Forum: FPGA, VHDL & Co. Vivado und Chip?


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von Michael H. (h_m)


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Mahlzeit,

ich hab da mal ne Frage zu Xilinx Vivado, also ich habe mir vor einiger 
Zeit ein Buch für Fpga gekauft, und von Digilent ein Board dazu.Jetzt 
ist aber so das die Free version von Xilinx nicht alle Bausteine aus 
ihren Sortiment freigibt, aber das ist für mich als bastler auch kein 
Problem, Da ich aber noch nicht so den überblick habe.Suche ich jetzt 
einen kleineren Chip als der, der auf den Board ist, vielleicht mit 30 
beinen oder so. Soweit ich weiß sind Cplds kleiner oder ?? was nimmt man 
da ??

könnte mir bitte jemand einen für einen Anfänger empfehlen.

1. am liebsten möchte ich ihn mit Vivado von xilinx Programmieren, bin 
aber auch für andere offen.

2. welchen ISP/JAITAG Programmer werde ich dazu brauchen ??
   würde dieser hier zb. Funktioneren??

   [[Ebay-Artikel Nr. 272161820639]]

3. ich muss ihn einfach bestellen können bzw. blöd gesagt so einen den 
es an jeder Ecke gibt, also einen hip zb. wie bei Operationsverstärkern 
der lm 324...

4. mir geht es darum das ich ihn auf Platine auflöten kann um zb. 
Leitungen    von zwei verschieden kabeln zu tauschen, wie man es mit 
einem Prom hätte machen können. Und ein paar und oder nicht 
Verknüpfungen was man halt so macht :-)



Grüsse Huber

von Jens W. (jensw)


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Das hört sich für mich eher nach GAL Bausteinen an.
Die könntest du bei reichelt bekommen. Aber das stirbt auch eher aus als 
dass da was neues kommt.
Von Xilinx sind mir keine CPLDs bekannt, die es als DIL Variante gibt.

Außerdem richtet sich die Größe eher danach was du da alles rein 
programmieren willst.

Vivado kannst du da aber komplett vergessen. Das ist nur für die neuen 
Sachen. Also eben nicht die CPLDs, die du noch bei Reichelt bekommst.
Da müsstest du ISE Webpack nehmen.

Gruß

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Michael H. schrieb:
> .Suche ich jetzt einen kleineren Chip als der, der auf den Board ist,
> vielleicht mit 30 beinen oder so.
Sowas findest du kaum mehr.

> Soweit ich weiß sind Cplds kleiner oder ??
CPLDs als solche sind eigentlich tot. Deshalb werden kleine FPGAs 
heutzutage als CLPD verkauft.

> was nimmt man da ??
Ein kleines FPGA im Bereich um MachXO2 von Lattice.
Xilinx spielt eher am anderen Ende des Leistungsspektrums (große FPGAs, 
viele IO, schnelle serielle Busse im GHz Bereich, usw...).

von Koleopterologe (Gast)


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Michael H. schrieb:
> Suche ich jetzt
> einen kleineren Chip als der, der auf den Board ist, vielleicht mit 30
> beinen oder so. Soweit ich weiß sind Cplds kleiner oder ?? was nimmt man
> da ??

Nimm ein Module von OHO:
https://shop.trenz-electronic.de/en/TE0250-00-GOP-XC9572XL-Mini-CPLD?c=12
oder
https://shop.trenz-electronic.de/en/TE0253-01-GOP-XC3S200-Mini-FPGA?c=12

von Michael H. (h_m)


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Jens W. schrieb:
> Vivado kannst du da aber komplett vergessen. Das ist nur für die neuen
> Sachen. Also eben nicht die CPLDs, die du noch bei Reichelt bekommst.
> Da müsstest du ISE Webpack nehmen.

Deshalb habe ich mich für Vivado entschieden (mit artix7 chip)den kann 
ich halt nicht löten, es muss auch nicht unbedingt Dil gehäuse sein. 
Einen den man löten kann. Und nicht gleich zwanzig euro kostet sondern 
halt 5 oder so, aber hauptsache löten mit lötkolben.

von Koleopterologe (Gast)


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Michael H. schrieb:

> Einen den man löten kann. Und nicht gleich zwanzig euro kostet sondern
> halt 5 oder so, aber hauptsache löten mit lötkolben.

Gibs net!

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Xilinx hat keine Bausteine im Lieferprogramm, die all diese 
Anforderungen (Vivado-Unterstützung, "Lötbarkeit", Preis) gleichzeitig 
erfüllen. Ggf. käme ja ein CPLD- oder FPGA-Modul infrage, z.B. die schon 
aufgeführten von OHO. Allerdings sind darauf auch uralte Bausteine 
(XC95XL, Spartan 3) verbaut, die nur von Xilinx ISE und nicht von Vivado 
unterstützt werden.

Vivado gibt es erst ab Generation 7, d.h. Zynq, Spartan 7, Virtex 7. Die 
neueren Baureihe Artix und Kintex gibt es ohnehin erst seit Generation 
7, d.h. sie werden allesamt von Vivado unterstützt.

Für die älteren Zynq 7010, 7020, 7035 kann man beides verwenden, d.h. 
sowohl ISE als auch Vivado. Will man auf Paketen wie z.B. Gnuradio 
aufsetzen, muss man ganz genau auf die richtige Version der 
FPGA-Entwicklungsumgebung achten. Noch vor kurzer Zeit war man da 
zwingend auf Xilinx ISE statt Vivado angewiesen.

von Andreas R. (daybyter)


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Guck mal bei eBay.com nach xilinx xc9536 . Da gibt es günstige 
Parallelkabel zum Programmieren. Wird im ISE Webpack unterstützt.

Wichtig wäre halt, ob Deine Schaltung in den Chip passt.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Andreas R. schrieb:
> günstige Parallelkabel zum Programmieren.

Solche Parallelkabel sollte man sich heutzutage nur dann antun, wenn man 
wirklich noch einen Steinzeit-PC mit "echtem" Parallelport hat. Selbst 
bei den integrierten Parallelports auf Motherboards der letzten 10-15 
Jahre kann man sich da nicht mehr sicher sein.

Michael H. schrieb:
> 
Ebay-Artikel Nr. 272161820639

Hierbei handelt es sich definitiv um einen Chinanachbau des Original 
Platform Cable von Xilinx bzw. Digilent. Da kauft man halt die Katze im 
Sack, d.h. die Qualität kann alles von grottenschlecht bis exzellent 
sein.

Definitiv gute Programmierkabel gibt es von Digilent und Trenz, beide im 
Onlineshop von Trenz erhältlich:

https://www.trenz-electronic.de/

von Michael H. (h_m)


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Koleopterologe schrieb:
> Michael H. schrieb:
>> Suche ich jetzt
>> einen kleineren Chip als der, der auf den Board ist, vielleicht mit 30
>> beinen oder so. Soweit ich weiß sind Cplds kleiner oder ?? was nimmt man
>> da ??
>
> Nimm ein Module von OHO:
> https://shop.trenz-electronic.de/en/TE0250-00-GOP-...
> oder
> https://shop.trenz-electronic.de/en/TE0253-01-GOP-...

Also genau so etwas wie auf dem Modul bzw, sogar so ein Modul stellte 
ich mir vor für den anfang um es mit einem Programmer zu testen.

sind die Chips jetzt mit Vivado möglich, und welchen isp Programmer 
verwendet ihr dazu? zb. bei AVR microcontrollern ist ja ISP MKII 
programmer so ein einsteiger Model

Andreas S. schrieb:
> Definitiv gute Programmierkabel gibt es von Digilent und Trenz

schau ich mir noch an.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Michael H. schrieb:
> sind die Chips jetzt mit Vivado möglich,

NEIN! Ich hatte doch schon geschrieben, dass Vivado ausschließlich bei 
Bausteinen der 7. Generation (und neuer) eingesetzt werden kann!

> und welchen isp Programmer verwendet ihr dazu?

Ich verwende die folgenden Programmieradapter:

- Original Xilinx Platform Cable USB
- Trenz TE0790
- Digilent SMT2

Das SMT2 ist hierbei ein Modul, welches als SMD-Bauteil direkt auf die 
Zielhardware aufgelötet werden kann und sich dann anbietet, wenn 
häufiger programmiert werden muss. Ich selbst habe es schon in 
industriellen Fertigungstestsystemen eingesetzt.

von Koleopterologe (Gast)


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ZTEX hat noch was in Richtung steckbares FPGA-Module für Vivado: 
https://www.ztex.de/usb-fpga-2/usb-fpga-2.18.e.html#imgs

Der Preis wird dir aber sich nicht gefallen.

Ob vivadoe oder ISE ist fürs FPGA-lernen eigentlich nebensächlich, für 
beide sollte man VHDL oder Verilog können und die Toolchain für FPGA's 
verstehen. Dann sind es nur andere Icons die man drücken muß.

Anders sieht es aus wenn du in dem FPGA eine CPU wie mikroblaze 
integrieren willst, dann ist Vivado die besser Wahl.

von Michael H. (h_m)


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ich habe ja ein Board von Digilent und ein Buch, das Hauptsächlich mit 
Vivado Arbeitet, das besagt das gleiche, das es mit anderen IDE nicht 
viel anders ist, das Board hat aber einen Artix7 drauf, und jetzt wollte 
ich einfach so, nebenbei zum Basteln einen Chip zb. im Tqf gehäuse, den 
ich mir auf ne Platine löten kann, der muss auch gar nicht viel Platz 
haben. Möchte eigentlich Hauptsächlich nur ein paar Pins high and low 
Schalten, wenn bei einem anderen ein Event statt findet.Und vielleicht 
doch erstmal ein China nachbau ISP Programmer dazu, das ich mir einfach 
mal so ein teil aufbaue, und einmal nen Bitstream mit einem Programmer 
drauf Lade. Denn das board hat ihn ja on board. So denke ich kann ich 
das besser verstehen, Mir würde auch lattice sehr gut gefallen, auch wie 
oben schon mal erwähnt MachoX..den gibt es sogar unter 50 pins(die Pin 
zahl ist mir nicht mehr ganz so wichtig). Wenn ich mich nicht vertan 
habe, aber nur wo bestelle ich diese, ich brauche einen den ich auch 
kaufen kann, zb. Bürklin, Farnell und wie sie alle heissen.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Liest und verstehst Du überhaupt die Antworten, die wir Dir geschrieben 
haben?

Und die allermeisten FPGA sind keine Bauteile, die man einfach mal 
schnell mit auf die Platine setzt, sondern benötigen einen Haufen 
Zusatzbeschaltung: Bitstreamspeicher, Taktgenerator, Spannungsregler, 
Spannungsregler, Spannungsregler, ...

Auch wenn man selbst den Baustein nur mit niedrigen Frequenzen betreiben 
will, ist die Versorgungsspannungsintegrität entscheidend für einen 
reibungslosen Betrieb. Wenn ein einfacher, langsamer AVR es noch 
verzeiht, wenn der Abblockkondensator 3cm entfernt ist und die 
Versorgungsspannung über 3m Klingeldraht zugeführt wird, so gilt dies 
nicht für FPGA oder ähnliche hochgezüchtete Bausteine.

Hast Du wirklich die relevanten Application Notes der FPGA-Hersteller 
zum Thema Leiterplattenlayout und Stromversorgung ausführlich gelesen?

Es gibt sehr gute Gründe, warum viele - auch professionelle - Entwickler 
bei kleinvolumigen Projekten/Produkten auf FPGA-Aufsteckmodule 
zurückgreifen und nicht etwa das FPGA direkt auf die Leiterplatte 
packen. Im Gegensatz zu Entwicklungsboards sind diese durchaus recht 
teuren Module nicht nur für Entwicklungszwecke, sondern durchaus für 
Serienprodukte gedacht. Bei meinen beiden aktuell in der Entwicklung 
befindlichen Projekten habe ich nach reichlich Überlegungen und 
Abwägungen mit meinen Kunden die Entscheidung zugunsten solcher Module 
gefällt. In dem einen Fall war besonders relevant, schon mit der 
Firmwareentwicklung beginnen zu können, bevor die Leiterplatten fertig 
bestückt sind, und in dem anderen verträgt sich ein hochpoliges 
Fine-Pitch-BGA nicht mit der ebenfalls benötigten Dickkupfertechnik. Bei 
neuen Projekten kann die Lösung aber auch ganz anders aussehen.

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Andreas R. schrieb:
> Guck mal bei eBay.com nach xilinx xc9536
Die alten 5V CPLD sind schon lange angekündigt und sicher nicht für ein 
neues Design ratsam...

Andreas S. schrieb:
> Es gibt sehr gute Gründe, warum viele - auch professionelle - Entwickler
> bei kleinvolumigen Projekten/Produkten auf FPGA-Aufsteckmodule
> zurückgreifen und nicht etwa das FPGA direkt auf die Leiterplatte
> packen.
Ich erwähnte schon mal den MachXO2. Der ist dahingehend unglaublich 
pflegeleicht. Und ich löte den QFP100 locker von Hand. Das ist das 
Bastler FPGA schlechthin...
http://www.latticesemi.com/Products/FPGAandCPLD/MachXO2.aspx

von h_m (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Ich erwähnte schon mal den MachXO2. Der ist dahingehend unglaublich
> pflegeleicht. Und ich löte den QFP100 locker von Hand. Das ist das
> Bastler FPGA schlechthin...
> http://www.latticesemi.com/Products/FPGAandCPLD/MachXO2.aspx

Ja, das habe ich schon gesehen, auf der Seite war ich schon, könntest du 
mir mal bitte den Link Kopieren, der direkt zum Chip führt, mit den 
hundert Pins, damit ich mir auch sicher den gleichen ansehe.

und könntest du mir auch sagen welchen Programmer du dafür benutzt ?

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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h_m schrieb:
> und könntest du mir auch sagen welchen Programmer du dafür benutzt ?
Ich habe den originalen von Lattice.
Aber du kannst auch einen Chinaclone für 20E bei Ebay holen.

h_m schrieb:
> könntest du mir mal bitte den Link Kopieren, der direkt zum Chip führt,
> mit den hundert Pins
Das wäre so ein Baustein:
LCMXO2-640HC-4TG100C
Es gibt aber kein extra Datenblatt nur für diesen Baustein,  sondern nur 
eins für die ganze Familie und dazu das IO Mapping. Ein wenig 
herumgeklickt und du findest, was du suchst.

von Thorsten S. (thosch)


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Wenn es unbedingt ein von Vivado unterstütztes Teil sein soll, kannste 
z.B. ein Modul mit einem Artix 7 drauf nehmen. Da gibts etliche 
verschiedene Anbieter dafür...
Manche dieser Module lassen sich sogar in ein Breadboard stecken, z.B. 
dieses:
https://shop.trenz-electronic.de/de/27383-Cmod-A7-Breadboardable-Artix-7-15T-FPGA-Module?c=119

von Markus F. (mfro)


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Thorsten S. schrieb:
> z.B. ein Modul mit einem Artix 7 drauf nehmen

... hat er doch schon.

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