Forum: Offtopic Brandrisiko bei fehlerhaften Bauteilen


von Timmy (Gast)


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Hallo.

Elektronik geht bekanntlich ab und zu kaputt. Manchmal knallts und 
rauchts auch. Je mehr Leistung vorhanden ist, desto höher ist das 
Zerstörungspotential, wenn die vorhandene Leistung punktuell in Wärme 
umgesetzt wird.

Nun ist aber die meiste Elektronik in Kunststoffgehäusen verpackt und 
auch wenn die FR4 Platinen selbstverlöschend sind (zumindest sobald die 
Ursache der drastischen Temperaturerhöhung verschwunden ist), gibt es in 
elektronischen Geräten genügend andere Teile, die brennbar sind. Kleber, 
Kunststoffverbinder, das bereits erwähne Gehäuse, etc.

Welches magische Bauteil verwenden die Profis, damit im Falle eines 
Bauteilversagens nicht gleich die ganze Bude abbrennt?

von Timmy (Gast)


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Eine Sicherung alleine hilft ja nicht, da ich bereits mit 1-3W und dem 
richtigen Widerstand ohne Probleme 500 Grad erzeugen kann.

von *.* (Gast)


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Die 500 Grad dürfen halt nicht so lange erzeugt werden, dass sich etwas 
Brennbares in der Nähe kritisch aufwärmt. Da helfen Sicherungen schon 
sehr gut.

von chris (Gast)


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Temeperaturfühler analog/digital

Sicherungen schützen nur vor Leitungsüberlastung/Kurzschluss aber nicht 
wenn eine Bauteil Übertemp, ausser es verursacht nen Kurzschluss.

Ich glaube da müsste man aktiv was machen siehe Punkt 1

von Schreiber (Gast)


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Timmy schrieb:
> Welches magische Bauteil verwenden die Profis, damit im Falle eines
> Bauteilversagens nicht gleich die ganze Bude abbrennt?

Hoffentlich hochwertige Bauteile, und nicht etwa deren chinesische 
Nichtqualitätsnachbauten, bei denen die Angaben aus dem Datenblatt 
wirklich zutreffend sind.
Kleber, Kabelbinder, Gehäuse... gibts übrigens auch in 
"selbstverlöschend". Kann im Falle eines Fehlers helfen sehr viel Geld 
zu sparen. Als Deluxe-Version gibt es sogar Metallgehäuse mit 
Kabelverschraubungen aus Metall.

Timmy schrieb:
> Eine Sicherung alleine hilft ja nicht, da ich bereits mit 1-3W und
> dem
> richtigen Widerstand ohne Probleme 500 Grad erzeugen kann.

...weshalb es Widerstände mit eingebauter Lötsicherung gibt. Oder eine 
(ggf. nicht rücksetzbare) Übertemperatursicherung im Gehäuse an der 
kritischsten Stelle. 100%-Sicherheit kann einem das aber nicht liefern. 
Wenn es wirklich kritisch ist, muss man die Elektronik in einem dichten 
Metallgehäuse in flüssigem Halon versenken und Druck im Gehäuse 
überwachen.

von Michael B. (laberkopp)


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Timmy schrieb:
> Welches magische Bauteil verwenden die Profis, damit im Falle eines
> Bauteilversagens nicht gleich die ganze Bude abbrennt?

Keines. Wenn es LR geprüft ist (alle Netzspannung führenden Teile tragen 
das LR Zeichen inklusive der Platine), reicht das den meisten.

Elektrische Geräte sind zu über 50% an Bränden in Privatwohnungen 
verantwortlich.

Trotzdem haben in Deutschland gebaute Geräte mit Trafos nicht mal 
Temperatursicherungen im Trafo, die ist den Herstellern zu teuer.

In den wenigsten Fällen scheint das die Hersteller zu interessieren, 
eine Ausnahme waren Geschirrspüler von BSH mit Millionen von 
Nachrüstungen.

von Arsch G. (arschgwaf)


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Damit die Bude nicht abbrennt?
Das magische Teil heißt Feuerlöscher. Ist in Betrieben vorgeschrieben 
und Daheim auch sinnvoll.

Ansonsten:
-UL konforme Teile
-Schmelzsicherung
-Polyfuse
-Bei High Power FETs und Netspannung führenden Teilen keine 
Kunststoffgehäuse.
... alles keine geheime Magie....

von Harald W. (wilhelms)


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Timmy schrieb:

> Welches magische Bauteil verwenden die Profis, damit im Falle eines
> Bauteilversagens nicht gleich die ganze Bude abbrennt?

Z.B. Temperatursicherungen. Umgekehrt geht es eher darum, das man
gewisse Bauteile vermeidet, weil man weiss, das sie zu Überhitzung
neigen, wie z.B. VDRs.

von H-G S. (haenschen)


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Leider fehlt Aufklärung/Schulung der Verbraucher.

Da wird einfach mal ein Gerät unter das Kissen oder so gelegt, oder 
Netzkabel werden auf dem Fussboden zertrampelt. Die Dummheit treibt da 
viele Blüten.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Harald W. schrieb:
> Umgekehrt geht es eher darum, das man
> gewisse Bauteile vermeidet, weil man weiss, das sie zu Überhitzung
> neigen, wie z.B. VDRs.

Wenns ohne nicht geht, sieht man um Sicherungswiderstände und VDR öfter 
mal Schrumpfschlauch.

von Harald W. (wilhelms)


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Matthias S. schrieb:

> Wenns ohne nicht geht, sieht man um Sicherungswiderstände und VDR öfter
> mal Schrumpfschlauch.

Und der soll Brände verhinden?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Harald W. schrieb:
> Und der soll Brände verhinden?

Was das genau machen soll, musst du die Konstrukteure fragen. Ich 
vermute, das es wenigstens verhindern soll, das glühende Stückchen 
herumfliegen.

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