Forum: HF, Funk und Felder Eigenbau eines RFID Readers (HF - 13,56mHz)


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von Rohan S. (rohan_sa)


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Hallo,
Als Projekt plane ich einen RFID-Reader selber zu Bauen.
Ich habe mich mittlerweile einigermaßen eingelesen, habe aber noch
einige Grundlegende Fragen zum Eigenbau eines Lesegeräts.

Erstmal einige Infos, welche Variante von RFID-Reader ich bauen möchte:
1) Es handelt sich nur um ein RFID LESEGERÄT, der Transponder ist
read-only-> nur die Seriennummer soll ausgelesen werden.
2) Der Transponder hat keine Eigene Stromversorgung(Passiv)
2) Frequenz: 13,56 mHz, also findet der Datenaustausch über das
elektromagnetische Feld statt (Induktive Kopplung), wenn ich das richtig
Verstanden habe.

3) Meine Annahme: Das Lesegerät muss folgendes können:

 a) Die Antenne muss das Feld aufbauen mit der Resonanzfrequenz von
13.56mHz
 b) Frage1: Muss der Reader dem Transponder mitteilen, was genau er
lesen möchte oder sendet der Tag, sobald er mit Strom versorgt ist
automatisch seine Seriennummer.
 c) Der Transponder moduliert das Feld dann, also muss der Reader diese
Modulation erkennen und dann demodulieren.
 d) Dass demodulierte Signal muss ausgelesen werden und die Seriennummer
soll dann auf einem LCD Display angezeigt werden

Danke schon mal für jede Antwort

von Pandur S. (jetztnicht)


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Da fehlt noch sehr viel. Ich empfehle ein Buch wie "Ich und RF-ID" oder 
aehnlich.

Ein Tag ist eine passive Zustandsmaschine. Da muss der Reader alles 
machen. also die Speicherstelle adressieren und das Resultat 
raus-clocken.

Das Tag antwortet, indem es zB bei Nullen kurzschliesst, bei Einsen 
nicht. Siehe Modulationsmoeglichkeiten.

Ueblicherweise ist die Verbindung verschluesselt, dh ohne 
Authentifizierung kommt nichts raus. Man will auch verhindern, dass die 
Verbindung abgehoert werden kann.
Dh es ist ein smarter ASIC verbaut, der das alles kann.

: Bearbeitet durch User
von Rohan S. (rohan_sa)


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Ich lese momentan das "RFID Handbuch" von Klaus Finkenzeller. Dort 
stand, dass bei read-only Tags der Tag mit der Energie des Feldes 
aktiviert wird und dann automatisch durchgehend seine Seriennummer 
sendet. Es findet nur unidirektionaler Datenfluss statt.
Ich gehe davon aus, dass die Seriennummer nicht verschlüsselt ist, da es 
keinen wirklichen Grund gibt bei einem low-end System die SN zu 
verschlüsseln. Das einzige was auf dem Speicher des Chips liegt ist ja 
die SN.

Meine Frage wäre jetzt, wie wird ein Signal genau vom Reader wieder 
demoduliert.

von funky (Gast)


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Kommt auf den Tag an. Normalerweise wird die ID immer unverschlüsselt 
gesendet. Gibt aber auch Tags, bei denen jedesmal eine andere 
Seriennummer kommt.

Für so ein Testeigenbau alles ok, für "richtige" Anwendungen benutzt man 
die Tag-ID aber nicht. Da nimmt man was eigenes

von tmomas (Gast)


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Rohan S. schrieb:
> Frequenz: 13,56 mHz

13,56 milli Hz? Wirklich?

von Felix U. (ubfx)


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Rohan S. schrieb:
> Meine Frage wäre jetzt, wie wird ein Signal genau vom Reader wieder
> demoduliert.

Das hängt vom implementierten Standard ab. Üblicherweise ist das die ISO 
14443 [1]. Da gibt es aber Down + Uplink, verschiedene 
Modulationsverfahren und eine (nutzlose) Verschlüsselung. Das dürfte für 
deinen Selbstbau weniger interessant sein.

Dann gibt es noch ISO 15693 [2]. Die ist schon wesentlich einfacher und 
nutzt ASK, was man ziemlich einfach per ADC + uC oder analog 
demodulieren kann (laut Wiki gibt es auch noch FSK). Dann noch 
Manchester dekodieren und du hast die Seriennummer ausgelesen. 
Schlussendlich musst du dir halt ein passendes Tag besorgen.

funky schrieb:
> Für so ein Testeigenbau alles ok, für "richtige" Anwendungen benutzt man
> die Tag-ID aber nicht. Da nimmt man was eigenes

Für "richtige" Anwendungen benutzt man ein standardisiertes Vorgehen und 
nichts "eigenes".

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/ISO/IEC_14443
[2] https://en.wikipedia.org/wiki/ISO/IEC_15693

: Bearbeitet durch User
von Max (Gast)


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56 milli Hz? Wirklich?

Oh mein Beileid..einer mit zu viel langweile

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