Brandrisiko bei fehlerhaften Bauteilen

Gast #5064659
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Hallo.

Elektronik geht bekanntlich ab und zu kaputt. Manchmal knallts und 
rauchts auch. Je mehr Leistung vorhanden ist, desto höher ist das 
Zerstörungspotential, wenn die vorhandene Leistung punktuell in Wärme 
umgesetzt wird.

Nun ist aber die meiste Elektronik in Kunststoffgehäusen verpackt und 
auch wenn die FR4 Platinen selbstverlöschend sind (zumindest sobald die 
Ursache der drastischen Temperaturerhöhung verschwunden ist), gibt es in 
elektronischen Geräten genügend andere Teile, die brennbar sind. Kleber, 
Kunststoffverbinder, das bereits erwähne Gehäuse, etc.

Welches magische Bauteil verwenden die Profis, damit im Falle eines 
Bauteilversagens nicht gleich die ganze Bude abbrennt?
Gast #5064689
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Temeperaturfühler analog/digital

Sicherungen schützen nur vor Leitungsüberlastung/Kurzschluss aber nicht 
wenn eine Bauteil Übertemp, ausser es verursacht nen Kurzschluss.

Ich glaube da müsste man aktiv was machen siehe Punkt 1
Gast #5064699
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Timmy schrieb:
> Welches magische Bauteil verwenden die Profis, damit im Falle eines
> Bauteilversagens nicht gleich die ganze Bude abbrennt?

Hoffentlich hochwertige Bauteile, und nicht etwa deren chinesische 
Nichtqualitätsnachbauten, bei denen die Angaben aus dem Datenblatt 
wirklich zutreffend sind.
Kleber, Kabelbinder, Gehäuse... gibts übrigens auch in 
"selbstverlöschend". Kann im Falle eines Fehlers helfen sehr viel Geld 
zu sparen. Als Deluxe-Version gibt es sogar Metallgehäuse mit 
Kabelverschraubungen aus Metall.

Timmy schrieb:
> Eine Sicherung alleine hilft ja nicht, da ich bereits mit 1-3W und
> dem
> richtigen Widerstand ohne Probleme 500 Grad erzeugen kann.

...weshalb es Widerstände mit eingebauter Lötsicherung gibt. Oder eine 
(ggf. nicht rücksetzbare) Übertemperatursicherung im Gehäuse an der 
kritischsten Stelle. 100%-Sicherheit kann einem das aber nicht liefern. 
Wenn es wirklich kritisch ist, muss man die Elektronik in einem dichten 
Metallgehäuse in flüssigem Halon versenken und Druck im Gehäuse 
überwachen.
#5064725
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Timmy schrieb:
> Welches magische Bauteil verwenden die Profis, damit im Falle eines
> Bauteilversagens nicht gleich die ganze Bude abbrennt?

Keines. Wenn es LR geprüft ist (alle Netzspannung führenden Teile tragen 
das LR Zeichen inklusive der Platine), reicht das den meisten.

Elektrische Geräte sind zu über 50% an Bränden in Privatwohnungen 
verantwortlich.

Trotzdem haben in Deutschland gebaute Geräte mit Trafos nicht mal 
Temperatursicherungen im Trafo, die ist den Herstellern zu teuer.

In den wenigsten Fällen scheint das die Hersteller zu interessieren, 
eine Ausnahme waren Geschirrspüler von BSH mit Millionen von 
Nachrüstungen.
#5064988
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Damit die Bude nicht abbrennt?
Das magische Teil heißt Feuerlöscher. Ist in Betrieben vorgeschrieben 
und Daheim auch sinnvoll.

Ansonsten:
-UL konforme Teile
-Schmelzsicherung
-Polyfuse
-Bei High Power FETs und Netspannung führenden Teilen keine 
Kunststoffgehäuse.
... alles keine geheime Magie....

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