Die Personalabteilung ist eingebunden in die Entscheidung, wer eingestellt wird und wer nicht. Nach meiner Erfahrung hockt dann auch im Vorstellungsgespräch nicht nur der künftig vorgesetzte Ingenieur, sondern auch ein Vertreter der Personalabteilung. Frage 1: Welches Gewicht hat die Meinung des Personalers ggü. dem fachvertretenden Kollegen? Frage 2: Was sind die Kriterien, die den Bewerber dem Personaler passend erscheinen lassen, insbesondere im Vorstellungsgespräch? Das Fachliche kann der Personaler nicht beurteilen und bei den "weichen" bzw. charakterlichen Themen kann der Fachvertreter sicher genauso einschätzen, ob der Bewerber den nötigen Biss hat. Hat jemand zuverlässige Einblicke oder glaubwürdige Erfahrungsberichte von Freunden?
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Johnny schrieb: > Frage 1: Welches Gewicht hat die Meinung des Personalers ggü. dem > fachvertretenden Kollegen? In Großkonzernen immer das Höhere.
Wie verifizierst du eine Antwort, die du erhalten würdest? Meiner Meinung nach läuft das überall "anders", als das man das pauschal beantworten könnte, weil zu viele unterschiedliche Faktoren das beeinflussen. Die Hierarchie ist überall anders aufgebaut. Wahrscheinlich lässt sich das immer wieder kategorisch nach Mustern einteilen. Es hat aber keine Aussagekraft. Ich habe in meiner alten Firma schon erlebt, dass ein Rhetorisch begabter gute Chancen hat eine Entscheidung zu beeinflussen. Letztlich kann aber eine inkompetente Flachzange alle überstimmen. In beide Richtungen. Einen ungeeigneten einzustellen oder einen geeigneten im auszusortieren, weil die Schuhe einem nicht gefallen haben im Vorstellungsgespräch.
Beitrag #5087943 wurde von einem Moderator gelöscht.
Die korrekte Antwort lautet "kommt darauf an" und zwar bei beiden Fragen. Ein Personaler wird sicherlich kaum ein Gewicht haben wenn der fachlich zuständige aus der oberen Leitungsebene kommt, ggf. die Auswahl eines Praktikanten aber sogar ohne die Anwesenheit der Fachabteilung treffen dürfen. Und bei einem Entwicklungsingenieur liegen sicherlich andere Kriterien seitens des Personalers an den Kandidaten an, als bei einem Vertriebsingenieur. Die Fragen so unpräzise zu formulieren kann nur komplett unbefriedigende Allgemeinantworten nach sich ziehen und zeugt vom vollständigen Fehlen an Erfahrung des Fragenden. Den Rest hat H. E. (hobby_elektroniker) bereits korrekt angeführt.
Johnny schrieb: > Frage 2: Was sind die Kriterien, die den Bewerber dem Personaler passend > erscheinen lassen, -Gehaltsforderung -Loyalitätsprognose -Ausfallprognose (Resilienz, Gesundheit/Fitness) -Springerqualitäten
Hallo jonny. Johnny schrieb: > Frage 1: Welches Gewicht hat die Meinung des Personalers ggü. dem > fachvertretenden Kollegen? Das ist von Fall zu Fall verschieden. Es hängt sowohl am am einzelnen Unternehmen als auch an den beteiligten Personen und variiert auch mit der Zeit > Frage 2: Was sind die Kriterien, die den Bewerber dem Personaler passend > erscheinen lassen, insbesondere im Vorstellungsgespräch? Das Fachliche > kann der Personaler nicht beurteilen und bei den "weichen" bzw. > charakterlichen Themen kann der Fachvertreter sicher genauso > einschätzen, ob der Bewerber den nötigen Biss hat. Das kann ich Dir aus meiner eigenen Erfahrung auch nicht sagen. Ich hatte schon Vorstellungsgespräche, wo es wieder Erwarten geklappt hat, und welche, wo es wieder Erwarten nicht geklappt hat. Die Gründe blieben mir immer verborgen. Wenn ich mal gefragt habe, und eine Antwort bekam, war sie im allgemeinen unverständlich. ;O; > Hat jemand zuverlässige Einblicke oder glaubwürdige Erfahrungsberichte > von Freunden? Meine persönliche Meinung: Da zumindest formal fachlich gut qualifizierte Leute in Mengen herumlaufen, gehe ich mal davon aus, das es meistens nicht an einer formal guten fachlichen Qualifikation liegt. Wenn es nicht irgendwelche Vorgaben (gesetzlich oder Firmenintern) gibt, spielt die formale Qualifikation ausser bei Absolventen/erste Stelle nach Ausbildung keine Rolle. Anschliessend wirst Du danach beurteilt, was Du gemacht hast. Hast Du dabei vergeigt, kannst Du Deine formale Qualifikation vergessen. Hast Du Dich bewährt, ist Deine formale Qualifikation egal. Bleibt die Frage, wie bewertet jemand Deine vorherige Tätigkeit korrekt oder eben auch nicht korrekt? Weiterer Denkansatz: Da es im allgemeinen genug fachlich geeignete Leute gibt, spielt es mehr eine Rolle, welcher von den vielen fachlich geeigneten Leuten von der Persönlichkeit her am besten auf die Stelle passt. Und an dem Punkte scheint es dann den "Fachkräftemangel" zu geben. Der "Fachkräftemangel" wäre also eher ein "Persönlichkeitenmangel", wobei aber strittig ist, was unter einer "Persönlichkeit" überhaupt zu verstehen ist. Fragt man hier nach, hört man irgendwie esoterisches Geschwurbel, was für mich Bedeutet, die Gefragten wissen es entweder selber nicht, oder verwenden Begriffe in einer für mich sehr ungewöhnlichen Bedeutung, oder wollen es es in Wirklichkeit nicht sagen aber vermeiden, dass man das merkt. ;O) Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de
Johnny schrieb: > Frage 1: Welches Gewicht hat die Meinung des Personalers Groß Johnny schrieb: > Frage 2: Was sind die Kriterien, die den Bewerber dem Personaler passend > erscheinen lassen Teamfähigkeit (für Normalos :-) ), Persönlichkeit, Werdegang, Standing, blah blubb, fachlich wird vorausgesetzt, mit der entsprechend "benoteten" Vorbildung (andere fallen vorher schon raus)
Dieter F. schrieb: > blah blubb "Blah Blubb" ist nur für Industrie-Taucher notwendig. Für einen Apnoe-Taucher ist das ein (Achtung: Neu-Deutsch) NoGo -Feldkurat-
Ehrlich gesagt kämen Menschen, die hier nachfragen, sowieso nicht in meine engere Auswahl (ich bin für jedes - (Minus) dankbar, macht ruhig :-)
Feldkurat K. schrieb: > "Blah Blubb" ist nur für Industrie-Taucher notwendig. Für einen > Apnoe-Taucher ist das ein (Achtung: Neu-Deutsch) NoGo Da hast Du Dich geoutet - keine Ahnung! Schon mal getaucht? Mit Sicherheit nicht. Bleib mal lieber bei bei der Bibel.
Dieter F. schrieb: > Da hast Du Dich geoutet - keine Ahnung! Ertappt... > Schon mal getaucht? Nur mal in der Lackiererei in einer Sonderschicht. > Mit Sicherheit nicht. Bleib mal lieber bei bei der > Bibel. Muß ich -meine Bibel ist nicht wasserfest. :) -Feldkurat-
Feldkurat K. schrieb: > Muß ich -meine Bibel ist nicht wasserfest. > :) > -Feldkurat- Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal Fre... halten :-) (irgendein Schwachsinns-Komiker - Barth? - hat das mal abgelassen)
Nach dem Artikel http://www.handelsblatt.com/unternehmen/beruf-und-buero/the_shift/der-perfekte-lebenslauf-so-wird-der-weg-frei-ins-vorstellungsgespraech/20080744.html werden die Bewerber-Schreiben nach Rechtschreibung und Grammatik bewertet. Alles Klar?
Cha-woma M. schrieb: > Nach dem Artikel > http://www.handelsblatt.com/unternehmen/beruf-und-... > werden die Bewerber-Schreiben nach Rechtschreibung und Grammatik > bewertet. > > Alles Klar? Ein wenig kurz gegriffen oder? Das ist das Ergebnis einer Studie der Personalberatung „Page Personnel“, die mehr als 4000 Kandidaten und etwa 600 Berater aus Kontinentaleuropa zum perfekten Lebenslauf befragt hat. Demnach gaben alle Berater an, dass sie großen Wert auf richtige Grammatik im Curriculum Vitae legen. Ebenso wichtig seien die korrekte Ansprache, ein professioneller Ton sowie die Verwendung von Fachtermini. Laut Studie haben das die Bewerber auch bereits erkannt.
Schade, dass bisher keiner aus zuverlässiger Erfahrung oder anderweitigen verlässlichen Quellen Auskunft geben konnte. Bitte verkneift euch auch beleidigende oder herablassende Kommentare. Wenn euch ein Post nicht zusagt, könnt ihr doch einfach fern bleiben. Meine Fragen zielten auf Leute, die Personaler in ihrem Freundeskreis haben, oder Kollegen in der HR mit denen sie sich dazu austauschen / mit denen sie befreundet sind, oder selber mal Entscheider waren oder sind und die Rolle der Personaler genau kennen. Meines Wissens hat die Personalabteilung, als Vertretung der Verwaltung, eine übergeordnete Stellung ggü. den Ingenieurabteilungen (welche operativ sind). Dies sollte sich im Einfluss an der Einstellungspraxis wiederspiegeln (Hinweis zu Frage 1). Gleichzeitig können sie einen geeigneten Ingenieur doch gar nicht erkennen, da sie fachfremd sind. Der Fachvertreter kann sowohl die fachliche als auch die charakterliche Eignung einschätzen. Ergo: Wieso braucht's dann noch einen Personaler? Welche Berechtigung hat sein Einfluss? Was ist seine Rolle?
Johnny schrieb: > Ergo: Wieso braucht's dann noch einen Personaler? Welche Berechtigung > hat sein Einfluss? Was ist seine Rolle? Weil in nennenswerten Firmen, die überhaupt eine Personalabteilung haben, Dutzende Bewerbungen auf eine Stelle kommen und die Fachabteilung andere Aufgaben hat, als sich durch den Stapel an Bewerbungen zu fräsen. Beispielsweise Projekte entwickeln. Außerdem wäre es Geldverschwendung, jemanden mit Ingenieursgehalt für Aufgaben abzustellen, die auch irgendeine untere HR-Charge für weniger Geld erledigen kann. Daher macht die Personalabteilung die Vorfilterung, damit die Fachabteilung nicht in Bewerbungen ertrinkt. Bleiben immer noch genug Bewerbungen übrig, und wer selbst in einer Bewerbung noch Rechtschreibfehler macht, wo man sich von seiner besten Seite präsentieren soll, der wird seine Arbeit genauso schlampig machen. Gilt aber auch umgedreht. Ich hab schon Xing-Anfragen mit Rechtschreibfehlern bekommen und das als Zeichen eines schlampigen Ladens gewertet. Auch Stellenausschreibungen mit Rechtschreibfehlern sagen mir dasselbe.
Johnny schrieb: > Ergo: Wieso braucht's dann noch einen Personaler? Glaubst du, die machen nur Bewerbungsgespräche?
genervt schrieb: > Glaubst du, die machen nur Bewerbungsgespräche? Nein, manchmal würfeln sie auch, wer den Bewerber rauskegeln darf, oder sie spielen "Mensch ärger Dich nicht!", wenn sie bei der Beförderung eine Runde aussetzen mußten.
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Beitrag #5091813 wurde von einem Moderator gelöscht.
Johnny schrieb: > Frage 1: Welches Gewicht hat die Meinung des Personalers ggü. dem > fachvertretenden Kollegen? > > Frage 2: Was sind die Kriterien, die den Bewerber dem Personaler passend > erscheinen lassen, insbesondere im Vorstellungsgespräch? Eine Erfahrung dazu habe ich. Wir katten einen Kandidaten mit viel relevanter Berufserfahrung eingeladen, alle sind davon ausgegangen dass er mit wehenden Fahnen durch segeln wird. Es gab ~6 fachliche Interviews durch verschiedene Leute (einer davon ich). Alle ist dabei aufgefallen dass der Kandidat zwar fachlich sehr gut ist, aber es teilweise massive Kommunikationsprobleme gibt. Einige der Interviewer waren deswegen dafür ihn abzulehnen (einschließlich mir), der Abteilungsleiter war allerdings dafür ihn zu nehmen. Da hat sich der Personaler in der Nachbesprechung mit Hinweis auf die massiven Bedenken bzgl. Kommunikation quergestellt und der Kandidat wurde abgelehnt. M.E. wurde dadurch die richtige Entscheidung getroffen.
Interviewer schrieb: > Eine Erfahrung dazu habe ich. Wir katten einen Kandidaten mit viel > relevanter Berufserfahrung eingeladen, alle sind davon ausgegangen dass > er mit wehenden Fahnen durch segeln wird. Es gab ~6 fachliche Interviews > durch verschiedene Leute (einer davon ich). Alle ist dabei aufgefallen > dass der Kandidat zwar fachlich sehr gut ist, aber es teilweise massive > Kommunikationsprobleme gibt. Bitte Klartext, 1)was sind für Euch "massive Kommunikationsprobleme" meint das nur mündlich-sachlich? also Sprachprobleme. Oder auch mündlich-sozial bspw arrogant unangenhme Kommunikationsatmosphäre. Oder auch zu ängstlich, Wörter mussen aus der Nase gezogen werden und 2)wieso ist Kommunikation ein KO - Kriterium? Lieber mundfaul als denkfaul, sag ich mal. Was nützt ein Kommunikationswunder das 0 Ahnung vom Fach hat? Baut nur Scheiße, kann sie aber schön "Schön reden"?!
Was soll denn diese Löscherei? Was ist an meinem Beitrag nicht in Ordnung. Passt zum Thema und ist nicht politisch. Dieter F. schrieb: > Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal Fre... halten :-) (irgendein > Schwachsinns-Komiker - Barth? - hat das mal abgelassen) Kann sein, dass Mario diesen Spruch schon früher abgelassen hat. Ich weiß vom Dieter Nuhr (auch Komiker) das er diesen Spruch schon benutzt, vielleicht sogar mal entwickelt hat. Johnny schrieb: > Die Personalabteilung ist eingebunden in die Entscheidung, wer > eingestellt wird und wer nicht. Nach meiner Erfahrung hockt dann auch im > Vorstellungsgespräch nicht nur der künftig vorgesetzte Ingenieur, > sondern auch ein Vertreter der Personalabteilung. Eingebunden würde ich nicht sagen, eher so eine Art Erfüllungsgehilfe. Ob jemand von der Fachabteilung dabei ist, ist nicht garantiert. Das wird ganz unterschiedlich und wohl so nur in Großbetrieben so kultiviert gehandhabt. Wenn man sich die Aufgaben von Personalern mal etwas genauer anschaut, wird man wohl erkennen, dass die eigentlich nicht viel zu tun haben, gerade in Firmen, wo die Fluktuation und die damit verbundene Tätigkeit gering ist. Wenn nicht noch andere Aufgaben delegiert werden können, sitzen die Leute da doch nur gelangweilt rum. Also werden Tätigkeiten angestrebt, um die Leute zu beschäftigen, wenn ansonsten nicht genug Arbeit da ist. Selbst erlebt. > Frage 1: Welches Gewicht hat die Meinung des Personalers ggü. dem > fachvertretenden Kollegen? Das wird man kaum allgemeingültig beantworten können. Das ist ziemlich willkürlich, insbesondere wenn man den kurzen Dienstweg um diese Leute herum geht, denn die Personaler sind doch durch die Bank weg Misanthropen. Vernünftig reden kann man mit denen nicht. > Frage 2: Was sind die Kriterien, die den Bewerber dem Personaler passend > erscheinen lassen, insbesondere im Vorstellungsgespräch? Das Fachliche > kann der Personaler nicht beurteilen und bei den "weichen" bzw. > charakterlichen Themen kann der Fachvertreter sicher genauso > einschätzen, ob der Bewerber den nötigen Biss hat. "Biss" würde ich das nicht nennen, eher Affinität und Führbarkeit oder anders ausgedrückt, alle Tugenden hat, die ein AG erwartet, aber selbst in seinem Reich aufgrund seines Standesdenken nicht hat. > Hat jemand zuverlässige Einblicke oder glaubwürdige Erfahrungsberichte > von Freunden? Eine Verwandte hat mal bei einem DL gearbeitet als Vermittlerin und damit Einblick in die Verhältnisse gehabt. Das Schmierentheater hat sie da nur 3 Monate mit gemacht und dann hin geschmissen. War nicht auszuhalten, was da so ab lief. Ist zwar nicht explizit der HR-Bereich gewesen, aber nahe dran. Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass es Firmen darauf ankommt Planungsgarantien zu bekommen, also im Wurst-Käse-Fall einen früheren Arbeitgeber auch mal auf Schadenersatz zu verklagen, wenn ein Gekündigter über den grünen Klee hinaus gelobt wurde. Die Zeugniscodes tun dafür ein übriges. So ein paar Andeutung, die bei der Erstellung einer meiner Arbeitszeugnisse mal gemacht wurden, lassen da Übles erahnen. Viele Firmen hatten nie vor, jemanden einzustellen, der zwar im Grunde qualifiziert ist, aber nicht auch noch ein paar Kleinigkeiten, die man unkommuniziert erwartet, erledigen soll. Arbeitsmangel scheint auch da ein gelebtes Problem zu sein und da ich durchaus kompetent und tüchtig bin, hatte ich schon häufiger das Problem mit Arbeitsmangel konfrontiert zu werden, manchmal dann in der Konsequenz, den Job Ade sagen zu müssen. Andere (selten)Firmen haben geantwortet, dass sie sich dafür entschieden haben nicht einzustellen, ohne die konkreten Gründe aufzulegen. Pläne, dies dann im nächsten Jahr zu machen, waren regelrecht gelogen. Letztens hab ich einen Bewerbungsrücklauf erhalten, wo davon die Rede ist, dass man jemanden anders eingestellt hatte. Die Ausschreibung ist aber immer (mehrere Monate) noch online. Darauf hingewiesen wurde einfach ignoriert. Anderer DL hatte ein passende Stelle mit überzogenen Gehalt ausgelobt. Rücklauf war dann eine ganz andere Qualifikation. Den Braten hatte ich aber schon gerochen, dass da was nicht stimmte. Auch hier keine Antwort auf diese offensichtlich falsche Vorgehensweise. Ich gehe davon aus, dass die meisten Stellen real gar nicht existieren und die Firmen nur mal schauen wollen, wie gut der Arbeitsmarktpool gefüllt ist. Einstellungen sollen wohl auch ein wenig anders laufen als das vernünftig wäre. Man soll sich so unterwürfig als Arbeitnehmer- Untertan anbiedern, dass man leicht über den Tisch gezogen werden kann. Die Firmen schieben einen Berg von Überstunden vor sich her, den sie nicht bezahlen wollen. Also werden Lösungen gesucht die billiger sind und die desolate Situation am Arbeitsmarkt ist nun die Konsequenz. Vollbeschäftigung und Fachkräftemangel sehen anders aus.
Für mich ist es nicht plausibel, dass Leute an der Einstellungspraxis in übergeordneter Weise teilhaben aber ihnen das Fachwissen fehlt, geeignete Bewerber zu erkennen. Ich möchte es auch stark bezweifeln, dass Personaler weniger gut bezahlt werden als die Ingenieure in einem Betrieb, was hier jemand behauptet hat - und umso weniger wenn man den Beitrag zum Unternehmenserfolg miteinbezieht. Ohne Produktentwickler und -verkäufer kein Betrieb - da kann der Personaler noch so gut sein. Natürlich kenne ich die Behauptung, dass bspw. ein Psychologe einen Bewerber besser einschätzen kann als ein Ingenieur (wobei das noch der eher bessere Fall ist; es gibt ja alles mögliche an beruflichen Hintergründen von Personalern). Und selbst wenn man das glaubt, dann macht das immer noch nicht den zentralen Widerspruch wett, dass Fachfremde Fachleute einstellen. Andere Frage: Wieso leistet man sich eine Personalabteilung aus Fachfremden wenn man sich auch Ingenieursstudenten auf 400 Euro-Basis leisten könnte, die wirklich geeignete Bewerber vorselektieren könnten und zugleich günstiger und flexibler wären? (Bei BWL-Bewerbern das gleiche mit BWL-Studenten usw.). Meine Hypothese ist die folgende: Personalabteilungen wurden installiert durch die Macht der Gewerkschaften um mehr Einfluss und Kontrolle in den Betrieb zu bekommen (Teil der Verwaltung = mächtige Position). Sie sind politische Einrichtungen, geschaffen durch Politik aber - dann wie so oft - gegen den gesunden Menschenverstand, gegen markwirtschaftliche Sinnhaftigkeit und zum Nachteil von Leistungsträgern wie uns operativen Ingenieuren. Insofern sind ihre Bewertungskriterien für geeignete Bewerber ebenfalls politisch motiviert um den Agenden von Gewerkschaft und Regierung gerecht zu werden (z.B. Bevorzugung von Frauen, Minderheiten, Migranten,... oder die Prognose, ob jemand das widersinnige System in Frage stellen wird). Schliesslich glaube ich, dass Verwaltungen, besonders jene aus dem öffentlichen Dienst und in den Konzernen, exzessiv aufgeblähte Einrichtungen sind als Ergebnis von Arbeitsbeschaffungsmassnahmen, was ebenfalls die Gewerkschaften in Zusammenwirkung mit der Regierung, über Jahrzehnte hinweg, forciert hat (beide haben das Interesse von wenigen Arbeitslosen). Denn was macht man mit jemandem der "Kommunikation" studiert hat? Man muss ihm eine Stelle erfinden. Zum Beispiel eine in der Personalabteilung.
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