Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Oszilloskop "vergangene Signale" betrachten ?


von Roy (Gast)


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Hallo,

Ich bin grade dabei mich etwas in die Handhabung von Oszilloskopen 
einzulesen / einzuarbeiten und habe mir für den Umgang zu erlernen bzw. 
um damit etwas zu üben ein sog. USB Oszilloskop Hantek6022BE bestellt.

Trotz lesen diverser Seiten + YouTube Videos etc. habe ich noch ein 
Verständnisproblem und zwar geht es um folgendes. Man möge mir die 
fehlenden korrekten Begriffe  verzeihen...

Wie kann ich denn mit einem Oszilloskop ein bestimmte Signalfolge in 
Ruhe nochmal anschauen die bereits aus dem Bildschirm gelaufen ist ?


Zur Erklärung was ich meine ein simples Beispiel:  Ich sende eine 
bestimmte Signalfolge (z.B. + 5V) über einen Mikrocontroller das ich mit 
dem Oszilloskop auf Richtigkeit überprüfen will,das wie folgt aussehen 
könnte. 100ms + 5V; 200ms 0V ;150ms + 5V; 175ms 0 V; 300ms 5V.

In Echtzeit währe das ja viel zu Schnell um es am Bildschirm genau zu 
überprüfen, kann man das irgendwie "aufnehmen" um es danach dann genau 
anzuschauen ?

von tja (Gast)


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Stichwort: Trigger/Aquisition

Es gibt viele verschiedene Arten ein Oszilloskop zu triggern. Was du 
wahrscheinlichst suchst ist der "Single Trigger". Also wenn deine 
Trigger-Bedingung erfüllt ist, wird die Signalfolge aufgezeichnet und 
das Oszi stoppt dann. Dann kannst du dir, sofern deine gewünschten 
Informationen im Oszi gespeichert wurden in Ruhe anschauen.

von Sven B. (scummos)


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Alternativ zum Single-Trigger kannst du den Trigger auch auf Normal 
stellen und dann so konfigurieren dass er nur triggert wenn die für dich 
interessante Signalfolge kommt. Aber Single mit Flankentrigger ist meist 
einfacher.

Es gibt bei vielen Oszis auch "segmented memory", was mehrere 
Triggerereignisse im Speicher behält.

von Roy (Gast)


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tja schrieb:
> Stichwort: Trigger/Aquisition
>
> Es gibt viele verschiedene Arten ein Oszilloskop zu triggern. Was du
> wahrscheinlichst suchst ist der "Single Trigger". Also wenn deine
> Trigger-Bedingung erfüllt ist, wird die Signalfolge aufgezeichnet und
> das Oszi stoppt dann. Dann kannst du dir, sofern deine gewünschten
> Informationen im Oszi gespeichert wurden in Ruhe anschauen.

Danke für die Info,

das mit der Trigger Bedingung habe ich bereits gelesen bin mir aber 
nicht sicher es auch verstanden zu haben.

Angenommen mein Trigger wird ausgelöst, wird dann alles was ab der 
erfüllten Trigger-Bedingung passiert "aufgenommen" ?


Falls ja wie lange wird da aufgenommen und wie hole ich das 
"aufgenommene" wieder zurück um es genau zu betrachten, oder hält das 
Bild an sobald der Trigger ausgelöst wurde ? (Denn dann könnte man ja 
mehrere aufeinanderfolgende Signale nicht anschauen?)

von Wolfgang (Gast)


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Roy schrieb:
> Angenommen mein Trigger wird ausgelöst, wird dann alles was ab der
> erfüllten Trigger-Bedingung passiert "aufgenommen" ?

Meist wird auch noch das Signal in einem gewissen Zeitbereich davor 
aufgezeichnet.

> Falls ja wie lange wird da aufgenommen und wie hole ich das
> "aufgenommene" wieder zurück um es genau zu betrachten, oder hält das
> Bild an sobald der Trigger ausgelöst wurde ?

Nach dem Trigger läuft erstmal die Aufzeichnung los und wenn dann der 
Speicher/Bildschirm voll ist, bleibt das Bild stehen und du kannst dich 
oft auch darin bewegen (vor/zurück/zoomen).

Nimm dir das Oszi und spiele damit ein bisschen rum. Das ist einfacher 
und selbsterklärender als große Theorie. Für Digitalsignale vom µC ist 
ein Logikanalysator eine praktische Ergänzung. Der kann dann, zusammen 
mit der passenden Software, irgendwelche Datenströme oft auch direkt 
dekodieren.
z.B. http://www.ebay.com/itm/331803014389

von Harald W. (wilhelms)


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Roy schrieb:

> Wie kann ich denn mit einem Oszilloskop ein bestimmte Signalfolge in
> Ruhe nochmal anschauen die bereits aus dem Bildschirm gelaufen ist ?

Praktisch alle digitalen Oszis haben einen Speicher, den man nach
der Messung auslesen kann. Bei analogen Oszis geht das nicht. Es
gibt (gab?)aber sog. Speicheroszis, bei denen das Bild in der
Röhre gespechert wird. Ausserdem hat man früher viel mit sog.
Oszilloskop-(Sofortbild-)Kameras gearbeitet.

von Christian M. (Gast)


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Langsam kommt eine leise Vermutung auf, dass der TO kein Speicher-Oszi 
hat...?

@TO: Was hast Du denn für ein Oszi?

Gruss Chregu

von Roy (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Roy schrieb:
>> Angenommen mein Trigger wird ausgelöst, wird dann alles was ab der
>> erfüllten Trigger-Bedingung passiert "aufgenommen" ?
>
> Meist wird auch noch das Signal in einem gewissen Zeitbereich davor
> aufgezeichnet.
>
>> Falls ja wie lange wird da aufgenommen und wie hole ich das
>> "aufgenommene" wieder zurück um es genau zu betrachten, oder hält das
>> Bild an sobald der Trigger ausgelöst wurde ?
>
> Nach dem Trigger läuft erstmal die Aufzeichnung los und wenn dann der
> Speicher/Bildschirm voll ist, bleibt das Bild stehen und du kannst dich
> oft auch darin bewegen (vor/zurück/zoomen).
>
> Nimm dir das Oszi und spiele damit ein bisschen rum. Das ist einfacher
> und selbsterklärender als große Theorie. Für Digitalsignale vom µC ist
> ein Logikanalysator eine praktische Ergänzung. Der kann dann, zusammen
> mit der passenden Software, irgendwelche Datenströme oft auch direkt
> dekodieren.
> z.B. Ebay-Artikel Nr. 331803014389

Hallo Wolfgang auch Dir danke für die Info,

zumindest meine ich es jetzt etwas besser verstanden zu haben, mir hat 
bisher immer das Verständnis gefehlt, wie und wer den "Aufnahmeknopf" 
drückt und wer bzw. wie die "Stop-Taste" auslöst als kleine Analogie).

von Wolfgang (Gast)


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Christian M. schrieb:
> Langsam kommt eine leise Vermutung auf, dass der TO kein Speicher-Oszi
> hat...?

Guckst du hier:

Roy schrieb:
> Ich ... habe mir für den Umgang zu erlernen bzw. um damit etwas zu
> üben ein sog. USB Oszilloskop Hantek6022BE bestellt.

von Christian M. (Gast)


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Ups. Ja, sorry!

Gruss Chregu

von Peter R. (pnu)


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Ohne Speicherung: Das Signal muss sich möglichst regelmäßig wiederholen. 
Das Oszilloskop hat eine Triggerung, mit der man einstellen kann, dass 
das Scope an einer bestimmten Stelle mit dem Schreiben beginnt.

Da das Schreiben sich ja wiederholt, sieht man die betreffende Stelle 
"vor dem Triggerpunkt" beim nachfolgenden Vorgang ansehen.

mit Speicherung: Das Scope speichert kontinuierlich den Signalverlauf. 
Wenn ein zur Triggerung eingestellter Moment kommt, wird das Schreiben 
unterbrochen und man kann die davor gewesenen Signalverläufe aus dem 
Speicher abrufen.

von Andreas R. (daybyter)


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Guck mal hier:

http://www.eevblog.com/forum/testgear/hantek-6022be-20mhz-usb-dso/msg1101749/#msg1101749

Das ist ne alternative Software fürs 6022be, wo man das schön sieht.
Oben ist das komplette aufgenommene Signal mit so nem roten Rahmen. Das 
ist der aktuelle Bildschirminhalt darunter. Den roten Rahmen kannst Du 
übers Signal verschieben.

von Mark S. (voltwide)


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Wenn der Trigger auf "automatisch" steht, wird der Bildschirm immer 
wieder vollgeschrieben, also das was Du eigentlich sehen willst, wird im 
nächsten Moment überschrieben.

Triggerst Du auf "manuell", dann wird der der Bildschirm nach Eintritt 
des Triggereignisses genau einmal vollgeschrieben und bleibt solange 
stehen, bis das nächste Triggerereignis auftritt. Das kann u.U. sehr 
lange dauern, so dass man in Ruhe das Bild betrachten kann. Ein "Trick" 
hierbei ist, sofort nachdem getriggert wurde, den Triggerpegel manual 
hochzudrehen und auf diese Weise ein Nachtriggern zu verhindern.

Oder aber Du wählst gleich "single sweep" (oder so ähnlich), dann wird 
auf den ersten Trigger das Bild geschrieben und  bleibt gespeichert so 
lange Du willst.

von Wolfgang (Gast)


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Mark S. schrieb:
> Ein "Trick" hierbei ist, sofort nachdem getriggert wurde, den Triggerpegel
> manual hochzudrehen und auf diese Weise ein Nachtriggern zu verhindern.

Und was spricht gegen die Benutzung der "STOP"-Taste?

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