) 
wird der Prozess nicht abgeschossen. Das passiert nur mit explizitem 
KillUserProcesses=yes.

Also alles halb so wild. Mir scheint, das war mal anders, hatte etwas 
Wirbel verursacht und sie sind wieder retour. Haben aber vergessen, die 
Doku mitzuziehen.

PS: Habe kein Debian gefunden, in dem es anders gewesen wäre.

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