Ich bin gestern beim Youtube durchzappen auf folgenden Videobeitrag gestoßen: https://www.youtube.com/watch?v=AuCJhFC7OAw Prinzipiell halte ich die Vorgehensweise für möglich. Ein Repeater hilft, das Auto außerhalb des Radius der Keyless-Entry-Systeme zu öffnen. Edith: Wobei - wenn ich recht darüber nachdenke: Selbst wenn mein Kumpel mit dem BMW Keyless-Entry-Schlüssel in der Tasche neben seinem Auto steht, kann ich das Auto nicht öffnen. Nur, wenn ich seine Hand dann berühre, klappt das aufsperren. Vermutlich wird hier der Körper als Träger für die Wellen genutzt. In diesem Fall würde auch ein Repeater nichts bringen. Nur das mit dem Wegfahren scheint mir irgendwie komisch. Der Schlüssel steht zumindest bei BMW unter ständiger Gegenprüfung. Die Verschlüsselung der Fernbedienung ist ja bisher nicht geknackt worden - entsprechend ist es nicht möglich, die Verifikation zu fälschen. Das Keyless-Go-System weiß also, dass der Schlüssel fehlt und schaltet binnen Sekunden den Motor aus. Hier im Video passiert das allerdings nicht. Das erscheint mir höchst unglaubwürdig. Kann es sein, dass hier die Reporter satt verarscht werden, und dem Typen eine Werbeplattform für seine ominöse Box zu bieten? Auch die Ausstattung seiner "Werkstatt" ist für mich nicht dem entsprechend, was man für die Entwicklung solcher Elektronik bräuchte. Ein paar alte Oszis (analog), ein Voltcraft Netzteil, ein ur-ur-uralter SNA und ein überdimensionaler Bildschirm. Das stinkt doch nach Fisch, oder?
Moin, nope, sobald der Motor läuft bekommt man zwar angezeigt, dass der Schlüssel fehlt, es wird aber nichts abgeschaltet. Zumindest bei 1er und 3er BJ 2011. Würd mich wundern, wenn das anders war. Es ist sogar so, dass man nach dem Abschalten des laufenden Motors diesen eine kurze Zeit lang ganz ohne Schlüssel neu-starten kann. Dass ist eine Panikfunktion, falls man in einer Notsituation den Motor abwürgt und schnell wieder starten muss. Noch besser war allerdings der Stunt mit dem Modem. Hatte die c't veröffentlicht, glücklicherweise nachdem sie BMW die Pistole auf die Brust gesetzt hatten und die ihre Patches ausgespielt haben: https://www.heise.de/ct/ausgabe/2015-5-Sicherheitsluecken-bei-BMWs-ConnectedDrive-2536384.html -- SJ
Sven J. schrieb: > ...bekommt man zwar angezeigt, dass der Schlüssel fehlt, es wird aber > nichts abgeschaltet... Gibts auch anders: https://amp.welt.de/amp/regionales/hamburg/article144233550/Baby-wirft-waehrend-Fahrt-Autoschluessel-aus-Fenster.html
Martin S. schrieb: > Das Keyless-Go-System weiß also, dass der Schlüssel fehlt > und schaltet binnen Sekunden den Motor aus. Nö, meins nicht. Da kann man aussteigen und der Motor läuft weiter. Schliesslich könnte auch ein Kind den Schlüssel auf der Autobahnfahrt aus dem Fenster werfen. Da heute jedes Auto eine Wegfahrsperre hat, müsste jedes durch wegfahren geklaute Auto (nicht durch abschleppen oder Schlüsselklau) vom Hersteller ersetzt werden, schliesslich hat es eine wesentliche, gesetzlich verpflichtende Eigenschaft schon ab Produktion nicht gehabt. Da trotzdem Autos verschwinden, nutzen Autohersteller die wohl vor allem als Ausrede warum inzwischen alle Steuergeräte so verdongelt sind, daß man Reparaturen nur noch in Markenwerkstätten durchführen kann - und damit jede grössere Reparatur finanziell unsinnig wird, die Lebensdauer eines Autos künstlich massiv verringert wird.
Martin S. schrieb: > Das stinkt doch nach Fisch, oder? Unabhängig davon, ob es funktioniert oder nicht: "Udo Hagemann, Sicherheitsexperte" ist zutiefst unseriös. "Sicherheitsexperte" kann sich jeder Hampel nennen. Seriös wird es erst, wenn neben dem Reiter auch das Ross genannt wird: "Udo Hagemann, ADAC-Sicherheitsexperte" "Udo Hagemann, TÜV Rheinland" "Udo Hagemann, Chaos Computer Club"
Martin S. schrieb: > Prinzipiell halte ich die Vorgehensweise für möglich. Ein Repeater > hilft, das Auto außerhalb des Radius der Keyless-Entry-Systeme zu > öffnen. Bekanntes Problem. > > Edith: Wobei - wenn ich recht darüber nachdenke: Selbst wenn mein Kumpel > mit dem BMW Keyless-Entry-Schlüssel in der Tasche neben seinem Auto > steht, kann ich das Auto nicht öffnen. Nur, wenn ich seine Hand dann > berühre, klappt das aufsperren. Vermutlich wird hier der Körper als > Träger für die Wellen genutzt. In diesem Fall würde auch ein Repeater > nichts bringen. Nein. Auch wenn ich den Schlüssel im Rucksack habe, kann ich mein Fahrzeug öffnen (kein BMW). Es kann aber, bedingt durch Zeug in Hosentasche/Rucksack dazu kommen, dass der Schlüssel nur erkannt wird, wenn X gemacht wird. (Abschirmung etc. Wenns Handy drüber legt gehts kaum.) > Nur das mit dem Wegfahren scheint mir irgendwie komisch. Der Schlüssel > steht zumindest bei BMW unter ständiger Gegenprüfung. Die > Verschlüsselung der Fernbedienung ist ja bisher nicht geknackt worden - > entsprechend ist es nicht möglich, die Verifikation zu fälschen. Das > Keyless-Go-System weiß also, dass der Schlüssel fehlt und schaltet > binnen Sekunden den Motor aus. Das darf NICHT passieren. Wird es auch nicht. Denn, wie oben geschrieben, kann die Verbindung zum Schlüssel unbeabsichtigt getrennt werden. Batterie leer, fällt runter, man sitzt drauf etc. Da darf das Auto dann nicht einfach ausgehen, das wäre viel zu gefährlich. > Hier im Video passiert das allerdings nicht. Das erscheint mir höchst > unglaubwürdig. > > Kann es sein, dass hier die Reporter satt verarscht werden, und dem > Typen eine Werbeplattform für seine ominöse Box zu bieten? > > Auch die Ausstattung seiner "Werkstatt" ist für mich nicht dem > entsprechend, was man für die Entwicklung solcher Elektronik bräuchte. > Ein paar alte Oszis (analog), ein Voltcraft Netzteil, ein ur-ur-uralter > SNA und ein überdimensionaler Bildschirm. Das sind einfach ein paar Geräte fürs Filmteam. Die stehen drauf, wenn Technik im Hintergrund blinkt und flackert. In diesen Aufnahmen ist SEHR viel Show. (Selbst miterlebt...) > > Das stinkt doch nach Fisch, oder? Nein. Aber das Problem ist altbekannt. Eben mal wieder Themen neu aufgewärmt und den Leuten Angst gemacht (ggf. auch zurecht)
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