Wenn ich auf einer Platine eine durchgängige GND Massefläche auf
Oberseite haben will, wie sage ich der Software, dass es rund um alle
Bauteilbeinchen, die nicht an GND angeschlossen sind, Platz lässt? Also
sowas wie negative Lötpunkte. Ansonsten besteht ja die Gefahr, dass
Bauteilbeinchen das Kupfer berühren.
Üblicherweise haben Entflechtungsprogramme dafür einen Modus, bzw. eine
Erkennung, die Alles, was ein anderes Potential hat, auf Abstand hält.
Eine wie auch immer geartete "Erklärung" würde wohl mehr Aufwand
erfordern, als wenn man es von Hand machen würde.
Die 99€-Frage, die sich außer Dir wohl allen stellt ist: Wovon redest Du
eigentlich?
Es gibt mehr als 100 Programme die in Frage kommen. Allerdings ist die
Noname-Software nicht besonders weit verbreitet;-)
Wenn (bei den üblichen EDA-Systemen) in der Bauteiledefinition ein ganz
normales Pad mit Durchgangsloch definiert wird, wird dieses Pad auf
allen Signallagen so dargestellt. Der Abstand zwischen dem Pad und der
Kupferfläche ergibt sich dann aus dem eingestellten Isolationsabstand.
Bei besseren EDA-Systemen kann man natürlich auch an den ganzen
Parametern herumschrauben (unterschiedliche Padformen und -größen auf
verschiedenen Lagen, usw.), aber das muss man schon "vorsätzlich" tun.
Vielfach wird ein Isolierabstand von ca. 0,2mm eingehalten. Das ist für
viele einfache Layouts ein passabler Wert für den Abstand zwischen
Leiterbahnen oder Leiterbahn und Pad. Für gefüllte Kupferflächen auf den
Außenlagen sollte man jedoch lieber einen größeren Abstand nehmen, z.B.
0,5mm, da ansonsten die Gefahr besteht, beim Löten des Bauteils eine
Lötbrücke zu erzeugen.
Ellen95 schrieb:> Wenn ich auf einer Platine eine durchgängige GND Massefläche auf> Oberseite haben will, wie sage ich der Software, dass es rund um alle> Bauteilbeinchen, die nicht an GND angeschlossen sind, Platz lässt?
Schon wieder so ein Masseflächenfluter ohne zwingenden technischen
Grund?
Sofern keine HF- oder High-Speed-Anforderungen zu erfüllen sind, ist das
nur eine Schicki-Micki-Mode.
> Also> sowas wie negative Lötpunkte. Ansonsten besteht ja die Gefahr, dass> Bauteilbeinchen das Kupfer berühren.
Pads von Bauteilen werden nur dann mit einer Massefläche verbunden
wenn der Netzname in der Netzliste eine Verbindung hat, z.B. GND.
Man kann einer Kupferfläche für gewöhnlich auch andere Netznamen
zuordnen, z.B. Vdd im Powerplane o.a..
Alle anderen Netznamen, die Signale führen, werden nicht an die
Kupferfläche angeschlossen, sondern nur an Leiterbahnen.
Für die Differenz zu Pads (oder Vias) muss es eine Eintragung im DRC
geben, um den Abstand zu verkleinern oder zu vergrößern.
Man sollte sich aber an die Vorgaben der Hersteller halten, sonst
könnte es sein, dass die die Platine evtl. nicht fertigen können.
Cyborg schrieb:> Schon wieder so ein Masseflächenfluter ohne zwingenden technischen> Grund?
Woher willst du Doktor des Durchblicks das denn wissen, Hellseher von
Beruf?
alle anderen danke schön.
Wo ist denn das Problem beim Massefluten? Aus meiner Sicht hat das
erstmal nur Vorteile wie bessere Maseanbindung, man kann da schön Text
drauf schreiben indem man da den Stopplack weglässt, man spart sich also
den Bestückungsdruck, man muss auch weniger wegätzen, die Bauteile
sitzen mechanisch fester auf der Platine, ...
Nachteile mag es geben, aber für einfache Layouts sind die nicht
wichtig, hatte bisher zumindest keine Probleme. Vielleicht war das
früher halt auch einfach aus der Not heraus, dass man da nur Leitungen
gemacht hat und wenig Flächen und jetzt das ist eben keine Mode sondern
Normalität und gut.
Ellen95 schrieb:> Woher willst du Doktor des Durchblicks das denn wissen, Hellseher von> Beruf?
Deswegen ist das ja auch eine Frage und keine konfrontierende
Feststellung. Ne, aber Bedenkenträger und wenn du hier Antworten
willst, würde ich mich an deiner Stelle auch so benehmen.
Gustl B. schrieb:> die Bauteile> sitzen mechanisch fester auf der Platine, ...
Wenn die an der Massefläche angeschlossen sind und dann auch nur
die. Die Bauteile, die nur an Leiterbahnen hängen, haben davon nichts.
Cyborg schrieb:> Wenn die an der Massefläche angeschlossen sind und dann auch nur> die. Die Bauteile, die nur an Leiterbahnen hängen, haben davon nichts.
Ja richtig, aber das ist doch trotzdem ein Vorteil. Für mich als
Anfänger ist es auch recht praktisch wenn man an vielen Stellen an
Spannungen und Masse kommt um Designfehler einfach flicken zu können.
Also her mit den Nachteilen, sonst bleibe ich sehr gerne bei dieser
Modeerscheinung die man sogar oft bei Profis findet.
Ellen95 schrieb:> Woher willst du Doktor des Durchblicks
Laß mal gut sein.
Diese Sache ist längst geklärt: Masseflächen - und zwar möglichst gut
durchgängige - sind Stand der Dinge, denn sie haben Vorteile, denen man
sich nicht verschließen sollte. Eigentlich wissen das alle heutigen
Layouter.
Sowas war früher durchaus nicht der Fall, aber damals wurden Layouts
auch noch von Hand mit Tusche oder Abreibesymbolen auf Karton gemacht,
für THT-Bauteile, oftmals einseitig und mit Lötbrücken. Siehe die
Leiterplatten in Radios und Fernsehern von vor 30 Jahren. Die Zeiten
sind vorbei.
W.S.
Das ist keine Modeerscheinung.
Vorteile: Gleichmäßigere Kupferverteilung (Platinen könnten sich im Ofen
verbiegen wenn unsym.), weniger Kupfer muss weggeätzt werden,
mechanische Stabilität, bessere Wäremeableitung, ggf. leicht
abschirmende Wirkung, bei HF Platinen geht es oft gar nicht anders -
siehe Koplanarleitungen auf allen drei von Gustl gezeigten Beispielen,
...
Gustl B. schrieb:> Aber eben> auch von Profis erstellte Hardware die geflutet
Wobei bei der Fritzbox auf den zweiten Blick zu sehen ist, dass die
Leute wussten, was sie tun, und nicht einfach hirnlos alles fluten wie
es hier immer wieder gezeigt wird. Z.B. sind die Ein/Ausgänge NICHT
geflutet.
Demnächst kommt hier sicher jemand und zeigt mit Stolz sein Layout, bei
dem der 230V-Teil komplett geflutet ist.
Ausserdem wird generell überhaupt nicht daran gedacht, dass die
entstehenden Cu-Flächen auch mit GND verbunden sein sollten, Hauptsache,
alles ist zu. Das weiss schon jeder Profi besser, bloss sieht man das
nicht auf den ersten Blick.
Georg
Cyborg schrieb:> wenn du hier Antworten> willst, würde ich mich an deiner Stelle auch so benehmen.
Ach so läuft das bei dir. Zuhause villeicht, ich bin aber nicht deine
Frau. Auf deine Antworten verzichte ich liebend gern, reagiere dich
anderswo ab.
W.S. schrieb:> Laß mal gut sein.
Ja, hast recht. So ein Macho Gekröle regt mich aber auf. Außerdem war
das gar nicht meine Frage, manche Kerle können es einfach nicht lassen,
im Kaffesatz zu lesen, statt eine einfache Frage zu beantworten.
Bitte zurück zum Thema. Es geht nicht um den Sinn von Masseflächen,
sondern um die Konfiguration der Software (
Beitrag "Durchgängige Massefläche auf Oberseite" ). Im speziellen
darum, wie man der Software sagt, dass sie (im oberen Layer) um die
Lötpunkte etwas Kupfer wegnimmt. Vielleicht kann das die Software auch
gar nicht. Ich verwende Sprint-Layout 6.0.
Das geht mit Sprint 6 doch ganz leicht. Unten ist ein Symbol, mit dem du
jede einzelne Lage Fluten kannst. Den Abstand kannst Du auch gleich
einstellen (typ. 0.4). Wenn Du einzelne (SMD)Pads mit der Massefläche
verbinden willst, das Bauteil Auflösen, Gruppierung auflösen und das
einzelne Pad markieren. Dann den Abstand dieses Pads auf 0 einstellen.
Benötige das bei Schaltreglerlayouts recht häufig. Bis 4 Lagen für auf
die Schnelle ist das Program nicht schlecht. Zur besseren
Übersichtlichkeit beschrifte ich mir jedes IC Beinchen mit
Funktionsnamen. Das macht das Layout einfacher, wenn man die Funktion
jedes Netzknotens im Layout sofort sieht.
Ellen95 schrieb:> Ich verwende Sprint-Layout 6.0
Nun genau DAMIT kann ich nicht helfen, da ich Eagle verwende. Aber
normalerweise geht das alles so, daß man Kupferflächen durch ein Polygon
macht, dessen Außenkonturen man so gestalten kann wie man will - man muß
diesem Polygon dann nur noch den Signalnamen zuweisen, den man haben
will.
Als nächstes gibt es einen Layer, der etwa so ähnlich wie "TRestrict"
oder "BRestrict" heißt. Alles was dort drin gezeichnet ist, führt dazu,
daß die betreffende Fläche beim Fluten ausgespart wird.
Bei den BE-Anschlüssen ist da bereits ab Library eine passende Fläche
enthalten, so daß BE-Anschlüsse generell freigehalten werden - es sei
denn, deren Signal stimmt mit dem der Cu-Fläche überein.
W.S.
Christian K. schrieb:> Das geht mit Sprint 6 doch ganz leicht.
Das Symbol ist die Automasse. Diese führt zu einer Automasse *um die
Lötaugen und Leiterbahnen* auf demselben Layer. Was ich brauche - sie
meine Frage - ist eine Fläche auf der anderen Seite, die um die
Bohrungen zur Vermeidung von Kurzschlüssen durch die Bauteilbeinchen
etwas Kupfer wegnimmt, aber ansonsten geschlossen ist. So wie eine
Fläche eben geschlossen ist.
Apropos Bauteilbeinchen : Es geht nicht um SMD (bei SMD gibts keine
Bohrungen). Villeicht drücke ich mich aber undeutlich aus, dann fragt
bitte.
Georg schrieb:> Wobei bei der Fritzbox auf den zweiten Blick zu sehen ist, dass die> Leute wussten, was sie tun, und nicht einfach hirnlos alles fluten wie> es hier immer wieder gezeigt wird. Z.B. sind die Ein/Ausgänge NICHT> geflutet.
Na klar! Das waren schon Profis, aber manche Teile haben die eben auch
geflutet. Ich flute auch nicht immer alles.
Cyborg schrieb im Beitrag #5054099:
> Wenn du frech oder zu fordernd wirst, werden die Antworten> ausbleiben und zwar ohne das du das merkst.
Leider Nein, denn egal welche Frage, Du antwortest immer.
Cyborg schrieb im Beitrag #5054099:
> Also, verbessere mal deine> Umgangsformen oder suche dir ein anderes Forum.
Passt schon so, er soll schön hier bleiben.
Die andere "Seite" ist K2. Einfach einen Punkt unter dem grünen K2
klicken, damit "schaltest" du auf die Rückseite der Platine. Die Angaben
in den Feldern für Automasse und den Abständen gelten nun für den mit
dem Punkt angezeigten Layer. K1 Oberseite, K2 Rückseite, bei aktiviertem
Multilayer I1 Inneres Layer 1, I2 Inneres Layer 2.
Da meinst die Kupferfläche am "Bohrloch" anschließen. Richtige Seite mit
schwarzem Punkt auswählen. "Bohrloch" ist das gleiche wie eine
Durchkontaktierung (neudeutsch Via) anwählen und bei der Automasse
Freistellungsdistanz 0 eintragen. Dann ist die Durchkontaktierung in der
Fläche angeschlossen. Ist ja nichts anderes wie ein GND-Via. Einzeln
geht das natürlich auch mit Leiterbahnen oder Flächen, die Du auf
Freistellungsdistanz 0 einstellst.
Christian K. schrieb:> Dann den Abstand dieses Pads auf 0 einstellen.> Benötige das bei Schaltreglerlayouts recht häufigChristian K. schrieb:> die Du auf> Freistellungsdistanz 0 einstellst.
Erstens missachtet das den Schaltplan (sonst wäre die Verbindung ja
schon da), und zweitens erzeugt das keine Thermofallen. Das ist das
Gegenteil einer Profilösung, da kann man auch gleich mit Edding malen.
Georg
Georg schrieb:> Christian K. schrieb:>> Dann den Abstand dieses Pads auf 0 einstellen.>> Benötige das bei Schaltreglerlayouts recht häufig>> Christian K. schrieb:>> die Du auf>> Freistellungsdistanz 0 einstellst.>> Erstens missachtet das den Schaltplan (sonst wäre die Verbindung ja> schon da), und zweitens erzeugt das keine Thermofallen. Das ist das> Gegenteil einer Profilösung, da kann man auch gleich mit Edding malen.>> Georg
Ja Prima, es gibt schaltungstechnische Notwendigkeiten, da sind
Thermofallen von Übel, den sie erhôhen nicht nur den thermischen
Widerstand, sondern auch die Induktivität. Der einzige Grund für
Thermofallen ist die Vermeidung von Tumbstones. Wenn du beide
Bauelementeseiten auch ohne Thermofallen im IR gleichmäßig erwärmt
bekommst, sind sie überflüssig. Da der TE kein SMD macht, eh
überflüssig.
Entschuldige das ich darauf so reagiere aber genau solche
"Profilayouter" produzieren dann 6 stellige Qualitätsprobleme weil
unreflektierte Lötdesignvorschriften vor Funktionsicherheit gestellt
wird.
Bei SPRINT gibts keine Automatische Schaltplananbindung daher kann man
auch nichts verletzen.
Christian K. schrieb:> Bei SPRINT gibts keine Automatische Schaltplananbindung
Also doch bloss ein Malprogramm. Da muss man wohl so murksen.
In einer ernshaften Entwicklungsabteilung ist die undokumentierte
Verbindungsherstellung durch gezielte Änderung von DRC-Regeln ein
absolutes NoGo. Und deine Hetze gegen Thermofallen geht sowieso völlig
an der Sache vorbei - ob der GND-anschluss durch eine Thermofalle
erfolgt oder durch eine Bohrung in der Massefläche kann man natürlich
einstellen, jedenfalls bei einem ernstzunehmenden Layoutprogramm.
Christian K. schrieb:> genau solche> "Profilayouter" produzieren dann 6 stellige Qualitätsprobleme
Mit Beleidigungen beweist du nicht deine Qualifikation. Ist aber nicht
mein Problem, du kannst ja zusammenmalen was du willst.
Georg
Ein weiteres Problem, das DRC und Netzlistencheck "ernstzunehmender"
Layoutprogramme erzeugen, ist das Zusammenführen getrennter Massen. Wie
z.B. Analog und Digital GND an bestimmten Stellen. Da werden dann dünne
Leitungsstücke als Bauelemente erzeugt, um den Netzlistencheck zufrieden
zu stellen. Im Layout findet man dann dieses dünne Leitungsstück mit
seiner hohen Induktivität, statt einer massiven Verbindung z.b. unter
dem A/D Wandler. Drübermalen geht ja nicht...
Das vorher beschriebene Problem mit den Thermofallen hatte ich vor ein
paar Wochen bei einem Weltmarktführer. Wenn Du dich beleidigt fühlst so
tut mir das leid. Der Murks hat mich einige Tage Arbeitszeit gekostet.
Cyborg schrieb im Beitrag #5054522:
> ich arbeite HIER und kann die Themen> verbrennen und die Leute, die Mir Wiederworte geben.
Du verbrennst Menschen? Geht's noch? Wird wohl mal Zeit für eine
Anzeige.
Cyborg schrieb im Beitrag #5054529:
> Vielleicht mal einen Rechsschreibkurs besuchen dann kann man auch lesen> was du meinst
Irgendwas mit Glashaus und Steinen.