Energiesparen finden die blöd

OP #5080529
Früher(Vor ein paar Jahren) saß abends auf jeder Sraßenleuchte
so ein Vogel und konnte sich die Füße wärmen.

Nun sind die Lampenköpfe auf Led-Technik umgerüstet.
Nur noch wenige Vögel finden das angenehm.

Natrium-Dampf war besser:)

Grüße Bernd
Angehängte Dateien:
Die Störche scheinen dich ja sehr stark zu beschäftigen.
Wenn die jetzt weniger auf Straßenlampen sitzen, dann pullern sie doch 
auch weniger von da runter. Das war doch dein letztes Storchenproblem.
Aus dem Altern, wo man vom Storch besucht wird, bist du doch auch schon 
raus, oder?
;-)
OP
Couka R. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Die haben sich an die neuen Lampenköpfe gewöhnt.
>
> Innerhalb von 17 Minuten? Respekt.

Das Foto entstand 15 Minuten nach dem Ersten!

Sauviecher! :)

Nochmal zum mitschreiben: Ich bin absoluter Tierfreund und würde
so einem Vogel niemals was tun.

Grenzwertig ist das überzogene Zuchtprogramm, dass hier abläuft.
Dazu gehört die künstlich (Überflutung) ausgelöste Massenvermehrung
von Stechmücken.


Grüße Bernd
Bernd F. schrieb:
> Grenzwertig ist das überzogene Zuchtprogramm, dass hier abläuft.
> Dazu gehört die künstlich (Überflutung) ausgelöste Massenvermehrung
> von Stechmücken.

Dafür fehlen aber andere Insekten:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/insektensterben-80-prozent-weniger-insekten-als-1982-a-1157898.html


Nebenbei:
Warum gibt es in Kirchen so wenig Fliegen?
Weil sie In Sekten sind...

-Feldkurat-
Bernd F. schrieb:
> Von meinem Büro aus, sehe ich 8 Straßenleuchten.
> Jede ist jetzt besetzt.
>
> Wo soll das nur hinführen?
>
> Wir stellen natürlich keine Autos mehr in den Aktionsradius :)
>
> Grüße Bernd

Antrag an die Gemeinde stellen Straßenlampen nur mehr außerhalb des 
Wohngebietes aufzustellen, die anderen abbauen.

(die Beleuchtung kann auch durch niedrige "Ledschläuche" oder so 
sichergestellt werden)



 Kurt
Gast
Bernd F. schrieb:
> Von meinem Büro aus, sehe ich 8 Straßenleuchten.
> Jede ist jetzt besetzt.
>
> Wo soll das nur hinführen?

Ich würde behaupten, da jetzt jede besetzt ist, ist ein stabiler Zustand 
erreicht. Das führt also nirgends mehr hin :)
Sven L. schrieb:
> Bernd hat ein Bild von den Laternen geschickt, deins fehlt noch :D

Dann mußt Du bis morgen früh warten, damit ich die Laternen 
fotografieren kann, denn jetzt würden die Laternen nicht im Ganzen 
sichtbar sein, weil sie von den Mädelz gerade gestützt werden. 
Außerdem haben die Laternen sicher auch das Recht am eigenen Bild. 
(Datenschutz und so - Du weißt?!)

:)

-Feldkurat-
Moderator
Bernd F. schrieb:
> Natrium-Dampf war besser:)

Ja, das dachten die Vögel zunächst auch.

Bis sie durch Versuche festgestellt haben, dass LEDs mindestens so viel
Abwärme erzeugen wie Natriumdampflampen. Letztere haben laut Wikipedia
eine Lichtausbeute von 150 lm/W, was derzeit nur wenige Großserien-LEDs
erreichen.
Bernd F. schrieb:
> Nun sind die Lampenköpfe auf Led-Technik umgerüstet.
> Nur noch wenige Vögel finden das angenehm.

Ob das mit der Wärmeentwicklung zusammen hängt?

Wasser- und Watvögel haben ein ausgetüfteltes Gefäßsystem in den Beinen: 
das absteigende Blut wird gekühlt, das aufsteigende erwärmt. So werden 
die Wärmeverluste reduziert.

Auf der anderen Seite beobachtet nach kalten Wintern viele Stadttauben, 
denen einige, oder alle Zehen fehlen. Ursache sind kalte Metallteile, 
wie Dachrinnen, auf denen sie sich niederlassen und längere Zeit dort 
verbringen. Bei der Gelegenheit erfrieren sie sich dann die Zehen und 
merken es nicht.
Nicht nur das Fersengelenk - das ist das, was man auf dem Foto als 
Verdickung in der Mitte des Beines sieht - hat einen 
Arretiermechanismus. So können Vögel ohne jeden Kraftaufwand einbeinig 
stehen, sich festhalten und sogar schlafen.
@Bernd:

Die Thread-Überschrift könnte falscher nicht sein. Allgemein Vögel und 
insbesondere auch Störche beherrschen es, ihren Energiebedarf auf ein 
Minimum zu reduzieren - dagegen sind Säugetiere echte Verschwender.

Störche sind Langstreckenzieher und sie nutzen dabei Thermiken wirklich 
meisterhaft.

Ein Extrembeispiel ist die Pfuhlschnepfe - sie schafft es, non-stop von 
Alaska nach Neuseeland zu fliegen - 200 Stunden über den offenen 
Pazifik. Sowas geht ohne extreme Anpassungen mit dem Ziel der 
Energieersparnis einfach nicht.
Die schaffen es locker, innerhalb von 4 Wochen ihr Gewicht mehr als zu 
verdoppeln. Der Zuwachs ist reines Fett. Wenn man so einen startbereiten 
Zugvogel in der Hand hat und ihm die Federn vor der Brust beiseite 
schiebt, leuchtet es knallgelb. Bei einem, der gerade nach langem Flug 
an einem Rastplatz angekommen ist, um "nachzutanken", sieht man den 
roten Brustmuskel.

Die Extremstreckenzieher bilden sogar ihre Eingeweide vor dem Start 
zurück.

Weil das oft wirklich alles sehr knapp ist, sind sie dringend auf die 
großen Rastplätze mit ergiebigen Futterquellen, wie z.B. dem Wattenmeer 
angewiesen. Wenn wir die zerstören, ist das der Untergang dieser Arten.

Das Ganze ist eine äußerst rabiate Auslese - kleine Fehler sind tödlich.
OP
Uhu U. schrieb:
> @Bernd:
>
> Die Thread-Überschrift könnte falscher nicht sein. Allgemein Vögel und
> insbesondere auch Störche beherrschen es, ihren Energiebedarf auf ein
> Minimum zu reduzieren - dagegen sind Säugetiere echte Verschwender.
>
> Störche sind Langstreckenzieher und sie nutzen dabei Thermiken wirklich
> meisterhaft.

Du hast recht. Es müsste heißen. "Wenn wir Energie sparen, finden die
das blöd".

Warum? Die neuen Straßenlampenköpfe sind bestimmt super Ingenieur-
leistungen. Aber an griffige Oberflächen für Störche hat kein
Techniker gedacht :)

Die ersten 2 Jahre wurden sie von den Störchen nicht angenommen.
Jetzt scheint das besser zu werden.

Grüße Bernd
A. K. schrieb:
>> Die Tiere wischt es da doch bei der ersten grossen Windbö runter. Wollen
>> die da oben Nester bauen oder nur Löcher in die Luft gucken?
>
> Dank eingebauten Fallschirmen ist das halb so wild.

Apropos: Wenns einen Star von einem 2m Pfahl semmelt, dann passiert 
nicht viel. Ein viel grösserer Storch bricht sich dabei möglicherweise 
die Knochen, weil nicht fix genug. Weshalb der gut beraten sein könnte, 
eine gewisse Mindesthöhe einzuhalten.

Und wer jemals einen Schwan starten gesehen hat, der weiss, weshalb 
Grossvögel lieber von oben nach unten starten. Es gibt einen alten 
Disney-Zeichentrickfilm, der das auf die Schippe nahm (modelliert nach 
Albatros oder Tölpel oder sowas in der Art). Das war nicht gross 
übertrieben.

https://www.youtube.com/watch?v=wA6pv0Hhl0I
https://www.youtube.com/watch?v=HkejZYfVmdE
Ich weiß nicht was Bernds Störche im Winter so machen, aber es gibt in 
der Gegend auch welche, die im Winter nach Mannem in den Luisepark 
fliegen. Ist nicht so weit wie Südafrika und da gibt's tolles Futter für 
umme.
OP
Meine Tochter (erwachsen!) hat die Autos angehalten, alle Fahrer
hatten danach, als der Schwan in gemütlicher Gangart die Kreuzung
überquert hatte, ein breites Grinsen im Gesicht.

Schwäne überfahren gibt schlechtes Karma :)

Grüße Bernd
Beitrag #5110962 wurde von einem Moderator gelöscht.
@ Bernd Funk (metallfunk)

>Meine Tochter (erwachsen!) hat die Autos angehalten, alle Fahrer
>hatten danach, als der Schwan in gemütlicher Gangart die Kreuzung
>überquert hatte, ein breites Grinsen im Gesicht.

Sie ist gut zu Vögeln . . . ;-)))))
OP
Falk B. schrieb:
> @ Bernd Funk (metallfunk)
>
>>Meine Tochter (erwachsen!) hat die Autos angehalten, alle Fahrer
>>hatten danach, als der Schwan in gemütlicher Gangart die Kreuzung
>>überquert hatte, ein breites Grinsen im Gesicht.
>
> Sie ist gut zu Vögeln . . . ;-)))))

Falk,

du hast Glück, dass meine Tochter hier nicht mitliest, und du weit
weg wohnst.

Als passionierte Jägerin würde sie dir eine Ladung Schrot in die
Weichteile ballern :)

Grüße Bernd
Hi

Naja - wenn Der 'nicht will' ... will ich nicht 'da' sein :)
Mit einem Schwan hatte ich mich zwar ncoh nicht, aber einem Ganter 
durfte ich schon mehrfach zeigen, daß ich auch ganz doll groß bin ... 
nach dem Umdrehen kan das Vieh aber wieder angeschnattert ... und so ein 
Vogel hat auch nen paar Kilo.

MfG
Patrick J. schrieb:
> nach dem Umdrehen kan das Vieh aber wieder angeschnattert ... und so ein
> Vogel hat auch nen paar Kilo.

... und einen harten Schnabel mit grosser Reichweite. Hier am See finden 
manche Leute Schwäne süss und kommen denen zu nah. Besonders wenn die 
grad in Familie sind, kann das recht schmerzhaft enden.

Die haben zwar im Prinzip nichts dagegen, dass man ihnen beim 
Familienleben zusieht. Immerhin legen sie es beim Nestbau manchmal 
geradezu darauf an. Aber auf gebührende Distanz und vorzugsweise ohne 
Hund.
OP
1N 4. schrieb:
>> Grundsätzlich schießt der moderne Jäger bleifrei.
>> Stahl, statt Blei.
>
> Ist da nicht das Risiko von Durchschlägern zu hoch? Du kennst ja als
> Metallbauer selbst die Unterschiede der beiden Metalle.

Die Jäger finden die neue Munition auch nicht so toll.
Aber die Bleibelastung der Waldböden ist teilweise extrem.

Das ist halt wie beim Löten. Da muss man durch.

Grüße Bernd
Patrick J. schrieb:
> Naja - wenn Der 'nicht will' ... will ich nicht 'da' sein :)

Es kursieren schlimme Geschichten über Schwäne... Alles Humbug. Sie sind 
völlig harmlos - zumindest so lange man es mit ihnen an Land zu tun hat.

Ich habe schon ein paar hundert gefangen und beringt - nie ist irgendwas 
passiert.

Das "turbulenteste" Erlebnis hatte ich, als ich das Weibchen eines 
verliebten Höckerschwanenpaares am Neckarufer zu fassen bekam: das 
schwimmende Männchen machte Anstalten, handgreiflich zu werden, bekam es 
aber offenbar auf halbem Weg mit der Angst zu tun und griff dann statt 
mir ein paar Artgenossen an, die zufällig gerade des Wegs geschwommen 
kamen.

Wenn man einem territorialen Männchen als Schwimmer begegnet, kann das 
allerdings für den Menschen schlecht ausgehen - aber in derlei 
Situationen muss man sich ja nicht begeben.
A. K. schrieb:
> ... und einen harten Schnabel mit grosser Reichweite.

Das Gefährliche sind nicht die Schnäbel, sondern der Flügelbug. Wenn man 
einen Schwan, oder eine Gans am Hals hat, kann sie mit dem Schnabel 
sowieso nicht mehr viel machen, zudem ist der Hals lang und deswegen 
sehr empfindlich.

Was sie aber machen können, ist, mit den Flügeln draufzuhauen.

Ich fing mal eine Kanadagans, indem ich ihr ein Stück Brot hinhielt und 
sie dann blitzschnell am Schnabel packte und heran zog. Sie drosch mir 
mit einem Schlag des Flügelbugs ein 8 cm Hämatom auf den Unterarm - das 
Souvenir spürte ich noch eine Woche danach - die Flugmuskulatur von 
einer wilden Gans ist eben gut durchtrainiert und die stärkste 
Muskelgruppe am ganzen Federvieh.

Bei Höckerschwänen habe ich derlei nicht erlebt - die sind zwar groß, 
aber doof. Die ließen sich auch noch fangen, wenn sie vorher gesehen 
hatten, wie wir ihre Kollegen schnappten. Wenn man eine Gans gefangen 
hatte, war das die erste und letzte an dem Ort. Gänse merken sich auch, 
wer übergriffig wurde und warnen dann bei Annäherung die Kollegen.

Die besagte Gans wurde übrigens 17 Jahre nach dem Vorfall einige km 
entfernt vom Beringungsort von einem Jäger erlegt.

> Besonders wenn die grad in Familie sind, kann das recht schmerzhaft
> enden.

Genau dann sind männliche Höckerschwäne hoch aggressiv und walzen 
zuweilen  wahllos alles nieder, was ihnen in die Quere kommt - an Land 
sind die aber eher unbeholfen und wenn mal jemand gezickt wird, dann 
meistens deswegen, weil das blöde Vieh die Hand nicht vom Futter 
unterscheiden konnte.
Bernd F. schrieb:
> Früher(Vor ein paar Jahren) saß abends auf jeder Sraßenleuchte
> so ein Vogel und konnte sich die Füße wärmen.
>
> Nun sind die Lampenköpfe auf Led-Technik umgerüstet.
> Nur noch wenige Vögel finden das angenehm.
>
> Natrium-Dampf war besser:)
>
> Grüße Bernd

Das kann aber nicht wegen der Temperatur sein, denn Natriumdampflampen 
sind in der Regel effizienter als LED's und ergeben so eine geringere 
Abwärme.
Ich würde da eher sagen, dass die LED's eine zu hohe Temperatur 
erzeugen, sollte es denn die Temperatur sein.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Energiesparende_Leuchtmittel
OP
Johnny B. schrieb:
> Bernd F. schrieb:
>> Früher(Vor ein paar Jahren) saß abends auf jeder Sraßenleuchte
>> so ein Vogel und konnte sich die Füße wärmen.
>>
>> Nun sind die Lampenköpfe auf Led-Technik umgerüstet.
>> Nur noch wenige Vögel finden das angenehm.
>>
>> Natrium-Dampf war besser:)
>>
>> Grüße Bernd
>
> Das kann aber nicht wegen der Temperatur sein, denn Natriumdampflampen
> sind in der Regel effizienter als LED's und ergeben so eine geringere
> Abwärme.
> Ich würde da eher sagen, dass die LED's eine zu hohe Temperatur
> erzeugen, sollte es denn die Temperatur sein.
>
> Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Energiesparende_Leuchtmittel

Ich glaube, dass die neuen Leuchtenköpfe am Anfang zu glatt waren.
Da hat natürlich kein Ingenieur dran gedacht, hier eine griffige
Oberfläche für große Vögel vorzusehen :)

Grüße Bernd
@ Bernd Funk (metallfunk)

>Die Jäger finden die neue Munition auch nicht so toll.

Da braucht man neue Läufe für die Flinten, das schafft Umsatz!

>Aber die Bleibelastung der Waldböden ist teilweise extrem.

Wirklich? Wenn da Blei liegen bleibt, oxidiert die Oberfläche und gut. 
Bei Blei und anderen Sachen wird immer gern der Teufel an die Wand 
gemalt.

>Das ist halt wie beim Löten. Da muss man durch.

Schießen die Jäger auch mit 230°C und Flußmittel? Auf bleierne Enten? 
;-)
Bernd F. schrieb:
> Meine Tochter (erwachsen!) hat die Autos angehalten, alle Fahrer
> hatten danach, als der Schwan in gemütlicher Gangart die Kreuzung
> überquert hatte, ein breites Grinsen im Gesicht.

Ich ging mal die Strasse entlang und sah auf einmal etwas auf dem 
Gehsteig wuseln: eine Entenmutter mit einigen kleinen Küken stand neben 
der Strasse und musste irgendwie rüber.

Ich hielt je ein Auto in beiden Fahrtrichtungen an und drängte die 
Entenmutter die Strasse zu überqueren.

Sehr lieb war wie die Entenmutti ihr Flügelchen hob und wie schützend 
Richtung ihrer Küken hielt. Da soll mal einer sagen dass Tiere kein Herz 
haben  :-)
OP
Falk B. schrieb:
> @ Bernd Funk (metallfunk)
>
>>Die Jäger finden die neue Munition auch nicht so toll.
>
> Da braucht man neue Läufe für die Flinten, das schafft Umsatz!
>
>>Aber die Bleibelastung der Waldböden ist teilweise extrem.
>
> Wirklich? Wenn da Blei liegen bleibt, oxidiert die Oberfläche und gut.
> Bei Blei und anderen Sachen wird immer gern der Teufel an die Wand
> gemalt.
>
>>Das ist halt wie beim Löten. Da muss man durch.
>
> Schießen die Jäger auch mit 230°C und Flußmittel? Auf bleierne Enten?
> ;-)

Hallo Falk,

mit solchem Teufelzeug, wie Schrotpatronen, kenne ich mich nicht aus.
Wahrscheinlich ist allein das Wort Blei genug, irgendwelche Bürokraten
in Brüssel aus dem Sessel zu heben.

Blei?
Cadmium !!
Quecksilber !!!!!
Plutonium ....
Leuchtanzeige auf der alten Armbanduhr???

Grüße Bernd

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