Hallo,
Ich versuche derzeit eine Platine für folgende Schaltung in Eagle zu
erstellen:
http://uzzors2k.4hv.org/projectfiles/flybacktransformerdrivers/ET_Flyback_MKII.1.gif
Es handelt sich dabei um eine Ansteuerung für einen Zeilentrafo.
Den Schaltplan habe ich folgendermaßen übernommen:
siehe schaltplan.png
Habe zusätzlich noch einen Messpunkt am Ausgang des NE555 und am Gate
des MOSFETs, sowie einen Lüfteranschluss ergänzt.
Hoffe, das mein Schaltplan stimmt (bin noch Anfänger).
Jedenfalls bekomme ich meine Bauteile nicht so angeordnet, dass alles
auf ein Layer passt - meistens werden die GND-Flächen unterbrochen und
es wären Brücken notwendig.
Hat jemand eine Empfehlung, wie ich Bauteile am besten anordne, wenn ich
nur eine einseitige Platine benutzen will und Brücken bestmöglich
vermeiden möchte?
Hatte genau dieses Problem schon mehrfach und wenn man dann versucht den
einen Fehler zu beheben, hat man direkt wieder neue "Überschneidungen".
Benutze meist den Autorouter - mag zwar nicht optimal sein, aber
vermutlich immer noch besser als ich^^
Sitze jetzt schon eine Ewigkeit dran und finde keine Lösung - und sowas
hier wird wohl nicht so gut sein:
siehe layout.png
Falls irgendwas nicht richtig erkennbar sein sollte oder jemand den
Schaltplan als Vorlage nutzen möchte: siehe ZeilentrafoV2.zip
(Eagle-Files)
Grüße,
Nestade
Bei J1 und J2 ist noch ein Fehler. J1 muss mit V+ und Drain verbunden
sein, J2 mit V+ und GND.
In meinem Vorschlag übernimmt jetzt C2 die Rolle des Abblockkondensators
für den NE555. Dem Spannungsregler fehlt nun also ein Kondensator. Den
solltest du noch hinzufügen und so nah wie möglich an dem Regler
platzieren.
Eigentlich nix einfacher als das.
Muß natürlich noch bißchen zurechtgerückt werden.
Ich habe auch mal einen Elko über die Versorgung gesetzt, sonst funkt
Dir Dein Zeilentrafo kräftig in die Schaltung (eigentlich gehört noch
ein kleiner C (100n) dazu.
4+5 des NE555 habe ich mal anders gemacht. Ergibt bessere
Leitungsführung, auch mag der Pin 5 nicht unbedingt frei schweben wollen
(weil das ein interner Spannungsteiler für die internen Komparatoren
ist, die wollen gern abgeblockt sein, bzw. nicht unbedingt als Antenne
für ausere Störungen fungieren).
Die etwas umständlich erscheinende Leitungsführung für + und - ist so
gewollt, wegen besserer Führung der Strömlinge.
Was die J1 + J2 sollen, ist mir zwar nicht klar - soll das
Spannungszuführung und Schaltausgang sein? Wenn ja, muß Du dort die
Strippen noch bißchen anpassen.
Massefläche kannste sicherlich noch ausfüllen. Das macht zwar meine
Masseführung dann kaputt, sollte dann aber nicht so dramatisch sein, da
es dann "dicke Strippen" sind, zumal die kritischen Strompfade da
ohnehin rel. kurz sind.
Vielen Dank für eure Bemühungen! :)
Jetzt müsste der Schaltplan eigentlich stimmen, oder?
Wo würde der 100 nF Kondensator fehlen und hat der Elko mit 470 µF die
richtige Kapazität?
Sorry - bin echt noch ein ziemlicher Anfänger und mir fehlen viele
Grundlagen (OT: Habt ihr Buchempfehlungen?) - zwar ist mir einiges
theoretisch bekannt, jedoch sieht es mit der praktischen Umsetzung dann
nicht so gut aus.
Diese Frage könnte mich jetzt eventuell komplett als Idiot dastehen
lassen, aber sind JP2 und JP3 die richtigen Stellen, um mit dem
Oszilloskop zu messen? Bei JP2 müsste ich ja eigentlich ein
Rechtecksignal bekommen und bei JP3 das Output-Signal (oder muss ich das
nach dem MOSFET messen? Wäre ja eigentlich logischer :/)
Falls noch wer Verbesserungsvorschläge hat, würde ich diese dankend
annehmen - vielleicht könnt ihr das Layout ja sogar selbst benutzen oder
jemand anderes (hab schon relativ lange nach einem passenden Layout
gesucht, jedoch nichts fertiges gefunden, da sich die Schaltung noch
nicht auf meinem Niveau befindet)
Grüße,
Nestade
PS: Selbstverständlich bin ich beim Umgang mit Hochspannung extrem
vorsichtig - fand nur die Zerhackerschaltung derzeit noch besser
geeignet für mich als eine potenziell tödliche ZVS.
>Wo würde der 100 nF Kondensator fehlen und hat der Elko mit 470 µF die>richtige Kapazität?
Im Grunde gleich beim 470µ, und alle beide in der Nähe des Mosfets. Die
beiden sollen die Ströme im Ausgangskreis buffern (Versorgung stabiler,
EMV), und gar nicht erst bis zu/durch dem NE555 lassen.
Hi,
Also mit den richtigen Anschlüssen für Spannungszuführung und
Schaltausgang sieht das Layout jetzt so aus:
sieht Zeilentrafo.PNG
Sollte ich die Leiterbahnen, welche auf dem Schaltplan vor dem
Spannungsregler sind dicker machen, da dort ja mitunter größere Ströme
fließen oder reichen die 0.4064mm bei 35 µm Kupferauflage?
Mit dem Kondensator bin ich grad ehrlich gesagt ein wenig ratlos - wärst
du, falls du Zeit hättest bitte so nett, mir den an der richtigen Stelle
in den Schaltplan einzufügen? Platzieren sollte ich selbst schaffen^^
Wo wären denn Messpunkte fürs Oszilloskop empfehlenswert?
Grüße,
Nestade
bei dem groben Rastermass würde ich die Leiterbahnen breiter machen, das
bereitet weniger Stress wenn du die Platine selber herststellst. Und vor
allem die Bahnen für + und die Last um den IRF rum.
>+ die Kühlkörper sollten sich nicht Berühren ... sonst bzzz bzzz bzzz>Straße dunkel.
Das war natürlich nur ein schneller Zusammemschuß von mir. Bißchen
schöner zurechtgerückt werden muß das natürlich noch (der Regler kann ja
mit seinem KK auch um 90° nach links gedreht werden, so daß er dann in
Linie zum anderen KK liegt).
>Sollte ich die Leiterbahnen, welche auf dem Schaltplan vor dem>Spannungsregler sind dicker machen, da dort ja mitunter größere Ströme>fließen oder reichen die 0.4064mm bei 35 µm Kupferauflage?
Dem Spannungsregler sind die Leiterdicken eher egal, denn da fließen ja
wohl nur die Ströme, die der NE555+Treiber so rauchen - also wohl nur
paar 10mA (wäre zu überlegen, ob der Regler überhaupt einen KK
bräuchte).
Aber der Kreis, wo der Lasstrom fließt (einfach mal sich vorstellen, wo
der Strom da so langfließt, wenn der IRF durchschaltet), sollte auf alle
Fälle dicker sein - 2mm ist da sicherlich nicht zu viel, soweit möglich.
>Mit dem Kondensator bin ich grad ehrlich gesagt ein wenig ratlos - wärst>du, falls du Zeit hättest bitte so nett, mir den an der richtigen Stelle>in den Schaltplan einzufügen? Platzieren sollte ich selbst schaffen^^
Eigentlich am besten entweder bei J2 (zw. J2 und IRF), oder links vom C6
parallel ran (gut - die Nähe des Elkos zum KK ist vielleicht thermisch
betrachtet nicht so günstig, aber so heis wird der hoffentlich nicht).
Die Plusleitung oben von J1 würde ich wieder direkt auf kurzem Weg zum
C6 führen, so wie ich das schon malte, und nicht irgendwo zw. C6 und
U-Regler, zwecks besserer Störspannungsunterdrückung (damit die
Strompulse durch den IRF und Zeilentrafo direkter vom C6 (und seinem
100nF Bruder) gebuffert werden können).
Jonas K. schrieb:> Also mit den richtigen Anschlüssen für Spannungszuführung und> Schaltausgang sieht das Layout jetzt so aus
Wozu diese unnötige Kupferfluterei? Verdrahte die Versorgung und die
Masse von Hand. Nur du weißt/, worauf es ankommt. Und falls nicht:
dein Layouttool noch weniger! ;-)
Johannes S. schrieb:> bei dem groben Rastermass würde ich die Leiterbahnen breiter machen, das> bereitet weniger Stress wenn du die Platine selber herststellst.
Und zudem ist die Leiterbahn niederohmiger. Und wenn du schon solche
fetten Transistoren einbaust, dann sollte der Strom dorthin nicht über
dünne "Feinsicherungen" laufen...
Lothar M. schrieb:> Wozu diese unnötige Kupferfluterei?
Immerhin ist die GND-Fläche nicht völlig blödsinnig, das ist schon mehr
als bei den meisten hier gezeigten Layouts. In diesem Fall könnte man
sie also lassen, aber da bei den Pads mit GND keine Thermofallen
vorgesehen sind könnte das beim Löten mühsam werden, es besteht die
Gefahr von Klecksen statt schöner Lötstellen.
JP1 ist etwas seltsam angeschlossen. Von Platzmangel kann keine Rede
sein, rückt man C6 und C7 nach unten, ist C7 nicht so nah am KK.
Georg
Georg schrieb:> Immerhin ist die GND-Fläche nicht völlig blödsinnig
Aber eben auch nicht "geplant" im Sinne von "durchdacht" oder "gewollt".
Sie ist halt zufällig so geworden.
> aber da bei den Pads mit GND keine Thermofallen vorgesehen sind
Das schon...
Hi,
Ich stimmt das dann so alles?
Hoffe, ich hab nicht wieder Blödsinn fabriziert :P
Wo wären Messpunkte fürs Oszilloskop sinnvoll? Das ganze soll ja später
in ein Gehäuse und dann wären Ausgänge zum Messen vermutlich gar nicht
schlecht.
Sind sonst noch Fehler vorhanden oder kann ich die Schaltung so ätzen?
Grüße,
Nestade
Ich würde links der Anschlußklemmen noch 2 Bohrungen für eine
Zugentlastung der Anschlußleitungen vorsehen.
Wenn Du die Platine mit der Tonermethode herstellen willst, ist es
besser, das Masse-Polygon als "Hatch" statt als "Solid" auszuführen. Das
bedeutet:
Es besteht dann aus einer Art Waffelmuster, weil der Toner als Fläche
aufgetragen nicht immer vollständig fest hält.
-Feldkurst-
Jonas K. schrieb:> Ich stimmt das dann so alles?
Ich würde alle dünnen Leiterbahnen noch etwas dicker machen. Der Platz
ist ja vorhanden. Nimm mal 1mm.
Die 90° Ecken würde ich noch in 45° ändern, so wie du es an einigen
Stellen ja bereits hast.
Die V+ Leiterbahn ist zu nah am Lötpad des Kühlkörpers. Führe mal den
DRC aus, der wird da bestimmt meckern. ;-)
Jonas K. schrieb:> Sind sonst noch Fehler vorhanden oder kann ich die Schaltung so ätzen?
Den dicken Kondensator C4 kannst du dir schenken. Bei den dünnen und
langen Leiterbahnen kann der so richtig viel gar nicht ausrichten und
außerdem - was soll der überhaupt tun? Der sitzt am Ausgang vom
Spannungsregler und wenn der Spannungregler funktioniert, regelt der die
langsamen Lastanforderungen aus. Die höherfrequenten Anteile werden
sowieso durch C2 erledigt.
Oder steht im Datenblatt von deinem 7812, dass der Regler so einen
Ausgangselko braucht?
So ein Elko an der Stelle macht normalerweise nur dem Regler das Leben
schwer.
p.s.
C2 gehört, genauso wie C3, an den Spannungsregeler. Lieber sollten deine
Gegentaktstufe und der NE555 noch einen eigenen Abblockkondensator
bekommen.
Wolfgang (Gast) schrieb:
>Den dicken Kondensator C4 kannst du dir schenken. Bei den dünnen und>langen Leiterbahnen kann der so richtig viel gar nicht ausrichten und>außerdem - was soll der überhaupt tun? Der sitzt am Ausgang vom>Spannungsregler und wenn der Spannungregler funktioniert, regelt der die>langsamen Lastanforderungen aus. Die höherfrequenten Anteile werden>sowieso durch C2 erledigt.
Von wegen "langsame Lastanforderungen". Der NE555 vermag schon recht
hart zu schalten, und das Gate des IRF wird diese Schaltflanken begierig
in sich hineinsaugen. Der NE555 "darf" zwar nur mit 200mA belastet
werden, aber die Flanken dürften deutlich höhere Spitzen ergeben. Da
würde ich nicht mehr von langsam reden, die der Regler mit Sicherheit
nicht ausregeln wird.
Aber ich gebe Dir recht - 470µ ist schon etwas übertrieben - 1(0)µ Elko
|| 100n Ker. sollte auch reichen - eigentlich reicht schon der 100nKer.
direkt am NE555, da wir ja nur die Flankenströme stützen müssen ...
Allerdings sind mir die zwei 2N390* ein Rätsel, nachdem ich in deren DB
geschaut habe. Das sind ja auch nur 200mA-Typen, also kein Stück besser
als der NE555 selbst. Wozu also diese beiden Teile? Da kann der NE555
den Mosfets auch direkt treibern ...
Jens G. schrieb:> Von wegen "langsame Lastanforderungen". Der NE555 vermag schon recht> hart zu schalten, und das Gate des IRF wird diese Schaltflanken begierig> in sich hineinsaugen.
Genau die Ladung soll aus den Abblockkondensatoren kommen. Damit hat
dann der Regler genug Zeit um nachzuliefern.
Für "langsam" gibt es unterschiedliche Maßstäbe.
Jonas K. schrieb:> Sind sonst noch Fehler vorhanden
Hast du einen DRC gemacht?
> oder kann ich die Schaltung so ätzen?
Dass die eine Leitung so arg knapp am Lötauge für den KK vorbeifährt
(man könnte fast "berührt" sagen), ist Absicht?
@Jonas K. (nestade)
>Ich stimmt das dann so alles?>Hoffe, ich hab nicht wieder Blödsinn fabriziert :P
Dein Gatetreiber aus T1, Q1 und R3 ist überflüssig. Der NE555 schafft
selber locker 200mA, das reicht für den MOSFET.
Pin 4 von IC muss an VCC!
Laß die Massefläche weg, das ist Schicki-Micki!
>Wo wären Messpunkte fürs Oszilloskop sinnvoll?
An der Masse. Der Ort ist hier nahezu egal. Der reinen Lehre nach sollte
der Massepunkt am Pufferkondensator liegen.
Falk B. schrieb:>>Hoffe, ich hab nicht wieder Blödsinn fabriziert :P
Der Blödsinn ist der, das du die GND Verbindungen nicht routest sondern
durch flooding "verlegen" läst.
@Jörn Paschedag (jonnyp)
>>Falk B. schrieb NICHT:>>>Hoffe, ich hab nicht wieder Blödsinn fabriziert :P>Der Blödsinn ist der, das du die GND Verbindungen nicht routest sondern>durch flooding "verlegen" läst.
Bitte richtig zitieren!
Falk B. schrieb:> Bitte richtig zitieren!
dto.
Falk B. schrieb:> @Jonas K. (nestade)>>>Ich stimmt das dann so alles?>>Hoffe, ich hab nicht wieder Blödsinn fabriziert :P