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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Kunde wirft die fertige Arbeit weg.


Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Meine Mitarbeiter verstehen die Welt nicht mehr.

Im Schweiße ihres Angesichts (wörtlich nehmen) haben sie ein
1,2 Tonnen schweres Treppengeländer montiert.
Sieht super aus, passt perfekt. Nun hat sich der Bauherr(Kunde),
über Nacht entschieden, die Treppe abzureißen und in geänderter Form
neu zu bauen. Das Geländer darf auf den Müll.

Wir kriegen das bezahlt.
Das was wir gemacht haben, auch jede Änderung.
Aber meinen MA fehlt jedes Verständniss und die Motivation hat
einen großen Knick bekommen.

Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Grüße Bernd

Autor: Mitfühler (Gast)
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Der Kunde hat so viel Geld, dass er die Arbeit nicht wertschätzen 
braucht. In der heutigen Gesellschaft habe ich das schön öfter erlebt.

Autor: DerKunde (Gast)
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Natürlich ist es nicht schön, wenn die ideelle Arbeit und das geistige 
Eigentum auf den Müllhaufen landet.

Das ist ein Tiefschlag, aber leider gefällt nicht allen alles und jeder 
hat ein Recht darauf, sein Eigentum wegzuwerfen. Ohne Sentimentalität, 
Empathie und Mitleid.

Euer Treppengeländer ist nun mal in sein Eigentum übergegangen und er 
hat alle Rechte daran, also müsst ihr wohl damit leben und wohl auch 
etwas mehr den Glauben an die Menschheit verlieren.

Autor: Cerberus (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Einen auf die erfolgreiche Arbeit heben gehen. Was der
bescheuerte Kunde macht, kann einem doch egal sein,
solange der Schotter stimmt. Ist halt eine Wegwerfgesellschaft.
Hat ihm wohl nicht gefallen. Muss er besser planen.
Idioten gibts überall. Hab auch schon Arbeiten für die
Tonne gemacht.

Autor: Carl D. (jcw2)
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Ja Bernd, falsche Branche. Wo ich arbeite ist man an sowas gewöhnt.
Und als kleines Rätsel: ich bin mir sicher, daß Kollegen von auch bei 
dir im Ort wohnen.

Autor: Magnus M. (magnetus) Benutzerseite
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Bernd F. schrieb:
> Das Geländer darf auf den Müll.
(...)
> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Geländer einsacken und ein eigenes Haus drum herum zimmern? Damit hätte 
man sich schon mal die Kosten für das Treppengeländer gespart :-/

Autor: Johannes O. (jojo_2)
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Schade das zu hören. Es geht um das Treppengeländer, über das hier 
öfters mal im Forum zu lesen war, oder?


Bernd F. schrieb:
> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Warum Tiefschlag? Es kommt hier auf die Sichtweise an. Ihr habt nix 
falsch gemacht, eure Arbeit war ja wohl perfekt!
Außerdem solltest du versuchen, auch das Positive zu sehen: Bei solchen 
Projekten lernt man doch auch immer viel selbst dazu. Das Produkt ist 
vielleicht auf dem Müll gelandet, aber die Erfahrung könnt ihr behalten.


Bernd F. schrieb:
> Aber meinen MA fehlt jedes Verständniss und die Motivation hat
> einen großen Knick bekommen.

Du könntest deinen Mitarbeitern die Wertschätzung zeigen, die der Kunde 
wohl vermissen lässt. Macht irgendwas zusammen. Nen Abend, nen Tag, was 
auch immer. Zur Not tuts auch ein kleiner finanzieller Bonus, in der 
Richtung von: komplexes Projekt erfolgreich abgeschlossen, Kunde war das 
Problem aber eure Arbeit war außerordentlich.

Autor: Sebastian S. (amateur)
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Es klingt für den nicht betroffenen recht einfach, aber: "Wer die Musik 
bezahlt, der die Musik bestimmt".
Vor allem, wenn die Musik im Anschluss tatsächlich gelöhnt wird.
Ist aber so.

Autor: Pyrrhos I. von Epirus (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Meine Mitarbeiter verstehen die Welt nicht mehr.

>
> Wir kriegen das bezahlt.
> Das was wir gemacht haben, auch jede Änderung.
> Aber meinen MA fehlt jedes Verständniss und die Motivation hat
> einen großen Knick bekommen.
>
> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?


Revangiert Euch, den Kunden foppen!

Einfach die Entgegennahme der Entlohnug verweigern.
Was glaubst du wie der guckt ...


Humor und ein kaltes Bier kommt aber guenstiger.

Autor: genervt (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Sowas ist frustrierend, aber das ist ja noch der harmlose Fall!

Was meinst du, wie es in der Entwicklung zugeht? Da kann es sein, dass 
Leute Jahre an etwas arbeiten und dann tritt das Management das 
Projekt in die Tonne, weil man plötzlich der Meinung ist, dass es sich 
nicht rechnen wird!

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Ich habe mit der Entscheidung des Kunden nur ein kleines Problem.
Meine Mitarbeiter verstehen eine solche Entscheidung überhaupt
nicht.

Nun muss ich die motivieren, weiter Bestleistungen abzuliefern.
Die Gefahr besteht natürlich weiter, dass auch andere Arbeiten
kurzfristig im Müll landen werden.

Da unsere Arbeiten normalerweise für die gedachte Ewigkeit gemacht
werden, ist ein Kunde, der so mit jahrelanger Planung umgeht,
auch für uns Neuland.

Grüße Bernd

Autor: Ei der Daus (Gast)
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genervt schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?
>
> Sowas ist frustrierend, aber das ist ja noch der harmlose Fall!
>
> Was meinst du, wie es in der Entwicklung zugeht? Da kann es sein, dass
> Leute Jahre an etwas arbeiten und dann tritt das Management das
> Projekt in die Tonne, weil man plötzlich der Meinung ist, dass es sich
> nicht rechnen wird!

Eher wird die Abteilung verkauft... Und niemals wird was weggeworfen...

Autor: Jürgen (Gast)
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Ist heute schon Freitag?

Autor: Carl D. (jcw2)
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Wenn der Kunde ein (offerbar hochbezahlter) Manager eines Konzerns der 
Region ist, dann motiviert der so nicht nur seine Lieferanten.

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Carl D. schrieb:
> Ja Bernd, falsche Branche. Wo ich arbeite ist man an sowas gewöhnt.
> Und als kleines Rätsel: ich bin mir sicher, daß Kollegen von auch bei
> dir im Ort wohnen.

Stadler und Schaaf ?

Grüße Bernd

Autor: Carl D. (jcw2)
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Etwas größer. (die beiden kenn ich nicht)

Autor: MWS (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Sieht super aus, passt perfekt.

Das Gesamtwerk passte wohl nicht, sonst hätte es der Kunde nicht in die 
Tonne gehauen, noch dazu auf seine Kosten. Ob Du oder nur der Architekt 
dafür verantwortlich ist, sei dahingestellt, wird wohl der Architekt 
falsch verkauft haben.

> Aber meinen MA fehlt jedes Verständniss und die Motivation hat
> einen großen Knick bekommen.

Die wieder zu motivieren ist doch ganz einfach: lehne den 
Nachfolgeauftrag der Treppe ab, dann erkennen die, dass Du sie verstehst 
und solidarisch bist.

Tatsächlich wirst Du den Auftrag und auch das Geld für die nächste 
Treppe nehmen und so sagst Du ihnen das am Besten auch. Sag' einfach Du 
bist geldgeil, oder dass Du Dir eine Ablehnung nicht leisten kannst.

Wenn Du das nicht kannst, dann darfst Du halt keine Geschäfte machen, 
bei denen Du nicht die Bedingungen diktierst. Eigentlich darfst Du dann 
keine Geschäfte mit niemandem machen, denn das Risiko dass jemand die 
von ihm bezahlte Arbeit vernichtet, gibt's immer.

Autor: Volker S. (sjv)
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Bernd F. schrieb:
> Das Geländer darf auf den Müll.

Das Geländer zum Schottpreis zurückkaufen und in einer regionalen 
Zeitung als "Meisterstück" nach Möglichkeit mit der Treppenkonstruktion 
(Zeichnung) anbieten.
Gut wär wenn es Bilder von der fertigen Treppe mit Geländer gibt.

MfG

Autor: genervt (Gast)
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Ei der Daus schrieb:
> Eher wird die Abteilung verkauft... Und niemals wird was weggeworfen...

Du weißt es natürlich besser, schon klar.

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Carl D. schrieb:
> Etwas größer. (die beiden kenn ich nicht)

Hmm. Das ist der größte (Personal) Arbeitgeber in unserem Dorf.
Daimler gibt es auch noch, die belegen zwar mehr Fläche, haben
aber deutlich weniger Mitarbeiter. Prowell ist auch nicht klein,
in Offenbach ist die MA-Zahl aber überschaubar.

Tipp: Offenbach/Queich :)

Grüße Bernd

: Bearbeitet durch User
Autor: Wertschätzer (Gast)
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Bernd F. schrieb:

> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Bisher hatte ich so einen Tiefschlag noch nicht, oder ich habe ihn 
verdrängt.

Sicher ist es z.B. hart wenn man Jahre an einer Rakete oder einem 
Satelitten gearbeitet hat und dann fliegt das Ding 2min nach dem Start 
in die Luft. Aber das ist dann Pech. Dein Fall ist ja so wie wenn ein 
Maler eine Wand weiss streicht und dann kommen irgendwelche und sprühen 
die weisse Wand wieder voll mit irgendwelchen Mist. Ja ist schon blöd 
wie soll man das verhindern? Angebot gibts nur nach Einkommensnachweis 
g, da sind wir wieder beim Thema: Was hat die Arbeit für einen Wert? 
Viele Lebensmittel werden auch weggeworfen weil sie zu billig sind.
Da bleibt nur Helmut Schmidt: "Das tut man nicht!"

Beitrag #5066483 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: gfhhgffgggh (Gast)
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Gaaaaanz andere Sachen schon erlebt.

Autor: genervt (Gast)
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bescheidene Frage schrieb im Beitrag #5066483:
> Bernd F. schrieb:
>> Im Schweiße ihres Angesichts (wörtlich nehmen) haben sie ein
>> 1,2 Tonnen schweres Treppengeländer montiert.
>
> Und was hat das Ganze jetzt mit Mikrocontrollern zu tun?

Schon ok so, das Thema ist übertragbar und hier ist das passende Forum.

Autor: Dumdi D. (dumdidum)
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Dazu zwei Anmerkungen:
- wenn das Ding als Kunst durchgeht, koennte das Urheberrecht bei Dir 
liegen, und dann darf das nicht abgerissen werden: 
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.urheberrechts-streit-bonatz-enkel-blockiert-baustart-nicht.32bb5b6c-569e-41a6-83a0-3364d1d11fcd.html
- andererseits wuerde ich soetwas nicht geltend machen, da ich gerne 
auch in der Zukunft Auftraege erhalten wuerde

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Bernd.

Bernd F. schrieb:

> Meine Mitarbeiter verstehen die Welt nicht mehr.
>
> Im Schweiße ihres Angesichts (wörtlich nehmen) haben sie ein
> 1,2 Tonnen schweres Treppengeländer montiert.
> Sieht super aus, passt perfekt. Nun hat sich der Bauherr(Kunde),
> über Nacht entschieden, die Treppe abzureißen und in geänderter Form
> neu zu bauen. Das Geländer darf auf den Müll.

Frag mal an, ob Ihr es für den Schrottwert kaufen könnt. Möglicherweise 
findet sich irgendwo eine andere Verwendung, wenn es nicht zu speziell 
ist.

Im Zweifel könnt ihr es ja irgendwo auch als Spende einbauen. Manche 
caritative Einrichtung ist bettelarm. Oder kleinere, selbstfinanzierte 
Museen. Wenn es so gut ist, wie Du sagst, ist es auch eine gute Werbung 
für Euch. Allerdings denke ich, die habt Ihr nicht mehr nötig. ;O)

> Wir kriegen das bezahlt.
> Das was wir gemacht haben, auch jede Änderung.

Immerhin. Mein Vater hat oft für lau gearbeitet, weil der Kunde pleite 
ging. Aber das kennst Du bestimmt auch.

> Aber meinen MA fehlt jedes Verständniss und die Motivation hat
> einen großen Knick bekommen.

Kunden sind Kunden sind Kunden. Die sind schwer genug zu verstehen. 
Versuch Deinen Leuten klarzumachen, dass es nicht an ihnen lag, und das 
es genug andere gibt, die solche Arbeit sehr hoch schätzen. Keine Ahnung 
wie man sowas anstellt, ich bin nicht so der Emphatische.

> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Ich arbeite als Angestellter, damit ich einen Cheff als Puffer zwischen 
mir und den Kunden habe. ;O)
Wenn mir das aber als Angestellter doch passiert, bleibt es meistens 
nicht bei einem Fall, sondern es entwickelt sich eine Serie, die mit 
einem Rauswurf endet. Die Ursache ist dann meistens für mich nicht zu 
verstehen, und wenn doch, nicht abstellbar bzw. es dauert zu lange das 
abzustellen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Beitrag #5066504 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Bernd F. (metallfunk)
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bescheidene Frage schrieb im Beitrag #5066483:
> Bernd F. schrieb:
>> Im Schweiße ihres Angesichts (wörtlich nehmen) haben sie ein
>> 1,2 Tonnen schweres Treppengeländer montiert.
>
> Und was hat das Ganze jetzt mit Mikrocontrollern zu tun? Kann mich ein
> Moderator dieses hochangesehenen Forums vielleicht aufklären. Wenn es
> wenigstens am Rande mit Elektronik zu tun hätte, hat es aber nicht.
> Treppengeländer sind wohl eine 100 prozentige Themaverfehlung in diesem
> Kontext.

So ganz ohne Elektronik ist dieses Geländer nicht entstanden:

Schritt 1: 3-D Laserscan des Treppenhauses.
Schritt 2: CAD- Konstruktion anhand dieser Daten.
Schritt 3: Laserschnitt aus 10mm Stahlblech.

Danach war einfach nur noch Handarbeit gefragt.

Darum geht es jetzt doch nicht. Die Frage war, wie kann ich die
Mitarbeiter weiter motivieren Höchstleistungen zu bringen, wenn
das die nächste Woche auf dem Schrott landen könnte?

Grüße Bernd

Autor: Chr. M. (snowfly)
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Wie wäre es damit:
Geländer verkaufen und die Einnahmen als Bonus auszahlen.

Solche Vorfälle haben bei mir die Erkentnis geweckt
dass ich nicht für irgendwelche Kunden, Chefs, Kollegen
oder sonst wen Arbeite sondern für die Bezahlung.
Seitdem sehe ich die Welt entspannter.

Autor: genervt (Gast)
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bescheidene Frage schrieb im Beitrag #5066504:
> Im Forum Mechanik, Gehäuse, Werkzeug frug "genervt" zum Thema
> Fliegenbekämpfung. Könnte es sein, dass dieser Typ einen an der Waffel
> hat?
> Ist sicher nicht der einzige hier in diesem Psychopathenforum.

Das war ein anderer "genervt", davon gibt's viele.

Autor: Schreiber (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Sieht super aus, passt perfekt. Nun hat sich der Bauherr(Kunde),
> über Nacht entschieden, die Treppe abzureißen und in geänderter Form
> neu zu bauen. Das Geländer darf auf den Müll.

Egal. Auf den Folgeauftrag bewerben.

Bernd F. schrieb:
> Das was wir gemacht haben, auch jede Änderung.
> Aber meinen MA fehlt jedes Verständniss und die Motivation hat
> einen großen Knick bekommen.

Eine Kneipentour machen und daran erinnern, dass zumindest das Geld 
nicht in den Müll, sondern aufs Konto wandert.
Besser einen Monat für den Schrottplatz gearbeitet wie einen Monat 
Kurzarbeit.

Beitrag #5066517 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Thomas W. (thomas_v2)
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Höchstleistung beim Treppenbau, vielleicht mal etwas tiefer stapeln.

Es scheint so als wäre die Generation Snowflake jetzt schon im Stahlbau 
angekommen. Mund abwischen, weitermachen.

Autor: Falk B. (falk)
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@Bernd Funk (metallfunk)

>Darum geht es jetzt doch nicht. Die Frage war, wie kann ich die
>Mitarbeiter weiter motivieren Höchstleistungen zu bringen, wenn
>das die nächste Woche auf dem Schrott landen könnte?

Naja, auf der einen Seite verstehe ich dich und deine Leute. Aber 
andererseits habt ihr auch Luxusprobleme. Mensch, ihr habt 100% des 
Geldes bekommen, GESCHÄFTLICH ist ALLES OK!!! Und das ist der Hauptzweck 
eines GESCHÄFTSBETRIEBS!

Ja, der Handwerker/Künstler ist natürlich beleidigt. Ginge mir ähnlich. 
Aber man kann es auch wie ein Musiker sehen. "Wenn der letzte Ton 
verklungen ist, ist die Kunst vorbei". Eure Arbeit war eine 
Sternschnuppe. Wunderschön und doch nach wenigen Augenblicken 
Vergangenheit. Ein handwerklicher Orgasmus, viel zu kurz ;-)

Youtube-Video "EEVblog #40 - Dilbert and the world of micro managed Engineering"

Take the paycheck and be happy!

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Schreiber schrieb im Beitrag #5066513

> Eine Kneipentour machen und daran erinnern, dass zumindest das Geld
> nicht in den Müll, sondern aufs Konto wandert.
> Besser einen Monat für den Schrottplatz gearbeitet wie einen Monat
> Kurzarbeit.

Ich sehe das ja so locker, meine MA knabbern noch, aber ich glaube
auch, dass ein Grillfest mit ein wenig Bier die Gemüter beruhigen
kann.

Grüße Bernd

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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Hallo Bernd,

solange ich als Elektriker im Privatbereich tätig war ist hat mich so 
etwas auch tierisch aufgeregt, weil es Alltag war. Projekt nach gefühlt 
tausend Änderungen (wegen gleitender Projektierung) endlich fertig.  Ach 
nein das hatte ich mir ganz anders vorgestellt. ....

Ja das nagt am EGO, Gegenmittel verkaufe deine Leute und euer Werk bei 
Notwendigkeit teurer und schau dir die Kundschaft vorher besser an.

 Wenn das Projekt es hergibt besuche die Kundschaft auch in deren zu 
Hause um ihren Stil zu erfühlen. Für Protzkes kommen nur Dinge in Frage 
bei denen man den Preis sieht. Vielleicht war im irgendwas zu billig 
gemacht an der Treppe. Versuche vorher rauszubekommen wie die Kundschaft 
tickt. Und mach dir dein Personal vertraut. So etwas ist für alle ein 
Lernprozess. Wo alles glatt läuft lernt niemand was.

Allerdings habe ich so etwas nicht mehr erlebt seit ich selbständig bin.
99% aller Probleme, auch solche resultieren aus mangelhafter 
Kommunikation.

Namaste

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Autor: Psycho (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Zuerst erkennen, dass es nicht an Eurer Arbeit liegt: Die Treppe kommt 
ja weg und ein Geländer frei im Raum wirkt nicht.

Mach ein professionelles Foto vorm Abriss und hänge es "respektvoll" bei 
Euch im Betrieb auf. Damit zeigts Du deinen Mannen Deine Wertschätzung 
für die geleistete Arbeit.

Autor: Magnus M. (magnetus) Benutzerseite
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Bernd F. schrieb:
> Nun hat sich der Bauherr(Kunde),
> über Nacht entschieden, die Treppe abzureißen und in geänderter Form
> neu zu bauen.

Die Kernaussage dieses Satzes ist dass der Bauherr sich gegen die 
bereits gebaute TREPPE und nicht gegen das Geländer entschieden 
hat.

> Das Geländer darf auf den Müll.

Versuche es Deinen Mitarbeitern (Angestellten) als - offensichtlichen - 
"Kollateralschaden" zu verkaufen.

> Aber meinen MA fehlt jedes Verständniss und die Motivation hat
> einen großen Knick bekommen.

Die Sache mit dem Motivationsknick kann ich durchaus verstehen. Dass es 
zu diesem Motivationsknick gekommen ist, ist natürlich nicht schön... 
aber lass Dir eines gesagt sein:

Die Tatsache dass deine Mitarbeiter das gewisser Weise persönlich nehmen 
zeigt, dass sie ihre Arbeit nicht einfach als "Mittel zum Zweck" 
(brauche Geld) sehen, sondern dass sie sich wirklich mit ihrer 
Aufgabe/Arbeit identifizieren! So mancher Arbeitgeber wäre froh wenn er 
solche Mitarbeiter hätte.

Bernd F. schrieb:
> Ich sehe das ja so locker, meine MA knabbern noch, aber ich glaube
> auch, dass ein Grillfest mit ein wenig Bier die Gemüter beruhigen
> kann.

Es darf auch mal ein wenig mehr Bier sein. Spätestens nach dem dritten 
Bier kann man dann auch den Bauherren bemitleiden, dass es womöglich 
seine unausstehliche "bessere Hälfte" war, die ihm mit einer 
kostspieligen Scheidung gedroht hatte, wenn er diese hässliche TREPPE 
nicht durch eine selbige ersetzen lässt, welche ihren Wünschen 
entspräche ("die Treppe muss oval sein"), obwohl sie das bereits 
montierte Geländer ja todschick fand ;)

LG
Magnus

: Bearbeitet durch User
Autor: Possetitjel (Gast)
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Bernd F. schrieb:

> Aber meinen MA fehlt jedes Verständniss und die Motivation
> hat einen großen Knick bekommen.
>
> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Ich möchte jetzt nicht unbedingt arrogant 'rüberkommen,
aber man gewinnt den Eindruck, dass Deine Mitarbeiter
SEHR erfolgsgewohnt sind.

Klar ist es super, wenn der Normalfall so aussieht, dass
die Kunden hellauf begeistert sind.

Wenn aber schon die Sachentscheidung des Kunden, ein von
euch erworbenes Zulieferteil nicht zum Einsatz zu bringen,
weil sich seine Gesamtkonzeption geändert hat, für
allgemeine Depression sorgt, dann stimmt der Nullpunkt
für den Erfolgsmaßstab nicht mehr.

Dass man betrübt ist, kann ich verstehen; niemand arbeitet
gern für die Tonne. Aber die abgerissene Treppe ist doch
erstmal keine Kritik an eurer Arbeit -- und was soll der
Kunde mit einem Treppengeländer ohne Treppe?

Autor: Possetitjel (Gast)
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Chr. M. schrieb:

> Solche Vorfälle haben bei mir die Erkentnis geweckt
> dass ich nicht für irgendwelche Kunden, Chefs, Kollegen
> oder sonst wen Arbeite sondern für die Bezahlung.

Das kann nicht jeder zu 100% so sehen. Ich z.B. kann es
nicht.

Aber der Punkt ist doch, dass man nicht von einem Extrem
ins andere fallen muss: Dass man sich nicht zu 100% von
der Begeisterung des Kunden abhängig machen sollte, heisst
ja auch nicht, dass einem das Kundenfeedback vollständig
egal sein sollte. Da gibt es ja durchaus Zwischentöne.

Autor: FranG (Gast)
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Mitfühler schrieb:
> Der Kunde hat so viel Geld, dass er die Arbeit nicht wertschätzen
> braucht. In der heutigen Gesellschaft habe ich das schön öfter erlebt.

Verletzung der Anerkennung verletzt die Würde der Mitarbeiter. Typisch 
Finanzkapitalismus, da zählt das Wohl des Einzelnen wenig (ebenso 
natürliche Resourcen).

Zur Not sind Dinge wie Krankenversicherung oder Bildung nicht mehr 
systemrelevant und können einfach abgeschafft werden, um das goldene 
Kalb des Finanzkapitalismus weiter am Leben zu erhalten.

Geld regiert die Welt (kaputt).


Als Entwickler muss man auch hin und wieder liebevoll entworfene 
Projekte einstampfen, weil die Marketingabteilung es sich grade mal 
anders überlegt hat und lieber was ganz anderes möchte (ohne das man je 
erfährt, warum).

Auf Arbeit würde ich das natürlich nie so offen sagen.

Autor: Niemand (Gast)
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genervt (Gast)
Datum: 05.07.2017 20:23

Bernd F. schrieb:
> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?
genervt dazu
> Sowas ist frustrierend, aber das ist ja noch der harmlose Fall!

> Was meinst du, wie es in der Entwicklung zugeht? Da kann es sein, dass
> Leute Jahre an etwas arbeiten und dann tritt das Management das Projekt in > die 
Tonne, weil man plötzlich der Meinung ist, dass es sich nicht rechnen
> wird!
Und wo hast du dabei ein Problem?
Wenn die Entwickler in ihren Tun das nicht schon vorhersehen konnten, 
sind sie keine guten Entwickler mit Weitsinn- und -Blick gewesen.
Noch dazu sollte man als Entwickler auch seine eigenen Kosten im Auge 
behalten, wenn die zu hoch werden oder das Projekt im Zielergebnis zu 
teuer... da hat wohl auch das Management etwas gepennt.

Mit zu teuren oder unflexiblen Entwicklern ist das halt auch so eine 
Sache!
Wenn parallel dazu der Wettbewerber eher und billiger das Gleiche oder 
Ähnliche auf die Beine stellt, waren vllt. auch die Entwickler nicht 
ganz unschuldig an dem Drama?

Autor: Possetitjel (Gast)
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FranG schrieb:

> Verletzung der Anerkennung verletzt die Würde der
> Mitarbeiter.

Das ist zwar im Prinzip richtig -- aber erkläre mir doch
mal bitte, wieso die Entscheidung des Kunden, seine
Treppe umzubauen, eine Verletzung der Anerkennung des
Herstellers des TREPPENGELÄNDERS sein soll.

Wenn jemand sein Haus umbaut, dann ist das doch i.d.R.
auch keine Kritik an dem Maurer, der das Haus ursprüng-
lich gebaut hat. Das ist doch Irrsinn.

Autor: Niemand (Gast)
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FranG meinte

> Als Entwickler muss man auch hin und wieder liebevoll entworfene Projekte
> einstampfen, weil die Marketingabteilung es sich grade mal anders überlegt > hat 
und lieber was ganz anderes möchte (ohne das man je erfährt, warum).

> Auf Arbeit würde ich das natürlich nie so offen sagen.

Wenn man als Teil einer Manschaft von seinem Marketing nicht erfährt was 
denen daran nicht gefiel, dann war das wohl zu liebevoll gemacht!
Über seine eigene Arbeit in Bezug zum Markt haben Entwickler wohl eine 
etwas andere Sichtweise als kreative Handwerker oder ausführende 
Techniker?

Wenn man als Techniker immer nur sein Produkt und seine Technik im Auge 
behält, und nicht den Wettbewerb mit seinen Produkten und Innovationen 
verfolgt, fällt man früher als später ganz dolle auf die Nase.

Autor: Chr. M. (snowfly)
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Possetitjel schrieb:
> Dass man sich nicht zu 100% von
> der Begeisterung des Kunden abhängig machen sollte, heisst
> ja auch nicht, dass einem das Kundenfeedback vollständig
> egal sein sollte. Da gibt es ja durchaus Zwischentöne.

Ein Missverständnis.
Das ich für Lohn und nicht für den Kunden arbeite bedeutet ja
nicht das ich keine gute Arbeit abliefere.

Ich sprach mehr davon z.B. ein Ausfall beim Kunden nicht mein
persönliches Problem ist sonder meine Arbeit für die ich ein
paar Stunden gemietet werde und danach ist das Geschäft für
beide Seiten erledigt.
Wenn die wollen das ich 4 Stunden warte bis der Pförtner
alle Papiere beieinander hat dann ist mir das auch recht.
(Ja, ist schon vorgekommen)


EDIT: gute Arbeit abliefern ist schon aus eigennutz ratsam.
Oft ist das der Weg zu angenehmeren Arbeit.

Wenn du 2 Arbeiter hast, einer mit 10 Daumen und einer der was kann
wer wird dann Eimer schleppen und wer Pläne lesen?

: Bearbeitet durch User
Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Chr. M. schrieb:
> Wenn du 2 Arbeiter hast, einer mit 10 Daumen und einer der was kann
> wer wird dann Eimer schleppen und wer Pläne lesen?
Vor ich mich entscheide noch eine Frage: braucht man zum Eimer schleppen 
Augen?

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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genau wegen dieser Wegwerfmentalität
habe ich seit zig Jahren diverse Geräte nicht kaufen müssen.

Autor: yommoy (Gast)
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Ich mach sehr viel am Haus selbst. Wenn ich was plane, hab ich es 
meistens sehr bildlich im Kopf. Dann macht man es. Und hin und wieder 
wird es dann doch nicht so, oder es wirkt ganz anders.

Beispiel: Man streicht das Zimmer. Besondere Farbe, vielleicht 
"hellbraun". Farbe war noch teuer. Viel Arbeit. Und dann sieht man, dass 
weiss viel besser gewesen wäre.

Dann lass ich den Raum doch auch nicht "hellbraun", sondern investiere 
nochmals in Farbe und Zeit und mache es so, dass ich mich drin wohl 
fühle.

Und wenn es eine Auftragsarbeit war - und diese ist eben nicht so wie 
vorher gedacht, dann würde ich es auch neu machen (wenn das Geld kein 
Problem wäre).

Lieber doppelter Aufwand und man fühlt sich wohl, als einfacher und man 
bereut es jeden Tag.

Autor: C. A. Rotwang (Gast)
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Bernd F. schrieb:

> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Wir benutzen so ein Geländer für zerstörungsreiche Materialprüfung. Ich 
wollte schon immer ein Werbevideo drehen, das zeigt wie robust unser 
Produkte sind: Youtube-Video "Brokk 90 Staircase Demolition"

Autor: Zitronen F. (jetztnicht)
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>Bernd F. schrieb:
>> Das Geländer darf auf den Müll.
>
>Das Geländer zum Schottpreis zurückkaufen und ..


Nein, gegen Entsorgungskostenbeitrag abholen. Und ein Neues anbieten.

Tiefschlag ? Nee, war doch eine tolle Zeit, und vielleicht habt ihr 
dabei etwas gelernt. Nicht persoenlich nehmen.

Beitrag #5066822 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: old fart - the good smelling one (Gast)
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Das ist doch die erste und wichtigste Lektion die man schon in den 
ersten Berufsjahren lernt. Nicht darüber nachdenken wenn man für den 
Mülleimer arbeitet, solange die Kohle dafür reinkommt ist das völlig 
egal. Was der Kunde mit seinem Geld macht hat mich nicht zu 
interessieren.

Wenn du mal Software entwickelst ist das normal, da entwickelt man 
ständig für die Tonne, weil sich die Anforderungen ständig ändern. 
Solange die Kohle dafür fliesst, who cares?

Freu dich doch über einen neuen Auftrag, "Tiefschlag" ist wenn du dein 
Geld nicht siehst.

Autor: Der Andere (Gast)
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Hallo Bernd,

sowas tut weh. Das ist ein Zeichen daß du gute Mitarbeiter hast denen 
ihre Arbeit nicht gleichgültig ist.
Blöde Idee: Vieleicht kann man ja jemanden finden (Bekanntenkreis der 
Mitarbeiter) der nicht Geld zum wegwerfen hat und ein Geländer braucht 
das man aus Teilen von diesem bauen kann.
So würde er Geld sparen und das Geländer würde nicht komplett auf dem 
Müll landen und ihr würdet durch den Umbau trotzdem noch was verdienen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Ich kann seine Mitarbeiter schon verstehen. Offensichtlich steckt da 
viel Herzblut drin und die Jungs liefern nicht "irgendetwas" ab, sondern 
nur etwas, das ihren Ansprüchen auch gerecht wird. Nach allem, was ich 
hier und im Netz über Bernd gelesen habe, ist die Arbeit dort eben nicht 
nur einfach Broterwerb. Da steckt auch eine Menge Passion dahinter.

Dazu kommt, dass sie offenbar fast nur Einzelstücke fertigen und da 
natürlich entsprechend viel Gehirnschmalz und Überlegung einfliesst, wie 
man ein für genau diesen Kunden perfektes Ergebnis erzielt.

Natürlich kann man sich sagen: Kohle ist da, wunderbar.

Aber Geld ist eben für viele nicht alles. Wir hier freuen uns auch sehr, 
wenn ein Kunde hier extra nochmal vorbeischaut oder eine Schachtel 
Pralinen+Flasche Wein und Brief aus der Schweiz kommt und man sich auf 
diese Art herzlich für die geleistete Arbeit bedankt.
So etwas motiviert einfach viel mehr als der einfache Eingang des 
Rechnungsbetrages.

Genauso ist es doch, wenn einem der Chef/Prof ein Glas Cola + 
Gummibärchen hinstellt und sich extra nochmal für eine wirklich gute 
Arbeit bedankt, die er selbst so nie hinbekommen hätte (so damals bei 
mir an der Uni). Ich habe aus der Zeit viel vergessen, aber das nicht.

Also: wenn der Kunde es nicht schafft, das Werk angemessen zu würdigen, 
dann musst Du das übernehmen, Bernd. Einfach mal um drei Feierabend 
machen, Wanne mit Eiswasser und Bier/Wein, Grill angeschmissen und dann 
wird das Projekt in der Halle begossen und man zieht über den blöden 
Kunden her - Seelenmassage eben :-)

Autor: wendelsberg (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Wir kriegen das bezahlt.
> Das was wir gemacht haben, auch jede Änderung.
> Aber meinen MA fehlt jedes Verständniss und die Motivation hat
> einen großen Knick bekommen.
>
> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?
>
> Grüße Bernd

Nicht vergessen: Beim Folgeauftrag einen Motivationszuschlag einpreisen, 
der fuer eine Wochenendsause vom Feinsten mit allen MA reicht.

wendelsberg

Autor: Schreiber (Gast)
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wendelsberg schrieb:
> Nicht vergessen: Beim Folgeauftrag einen Motivationszuschlag einpreisen,
> der fuer eine Wochenendsause vom Feinsten mit allen MA reicht.

Nein, einfach gute Arbeit abliefern. Der Kunde wünscht Qualität und ist 
bereit dafür zu zahlen. Normale Marge berechnen und auf Folgeaufträge 
aus dessen Bekanntenkreis hoffen. Gute Arbeit zu angemessen Preisen 
spricht sich herum und ist die beste Werbung...

Auch bei einer normalen Marge und so einem Großauftrag (Geländer, 
geschmiedet, 1 t schwer, da war der Preis sicher fünfstellig...) sollten 
ein Fass gutes Bier (Fasskühlschrank, Zapfhahn und CO2-Flasche sollte in 
jeder besseren Firma vorhanden sein...) und einige Steaks vom örtlichen 
Metzger für das Grillfest noch drin sein.

Autor: Danilo (Gast)
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Cerberus schrieb:
> Einen auf die erfolgreiche Arbeit heben gehen. Was der
> bescheuerte Kunde macht, kann einem doch egal sein,
> solange der Schotter stimmt.

Kann ich bestätigen.

Die Diplomarbeit hat der Betreuer der Fa. nie gelesen. LOL

Massig Planungsunterlagen wurden für die Ablage P gemacht weil der Kunde 
es nicht umsetzen wollte.

Ob es jetzt ein Geländer ist oder ein 100-seitiges Handbuch:
Beides tut ein bisschen weh wenn der Kunde es auf den Müll schmeißt.

Trinkt aber nicht zu viel, sodass Ihr für den nächsten Bullshit wieder 
fit seid.

Autor: Diplomat (Gast)
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Hallo Bernd,

ich kann deine Lage und die Gemütslage deiner Mitarbeiter gut 
nachvollziehen. Menschen sind keine Computer und arbeiten nicht 
emotionslos. Von daher ist der Wunsch nach einer nachvollziehbare 
Erklärung durchaus verständlich. Im Zuge dessen würde ich den Kunden das 
einfach mal genau so sagen und ihn fragen, was denn jetzt mit dem 
Produkt nicht gestimmt hat, dass so viel Arbeit umsonst war. Ich bin 
sicher, es gibt da eine nachvollziehbare Antwort, die auch die 
Mitarbeiter nachvollziehen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass 
ein Bauherr ein teures Produkt wegwirft, weil ihm die Farbe nicht mehr 
gefällt. Da gibt es bestimmt handfestere Gründe für.

Viele Grüsse,
Der Diplomat

Autor: A. S. (achs)
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Wenn Deine Mitarbeiter überzeugt sind, dass es Dir noch mehr weht tut 
als ihnen, dass Du mehr leidest, als sie, dann werden Sie es auch mit 
Dir vergessen.

Keinen Sinn hat es m.E., Optimismus zu verbreiten und "Kopf hoch" zu 
posaunen.

Autor: Zitronen F. (jetztnicht)
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> Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Bauherr ein teures Produkt wegwirft, 
weil ihm die Farbe nicht mehr gefällt. Da gibt es bestimmt handfestere Gründe für.


Das muesste der Poster beantworten. Hat er aber glaub
schon. Teuer is relativ. Man kann etwas in diesem Rahmen
wegwerfen resp. als Prototyp verwerfen, falls
- der Betrag aus der Portokasse kommt.
- es der Frau nicht gefaellt.

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Sapperlot W. schrieb:
>> Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Bauherr ein teures Produkt wegwirft,
> weil ihm die Farbe nicht mehr gefällt. Da gibt es bestimmt handfestere Gründe 
für.
>
>
> Das muesste der Poster beantworten. Hat er aber glaub
> schon. Teuer is relativ. Man kann etwas in diesem Rahmen
> wegwerfen resp. als Prototyp verwerfen, falls
> - der Betrag aus der Portokasse kommt.
> - es der Frau nicht gefaellt.

Hier (Hotelbetrieb) sind wohl Arbeitsabläufe der Grund. Die Änderung
der Treppe wird (mit umfangreichen Betonschneideaktionen) in einem
deutlich fünfstelligen Betrag enden.

Die werden sich das gerechnet haben?

Insofern habe ich kein Problem mit dem Abriss. 3 Wochen früher
wäre uns das aber völlig egal gewesen.

"Das Bauen, das ist eine Lust, dass es so teuer ist, das hab ich nicht 
gewusst" ( Inschrift auf einem uralten Fachwerkhaus :)

Grüße Bernd

Autor: Zitronen F. (jetztnicht)
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Als Entwickler wirft man sehr of gute Arbeit weg. Man versucht eine 
Loesung, und irgendwann muss man abbrechen weil :
-ein anderer Ansatz ist kundenfreundlicher,
-ein anderer Ansatz ist wartungsfreundlicher,
-ein anderes Problem in diesem Zusammenhang konnte gar nicht geloest 
werden
-das Geld fuer das Projekt geht aus.
-das Zeitbudget ist ueberzogen,
-der ist Zug abgefahren,
-die Konkurrenz war schneller
..
usw.

Autor: Chris F. (chfreund) Benutzerseite
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Bernd F. schrieb:
> Wie geht ihr mit solchen Tiefschlägen um?

Ich würde mich freuen. Für die Bestellung gibt es später keine 
Nachbesserungen, Beschwerden, Kulanzanfragen, Supportfragen, usw.

Wäre optimal wenn das immer so liefe. :-D

Autor: genervt (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Natürlich kann man sich sagen: Kohle ist da, wunderbar.

Wenn das alles ist, dann ist man ein verdammt armer Hund.

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Unsere Schlosserarbeiten haben eine fast unbegrenzte Lebensdauer.
Wenn es 20 Jahre später eine Nutzungsänderung, eine Erweiterung
oder einen Abriss gibt, nehmen wir das hin.

Aber eine Woche nach Fertigstellung? Das tut innerlich weh, und ist
mir in 40 Jahren Berufstätigkeit noch nie passiert.

Meine Mitarbeiter haben das auch verdaut, und sind wieder voll
dabei :)

Grüße Bernd

Autor: Schreiber (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Hier (Hotelbetrieb) sind wohl Arbeitsabläufe der Grund. Die Änderung
> der Treppe wird (mit umfangreichen Betonschneideaktionen) in einem
> deutlich fünfstelligen Betrag enden.

Entweder das oder Arbeitssicherheit oder Barrierefreiheit oder, am 
wahrscheinlichsten, Brandschutz (Fluchtweg...).
Eine kunstgerecht geschwungene Treppe sieht zwar toll aus, ist aber aus 
Arbeitssicherheitsgründen der absolute Alptraum, besonders wenn einer 
hoch und gleichzeitig einer runter will. Für Fluchtwege gibt es 
ebenfalls pingelige Vorschriften, die man einhalten sollte...


> Die werden sich das gerechnet haben?

Selbstverständlich. Höchstwahrscheinlich ist denen irgendeiner von einer 
Behörde aufs Dach gestiegen. Wenn der Fluchtweg nicht genehmigungsfähig 
ist, dann hat man zwar ein tolles Hotel, nur darf man keine Gäste 
beherbergen, was der wirtschaftlichkeit nicht sehr zuträglich ist.
Fehlplanung, passiert.

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Schreiber schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Hier (Hotelbetrieb) sind wohl Arbeitsabläufe der Grund. Die Änderung
>> der Treppe wird (mit umfangreichen Betonschneideaktionen) in einem
>> deutlich fünfstelligen Betrag enden.
>
> Entweder das oder Arbeitssicherheit oder Barrierefreiheit oder, am
> wahrscheinlichsten, Brandschutz (Fluchtweg...).
> Eine kunstgerecht geschwungene Treppe sieht zwar toll aus, ist aber aus
> Arbeitssicherheitsgründen der absolute Alptraum, besonders wenn einer
> hoch und gleichzeitig einer runter will. Für Fluchtwege gibt es
> ebenfalls pingelige Vorschriften, die man einhalten sollte...
>
>
>> Die werden sich das gerechnet haben?
>
> Selbstverständlich. Höchstwahrscheinlich ist denen irgendeiner von einer
> Behörde aufs Dach gestiegen. Wenn der Fluchtweg nicht genehmigungsfähig
> ist, dann hat man zwar ein tolles Hotel, nur darf man keine Gäste
> beherbergen, was der wirtschaftlichkeit nicht sehr zuträglich ist.
> Fehlplanung, passiert.

So ist das nicht. Das Treppenhaus besteht seit 1970 und funktioniert
perfekt. Ein neuer, größerer Keller wird aktuell für viel Geld gebaut,
und liegt daneben. Der tiefere Sinn ist wohl, dass der neue Keller
wichtiger wird.

Um direkt in den neuen Keller zu gelangen, muss die Treppe geändert 
werden
und ein Loch durch 1 Meter Beton geschnitten werden.

Der Laufweg des Personals verkürzt sich durch die Änderung um
15 Meter.

Ach, das ist doch mir egal :)
Grüße Bernd

: Bearbeitet durch User
Autor: BastelIng (Gast)
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Frustration durch "Schnöselkunden" - ist mit einem weiteren Zunehmen der 
Schere zwischen Arm und Reich in der Tat ein Problem.

Letztens auf einer Geburtstagsfeier eines Nachbarn (wir sind hier alle 
bekoppte Oldtimerselberschrauber)einen Mitarbeiter einer größeren 
Oldtimerwerkstatt getroffen. Deren Haupt-Fahrzeugtype wurde kürzlich von 
den Spekulanten entdeckt, die Preise gehen durch die Decke. (kein 
BWM/Mercedes/Porsche/Ferrari/Bentley)
Folge : die echten Liebhaber und Sammler - die deren Karosseriearbeiten 
wirklich schätzen - werden durch irgendwelche Spekulanten verdrängt - 
die die Autos dann zur weiteren Wertsteigerung "in klimatisierten 
Tiefgaragen in Berlin" verschwinden lassen.

Der Haussegen in der Firma hängt schief, die Mitarbeiter haben keine 
Motivation mehr für "solche" Kuden zu arbeiten. Auch Sonntagsreden des 
Chefs und üppige Bezahlung helfen da nicht.

Wir bauen auf und reißen nieder, so haben wir Arbeit immer wieder - 
funktioniert bei (Blech)Künstlern nur mäßig.

Autor: fghh (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Ich habe mit der Entscheidung des Kunden nur ein kleines Problem.
> Meine Mitarbeiter verstehen eine solche Entscheidung überhaupt
> nicht.
>
> Nun muss ich die motivieren, weiter Bestleistungen abzuliefern.
> Die Gefahr besteht natürlich weiter, dass auch andere Arbeiten
> kurzfristig im Müll landen werden.
>
> Da unsere Arbeiten normalerweise für die gedachte Ewigkeit gemacht
> werden, ist ein Kunde, der so mit jahrelanger Planung umgeht,
> auch für uns Neuland.


Unschön, aber gerade für Sie doch optimal: Der Kunde hast von sich aus
den Lebenszyklus des Produktes zeitnah beendet.

Die Bestleistung Ihrer Mitarbeiter bezieht sich nicht auf den gesamten
Lebenszyklus des Produktes, sondern bis der Kunde das Geld überwiesen 
hat
(plus Gewährleistung, Garantie; aber da hat er ja selber durch die
Vernichtung des Produktes positiv mitgeholfen).

Autor: mandingo (Gast)
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Bernd F. schrieb:

> Das Geländer darf auf den Müll.

Ist doch super. Da kommt schon bald der nächste Auftrag. Quasi geplante 
Obszolenz von Kundenseite.

Vielleicht kannst du das Teil auch zum Schrottwert zurückkaufen und dann 
in was anderes verwursten?

Autor: mandingo (Gast)
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BastelIng schrieb:

> Deren Haupt-Fahrzeugtype wurde kürzlich von den Spekulanten entdeckt

Trabant?

Autor: Schreiber (Gast)
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BastelIng schrieb:
> Frustration durch "Schnöselkunden" - ist mit einem weiteren
> Zunehmen der
> Schere zwischen Arm und Reich in der Tat ein Problem.

Durchaus. Aber besser Mr Viel-zu-Reich gibt sein Geld in der heimischen 
Schmiede-/Oldtimerwerkstatt/Gastronomie/Handwerk/Golfplatz aus wie im 
Tauchurlaub auf den Malediven.
Am ende ist es eben doch der Kunde, der einem den Geldbeutel füllt.

BastelIng schrieb:
> Der Haussegen in der Firma hängt schief, die Mitarbeiter haben keine
> Motivation mehr für "solche" Kuden zu arbeiten. Auch Sonntagsreden des
> Chefs und üppige Bezahlung helfen da nicht.

Mag ja sein, aber da muss man halt weitere Motivationsmaßnahmen 
(Grillfest, Betriebsausflug, Motivationsreden...) ergreifen.
Man kann Kunden, die ihr Auto einem Museum ausleihen oder regelmäßig 
bewegen einen kleinen Rabatt geben, natürlich erst nachdem man die 
Preise leicht erhöht hat.

> Wir bauen auf und reißen nieder, so haben wir Arbeit immer wieder -
> funktioniert bei (Blech)Künstlern nur mäßig.

Schon, aber ohne solvente Kunden darf der Blechkünstler seine 
Kunstfertigkeit als Einpacker bei Amazon demonstrieren. Manche muss man 
daran erinnern.

Autor: gamer (Gast)
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Komischerweise waren alle trotzdem motiviert, und auch mich stört es 
nicht, wenn was ich mache für die Tonne ist (ich lerne was, ich selber 
habe also was davon). Da frage ich mich, wer braucht jetzt eigentlich 
diese "gamification"?

Alles, woran ich mich erinnere, wenn ich mich an meine Spielerzeiten 
erinnere ist, dass die "Motivation" dort eher so wie bei Drogen und Fast 
Food war: Oberflächlich ist man süchtig, aber je länger man drin ist, 
umso größer wird ein tiefes Unbehagen. Man jagt halt virtuellen Zielen 
nach und lebt in der "Matrix", das Erreichen der immer sehr einfach und 
klar gehaltenen Ziele, weit weg von der Komplexität des Lebens, fühlte 
sich immer schlechter an, je mehr man davon schaffte.

Autor: Poti (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Aber eine Woche nach Fertigstellung? Das tut innerlich weh, und ist
> mir in 40 Jahren Berufstätigkeit noch nie passiert.

Schwamm drüber und weitermachen.

Irgendwo wurde ein Atomkraftwerk hochgezogen. Kurz vor Betriebnahme hat 
man Sichrheitsbedenken gehabt und das Ding wurde wieder abmontiert.

Wie viele Geländer waren dort verbaut?

Autor: Johannes O. (jojo_2)
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Kenn da noch viel weitere Fälle.
Passiert übrigens nicht nur bei echter Handarbeit, sondern auch bei 
Fabrikware.

Aus erster Hand erfahren von Schrottplatz/Wertstoffhof Mitarbeitern: Es 
kommt ein Mann vorbei, der wirft eine Digitalkamera in die 
Elektrogeräte-Sammelbox. Dann meint er noch so: Die hatte leider die 
falsche Farbe (ja, wirklich!), das Kind hatte sich wohl eine andere 
gewünscht.
Die Kamera wurde dann herausgezogen und einer sinnvolleren Verwendung 
zugeführt. ;-) Sie war wirklich völlig neu und voll funktionsfähig!


Es läuft einfach irgendas falsch, wenn Einzelne soviel haben, dass sie 
hunderte bis tausende Euro einfach wegwerfen können, "weils nicht (mehr) 
gefällt".

Autor: IchGlaubeEsNicht (Gast)
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Bernd F. gibt doch sonst hier den gestandenen Handwerke, der Akademikern 
und Kunden zeigt wo der Hammer hängt.

Und jetzt gibt er den enttäuschten Ponyhof-Mitarbeiter.

Autor: Richard H. (richard_h27)
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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Bernd F. gibt doch sonst hier den gestandenen Handwerke, der Akademikern
> und Kunden zeigt wo der Hammer hängt.

Da hat mal der Kunde den Hersteller mit Obsoleszenz überrumpelt. 
Bestimmt von Anfang an geplant.

Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

"Es läuft einfach irgendas falsch, wenn Einzelne soviel haben, dass sie
hunderte bis tausende Euro einfach wegwerfen können, "weils nicht (mehr)
gefällt"."

Diese, meiner Meinung nach, zutreffende Aussage birgt eine gewaltige 
Sprengkraft in sich.
Wenn die Masse auf den Cent (Euro im besseren Fall) schauen muss, mit 
all den Rattenschwänzen die daran hängen (Massentierhaltung, 
Billigarbeiter, Macht der Discounter, angeordnete "Zwangsarbeit" durch 
die Sozialbehörden, Qualität von Konsumgegenstände, "Sklavenarbeit" in 
"armen"? Ländern...) wird das Konsequenzen haben die wenig angenehm sind 
-leider aber garantiert wieder auf Kosten von denen welche es noch 
schlechter geht.

Solange es bei absoluten Luxusobjekten immer noch Ellenlange Wartezeiten 
gibt und extrem Wohlhabende Menschen breit sind mehrere 100000 Euro für 
eine Uhr, Millionen für persönliche Möbel, Millionen für einen 
Luxussportwagen, das Brillant besetzte Smartphone, Viele tausend für 
eine Flasche Wein... auszugeben, aber ihre Angestellten mit den 
Mindestlohn abspeisen, die Ware welche sie hier verkaufen in 
Chinesischen Hinterhofwerkstätten zu Menschenunwürdigen Bedienungen 
fertigen lassen usw., solange läuft nicht nur "irgendwas" falsch sondern 
etwas sehr entschiedenes.

Jemand

Autor: Schreiber (Gast)
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Poti schrieb:
> Irgendwo wurde ein Atomkraftwerk hochgezogen. Kurz vor Betriebnahme hat
> man Sichrheitsbedenken gehabt und das Ding wurde wieder abmontiert.

Zwentendorf in Österreich und Greifswald in Deutschland. In Greifswal 
hat man einen Block fertiggebaut und erst gar nicht in Betrieb genommen, 
einen zweiten nach 24 TAGEN(!!!) Leistungsbetrieb stillgelegt.

Jemand schrieb:
> Solange es bei absoluten Luxusobjekten immer noch Ellenlange Wartezeiten
> gibt und extrem Wohlhabende Menschen breit sind mehrere 100000 Euro für
> eine Uhr, Millionen für persönliche Möbel, Millionen für einen
> Luxussportwagen, das Brillant besetzte Smartphone, Viele tausend für
> eine Flasche Wein... auszugeben, aber ihre Angestellten mit den
> Mindestlohn abspeisen, die Ware welche sie hier verkaufen in
> Chinesischen Hinterhofwerkstätten zu Menschenunwürdigen Bedienungen
> fertigen lassen usw., solange läuft nicht nur "irgendwas" falsch sondern
> etwas sehr entschiedenes.

Sportwagen, Luxusuhren, guter Wein,... produziert sich nicht von selbst. 
Ganz im Gegenteil, da steckt viel Erfahrung und qualifizierte Handarbeit 
drin, die auch gut bezahlt wird. In Deutschland gibt es mehrere 
Hundettausend Menschen, die von der Luxusgüterproduktion gut leben 
können.
Einfach mal bei Porsche, Mercedes, Glashütte und Co fragen.

Indirekt (über Zulieferer und Steuern) profitiert davon sogar das ganze 
Land, wer bei Porsche&Co arbeitet, der verdient gut und zahlt auch 
entsprechend Steuern.
Und wenn Herr Multimillionär sich eine Rolex und seiner Frau eine 
Prada-Handtasche kauft, dann zahlt er eben auch die 19%Mehrwertsteuer.

IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Und jetzt gibt er den enttäuschten Ponyhof-Mitarbeiter.

Nicht er, seine Mitarbeiter und er muss diese jetzt wieder motivieren.

Autor: Rote T. (tomate)
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Und jetzt?

Schau mal wieviel noch brauchbare Konsumerelektronik im Müll landet, wie 
viele Firmen ihre ausgediente 
Messtechnik/Werkzeugmaschinen/Server/Computer.... verschrotten anstatt 
diese weiterzuverkaufen, zu verschenken oder an die Mitarbeiter 
abzugeben (meistens nach dem Motto, oh Hilfe, wenn sich da jemand mit 
wehtut oder weil dann irgendein Sesselfurzer nicht die volle 
Abschreibung tätigen kann....).

Ist heutzutage irgendwie normal geworden, ist zwar traurig, aber man 
kann  manche Dinge eben nicht ändern. Ist mit der Treppe vermutlich auch 
so.

Einfach nur ein Zeichen, dass es den Menschen in Mitteleuropa momentan 
zu gut geht und langfristige Ziele fehlen. Deswegen kann man es sich 
auch leisten, noch brauchbare/neue Dinge zu verschrotten. Wird sich 
vermutlich in der Zukunft einmal ändern, spätestens wenn das Öl knapp 
wird, weil dann auch das Plastik knapp wird.....

Autor: IchGlaubeEsNicht (Gast)
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>Nicht er, seine Mitarbeiter und er muss diese jetzt wieder motivieren.


Einem angeblich so gestandenem Handwerker wie Bernd F. sollte es dann zu 
denken geben, wenn er solche mimosenhafte Mitarbeiter beschäftigt.

Wenn ich sehe, was so manch andere schlecht bezahlten Arbeiter da 
aushalten müssen, dann dürften das die reinsten Luxusproblem sein.

Er kann ja mit einem Psychologen Ringelpietz-mit-Anfassen-Spielchen zur 
Re-Motivation veranstalten.

Autor: Schreiber (Gast)
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Rote T. schrieb:
> Schau mal wieviel noch brauchbare Konsumerelektronik im Müll landet, wie
> viele Firmen ihre ausgediente
> Messtechnik/Werkzeugmaschinen/Server/Computer.... verschrotten anstatt
> diese weiterzuverkaufen, zu verschenken oder an die Mitarbeiter
> abzugeben

Meiner Erfahrung nach wird Technik, die man noch sinnvoll 
weiterbetreiben kann, verkauft und nicht etwa verschrottet.
Die ausgedienten Laptops/Computer landen als Leasingrückläufer bei 
Pollin/ebay, für Server, Messgeräte und Werkzeugmaschinen gibts auch 
Gebrauchtgerätehändler.

Allerdigns erreichen Geräte auch irgendwann einen Punkt, an dem ein 
Weiterbetrieb nicht mehr sinnvoll oder möglich ist. Alte Itanium-Server 
und Computer mit AMD-Sempron-Prozessor will einfach keiner mehr kaufen 
und eine CNC-Fräse, die die letzten 30 Jahre in der Produktion im 
Dauerbetrieb lief, kann man nur noch ausschlachten und verschrotten. 
Alte Messtechnik war auch mal richtig teuer, ein Oszilloskop (1 Kanal, 
5MHz, analog) war teurer wie ein Motorrad, aber heute?!
Opas alter Ochsenkarren hat sich irgendwann nach der Anschaffung eines 
Traktors in Brennholz verwandelt. War mal teuer...

Ich habe vor einigen Jahren einen voll funktionsfähige Computermonitore 
(19" Röhre) entsorgt und durch einen 27" TFT ersetzt. Der Videorekorder 
ist mittlerweile auch nur noch ein Staubfänger in der Kellerecke und der 
CD-Brenner mit 2X-Geschwindigkeit, beides Funktionsfähig, aber wer 
braucht das heute noch?

Beitrag #5070352 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Markus W. (elektrowagi78) Benutzerseite
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Schreiber schrieb:
> In Deutschland gibt es mehrere
> Hundettausend Menschen, die von der Luxusgüterproduktion gut leben
> können.

Ich formuliere es mal etwas Genauer: 90% der Firmen in DE, die noch gut 
funktionieren, arbeiten in der Luxuxbranche, weil da noch Geld zu machen 
ist. Kleider, Parfum, Smartphone-Apps, Klingeltöne, Pop-Musik ...

... selbst die Würstchenbude vor dem Grossunternehmen ohne Kantine ist 
ein Luxusunternehmen, weil man die Zahlungsbereitschaft der MA ausnutzt 
und Mondpreise nehmen kann. Hier bei meinem Kunden steht einer rum, der 
verkauft aus dem Wagen JEDEN MITTAG kleine Wurst- Suppen- und 
Nudelgerichte zu 6,50 die Portion und schon um 12.30 ist alles leer, 
weil die MA keine Lust haben, in die weit entfernte Kantine zu laufen 
und 20min anzustehen.

Beim Kaufland um die Ecke gibt es ein halbes Hähnchen mit Pommes und 
Getränk zu 5,-! Mehr kann er nicht nehmen, hält sich gerade so über 
Wasser.

Zum Thema:
>Re: Kunde wirft die fertige Arbeit weg
Ist vollkommen normal. Meine Statistik:

15% der Aufträge werden in der Konzeptphase oder danach gestoppt und Ich 
erhalte dann einen Abschlag auf die Vertragssumme. Macht immer ein paar 
Tausender extra

20% der beauftragten Entwicklungen werden nach der Phase 1 nicht 
fortgeführt, weil anderswo ein Problem besteht. Der Kunde beauftragt 
dann nicht weiter und Ich erhalte nichst. Auch leider keinen Abschlag 
:-)

Nur gut ein Drittel der Aufträge werden in die Prototypenphase geführt, 
etwa die Hälfte kommt davon durch. Macht 1/3 der Projekte, für die es 
ein Konzept gab, werden in eine Nullserie überführt und gehen mal zu 
Kunden. Auch davon werden dann einige noch gestoppt.

Ich sage mal, dass 30% durchgehen. Bei den anderen Projekten werden so 
durchschnittlich 1000-5000 Mannstunden "weggeworfen". Bei einigen das 
10fache. Da kommt dann auch schon mal Millionen, die wech sind.

Wen interessiert da eure Treppe ????

Autor: oszi40 (Gast)
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Markus W. schrieb:
> durchschnittlich 1000-5000 Mannstunden "weggeworfen".

1.Bei BER könnten noch ein paar mehr Mannstunden für die Katz sein.
2.Bei Bernds Geländer war alles ok und der Kunde hat bezahlt. 
Gleichzeitig habt Ihr Referenzen gesammelt, wo keine Garantieansprüche 
mehr vorkommen können. Super Geschäft. Geländer-Abo wäre die Steigerung.

Autor: Schreiber (Gast)
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Markus W. schrieb:
> Ich formuliere es mal etwas Genauer: 90% der Firmen in DE, die noch gut
> funktionieren, arbeiten in der Luxuxbranche, weil da noch Geld zu machen
> ist. Kleider, Parfum, Smartphone-Apps, Klingeltöne, Pop-Musik ...

Ich sprach von richtigen Luxusgütern, die auch exportiert werden.

Schöne Autos etwa. Oder Kunsthandwerk. Oder Yachten. Oder sonstige 
Luxusgüter, die nicht jeder herstellen kann.
Also über Güter, die in größerer Menge/Wert exportiert werden und 
dadurch zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland sichern.

Ich sehe es dementsprechend ganz gelassen, wenn ein Scheich bei Lürssen 
sein neustes Spielzeug oder ein erfolgreicher Geschäftsmann einen 
Zweitwagen aus Zuffenhausen kauft.

Auch wenn da "etwas" Neid aufkommt: Das sichert Arbeitsplätze in 
Deutschland!

Autor: Possetitjel (Gast)
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Markus W. schrieb:

> ... selbst die Würstchenbude vor dem Grossunternehmen
> ohne Kantine ist ein Luxusunternehmen, weil man die
> Zahlungsbereitschaft der MA ausnutzt und Mondpreise
> nehmen kann. Hier bei meinem Kunden steht einer rum,
> der verkauft aus dem Wagen JEDEN MITTAG kleine Wurst-
> Suppen- und Nudelgerichte zu 6,50 die Portion und schon
> um 12.30 ist alles leer, weil die MA keine Lust haben,
> in die weit entfernte Kantine zu laufen und 20min
> anzustehen.

Dass nicht alle Leute beliebig lange Pause machen können,
das ist Dir noch nicht in den Sinn gekommen?

Ich habe mal am Band in einer etwas größeren Werkhalle
gearbeitet. Allein durch den Weg vom Arbeitsplatz zur
Kantine und zurück war ungefähr die halbe Frühstücks-
pause vorbei.

> Wen interessiert da eure Treppe ????

Nun ja... Bernd interessiert die Treppe. Hat er etwa
versäumt, den Interessenberechtigungsschein vorher bei
Dir zu beantragen?
Das würde ich ihm auch nicht durchgehen lassen. Wo kämen
wir denn hin, wenn sich jeder einfach so für seine eigene
Arbeit interessieren würde, nicht wahr?

Autor: Bernd F. (metallfunk)
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Jetzt bin ich selbst etwas gefrustet.

Ist eine andere Baustelle, aber gleiches Problem:
Letzte Woche haben wir ein elektrisches Schiebetor eingebaut.
Ein aufwändiges Teil, komplett aus Aluminiumprofilen, beidseitig
mit Blechen verkleidet ( natürlich ohne sichtbare Schrauben),
alles makellos pulverbeschichtet, schneller E- Antrieb usw.

Am Samstag habe ich noch Feineinstellungen gemacht, alles war super.
Montag früh ruft der Architekt an: "Sofort vorbeikommen und abreißen".

Der Kunde hat sich am Sonntag entschieden, ein 2 Meter breiteres Tor
haben zu wollen.

Ah,ja! "Loriot".

Grüße Bernd

Autor: Falk B. (falk)
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@ Bernd Funk (metallfunk)

>Montag früh ruft der Architekt an: "Sofort vorbeikommen und abreißen".

>Der Kunde hat sich am Sonntag entschieden, ein 2 Meter breiteres Tor
>haben zu wollen.

Naja, das ist wohl leider der Zeitgeist. Hektisch und oberflächlich. 
Frher(tm), hat man erstmal einen Plan gemacht, drüber nachgedacht und 
ggf. ein (paar) Modelle gebaut. Heute meint man, so schnell wie man am 
3D CAD was ändert das auch in der Realität ändern zu können, einfach ein 
paar Clicks. Idioten!

"Wenn du es eilig hast, gehe langsam."

Laotse

Autor: Patrick J. (ho-bit-hun-ter)
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Hi

Das wird es immer wieder geben.

Nimm Dir einen Hau-Klotz und mach Brennholz - dabei kann man einiges an 
Wut sinnvoll einbringen - und nachher fühlt man sich besser und hat noch 
Feuerholz.

... ich war jung und irgendwie nicht immer in Übereinstimmung der 
Obrigkeit ... und da dort mit Festbrennstoffen geheizt wurde, quasi 
win-win :)

MfG

Autor: genervt (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Der Kunde hat sich am Sonntag entschieden, ein 2 Meter breiteres Tor
> haben zu wollen.

Hat der Kunde zu viel Geld?

Autor: BastelIng (Gast)
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Wenn das Tor bei der Demontage nicht demoliert wird, kann sich doch 
jemand anderes darüber freuen...

...wenn dan erstal der BER wieder abgerissen wird wird die gesamte 
Republik meutern...

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Bernd F. schrieb:
> Am Samstag habe ich noch Feineinstellungen gemacht, alles war super.
> Montag früh ruft der Architekt an: "Sofort vorbeikommen und abreißen".

das heisst man kann günstig nen E-Antrieb erstehen?

Autor: Herbert B. (herbert_b)
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BastelIng schrieb:
> Wenn das Tor bei der Demontage nicht demoliert wird, kann sich doch
> jemand anderes darüber freuen...

Ideal wäre ien Fussballfan. Der freut sich immer über ein Tor.

Autor: oszi40 (Gast)
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Bernd F. schrieb:
> Der Kunde hat sich am Sonntag entschieden, ein 2 Meter breiteres Tor
> haben zu wollen.

Gerne, sobald das 1. Tor bezahlt wurde :-) 2 Meter breiter wird aber 
"Sondermaß" zum doppelten Preis wegen ... Einfacher wäre ein kleineres 
Tor zusätzlich anzupassen. Das hätte auch den "Vorteil", daß kaum ein 
Auto hindurchpasst ohne die Spiegel abzubrechen.

Autor: Hannes J. (pnuebergang)
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Bernd F. schrieb:
> Montag früh ruft der Architekt an: "Sofort vorbeikommen und abreißen".

Dass es eine gute Idee ist die Ausführung des fertigen Werks zu 
dokumentieren und die Abrissanweisung vom Architekten schriftlich zu 
haben muss ich dir nicht sagen. Besser wäre es die Bezahlung für das 
Tor, den Aufbau und den Abriss in der Tasche zu haben

Ganz dumm gefragt, ist das zufällig der selbe Architekt, der auch das 
andere Objekt betreut? Wenn ja, kannst du es dir leisten den auf deine 
schwarze Liste zu setzen? Der hat seine Kunden nicht im Griff.

> Der Kunde hat sich am Sonntag entschieden, ein 2 Meter breiteres Tor
> haben zu wollen.

Allgemein, kannst du es dir leisten bei der Annahme von Aufträgen 
wählerischer zu sein?

Kannst du für die Ausführung deiner Aufträge länger brauchen? In beiden 
Fällen klang es so, als ob du früh geliefert hast. Wenn die Zeit 
wegläuft, wenn der Einzug unmittelbar bevor steht, werden Kunden 
pragmatischer.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Bernd F. schrieb:
> Jetzt bin ich selbst etwas gefrustet.

Hast du schon mal über eine Therapie nachgedacht? Deine Arbeit scheint 
dich doch sehr zu belasten. Das Forum kann eine Psychotherapie nicht 
ersetzen! Rede mit einem Arzt darüber.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Bernd F. schrieb:
> Jetzt bin ich selbst etwas gefrustet.

achwasnichtgar.

Du hast eine Arbeit.
und wenn der Kunde das 10 mal abreissen will und Du das neu bauen 
kannst.
Besser könnte es doch garnicht gehen.
Natürlich immer vorausgesetzt, dass das alles auch bezahlt wird.

Es gibt eben Leute/Firmen, die schlicht einfach nur zuviel Geld haben
und nicht mehr wissen was man damit machen soll.


;)
In solchen Firmen sollte man sich bewerben,
Da verdient man bestimmt nicht schlecht
;)

Autor: Chr. M. (snowfly)
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Falk B. schrieb:
> Naja, das ist wohl leider der Zeitgeist. Hektisch und oberflächlich.
> Frher(tm), hat man erstmal einen Plan gemacht, drüber nachgedacht und
> ggf. ein (paar) Modelle gebaut.

Als ob Architekten ohne Computer weniger Mist machen würden.
Auch als noch gezeichnet wurde gab es auch ständig Dinge die
vergessen wurden oder einfach falsch waren.
Allerdings hat es ein paar Wochen gedauert bis etwas geändert war.

Für den vorliegenden Fall denke ich dass der Architekt
einfach das Torstandardmaß genommen hat aber der Herr
Bauherr da gerne mit seinem H1+Womo ohne Rangieren
ein und ausfahren möchte  --> neues Tor.

Für viele ist eines von euren Jahresgehältern mehr im
Bereich Klimpergeld angesiedelt dass man auch schonmal
in 2h im Casin o verpielt und danach sagt "es war ein schöner
Abend"

Ich find besser die geben es für überflüssige Handwerkerleistungen
aus statt für "Tulpenzwiebeln".

Autor: Markus (Gast)
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Bernd, ist es Dir im privaten Umfeld noch nie passiert, daß Du etwas 
hast machen lassen und Dich am Ende über die selbst getroffene 
Entscheidung geärgert hast?
Banale Beispiele meinerseits:
- Handwerker fragen mich bei der Badrenovierung, wo die Armatur der 
Badewanne hinsoll: Seitlich an der Wand oder am Kopfende? Ich Sepp hatte 
sie seitlich an der Wand montieren lassen, dabei würde sie am Kopfende 
beim Duschen viel weniger stören... Tja, zu spät, im Gegensatz zu Deinen 
Kunden kann ich das ganze leider nicht komplett neu machen lassen
- Heizung wurde verlegt. Ich sage dem Handwerker, wo die neue Leitung 
entlang laufen soll, einen Tag nachdem alles fertig ist, denke ich mir: 
Mmmh, andere Seite entlang wäre doch besser gewesen.

Andersherum ist es doch viel schlimmer: Wie oft habe ich Handwerkern 
schon sagen müssen, wie irgendetwas erledigt werden soll, was für mich 
total offensichtlich war...

Autor: Chris F. (chfreund) Benutzerseite
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Chr. M. schrieb:
> Als ob Architekten ohne Computer weniger Mist machen würden.

Das ist bei Elektronik aber genauso. Man verzettelt sich an einer 
Bauteilbeschreibung und hat daher ein paar kleine Patzer beim 
Platinenlayout verdrängt die man beheben wollte.
Am Ende fällt es dann erst auf wenn die Prototypen bestückt werden.

Manchmal glaube ich als aufgeklebt und gemalt wurde waren die Leute 
gewissenhafter als heute mit den wuseligen CAD-Programmen.

Autor: Falk B. (falk)
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@ Chr. Messener (snowfly)

>> Naja, das ist wohl leider der Zeitgeist. Hektisch und oberflächlich.
>> Frher(tm), hat man erstmal einen Plan gemacht, drüber nachgedacht und
>> ggf. ein (paar) Modelle gebaut.

>Als ob Architekten ohne Computer weniger Mist machen würden.

Teilweise schon.

>Auch als noch gezeichnet wurde gab es auch ständig Dinge die
>vergessen wurden oder einfach falsch waren.

Wirklich? War das STÄNDG alles fehlerhaft?

>Allerdings hat es ein paar Wochen gedauert bis etwas geändert war.

Wirklich? Oder hat man sich nicht eher konzentriert, es gleich möglichst 
fehlerfrei zu machen, eben weil die Änderungen (Zeichnungen per Hand 
ändern!) so aufwändig waren? Heute, wo ein Großteil der Zeichnungen 
halb- und vollautomatisch erstellt werden, ist der Druck dazu weg und es 
schleicht sich die Schlamperei ein.

Eines der "besten" Negativbeispiele ist wohl der BER, wobei es dort wohl 
eher ein Managementproblem ist.

Autor: Falk B. (falk)
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@ Chris F. (chfreund)

>Manchmal glaube ich als aufgeklebt und gemalt wurde waren die Leute
>gewissenhafter als heute mit den wuseligen CAD-Programmen.

Meine Rede. Und ich will mich da gar nicht ausschließen! Auch ich bin 
immer mal wieder zu lax und oberflächlich 8-0

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo Falk.

Falk B. schrieb:

>>Auch als noch gezeichnet wurde gab es auch ständig Dinge die
>>vergessen wurden oder einfach falsch waren.
> Wirklich? War das STÄNDG alles fehlerhaft?
>>Allerdings hat es ein paar Wochen gedauert bis etwas geändert war.
> Wirklich? Oder hat man sich nicht eher konzentriert, es gleich möglichst
> fehlerfrei zu machen, eben weil die Änderungen (Zeichnungen per Hand
> ändern!) so aufwändig waren? Heute, wo ein Großteil der Zeichnungen
> halb- und vollautomatisch erstellt werden, ist der Druck dazu weg und es
> schleicht sich die Schlamperei ein.

Jede Leistungsgesellschaft ist immer auch eine 
Überforderungsgesellschaft, weil sich die Belastung automatisch so 
einstellt, das mehr nicht mehr geht.
Nur weil auch sonst im Umfeld alles langsamer lief, war mehr Zeit zum 
Überlegen da. Der ganze Leerlauf, der ja auch mit Nachdenken gefüllt 
ist, ist durch Arbeitsverdichtung weggefallen.

Aber Layoutfehler gab es schon immer. Platinen mit Nachbesserungen habe 
ich schon gesehen, als ich so mit 12 angefangen habe, alte Fernsehe 
Platinen zwecks Bauteilgewinnung auszuschlachten. ;O)


> Eines der "besten" Negativbeispiele ist wohl der BER, wobei es dort wohl
> eher ein Managementproblem ist.

Vieleicht sollte das sogar schiefgehen, weil man an dem Schiefgehen gut 
verdienen konntte/kann. ;O)
https://de.wikipedia.org/wiki/Imtech_Deutschland

In Sachen Transparenz befürworte ich auch durchaus mehr "Druck". ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Chr. M. (snowfly)
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Falk B. schrieb:
> Wirklich? War das STÄNDG alles fehlerhaft?

Ja.
Sieht man z.B. an Revisonsnummern.


Sprich einfach mal mit Leuten die sowas dann kopfschüttelnd
montieren.
Von Türen die im 2. Stock im nichts enden, Gebäude komplett ohne
Verkabelung, Geräte die konzeptionell nur 10% der geplanten Leistung
erbringen usw. kann dir sogut wie jeder Berichten.

Ohne moderne Hilfsmittel geht das mindestens genausogut,
dauert nur wesentlich länger und ist mehrfach so teuer.

Bestimmt findest du z.B. für deinen nächsten Hausbau
jemanden der alles zu Fuß macht und dafür aber soviel
verlangen muss dass du dafür das Haus 3x wieder abreissen
und "Fehlerfrei" neu aufbauen kannst.

Wofür würdest du dich dann entscheiden?

Autor: meckerziege (Gast)
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Chris F. schrieb:
> Das ist bei Elektronik aber genauso. Man verzettelt sich an einer
> Bauteilbeschreibung und hat daher ein paar kleine Patzer beim
> Platinenlayout verdrängt die man beheben wollte.

Sowas lege ich mir als info als Kupfer neben das Board. Fällt sofort 
beim Gerber erzeugen auf, falls man es vergessen hätte...

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Falk B. schrieb:
> Eines der "besten" Negativbeispiele ist wohl der BER,
> wobei es dort wohl eher ein Managementproblem ist.

Bernd W. schrieb daraufhin im Beitrag #5112654:
> Vielleicht sollte das sogar schief gehen,
> weil man an dem Schiefgehen gut verdienen konnte/kann. ;O)


So ähnlich denke ich mir das auch beim Diesel-Thema.

Evtl gibts da noch andere Gründe warum und wieso,
die nur noch nicht bekannt sind.
Wie eben alles in den Medien nur das ist, was auch bekannt wird/wurde.

Und wenns irgendwann man zum Aufhänger wird,
die Auto-Produktion ganz aus D abzuziehen.
Die Hersteller ächzen ja unter den deutschen Produktionskosten

Man hört immer wieder was von Vertrauen in den Medien,
Da könnt ich mich vor Lachen jedes mal wegwerfen.
Aber seit Jahrzehnten* schon.

*Ich kann das sogar ziemlich genau an einem Ereignis
im Jahre 1987 fest machen. Das ist so die Zeit,
Ab der ich einigermassen rational (erwachsen werdend) denken konnte.

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo ● J-A V.

● J-A V. schrieb:

>> Eines der "besten" Negativbeispiele ist wohl der BER,
>> wobei es dort wohl eher ein Managementproblem ist.
> Bernd W. schrieb daraufhin im Beitrag #5112654:
>> Vielleicht sollte das sogar schief gehen,
>> weil man an dem Schiefgehen gut verdienen konnte/kann. ;O)

> So ähnlich denke ich mir das auch beim Diesel-Thema.

Ja. Da ist ein zimliches Dilemma zwischen wenig CO2 (dafür ist der 
Diesel nötig) und wenig Feinstaub/Stickoxid. Letztlich ein tradeoff 
zwischen Klimaschutz und Gesundheits/Umweltschutz.
Das ist aber kompliziert und schwer zu diskutieren....

Letztlich muss alles auf mögliche Transport- und Mobilitätsvermeidung 
hinauslaufen, wenn es mit dem Klimaschutz UND dem Umweltschutz ernst 
sein soll.

> Evtl gibts da noch andere Gründe warum und wieso,
> die nur noch nicht bekannt sind.
> Wie eben alles in den Medien nur das ist, was auch bekannt wird/wurde.

Das war mir schon seit Mitte/Ende der 90er bekannt. Damals viel schon 
auf, dass man gefälligst seinen Motor 15 Minuten im leerlauf 
"warmlaufen" lassen muss, bevor man gute Messergebnisse bekam. Einen 
Motor, der schon "warm" hereinkam, musste man trozdem "warmlaufen" 
lassen, und umgekehr, lief der Motor aus irgendeinem Grunde zulange im 
Standgas, "zog" er anschliessend nicht, und hatte eine Tendenz zum 
Ausgehen. Das war damals bei Diesel und Benzinern so.

Ich habe davon im Bekanntenkreis erzählt, es ist nur so, dass sich 
damals keiner dafür interessiert hat, der Bürger ist also Komplize.
Das "Management" reagiert eigentlich nur auf "Bedarf", ist also extrem 
populistisch.
Auch bei meinen aktuellen politischen Betätigungen sehe ich eigentlich 
immer Bildungsdefizite bei den Bürgern. Aber es keinen Sinn, Bildung 
Leuten aufzuzwingen, das geht nur zu einem Ohr rein und zum anderen Ohr 
raus....

> Und wenns irgendwann man zum Aufhänger wird,
> die Auto-Produktion ganz aus D abzuziehen.
> Die Hersteller ächzen ja unter den deutschen Produktionskosten

Genaugenommen ist das ja schon lange so. In Deutschland werden fast nur 
noch Luxuskarossen gefertigt. Was praktisches zum Gebrauchen das auch 
noch günstig ist muss man importieren.

> Man hört immer wieder was von Vertrauen in den Medien,
> Da könnt ich mich vor Lachen jedes mal wegwerfen.
> Aber seit Jahrzehnten* schon.

Die Medien liefern nur das, was das Puplikum hören will. Alles andere 
hast Du lediglich in den öffentlich rechtlichen Medien tief in der 
Nacht, wenn keiner hinhört.

> *Ich kann das sogar ziemlich genau an einem Ereignis
> im Jahre 1987 fest machen. Das ist so die Zeit,
> Ab der ich einigermassen rational (erwachsen werdend) denken konnte.

Bei mir sind es viele kleine Ereignisse, die ein Gesamtbild geben. 
Zusammen mit den Erzählungen meiner Verwandschaft, die Erfahrungen aus 
den dritten Reich mit den damaligen Manipulationsmethoden hatte, weil 
sie selber darin verwickelt waren.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Markus W. (elektrowagi78) Benutzerseite
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Schreiber schrieb:
> Auch wenn da "etwas" Neid aufkommt: Das sichert Arbeitsplätze in
> Deutschland!

Sooo viele Arbeitsplätze sichert das auch wieder nicht. Du würdest Dich 
wundern, wie wenig wirklich bei einem Porsche wirklich in DE hängen 
bleibt. Das Material für die ganzen Teile kommt komplett aus dem 
Ausland, wenn nicht über Porsche, dann über die Zulieferer. Oft kommt 
sogar schon das Knowhow aus dem Ausland:

Na, wer macht für Porsche die Motorelektrik? Wer macht das Radio? Wer 
macht die CAN, LIN und andere Steuerungen? Conti und VDO und Bosch 
lassen inzwischen viel in Osteuropa und Asien machen.

Und die Ingenieure, die dort arbeiten, werden über Fe....u und Rü...r 
aus Spanien und Portugal geholt, soforn nicht die Entwicklung schon 
komplett draussen ist.

Autor: Patrick J. (ho-bit-hun-ter)
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Hi

Markus W. schrieb:
> Fe....u und Rü...r

Und dann wird sich beschwert, daß man 'Bucht' statt eBay schreibt ... wo 
man sogar noch klar erkennen kann, was wohl gemeint war.

... oder ich bin einfach zu jung ... Kreuzworträtsel sind aber auch so 
1980 ... ;)

MfG

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