Guten Abend,
wie man schon am Titel erkennen könnte, plane ich mir einen "Smart
Mirror" zu basteln, sprich Glas + Monitor. Mehr ist das nun auch nicht
wirklich.
Nun habe ich natürlich auch alles angeschlossen und in Betrieb genommen.
Für die Spannungsversorgung des Displays sowie die des Rasperry Pi's,
der dazu dient sich die Informationen zu beschaffen, habe ich einfach
eine Euro-Steckdosenleiste beschafft und diese in einem Holzrahmen
eingeklebt.
Läuft auch alles soweit so gut.
Nun ist mir während des Betriebs aufgefallen, dass ich zwischen
eigentlichem Spiegelglas und Schuko-Erde ca. 80V AC anliegen habe,
jedoch mit einem wirklich geringen Strom im Mikroamper-Bereich.
Da ich am Spiegel lediglich nur das Monitor-Panel anklebt habe und
diesen dafür noch zusätzlich von der Scheibe isoliert habe, sodass
dieser das Glas nicht wirklich berührt, kann diese 80V AC Spannung
eigentlich nur durch kapazitiven Kopplung hervorgerufen worden..
Zwischen Glas und Panel ist gut 1 - 2mm Luft..
Als Versuch habe ich sogar mal nur eine Schuko-Verängerung angeschlossen
und aufgewickelt auf die Scheibe gelegt..
Ergebnis war, dass ich damit schon 30V AC zwischen Erde und Glas
anliegen hatte..
Nun ist meine eigentliche Frage, ob ich an der Eurosteckdosenleiste
einfach ein Schukokabel anschließen könnte, dessen Erde ich dann einfach
auf das Glas führe, damit diese nervige "Störspannung" über den
Erdkontakt der Steckdose abgeführt werden kann.
Wie man auf den Fotos auch erkennt, habe ich leitfähiges Klebeband dazu
benutzt, um eine Verbindung von der Front des Spiegels zur Rückseite des
Spiegels herstellen zu können, da das Glas auf der Rückseite wie ein
Isolator reagiert, auf der Vorderseite jedoch leitfähig ist, damit ich
dann rückseitig die Erde anschliessen könnte..
Nun ja, nun leider ist das auch Glas, am besten man klebt den Erdkontakt
an das Glas einfach fest, oder?
Mowi schrieb:> Nun ist mir während des Betriebs aufgefallen, dass ich zwischen> eigentlichem Spiegelglas und Schuko-Erde ca. 80V AC anliegen habe,
Schalte Deinem Multimeter einen 1MOhm-Widerstand parallel und
miss nochmal. Wenn Du dann immer noch über 40V hast, könnte
man neu überlegen.
Wenn ich einen 1 Megaohm Widerstand parallel schalte, werden von diese
ca. 75V AC zu 17V AC.
Schalte ich einen 100k Ohm Widerstand dazwischen sind es sogar nur noch
3V AC.
Ich soll diese "nervige Spannung" so lassen wie sie ist?
Ich hätte da jetzt eine Erde angelegt, damit ich diese Spannung abführen
kann und selbst nicht mehr spüre.
Ist halt ein komisches Gefühl, wenn man den Spiegel anpackt und die
Hände vibrieren..
Mowi schrieb:> Ist halt ein komisches Gefühl, wenn man den Spiegel anpackt und die> Hände vibrieren..
Das wird Dir bei vielen Leuchten, die du im Laden kaufst, auch
passieren.
Nunja, die meisten Leuchten dürften doch wohl schutzisoliert sein, oder
ich denke gerade an was anderem..
Aber egal, dass diese Spannung relativ harmlos ist, steht ja nun außer
Frage.
Nur spräche nun jetzt wirklich was dagegen, den Spiegeln zu erden?
Diese Spannung bricht dann ja eh zusammen und der Erde dürfte es doch
sowieso nicht stören?
Harald W. schrieb:> Mowi schrieb:>>> Ist halt ein komisches Gefühl, wenn man den Spiegel anpackt und die>> Hände vibrieren..>> Das wird Dir bei vielen Leuchten, die du im Laden kaufst, auch> passieren.
Das ist ja geradezu kriminell. Wo kaufst du denn so deine Leuchten ein?
Das würde mir einmal passieren, dann würde ich darauf bestehen das Bude
dicht gemacht wird.
Mowi schrieb:> 80V AC anliegen habe,> jedoch mit einem wirklich geringen Strom im Mikroamper-Bereich
Bei einem derartigen Fehler ist es zwingend notwendig, die Amper zu
skillen
. Sonst wird das nichts
Baldrian schrieb:> Das ist ja geradezu kriminell. Wo kaufst du denn so deine Leuchten ein?> Das würde mir einmal passieren, dann würde ich darauf bestehen das Bude> dicht gemacht wird.
Na, dann versuch das mal bei aldi.
Ich kenne das Gekribbel von einigen LED-Leuchten.
Aber erstens ist es noch weit unter der Schadgrenze,
und zweitens fasst man da ja nicht dauernd an.
Billige Steckernetzteile... Das ist bei billigen Schaltnetzteilen, wie
diesen Steckernetzteilen, bauartbedingt. In den Dingern gibt es einen
Kondensator (hoffentlich der Y-Klasse), der die Primär- mit der
Sekundärseite verbindet. Das ist eine billige Methode Störaussendung zu
verkleinern. Dank dieses Kondensators hat man, je nachdem wie herum das
Netzteil eingesteckt ist, einen durchgehenden Wechselstrompfad zwischen
Phase oder Neutralleiter und Netzteilausgang.
Wer möchte kann versuchsweise mal das Netzteil um 180 Grad gedreht in
die Steckdose einstecken und nachmessen ob sich etwas ändert.