Smd Löten - pin (lötpunkt) wiederherstellen

OP #5075329
Lesenswert?

Hallo zusammen ich habe das Problem das ich beim ausbauen eines 
connectors die auf der Platine liegenden Pins abgebrochen/gelöst habe, 
sodass ich vor dem einsetzten eines neuen connectors zunächst die 
lötpunkt wiederherstellen muss.  Habt ihr einen Tipp wie ich am besten 
unter die Platinenbeschichtung komme ohne diese zu sehr zu beschädigen 
um die lötpunkte neu zu setzen?  Danke für den Support
Angehängte Dateien:
Gast #5075345
Lesenswert?

Aleks D. schrieb:
> Habt ihr einen Tipp wie ich am besten
> unter die Platinenbeschichtung komme ohne diese zu sehr zu beschädigen
> um die lötpunkte neu zu setzen?

Wech is wech. Da kannst Du Nichts mehr "Wiederherstellen" ohne eine neue 
Platine zu machen. Und da sich auch einige Pads zusätzlich "gelöst".

Alternative:
Pads nachverfolgen ob diese überhaupt angeschlossen sind (Gegenstück des 
Connectors untersuchen, mit Messgerät durchklingeln - dürfte bei dieser 
Größe des Steckverbinders "lustig" werden). Und dann mit 
Kupüferlackdraht (0,1mm oder 0,15mm) Draht am wiedereingelöteten 
Connector anlöten und am nächsten Anschlusspunkt/Pad/Via anlöten. Have 
Fun :) Das geht mit den Größen mit denen Du hier arbeitest nur mit SEHR 
viel Löterfahrung und gutem Mikroskopequipment.

rgds
Angehängte Dateien:
Gast #5075375
Lesenswert?

6a66 schrieb:
> Aleks D. schrieb:

> Wech is wech. Da kannst Du Nichts mehr "Wiederherstellen" ohne eine neue
> Platine zu machen. Und da sich auch einige Pads zusätzlich "gelöst".

So pauschal ist deine Aussage falsch!

Es gibt durchaus Möglichkeiten einzelne gerupfte Pads oder Leiterbahnen 
auf einer PCB wieder herzustellen.
Beispielsweise mit den Produkten von Circuitrework.

Ob hier im Beispiel allerdings der Pitchabstand eine Reparatur möglich 
macht?
Dazu wärs ganz interessant zu erfahren, welcher Pinpitch der 
massagrierte Connector hat(te).

Wenn ich das Foto richtig interpretiere sind von den ganzen abgerupften 
Pads nur zwei tatsächklich angeschlossen gewesen.
Der ganz oben links, sieht denn auch aus als wenn da eine Versorgung 
oder Masse drauf lag?
Ggfs. könnte man dann anhand des Gegenstücks (Baugruppe) herausfinden, 
ob das Potential nicht über einen oder mehrere andere Verbindungen 
parallel geführt wird und auf der Gegenseite wieder verbunden sind.

Mit etwas Glück bleiben nur 1-2 Fädelkandidaten über, das wäre dann auch 
mit der von Dir beschriebenen Methode durchaus praktikabel...


Gruß

Vanilla
Gast #5075618
Lesenswert?

Vanilla schrieb:
> Beispielsweise mit den Produkten von Circuitrework.

201-1400   Land/Pad Repair Kit, 120 VAC   $399.00 Each
201-1402   Land/Pad Repair Kit, 230 VAC   $419.00 Each

Hmmm, interessante Alternative. Ob das dem Kollegen weiterhilft :) 
Sicherlich ist das für einen GEÜBTEN eine Lösung aber nicht für jemanden 
der einen vermutlich 1mm Pitch Connector mit dem Lötkolben runterrupft.


Vanilla schrieb:
> Mit etwas Glück bleiben nur 1-2 Fädelkandidaten über, das wäre dann auch
> mit der von Dir beschriebenen Methode durchaus praktikabel...

Das habe ich schon gesehen, deswegen habe ich es eben beschrieben. Aber 
allein die Kontaktpunkte für die andere Seite des Drahtes zu finden und 
dann den Draht auch noch anlöten - ich mach das ja häufiger im 
beruflichen Umfeld aber bekomme es SAUBER nur mit Mikroskop hin.

rgds
Gast #5075636
Lesenswert?

Vanilla schrieb:
> auf einer PCB wieder herzustellen.
> Beispielsweise mit den Produkten von Circuitrework.

Hast Du Dir das mal genauer angesehen?

Da müsstest Du ein geschätzt 0,3mm * 2mm Pad mit Epoxykleber auf die 
Leiterplatte kleben und dann den elektrischen Kontakt mit dem Via 
daneben herstellen, das dann möglichst plan herstellen damit Du dann den 
Connector auch wieder draufbringst. Klar, es gibt da zwischen problemlos 
(weiss) und geht nicht (schwarz) viel Grauzone. Nachdem ich da schon so 
manchen Fred dazu gelesen habe und mir die Lötstellen oben angesehen 
habe habe ich daher den Komparator mal sehr an das weiß rangesetzt. 
Sowas gehört mit guter Heissluftstation und ordentlich Erfahrung 
ausgelötet sonst ist das PCB hin. Anders wird da "normalerweise" nix 
draus.

Einlöten ist bei dem Abstand zu den SMDs daneben auch nicht trivialer 8)

rgds
#5076390
Lesenswert?

Ja genau, wenn da Platz ist zum Freikratzen einfach mit einem Skalpell 
den Lack entfernen. Dann Flussmittel drauf, mit dem Lötkolben und ein 
klein wenig Zinn die freigekratzte Bahn verzinnen, und mit Fädeldraht an 
das Beinchen anbinden. Dabei die Bahn nicht so sehr kochen, dass sie 
auch abreißt. ;)
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5076500
Lesenswert?

Vanilla schrieb:
> Wenn ich das Foto richtig interpretiere sind von den ganzen abgerupften
> Pads nur zwei tatsächklich angeschlossen gewesen.
... wenn man die (sehr wahrscheinliche) Möglichkeit des Einsatzes von 
HDI mit Microvias ausser Betracht lässt. Dann geht nämlich vom Pad 
direkt gar keine Leiterbahn weg, sondern es wird mit einem winzigen 
Sackloch durch das Prepreg hindurch die Lage darunter kontaktiert, und 
dort ist dann die eigentliche Leiterbahn:
http://www.we-online.com/web/de/leiterplatten/produkte_/microvia_hdi_leiterplatten/Einleitung_HDI.php
http://www.haeusermann.at/de/leiterplatten/leiterplatten-technologien/hdi-und-microvia
https://de.wikipedia.org/wiki/HDI-Leiterplatte
Und genau so sieht das hier mit dem winzigen silbrigen Zinnpunkt 
mitten im abgerissenen Pad aus.

Aleks D. schrieb:
> Habt ihr einen Tipp wie ich am besten unter die Platinenbeschichtung
> komme ohne diese zu sehr zu beschädigen um die lötpunkte neu zu setzen?
Keine Chance. Durch das Prepreg kommst du nicht durch, ohne noch mehr 
Schaden anzurichten.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren