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Forum: PC Hard- und Software Notebook startet nach Wasser nicht mehr


Autor: Geflutet (Gast)
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Ich muss ein Notebook reparieren, weil der Besitzer versehentlich etwas 
Wasser ins Gerät gekippt hat. Ging dabei einfach aus.

Nun gut. Es blinkt nur noch die Lade-LED (Akku eingebaut ist egal) Rot 
und Grün (also Ornage) und auch die LED im Netzteil blinkt in der 
gleichen Frequenz. → Also ein Kurzschluss auf dem Mainboard und die 
Schutzschaltung im Netzteil springt immer wieder an.

Wenn ich das Spiel ein paar Minuten laufen lasse, werden vier Bauteile 
im Bereich der Laderegelung ziemlich warm. Es sind dem Aussehen nach 
ELKO. Gebe ich nun die Daten bei Google ein, sagt der mir aber nur 
Varistor.

Daher meine Frage, was ist das jetzt für ein Bauteil:

Daten:
99J
68
25V

Aussehen genau wie diese:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Arduino_ca...


Gerät: Samsaung R610

Autor: oszi40 (Gast)
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Geflutet schrieb:
> genau wie diese:

Lt. Bild 47µF ABER die Ursache des Übels liegt wahrscheinlich woanders, 
da sich durch das leitende Wasser irgendwo ein Arbeitspunkt geändert 
haben kann. Erst mal nachsehen wo das Wasser steht!
Evtl. kann er die Festplatte noch retten und den Rest wegwerfen?

Autor: Geflutet (Gast)
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oszi40 schrieb:
> Lt. Bild 47µF

Symbolbild? Die Daten habe ich ja hier dazu geschrieben.

oszi40 schrieb:
> Erst mal nachsehen wo das Wasser steht!

Zum Glück nirgendwo mehr. Habe schon alles trocken gelegt. Es war ja 
nicht viel.

Wegwerfen kann ich immer noch. Zuerst kommt die Reparatur. Es ist beim 
testen derzeit nur das nötigste drin: CPU, RAM und Strom.

Autor: Mike J. (linuxmint_user)
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Geflutet schrieb:
> Daten:
> 99J
> 68
> 25V

Das ist ein 68µF / 25V Elko.

Ich würde ihn einfach auslöten (Heißluft und Lötkolben) und dann mal den 
Innenwiderstand messen.
Eigentlich kannst du direkt in der Schaltung auch mal messen wie hoch 
der Widerstand zwischen plus und minus ist.

Vielleicht ist ja Wasser unter dem Kondensator gekommen, dort hat sich 
durch Elektrolyse etwas zerfressen und jetzt gibt es da eine leitende 
Schicht unter dem Elko.

Entferne den Akku und nutze nur das 19V-Netzteil.

Autor: Ei der Daus (Gast)
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Größter möglicher Fehler: Eeinschaltversuche bei noch feuchtem Gerät!

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Die Preisfrage ist, wie schnell wurde nach der Wässerung das Netzteil 
und der Akku abgeklemmt?
1h könnte da schon zu spät sein.

Ich würde das Gerät möglichst schnell mit warmer Luft trocknen und 
danach mindestens eine Woche austrocknen lassen, ehe ich wieder Strom 
anlege.

Mir war mal Wasser in die Tastatur gelaufen, dann war die Taste "E" 
ständig gedrückt. Es hat eine Woche gedauert, bis die Tastatur wieder 
trocken war und funktionierte.

Autor: Jim Meba (turboj)
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Geflutet schrieb:
> → Also ein Kurzschluss auf dem Mainboard und die
> Schutzschaltung im Netzteil springt immer wieder an.
>
> Wenn ich das Spiel ein paar Minuten laufen lasse

... kannste Dir ein neues Notebook oder zumindest eine neue Hauptplatine 
besorgen. Die Dinger muss man zum effektiven Trocknen auseinander 
nehmen, sonst bleibt gerne irgendwo ein leitfähiger Rest hängen.

Die ~20V vom Netzteil können theoretisch sämtliche aktiven Chips auf der 
Hauplplatine in Rauch aufgehen lassen - für moderne Elektronik ist das 
Hochspannung.

Übrigens ist es auch nicht egal ob es nur Wasser oder was mit einem 
Zuckergehalt war - letztes verklebt Dir alles.

Die Elkos werden übrigens noch OK sein - die gehen bei einem 
Wasserschaden nämlich nicht kaputt, sondern die Halbleiter nebenan.
Warm werden die nur dadurch dass sie extrem gut mit der Ground- und 
Powerplane verbunden sind, was auch die Wärmeleitung betrifft.

Autor: Simpel (Gast)
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Unter den flachen SMD-Teilen und v.A. den Tausendfüssern halten die 
Kapillarkräfte die Nässe eine gefühlte Ewigkeit und verursachen 
niederohmiges Chaos. Mein Handy (die offenen Platinen davon) hat vor 
einiger Zeit für ca. 5 Stunden im Heißluftofen bei ca. 60°C gedünstet, 
bis es wieder ansprechbar war. Hab es dann zur Sicherheit nochmal 3 
Stunden rein gepackt. Danach war alles wieder dauerhaft gut.


Wichtig ist, falls es kein reines Wasser, sondern Limo, Kaffee, ö.Ä. 
war, dass man die Platine mit Aqua. dest. abspült. Auch wenn dabei 
erstmal noch mehr nass wird als zuvor.

Autor: Jens G. (jensig)
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>Übrigens ist es auch nicht egal ob es nur Wasser oder was mit einem
>Zuckergehalt war - letztes verklebt Dir alles.

Zucker verklebt zwar alles, aber das stört die Teile erstmal nicht 
wirklich.
Leitfähig ist eine Zuckerlösung an sich auch nicht.
Das Problem sind eher die gelösten Salze in natürlichem Wasser.

Man könnte den Laptop (stromlos) in einen Topf mit demineralisiertem 
Wasser einlegen, bißchen warten, bis sich die Salze im dest. Wasser 
verteilt haben, dann wieder schön durchtrocknen, dann ist der Laptop 
weniger salzhaltig ;-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Wolfgang Beppler (Firma: Wolftec GmbH) (wbeppler)
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Hi,
einiges von dem hier geschriebenen ist schon ganz gut, ich mach so was 
oefter und zwar wie folgt:

SOFORT den Saft weg, Akku RAUS, NIX probieren !!!!

Wasser leitet nicht, nur die Salze und der Dreck drin oder das Ozon im 
Swimmingpool. Wenn viel und stark salzhaltiges Wasser dann erst mal mit 
destiliertem wasser abwaschen richtig fluten, und dann trocknen aber 
dabei nicht ueberhitzen. Dann und bei kleinen "kaffeefleckchen" mit 
Kontakt60 reinigen, eventuell kaffee mit Pinsel abreiben.
Trocknen, trocknen und WARTEN.
Wenn moeglich Netzteil tauschen.

Beten und einschalten.

Gruss
W

Autor: WB (Gast)
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>> Übrigens ist es auch nicht egal ob es nur Wasser oder was mit einem
>> Zuckergehalt war - letztes verklebt Dir alles.

> Zucker verklebt zwar alles, aber das stört die Teile erstmal nicht
> wirklich.
> Leitfähig ist eine Zuckerlösung an sich auch nicht.
> Das Problem sind eher die gelösten Salze in natürlichem Wasser.

Gefährlich sind Erfrischungsgetränke, die Säuren enthalten. Wie etwa
Cola (Phosphorsäure) , Apfelsaft oder viele Softdrinks (Zitronensäure).
Die zerfressen innerhalb kürzester Zeit feine Leiterbahnen.

Autor: Drahti (Gast)
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Falls man keinen temperaturgeregelten Ofen zum trocknen hat dan tut es 
auch ein Packung Reis. Dazu muss man das Laptop und den losen Reis 
zusammen in eine plastiktüte oder ähnlichem tun und etwa 3-4 Wochen drin 
liegenlassen.

Den Reis nach dieser Prozedur halt wegwerfen...

Warum das funktioniert? Reis zieht gerne Wasser an und behält es in 
seinem innern.

Grüße Drahti

Autor: Thomas (Gast)
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Man der Laptop hat einen Kurzschluss am Stromrichtung da hilft Reis Ofen 
und warten überhaupt nicht mehr. Wenn das NT in ÜberlAst geht fließt 
mehr als der Nennstrom.

Da hilft nur noch Kurzschluss suchen.

Das geht meiner Erfahrung nach gut mit einem Labor NT
2-3V und Strombegrenzung auf 2A das reicht um der. Bauteile aufzuheizen 
und ist wenig genug um nichts kaputt zu machen.

Bei Flüssigkeitschaden 2-3Wochen zu warten ob mit oder ohne Reis ist das 
sichere Ende für den Laptop.
Thomas

Autor: michael_ (Gast)
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Wolfgang B. schrieb:
> Dann und bei kleinen "kaffeefleckchen" mit
> Kontakt60 reinigen,

Neeiiiiin!
Evtl. mit Tuner600.

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