Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Oszilloskop mit Datenlogger


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von Felix (Gast)


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Erstmal sorry ich weiß das es nicht gerne gesehen wird aber wusste nicht 
an wen ich mich sonst wenden sollte.

Also ich suche ein 4 Kanal Oszilloskop, welches auch als Datenlogger 
genutzt werden kann.
Das Einsatzgebiet wäre die Instandhaltungsabteilung eines großen 
Industriebetriebs. Ich benötige das Oszilloskop meist zum Einstellen von 
Zahnradpumpen mit einem Rechteck-Signal 50:50 und einer Frequenz von 
etwa 1kHz also keine wirklich schnellen Signale. Die zu messenden 
Signale sind alle im Bereich zwischen 5V DC und 30V DC. Aufgrund des 
Industriellen Einsatzes sollte es schon ein stabiles und vor allem 
sicheres Oszilloskop sein. Was ebenfalls wichtig wäre ist eine Funktion 
als Datenlogger mit einer Erkennung von Signalen mit etwa 5kHz über 
mindestens 24 Stunden. Es geht hauptsächlich um Fehlersuche und 
Feinjustierung an/von Sondermaschinen. Da einige Leihen bei uns mit 
diesem Gerät arbeiten werden, wären "siche" Eingänge wichtig sofern es 
so etwas in diesem Bereich überhaupt gibt.

Bei Fragen bitte einfach schreiben.

Ich selber nutze Privat ein Rohde & Schwarz HMO 2024 welches jedoch 
leider keine Funktion hat, um mehr als 500 Sekunden auf zu nehmen. 
Sollte ich mich hierbei irren, dann sagt es bitte. Wäre super wenn ich 
das selbe auch auf der Arbeit nutzen könnte.

Achja und ganz wichtig wie immer darf es nichts kosten... naja je teurer 
desto mehr muss ich mit dem Chef streiten :/ aber irgendwo zwischen 
1500€ bis 2500€ sollten schon machbar sein.

Danke schon mal im voraus und seit nachsichtig
Felix

: Verschoben durch Moderator
von Peter L. (luidoltp)


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Hi,

deinem Chef wird zwar der Preis nicht gefallen ... aber ein Fluke 
ScopeMeter (190 Serie) würde perfekt passen. Vor allem der Akkubetrieb 
und die galvanisch getrennten Eingänge sind im Feldeinsatz sehr 
praktisch.

http://www.fluke.com/fluke/dede/ScopeMeters/Fluke-190-Seria-II-Scopemeter.htm?PID=70366

http://at.rs-online.com/web/p/digitalspeicher-oszilloskope/7378252/

Liebe Grüße und viel Erfolg bei der Verhandlung mit dem Chef :-)
Lui

: Bearbeitet durch User
von Peter L. (luidoltp)


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> [...] Was ebenfalls wichtig wäre ist eine Funktion
> als Datenlogger mit einer Erkennung von Signalen mit etwa 5kHz über
> mindestens 24 Stunden.

Hmm ... vielleicht habe ich zu schnell geschrieben. Es kommt etwas 
darauf was du genau erfassen willst. Die Scope Record Funktion bei Fluke 
kann nur begrenzt Daten speichern. Eine übersichtliche Tabelle davon hab 
ich gerade hier gefunden (ganz unten als Antwort auf die letzte Frage).

http://www.fluke.com/fluke/atde/support/haufig-gestellte-fragen-scopemeter

Liebe Grüße,
Lui

von Anja (Gast)


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Hallo,

ein Oszi ist kein Datenlogger.
Ein Oszi zeichnet seinen Sample-Speicher auf und zeigt dann an.

Wenn Du 5kS/s für 100000 Sekunden aufzeichen willst brauchst Du beim 
Oszi normalerweise 500 MS Speichertiefe. Da wird es bei Deinem Budget 
sehr eng.
Selbst mein PicoScope 5444 kann bei 5000 sec/Div nur 2ks/s für knapp 14 
Stunden aufzeichnen.
Eventuell geht in Deinem Fall ein PicoScope aus der 22xx Serie zusammen 
mit der PicoLog-Software. Aber ich habe keine Erfahrung damit. Oder du 
Schreibst die Logger software selbst mit der entsprechenden API.

Oder sind die 5kHz gar die abzutastende Frequenz -> Abtastrate noch mal 
Faktor 10 höher?

Wahrscheinlich ist es billiger wenn Du die Logger-Funktion und das Oszi 
getrennt betrachtest.

Gruß Anja

von Frank (Gast)


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Wie wäre es mit einem Saleae?
https://www.saleae.com

Brauchst du wirklich die analog Information (Kurvenform) oder reicht dir 
die Frequenz und das Tastverhältnis? Wenn nicht tut es wahrscheinlich 
der kleinste, nur als Logic-Analyzer.
Dann noch ein paar schnelle ADUMs oder ähnliches und du hast noch eine 
galvanische Trennung.

von Der Zahn der Zeit (Gast)


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Felix schrieb:
> Ich selber nutze Privat ein Rohde & Schwarz HMO 2024 welches jedoch
> leider keine Funktion hat, um mehr als 500 Sekunden auf zu nehmen.

Ich auch. Zufall. Und ich ärgere mich auch schwarz (aber nicht rohde), 
dass nicht mehr als 50 s/Skt einstellbar sind. So oft will ich mal einen 
Temperaturverlauf über einen oder mehrere Tage aufzeichnen oder derzeit 
z. B. die Lichtverhältnisse. Aber nein, der Oszi ist zwar äußerst 
vielseitig, er kann Tod und Teufel, aber dafür braucht man ein 
Spezialgerät, denn die Zeiteinstellung um ein paar weitere Dekaden zu 
verlängern, war den Ingenieuren wohl zu kompliziert.

Ich würde für so eine einfache Modifikation auch bezahlen.

(Nebenbei: Es sind max. 600 Sekunden - die Skala hat horizontal 12 
Skalenteile.)

von Andrew T. (marsufant)


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Der Zahn der Zeit schrieb:
> Felix schrieb:
>> Ich selber nutze Privat ein Rohde & Schwarz HMO 2024 welches jedoch
>> leider keine Funktion hat, um mehr als 500 Sekunden auf zu nehmen.
>
> Ich auch. Zufall. Und ich ärgere mich auch schwarz (aber nicht rohde),
> dass nicht mehr als 50 s/Skt einstellbar sind. So oft will ich mal einen
> Temperaturverlauf über einen oder mehrere Tage aufzeichnen oder derzeit
> z. B. die Lichtverhältnisse. Aber nein, der Oszi ist zwar äußerst
> vielseitig, er kann Tod und Teufel, aber dafür braucht man ein
> Spezialgerät, denn die Zeiteinstellung um ein paar weitere Dekaden zu
> verlängern, war den Ingenieuren wohl zu kompliziert.
>
> Ich würde für so eine einfache Modifikation auch bezahlen.
>
> (Nebenbei: Es sind max. 600 Sekunden - die Skala hat horizontal 12
> Skalenteile.)

Wenn einem 30 Euro  und 2 Kanäle genügen:

http://mikrocontroller.bplaced.net/wordpress/?page_id=3290

die Software kann man leicht selbst editieren, um auch auch z.b. 
10000s/div zu kommen. Oder ggfs. mehr.

Vorteiler und ggfs. Vorverstärker sind leicht aus einem 
Ausschlacht-Scope zu gewinnen, VV auch mit diskret BT oder OPV .
Das ganze in kleinen (Metall-) Gehäuse, und aus Li- oder NiMh Zellen 
autark versorgen.

Ich habe bei mir Li eingesetzt, 2s2p Konfiguration. Das ergibt rund 50 
Stunden Betriebsdauer bis der Akku wieder geladen werden muß.

von Jan (Gast)


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Peter L. schrieb:
> Hi,
>
> deinem Chef wird zwar der Preis nicht gefallen ...

Was sind schon 4000 €

von Bla (Gast)


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Die neueren Saleae haben analoge Eingänge und können so lange sammeln 
bis der RAM von deinem PC voll ist.

von Tom (Gast)


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Jan schrieb:
> Was sind schon 4000 €

Nun ja, wenn die Rechnung weitergeleitet wird an die 
"Instandhaltungsabteilung des großen
Industriebetriebes", wie zu Anfang geschrieben, was sind dann schon 
4000,-€!? Service in Deutschland muss schließlich teuer sein.
Nur teuer ist Gut!!! ;-)
Gruß Tom

von Felix (Gast)


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Ich danke euch für die vielen Ideen werde mir die die Tage mal nach und 
nach angucken und ggf. Muster schicken lassen.

Also nochmal danke !!!!

von Markus F. (Gast)


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Hallo,

ein wenig spät aber vielleicht auch mal auf den RTH von uns schauen. Er 
hat auch eine Logger-Funktion.

Grüße

Markus

von Der Zahn der Zeit (Gast)


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Hallo  Markus,

du sitzt ja näher dran als jeder andere, den ich ansprechen kann, es 
ging um das Fehlen einer sehr langen Aufzeichnungszeit bei einem 
HMO2024:

Der Zahn der Zeit schrieb:
> Ich auch. Zufall. Und ich ärgere mich auch schwarz (aber nicht rohde),
> dass nicht mehr als 50 s/Skt einstellbar sind. So oft will ich mal einen
> Temperaturverlauf über einen oder mehrere Tage aufzeichnen oder derzeit
> z. B. die Lichtverhältnisse. Aber nein, der Oszi ist zwar äußerst
> vielseitig, er kann Tod und Teufel, aber dafür braucht man ein
> Spezialgerät, denn die Zeiteinstellung um ein paar weitere Dekaden zu
> verlängern, war den Ingenieuren wohl zu kompliziert.
>
> Ich würde für so eine einfache Modifikation auch bezahlen.

R&S ist groß und (Ex-)Hameg vermutlich darüber hinaus noch weiter 
entfernt, sodass es für eine Anregung nicht reicht, aber vielleicht 
kannst du den Grund dafür erfragen? Es betrifft auch bei mir einen 
HMO2024, aber eigentlich auch alle digitalen bzw. Mixed Signal Oszis, 
die ich schon hatte und auch immer noch habe.

Grüße, DZDZ

von Markus F. (Gast)


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Der Zahn der Zeit schrieb:
> Hallo  Markus,
>
> du sitzt ja näher dran als jeder andere, den ich ansprechen kann, es
> ging um das Fehlen einer sehr langen Aufzeichnungszeit bei einem
> HMO2024:
>
> Der Zahn der Zeit schrieb:
>> Ich auch. Zufall. Und ich ärgere mich auch schwarz (aber nicht rohde),
>> dass nicht mehr als 50 s/Skt einstellbar sind. So oft will ich mal einen
>> Temperaturverlauf über einen oder mehrere Tage aufzeichnen oder derzeit
>> z. B. die Lichtverhältnisse. Aber nein, der Oszi ist zwar äußerst
>> vielseitig, er kann Tod und Teufel, aber dafür braucht man ein
>> Spezialgerät, denn die Zeiteinstellung um ein paar weitere Dekaden zu
>> verlängern, war den Ingenieuren wohl zu kompliziert.
>>
>> Ich würde für so eine einfache Modifikation auch bezahlen.
>
> R&S ist groß und (Ex-)Hameg vermutlich darüber hinaus noch weiter
> entfernt, sodass es für eine Anregung nicht reicht, aber vielleicht
> kannst du den Grund dafür erfragen? Es betrifft auch bei mir einen
> HMO2024, aber eigentlich auch alle digitalen bzw. Mixed Signal Oszis,
> die ich schon hatte und auch immer noch habe.
>
> Grüße, DZDZ

Hallo

sorry für das lange Zitat, aber ich sitze mit meinem Handy im Garten und 
das Editieren fällt mir schwer. Doch zur Sache: Du bist nicht der erste, 
der sich eine langsamere Zeitbasis wünscht. Als ich vor ca. 13 Jahren 
mit der Entwicklung unserer Geräte begonnen habe, war mir dieser Wunsch 
noch nicht so bewusst, sondern man war mehr damit beschäftigt, möglichst 
schnelle Oszilloskope (z. B. 1 Millionen wfms/sec) zu entwickeln. Wenn 
so eine langsame Zeitbasis in einem Systemkonzept nicht bedacht wurde, 
ist teilweise eine nachträgliche Realisierung aufwendig. Mittlerweile 
sind wir da weiter.  Beim RTH und RTB ist die langsamste Zeitbasis 500 
s/div, beim RTO sogar 10000 s/div und beim RTE sind es 5000 s/div. Beim 
RTE und RTO ist die Erfassung in einen ASIC realisiert. Deshalb war die 
nachträgliche Änderung mit einigen Herausforderungen verbunden. Was 
macht die Realisierung von langsamen Zeitbasen schwierig? Einerseits 
müssen die Architekturen darauf ausgelegt sein (z. B. Wortbreiten von 
Zählern, Ansteuerung in SW, etc) und auch der Test ist eine 
Herausforderung. Wir benutzen automatisierte Testsysteme, aber so 
langsame Zeitbasen sind schon eine Herausforderung. Die anderen 
Funktionen eines Scopes sollen ja auch noch gehen und getestet werden 
(z. B. Verschiedene Modi wie Peak Detect, Hires, Zoom, ...). Das wird 
schnell verdammt aufwendig. Deshalb gibt es im RTH den Logger, der die 
Beobachtung von Messungen bis zu 23 Tage zulässt. Die Bedienung ist 
darauf ausgelegt, dass während der Aufzeichnung die Messwerte analysiert 
werden können (Zoom, Cursor, Änderung der Zeitbasis, Änderung der 
vertikalen Auflösung, Speicherung und Bearbeitung mehrerer Datensätze, 
...). Warum erweitern wir es nicht bei älteren Geräten? Wie schon 
erwähnt, ist dies nachträglich schwierig und die Kosten dafür sind 
erheblich.

Ich hoffe, die Erklärung hilft ein wenig weiter.

Viele Grüße aus der Hängematte

Markus

von Der Zahn der Zeit (Gast)


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Hallo Felix (Leidensgenosse),

ich fand gerade, dass die HMO-Firmware Open Source ist. Man kann etwas 
machen. Dazu habe ich den Thread 
Beitrag "Hameg/R&S HMO-Oszilloskope Open Source(?)" 
gestartet. Ich wittere Morgenluft...

DZDZ

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