Hallo, ich suche hier nach Rat. Dieses Jahr Frühjahr habe ich meinen ET-Master absolviert und bin nach meinem Abschluss relativ schnell in einer kleinen Firma ( < 100 MA) eingestiegen. Mein Problem zu der Zeit war meine finanzielle Not und so nahm ich das erst beste Angebot an nur um nicht in Hart IV zu landen. Die Bezahlung ist nicht die Beste, aber auch nicht unterdurschnittlich und das Tätigkeitsfeld klang zumindest im Vorstellungsgespräch ganz interessant. Nun arbeite ich schon seit wenigen Monaten dort (noch in der Probezeit) und meine Motivation nimmt von Tag zu Tag immer mehr ab denn: Ich werde nicht in den abgesprochenen Gebieten eingesetzt, ich kriege dort keine Einarbeitung, die Schaltpläne und Codes (von Entwicklern, die die Firma längst verlassen haben), die man mir vorwirft sind kaum dokumentiert, Schulungen werden nur selten genehmigt und wenn dann nur für die Senior-Entwickler, die Gehaltssteigerungen pro Jahr sind verschwindet gering und die Ausstattung dort ist auch eher spärlich. Ich für meinen Teil sehe für mich keine Zukunft in der Firma und spiele schon seit längerem mit dem Gedanken zu wechseln. Das einzige was mich dort noch hält ist die Ungewissheit, ob in den meißten Firmen (OEM, Tier1 und IGM-Betriebe ausgeschlossen)die gleiche Situation vorherrscht. Wenn ja dann würde ich ja vom Regen in die Traufe und dann hätte ich mich umsonst wieder den ganzen Bewerbungsstress ausgesetzt. Ist das so üblich bei KMUs und wäre es ratsam das Risiko auf mich zu nehmen und sobald wie mglich zu wechseln? Und bevor hier Jemand mit einem Konzernjob anfängt, ich habe mich schon vor meinem Abschluss dafür entschieden zu einem Mittelständler zu gehen in der Hoffnung dort ein breites Fachspektrum zu erhalten.
Qed schrieb: > Was zahlen die bei wie viel Stunden? Urlaubstage? 48k/a bei 40 h/Woche und 26 Tage Urlaub/a
Mark R. schrieb: > Nun arbeite ich schon seit wenigen Monaten dort > Ich werde nicht in den abgesprochenen Gebieten eingesetzt Was wurde versprochen? > ich kriege dort keine Einarbeitung, Wenn es um HW oder SW geht, das darf man Dir zutrauen. Wenn es um wirkliches Firmenknow-How geht, musst Du es erfragen. Es gibt dort kein didaktisches Material. > die Schaltpläne und Codes (von Entwicklern, die die Firma längst > verlassen haben), die man mir vorwirft sind kaum dokumentiert Willkommen im Berufsalltag. Das ist auch woanders so. Noch schlimmer: Wenn sie über-dokumentiert sind und riesige eigene Frameworks beinhalten. > Schulungen werden nur selten genehmigt Bei Bedarf. > Gehaltssteigerungen pro Jahr sind verschwindet gering das spielt im ersten Betrieb im ersten halben Jahr meist keine Rolle > Ich für meinen Teil sehe für mich keine Zukunft in der Firma Wir kennen die Firma nicht. Aber wenn Du am vorgesetzten Code und von deren Produkten/Arbeitsweisen nichts mehr lernen kannst, dann solltest Du gehen. Auf der anderen Seite schreibst Du aber, dass Du noch sehr viel lernen musst und willst. Beim IGM-Betrieb wird es in der Regel nicht anders sein. Und zum lernen ist ein Großbetrieb oder Auto-Zulieferer, wo Du 2 Jahre V-Modell-Dokumente ausfüllst bevor Du eine Zeile änderst, nicht wirklich besser.
Mark R. schrieb: > Qed schrieb: >> Was zahlen die bei wie viel Stunden? Urlaubstage? > > 48k/a bei 40 h/Woche und 26 Tage Urlaub/a Du bekommst was du verdienst!
Mark R. schrieb: > > Und bevor hier Jemand mit einem Konzernjob anfängt, ich habe mich schon > vor meinem Abschluss dafür entschieden zu einem Mittelständler zu gehen > in der Hoffnung dort ein breites Fachspektrum zu erhalten. Was nun, haste dich nicht informiert und aus dem Bauch raus den KMU in rosa Farben gesehen? > Ist das so üblich bei KMUs Ist im Technikbereich üblich! Denn sonst würde keine A300M zig Jahre zu spät fertig, Toll-Collet noch immer nicht alle seine Leitungen bieten. > und wäre es ratsam das Risiko auf mich zu > nehmen und sobald wie mglich zu wechseln? Ich würde schauen, das du min 1 Jahr bleibst. Dann haste zumindesten 6 Monte AlgI sicher, Wenn der neue Job in die Hosen geht!
Ich denke man kann durchaus verschiedene Arbeitgeber probieren, irgendwann findet man auf jeden Fall etwas, was besser zu seinen Ansprüchen passt
Achim S. schrieb: > Was wurde versprochen? Hardware. Zur Zeit mache ich dort aber viel IT und SW, wobei ihn SW auch bereits Erfahrungen hab, nur mit IT-Geschichten tue ich mich noch schwer Achim S. schrieb: > Wenn es um HW oder SW geht, das darf man Dir zutrauen. Wenn es um > wirkliches Firmenknow-How geht, musst Du es erfragen. Es gibt dort kein > didaktisches Material. Natürlich kann man mir das zutrauen, ich fühle mich nur gerade etwas erdrückt von diesem Berg an Spaghettie-Code. Aber ich denke mit der Erfahrung wird es auch besser. Achim S. schrieb: > Willkommen im Berufsalltag. Das ist auch woanders so. Achim S. schrieb: > Wir kennen die Firma nicht. Aber wenn Du am vorgesetzten Code und von > deren Produkten/Arbeitsweisen nichts mehr lernen kannst, dann solltest > Du gehen. Auf der anderen Seite schreibst Du aber, dass Du noch sehr > viel lernen musst und willst. Vielleiht urteile ich hier wirklich zu voreilig. Wahrscheinlich durchlaufe ich gerade auch nur die berüchtigte Ernüchterung, wenn man frisch von der Uni kommt und sich noch die tollsten Projekte im Kopf vorstellt an denen man mitwirken möchte.
Mark R. schrieb: > 48k/a bei 40 h/Woche und 26 Tage Urlaub/a Gehalt ist Untergrenze, das mit dem Ulaub ist eine Frechheit. wie schaut denn die Überstundenregelung aus?
genervt schrieb im Beitrag #508866 > Gehalt ist Untergrenze, das mit dem Ulaub ist eine Frechheit. > > wie schaut denn die Überstundenregelung aus? Maximal 30 Überstunden. Alles darüber hinaus ist mit dem Gehalt abgegolten. Hier wird aber niemand unter Druck gesetzt Überstunden zu machen, soweit ich das bislang mitbekommen habe.
Cha-woma M. schrieb: > Mark R. schrieb: >> und wäre es ratsam das Risiko auf mich zu >> nehmen und sobald wie mglich zu wechseln? > Ich würde schauen, das du min 1 Jahr bleibst. > Dann haste zumindesten 6 Monte AlgI sicher, Wenn der neue Job in die > Hosen geht! Ich würde versuchen mind. 2 Jahre zu bleiben. Was ist denn wenn der zweite Job auch wieder suboptimal ist. Die Jobhopper sind auch nicht so sehr gesucht. Jeder weiß dass nach dem Abschluss die Effektivität erstmal gering ist. Da sind 48k auch mal recht gut.
Mark R. schrieb: > Ich werde nicht in den abgesprochenen Gebieten eingesetzt, ich kriege > dort keine Einarbeitung, die Schaltpläne und Codes (von Entwicklern, die > die Firma längst verlassen haben), die man mir vorwirft sind kaum > dokumentiert Du könntest damit jede beliebige Firma beschreiben. > Schulungen werden nur selten genehmigt und wenn dann nur > für die Senior-Entwickler, die Gehaltssteigerungen pro Jahr sind > verschwindet gering und die Ausstattung dort ist auch eher spärlich. Das kannst du doch nach ein paar Monaten noch gar nicht beurteilen... > Ich für meinen Teil sehe für mich keine Zukunft in der Firma und spiele > schon seit längerem mit dem Gedanken zu wechseln. Ja, mach das ein paar Mal und du hast deine Schublade weg. Mark R. schrieb: > Wahrscheinlich durchlaufe ich gerade auch nur die berüchtigte > Ernüchterung, wenn man frisch von der Uni kommt und sich noch die > tollsten Projekte im Kopf vorstellt an denen man mitwirken möchte. Oder andersrum: Herzlich willkommen in der realen Welt. Das wird dir so (oder so ähnlich) in der nächsten Firma auch passieren. Mark R. schrieb: >> wie schaut denn die Überstundenregelung aus? > Maximal 30 Überstunden. Alles darüber hinaus ist mit dem Gehalt > abgegolten. Du meinst, alles drüber "verfällt" einfach. Denn normalerweise ist es andersrum: bis zu 30 Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten. Habt ihr eine "Stempeluhr"? Oder macht ihr "manuelle Zeiterfassung nach Gutdünken"?
>> Gehaltssteigerungen pro Jahr sind verschwindet gering Ich hatt in den ersten paar Firmen nie eine Gehaltsseigerung, und nachher war sie ein witz. Mehr Gehalt gibt es nur beim Wechseln. Man sollte aber auch etwas bieten, dh etwas gelernt haben. >..und die Ausstattung dort ist auch eher spärlich. Jedes Geraet muss bezahlt und amortisiert werden. Geraete, resp Investitionen muessen ausgelutscht werden. Wenn du etwas wirklich braucht, musst du den Mehrwert als Einsparung, resp/und als neue Moeglichkeiten verkaufen, resp vorrechnen. Im Sinne von : Dieses Geraet kostet x Euro, erspart mit monatlich x Stunden und ist daher in x Jahren amortisiert. > .. undokumentierter, resp spaghetti-code. Anschauen & neu schreiben, da schneller.
Mark R. schrieb: > Mein Problem zu der Zeit war > meine finanzielle Not Und? Handy-Rechnung mittlerweile im Griff, keine drohende Überschuldung oder, noch besser, jetzt die Möglichkeit Rücklagen für ein paar Monate zu bilden? Grundlagen vernünftiger Haushaltsführung gelernt (https://www.geldundhaushalt.de/Ratgeber/Planungshilfen/haushaltsbuch.html)? > ich werde nicht in den abgesprochenen > Gebieten eingesetzt, Die Zeiten, dass eine Firma 50 Jahre lang nur rechte Hinterräder eines Typs produziert und dadurch die anfallende Arbeit gut vorhersagen kann sind vorbei. Du wirst dein ganzes Berufsleben flexibel sein müssen. > ich kriege dort keine Einarbeitung, Dein Studium war deine Einarbeitung zum sich selber in komplexere Themen einarbeiten können. > Wenn ja dann würde ich > ja vom Regen in die Traufe und dann hätte ich mich umsonst wieder den > ganzen Bewerbungsstress ausgesetzt. Och ein zartes Blümlein. > Und bevor hier Jemand mit einem Konzernjob anfängt, ich habe mich schon > vor meinem Abschluss dafür entschieden zu einem Mittelständler zu gehen > in der Hoffnung dort ein breites Fachspektrum zu erhalten. Na das ist ja mal klasse. Auf Basis von keinen Informationen eine lebenslange Entscheidung getroffen, immerhin hoffnungsbasiert.
Das war bei mir auch immer so, ständig diesen Codemüll von anderen übernehmen, die nur geschaut haben, daß es irgendwie funktioniert und dann abgehauen sind, nur nächst größeren Firma.
joe123 schrieb: > Das war bei mir auch immer so, ständig diesen Codemüll von anderen > übernehmen, die nur geschaut haben, daß es irgendwie funktioniert und > dann abgehauen sind, nur nächst größeren Firma. Kommt auch auf die Auslastung an. Wenn man die Zeit fuer einen sauberen Entwicklungsprozess hat, nice, aber wenn nicht und die Firma Auftraege ohne Ende hat, aber auf dem Land nur schwer Leute findet... Dann wird das halt nur hingeklatscht, dass es geht.
joe123 schrieb: > Das war bei mir auch immer so, ständig diesen Codemüll von anderen > übernehmen, die nur geschaut haben, daß es irgendwie funktioniert und > dann abgehauen sind, nur nächst größeren Firma. Tja.. und trotzdem - Verdienen die wahrscheinlich mehr als du - Haben mehr Urlaubstage und eine 35h/Woche - Bessere Vertragskonditionen Es ist normal, das man in den ersten 4-5 Jahren mindestens 2-3x die Stelle wechseln sollte. Gibt halt oftmals 20%-Sprünge. Gefühle und Gewissen sind bei Verträgen nicht gefragt. Das ist was für Freundschaften und Lebenspartner.
> Mein Problem zu der Zeit war > meine finanzielle Not und so nahm ich das erst beste Angebot an nur um > nicht in Hart IV zu landen. Es läuft doch gerade für dich: Du hast einen Job, bist erstmal finanziell "abgesichert". Nun kannst du ohne Druck in ein Bewerbungsgespräch reingehen und auch klarer deine Vorstellungen darstellen. Kommt eine Absage, ist es nicht schlimm. Wo liegt dein Problem? Es wäre doch fast wie ein 6er im Lotte, wenn du bei den ersten paar Bewerbungen, ohne wirklich die Firmen von Innen zu kennen, deine Traumstelle erwischt. Bevor du aber nun mit Bewerbungen loslegst solltest du ein klares Jobprofil im Kopf haben ... und auch wirklich nachhacken bei den Bewerbungsgesprächen ... denn heute wird jede Stelle mit einem xyz-Engineer besetzt ...
Sei froh, dass du keine Hardware machen musst. Von meinem unmittelbaren Vorgänge habe ich 1GB unsortierte, eingescannte Schmierzettel geerbt, sowie LT-Spice-Simulationen, benannt von SIM000 bis SIM0280. Was zu welcher Schaltung gehört, wird sich wohl nie mehr feststellen lassen. Die Messgeräte sind uralt, mein Scope wurde zuletzt 1998 kalibriert, eines meiner Multimeter ist Baujahr 1993. Zum Glück sind es Fluke und Lecroy. Jetzt "gehört" mir ein Fundus von >100 Platinen, die ich pflegen muss. Ohne jede Doku. Die Firma hat nicht einmal alle Änderungen im Schaltplan nachgetragen, so dass ich diese Anhand von Mustern nachvollziehen muss. Der Chef ist ein Elektroniker, der 1985 bei TTL stehengeblieben ist. "Wissen" tut er aber immer noch alles besser. Das Objekt meines Hasses sind aber die Projektleiter. Zitate: "Das bischen Elektronik ist doch in 5 Minuten erledigt". "Mein Handy kann das auch". "Full HD ist Minimum für das Display". (ein 7´´-Display) Will damit sagen: Woanders wirst du es nicht besser haben. Hast dir nun mal so ein dummes technisches Studium eingezogen, jetzt leb damit. Wäre es dir um Anerkennung oder Geld gegangen, hättest du mal besser Medizin oder BWL studiert. Techniker, egal welcher Art, sind die Deppen vom Dienst, soviel steht fest.
Zusammenfassung: Such dir was neues, bevorzugt bei einem Konzern, das hast du den ganzen Klitschendreck nicht am Hals und die Vergütung ist auch besser.
genervt schrieb: > Zusammenfassung: > > Such dir was neues, bevorzugt bei einem Konzern, das hast du den ganzen > Klitschendreck nicht am Hals und die Vergütung ist auch besser. Das ist toll für Leute, die gerne solche "wundervollen" Dinge mache wie Steuererklärungen ausfüllen, Bei Ämtern irgenwas beantragen oder Formulare zusammensuchen. Wer Besprechungen liebt wird auch auf seine Kosten kommen. Naja, jeder wie er will ;-)
Hmmhmm schrieb: > Das ist toll für Leute, die gerne solche "wundervollen" Dinge mache wie > Steuererklärungen ausfüllen, Bei Ämtern irgenwas beantragen oder > Formulare zusammensuchen. Wer mit sowas überfordert ist, sollte sich am besten in den Vorruhestand verabschieden. Hmmhmm schrieb: > Wer Besprechungen liebt wird auch auf seine Kosten kommen. Manche dinge sollte man eben besser mit anderen besprechen, das ist halt nichts für introvertierte Sozialkrüppel, die nicht frei vor einer Gruppe sprechen können oder gar Panik kriegen, wenn die eigene Meinung gefragt ist.
genervt schrieb: > Hmmhmm schrieb: >> Das ist toll für Leute, die gerne solche "wundervollen" Dinge mache wie >> Steuererklärungen ausfüllen, Bei Ämtern irgenwas beantragen oder >> Formulare zusammensuchen. > > Wer mit sowas überfordert ist, sollte sich am besten in den Vorruhestand > verabschieden. Von überfordert oder schwierig schrieb ich nichts, aber gut, irgenwie wird man meinen Text schon dahingehend interprtieren können. Derartig verqueres Denken lernzt man vermutlich bei Konzernen? > Hmmhmm schrieb: >> Wer Besprechungen liebt wird auch auf seine Kosten kommen. > > Manche dinge sollte man eben besser mit anderen besprechen, das ist halt > nichts für introvertierte Sozialkrüppel, die nicht frei vor einer Gruppe > sprechen können oder gar Panik kriegen, wenn die eigene Meinung gefragt > ist. Nein, bei KMUs hocken sie alle nur in ihrem Kämmerlein, und reden nie miteinander. Dass man Dinge auch Außerhalb von förmlichen Besprechungen diskutieren kann ist dir bekannt? Nein? Gut, dann erfährst du es von mir :-) "Extrovertierte" Charaktere, die sich gerne bei Besprechungen profilieren, sind sowieso meist nur Blender. Damit kommt man bei den KMUs natürlich nicht weit, denn da muss man irgenwann liefern. Bei Konzernen hingegen kann man sich als Blender wunderbar durch alle Abteilungen winden. Man muss kein Sozialkrüppel sein, um Blender und Besprechnugen nicht zu lieben.
Hmmhmm schrieb: > Man muss kein Sozialkrüppel sein Wer gibt das schon gerne zu? Die meisten tun das ja nicht mal vor sich selbst.
genervt schrieb: > Zusammenfassung: > > Such dir was neues, bevorzugt bei einem Konzern, das hast du den ganzen > Klitschendreck nicht am Hals und die Vergütung ist auch besser. Hahaha, als ob es in Konzernen besser aussieht. Wenn ich bei mir mal umschaue, wird hier genauso schlampig entwickelt und es wird genauso wenig dokumentiert. Die einzig guten Dinge im Konzern sind zum einen die Bezahlung und zum anderen gibt's keine Konsequenzen, wenn man es nicht im Zeitplan hinbekommt und man kann den schwarzen Peter immer weiterreichen und sagen, dass xyz nicht funktioniert und das nicht in deinen Zuständigkeitsbereich fällt.
Konzern und nichts anderes schrieb: > Hahaha, als ob es in Konzernen besser aussieht. Wenn ich bei mir mal > umschaue, wird hier genauso schlampig entwickelt und es wird genauso > wenig dokumentiert. Das kenne ich anders, aber wie schon mal gemutmaßt hab ich vielleicht auch nur Glück gehabt. Aber selbst wenn man vom Regen in die Traufe kommt, wird man zumindest einen Haufen anderen Dreck los, den man von Klitschen kennt. Inklusive deutlich besserer Vertragsbedingungen. 26 Tage Urlaub ist auch so ein Beispiel...
genervt schrieb: > Such dir was neues, bevorzugt bei einem Konzern, das hast du den ganzen > Klitschendreck nicht am Hals und die Vergütung ist auch besser. Dem kann ich nur zustimmen, im Konzern sind alle Arbeitsbedingungen einfach sehr viel besser. Und was ist gegen Besprechungen zu sagen? Das ist unbeschwerte, bezahlte Arbeitszeit - außerdem höre ich mich selber gerne reden. ;-)
Mark R. schrieb: > Und bevor hier Jemand mit einem Konzernjob anfängt, ich habe mich schon > vor meinem Abschluss dafür entschieden zu einem Mittelständler zu gehen > in der Hoffnung dort ein breites Fachspektrum zu erhalten. Löblich, aber das führt eben zu dem von Dir beschrieben Zuständen: KMUs suchen immer/häufig die eierlegende Wollmichsau für's Durchschnittsgehalt. Das läuft dann unter einem "breiten Aufgabenspektrum" (woanders [-> Konzerne] würde man einfach 3 Jobs ausschreiben) - die Verantwortung ist natürlich genauso breit gestreut, heißt: während man noch in Villariba am werkeln ist, wird man schon für die nicht erledigte Arbeit in Villabacho angesch...., die eigentlich Wollmichsaukollege #3 machen wollte. ;) Dafür kannst Du nach 6 Jahren und KMU #3 dann doch entnervt bei Konzern X antanzen und Dich direkt für die Abteilungsleiterebene empfehlen, weil Du ja alles irgendwie gemacht hast und kennst und dann Herr über ein Heer von "Fachidioten" bist, die Dich ebenfalls für einen Idioten halten, weil Du eben nicht den absoluten Durchblick im Bereich X hast, indem Mitarbeiter Y seit 23 Jahren arbeitet. :D
Janine W. schrieb: > Löblich, aber das führt eben zu dem von Dir beschrieben Zuständen: KMUs > suchen immer/häufig die eierlegende Wollmichsau für's > Durchschnittsgehalt. Das läuft dann unter einem "breiten > Aufgabenspektrum" (woanders [-> Konzerne] würde man einfach 3 Jobs > ausschreiben) - die Verantwortung ist natürlich genauso breit gestreut, Betrachtet mal den Fall als Absolvent gleich in einen Konzern zu wechseln und sich dort zu Fachidioten (bspw Spezialist in Programmierung von Scheibenwischermotoren) ausbilden zu lassen. Klingt erst mal perfekt, aber wenn der nicht unmögliche Fall auftritt des der Konzern die Stelle dicht macht steht man mit seinem Idioten-KnowHow (Scheibenwischermotor) auf der Strasse und muss versuchen auf seinem Schmalspur-Niveau irgendwo unterzukommen. Da ist es IMHO besser in den ersten Berufsjahren breites KnowHow aufzubauen, um bei möglichst vielen Stellenausschreibungen Erfahrungen (Schaltung, Layout, Inbetriebnahme, Firmwareprogrammierung, Produktionsoptimierung, EMV) vorzuweisen. Deshalb hab ich damals eine Stelle bei Siemens-VDO als Scheibenwischemotorprogrammierer abgelehnt und hab Jobs als Hardware-Allrounder angenommen - jetzt kann ich mir die Branche nach Konjunkturlage aussuchen.
Naja, Leute mit den großen Namen der Branche als Referenz in Ihren Lebensläufen, haben es sicherlich nicht schwerer einen neuen Job zu finden.
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