Hi,
ich habe eine µC-Elektronik in einem Gehäuse, die nur etwas Restlicht
abbekommt. Und dieses Restlicht soll zur Erkennung von Tag und Nacht
dienen. Also habe ich einfach mal mit ein paar Fototransistoren und
unterschiedlichen Widerständen experimentiert. Mit einem PT12-21B/TR8
und einem 1 Meg Widerstand in Reihe habe ich ganz brauchbare Ergebnisse
erzielt. Der Spannungshub zwischen beiden ist ganz gut messbar, auch
wenn nur wenig Licht vorhanden ist. Aber in meinem Fall reicht es leider
nicht ganz, das Licht ist doch noch etwas zu schwach.
Ich denke mal, dass ein OPV das Problem lösen könnte. Das wäre aber eine
schwierige Änderung vom Layout. Außerdem möchte ich ungern mehr Bauteile
verbauen, als nötig. Weiß jemand einen besseren Rat? Gibt es für diese
Anwendung eine empfindlichere Fotodiode, Fototransistor, ...?
Einfach mit einem Gatter aus einem 4093, einem Kondensator
und einem Fotowiderstand einen kleinen Generator bauen. *)
Von ganz "dunkel" bis ganz "hell" sollte sich die erzeugte
Frequenz um mehrere Dekaden unterscheiden.
Wenn es in der Hauptsache um die Unterscheidung von Dunkel
geht, bietet sich ein Wert von vielleicht 1 nF an.
Wenn es heller wird, besteht aber EMV-Gefahr.
*) Die Schaltung kann der geneigte Leser sicher ohne weiteres
Zutun selber zeichnen.
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag
#5065463:
> Wenn es heller wird, besteht aber EMV-Gefahr.
Was soll an elektromagnetischer Verträglichkeit gefährlich sein?
Bernd schrieb:> dieses Restlicht soll zur Erkennung von Tag und Nacht> dienen
Das ist ein von vornherein falscher Ansatz. Natürlich kann man
Sternenlicht in einer Neumondnacht detektieren, aber der Aufwand ist
viel zu hoch, dagegen gibt es zahllose Möglichkeiten, einem Sensor mehr
Licht zuzuführen, z.B. durch eine Bohrung im Gehäuse, wie das jeder
vernünftige Ingenieur macht.
Georg
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag
#5065465:
>> Mein Fotoapparat von 1980 funktioniert noch prima.>> Die Selenzelle in meinem Fotoapparat von 1960 noch viel besser.
Und damit macht ihr Aufnahmen im Mondlicht? Toll was damals schon alles
möglich war.
Georg
Georg schrieb:> z.B. durch eine Bohrung im Gehäuse, wie das jeder> vernünftige Ingenieur macht.
Kein vernünfiger Ing macht solche Vorschläge ohne deutlich mehr Details
des Problems zu kennen.
Was nützt das Loch wenns dann reinregnet?
Was nützt das Loch wenn das Gehäuse in einem dunklen Keller oder Stollen
ist?
...
Hallo,
so wie die "Solarlampen", nimm einfach eine kleine Solarzelle (notfalls
so eine 99ct Lampe schlachten). Schöne große Fläche und deutliche
Spannungsänderungen.
LG Willi
Der Andere schrieb:> Was nützt das Loch wenns dann reinregnet?
Angeblich kann man sowas abdichten. Aber dazu muss man wohl
Abdicht-Ingenieur sein.
Der Andere schrieb:> Was nützt das Loch wenn das Gehäuse in einem dunklen Keller oder Stollen> ist?
Eine Tag/Nacht-Erkennung für Keller oder Stollen? Dümmer gehts wohl
nicht?
Georg
>> Was ist eigentlich "Restlicht"?> Wie Restalkohol: das, was von gestern abend noch übrig ist ;)
Danach klingt das Wort für mich auch, aber gemeint ist sicher etwas
anderes. Nur was?
Georg schrieb:> Eine Tag/Nacht-Erkennung für Keller oder Stollen? Dümmer gehts wohl> nicht?
Doch! In dem geschlossenen Gehäuse.
Man kann auch Licht in einem Sack dorthin tragen.
Aus welcher Stadt waren doch gleich die Kollegen?
Die einfachste Lösung wäre ein Funk-Dämmerungsschalter.
Danke für die ganzen Beiträge, das war schon sehr hilfreich.
Ich habe dummerweise vergessen zu erwähnen, dass nur SMD Bauteile in
Frage kommen. Die bedrahteten Vorschläge fallen also weg. Sorry dafür,
ich weiß wie blöd es ist, wenn nicht alle relevanten Infos vorliegen.
U. M. schrieb:>> Bernd schrieb:>> ich habe eine µC-Elektronik in einem Gehäuse, die nur etwas Restlicht>> abbekommt.> Warum ist das so? Kann man den Lichtsensor nicht an geeigneter Stelle> montieren?
Ist leider nicht möglich. Selbst an der hellsten möglichen Stelle ist es
bereits sehr dunkel.
U. M. schrieb:> Wenn man wenig Licht hat, ist es von Vorteil, wenn die aktive Fläche> möglichst groß ist. Man kann evtl. auch noch eine Sammellinse davor> setzen.
Leider as konstruktiven Gründen auch nicht möglich.
U. M. schrieb:> Ein sehr gutes Preis-Leitungsverhältnis hat z.B. die BPW34.> http://www.vishay.com/docs/81521/bpw34.pdf
Gutes Preis-Leistungsverhältnis klingt gut, aber leider bedrahtet.
U. M. schrieb:> Eine einfache Dimmerschaltung findest du z.B. hier:> http://uwiatwerweisswas.schmusekaters.net/Uwi/ELEKTRONIK/Opto_Laser/LED-Aussenlicht_Dimmer_Sch.pdf> -> oben im Kasten "Dimmer"> Ob diese Schaltung für seinen Zweck ausreichend ist, weiß ich nicht.> Wenn nicht, kann man die Empfindlichkeit mit einem OPV natürlich noch> deutlich steigern.> -> Transimpedanzverstärker> https://de.wikipedia.org/wiki/Transimpedanzverst%C3%A4rker
Danke für die Links. Der OPV wäre der Notfallplan. Ich bin bei der
Dimmerschaltung etwas verwundert, dass über als auch unter der Fotodiode
ein Widerstand sitzt.
Patrick J. schrieb:> Wenn da doch ein µC drin steckt - warum Dem nicht einfach andere> Schaltschwellen geben?
Die Schaltschwelle wird bereits dynamisch gesetzt, abhängig von
bisherigen Werten. Nur ist der Ausschlag kaum höher, als die Streuung.
A. K. schrieb:> Auch schon einen Fotowiderstand (LDR) ausprobiert? Die Dinger sind> ziemlich empfindlich und leicht auszuwerten.
Auch einen Versuch Wert. 10 Jahre soll das ganze schon funktionieren,
aber das sollte ja gehen.
(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag
#5065463:
> Einfach mit einem Gatter aus einem 4093, einem Kondensator> und einem Fotowiderstand einen kleinen Generator bauen. *)
Auch ein netter Vorschlag, durch zusätzliche Bauteile aber nicht die
Vorzugslösung.
Georg schrieb:> Das ist ein von vornherein falscher Ansatz. Natürlich kann man> Sternenlicht in einer Neumondnacht detektieren, aber der Aufwand ist> viel zu hoch, dagegen gibt es zahllose Möglichkeiten, einem Sensor mehr> Licht zuzuführen, z.B. durch eine Bohrung im Gehäuse, wie das jeder> vernünftige Ingenieur macht.
Ein vernünftiger Designer würde da aber widersprechen. ;p Außerdem ist
das Gehäuse dann nicht mehr Wasserdicht. Ein Lichtleiter könnte das Loch
zwar Stopfen, sähe aber auch nicht gut aus.
Jan A. schrieb:> Vielleicht hilft das weiter ...>> http://www.elektronik-labor.de/AVR/Licht1.html
Das ist ein super Ansatz! Das werde ich mal testen. Danke!
Willi schrieb:> so wie die "Solarlampen", nimm einfach eine kleine Solarzelle (notfalls> so eine 99ct Lampe schlachten). Schöne große Fläche und deutliche> Spannungsänderungen.
Sowas findet sich wohl eher nicht als SMD Bauteil und es wäre auch etwas
zu groß.
Chr. M. schrieb:> Hier noch ein Vorschlag:> https://de.wikipedia.org/wiki/Avalanche-Photodiode
Davon habe ich ja noch nie gehört. Werde ich mir mal genauer ansehen.
Holger L. schrieb:> Ist außen am Gehäuse eventuell eine Led angebracht, die könnte man für> eine Tag\Nacht Erkennung mißbrauchen?LEDs sind vorhanden, aber sie leuchten durch eine dünne Stelle des
Gehäuses durch. Somit werden sie kaum genug licht abbekommen, um
irgendetwas zu messen.
Nochmal vielen Dank für die ganzen Beiträge. Jetzt habe ich genug Input,
um das Problem irgendwie zu lösen.
Hi
Danke Dir für Dein Feedback, wenn gleich der Grund Deiner Anfrage wohl
weiterhin geheim gehalten werden muß.
Sag Bescheid, wenn Du zu einer Lösung gekommen bist - vll. lichtet sich
dann Der Schatten über diesem, Deinem, Mysterium :)
MfG
Hallo,
> Bernd schrieb:> Danke für die ganzen Beiträge, das war schon sehr hilfreich.> U. M. schrieb:>> Ein sehr gutes Preis-Leitungsverhältnis hat z.B. die BPW34.>> http://www.vishay.com/docs/81521/bpw34.pdf> Gutes Preis-Leistungsverhältnis klingt gut, aber leider bedrahtet.
Gibt es auch als SMD-Variante
https://www.osram-os.com/osram_os/en/products/product-catalog/infrared-emitters%2C-detectors-andsensors/silicon-photodetectors/photodiodes/smt-pin-photodiodes/bpw-34-s%2C-bpw-34-sr/index.jsp> Danke für die Links. Der OPV wäre der Notfallplan. Ich bin bei der> Dimmerschaltung etwas verwundert, dass über als auch unter der Fotodiode> ein Widerstand sitzt.
Ist nicht nötig, statt dessen kann man den Widerstand unten am Gate
größer und damit die Schaltung noch empfindlicher machen.
Zu beachten ist der Einsatztemperaturbereich. Bei hohen Temp. ist mit
einem entsprechend höherem Leckstrom zu rechnen. Man kann den
Reihenwiderstand also nicht unendlich vergrößern.
> Ein vernünftiger Designer würde da aber widersprechen. ;p Außerdem ist> das Gehäuse dann nicht mehr Wasserdicht. Ein Lichtleiter könnte das Loch> zwar Stopfen, sähe aber auch nicht gut aus.
Naja, normalerweise heißt es: "Design follows function"
Nur haben mache Designer reinweg keine Ahnung von Technik.
Wir wissen ja nicht, worum es dabei konkret geht, aber ein kleines
Sichtfenster in ein Gehäuse zu intergrieren, dafür gibt es sicher
Lösungen, evtl. sogar als außergewöhnliches Designmerkmal?
> Chr. M. schrieb:>> Hier noch ein Vorschlag:>> https://de.wikipedia.org/wiki/Avalanche-Photodiode> Davon habe ich ja noch nie gehört. Werde ich mir mal genauer ansehen.
Ist für den einfachen Zweck einer statischen Lichtmessung wohl heftig
übertrieben. Für superschnelle Anwendungen z.B. bei der Messung von
Lichtlaufzeiten im fs-Bereich allerdings das Mittel der Wahl.
Die Auswertung von Averlanche-Dioden erfordert wohl erheblich mehr
Schaltungsaufwand, als du haben willst.
> Holger L. schrieb:>> Ist außen am Gehäuse eventuell eine Led angebracht, die könnte man für>> eine Tag\Nacht Erkennung mißbrauchen?> LEDs sind vorhanden, aber sie leuchten durch eine dünne Stelle des> Gehäuses durch. Somit werden sie kaum genug licht abbekommen, um> irgendetwas zu messen.
Also wenn das Gehäuse nach außen genug Licht durchläßt, so dass man LED
noch gut erkennen kann, dann geht es anders herum auch.
Gruß Öletronika
Bernd schrieb:> soll zur Erkennung von Tag und Nacht> dienen.
Hast Du schon einmal an eine Uhr gedacht, evtl. mit
Datum und Berechnung von Sonnenauf- und -untergang?
Man soll ja auch "out of the box" denken... :-)
Bernd schrieb:> das Licht ist doch noch etwas zu schwach.> Ich denke mal, dass ein OPV das Problem lösen könnte.
Du bist auf dem Holzweg!
Es gibt einfachere Wege ein Thermometer zu bauen.
Nehme einen integrierten Umgebungslichtsensor wie z.B. einen aus der
OPT3000 Serie von TI
http://www.ti.com/lsds/ti_de/sensing-products/optical-sensors/light-sensors-products.page
Die haben meist zwei Sensoren mit hochauflösenden ADC, welcher bei
Umgebungslichtdetektion auch bitter nötig ist. Gerade bei eintretender
Dunkelheit kann jedes zusätzliche Bit schon eine Menge ausmachen.
Nach meiner Erfahrung kann man mit einem Standard-LDR (und notfalls auch
zusätzlicher OPV Beschaltung) nur die Standardfälle abdecken. Natürlich
kann man da Entwicklungsaufwand reinstecken und nachher ein paar Cent
sparen, vorausgesetzt die Stückzahl ist hoch genug oder man hat als
Bastler eine individuelle Lösung.