Schweizer Haustechnik - was ist das denn?

Gast #5089952
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Hauke Haien schrieb:
> Jetzt enttäuscht mich das Forum aber ein bischen...
> Keiner eine Idee? Kein Eidgenosse online der das Aufklären kann?

Nun hab doch mal ein wenig Geduld. Nach 20min bist du schon enttäuscht?
Glaubst du denn, daß alle Schweizer rund um die Uhr hier vertreten sind 
und nach ein paar Minuten antworten? :-)

Geduld...
Gast #5089959
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Erwin D. schrieb:
> Nun hab doch mal ein wenig Geduld. Nach 20min bist du schon enttäuscht?

Hast ja recht. Die Lösung kommt bestimmt... hätte nur gedacht, es weiß 
sofort jemand.
Immerhin gibt's im Erdgeschoss 1 und im ersten Stock gleich nochmal 
zwei.

Evtl. Jeweils 1 pro Etage + 1 fürs Bad?
Gast #5090209
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Alexander S. schrieb:
> Herrlich, die Schweizer mit ihrem Ordnungswahn... Ist jetzt nicht bös
> gemeint.

Was den Ordnungswahn angeht, geb ich Dir natürlich Recht.

Das mit dem T+T hat aber eine einfache Begründung. Von 1928 bis 1998 war 
die PTT (Post, Telegraphie und Telefon) ein staatlich monopolisierter 
Betrieb, bis sie dann privatisiert wurde (heutige Swisscom).

Die PTT war, zumindest subjektiv, für uns Schweizer eine staatliche 
Autorität. Daher gründet das T+T.


Grüsse,
René
Gast #5090497
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So, das Raclette/Bratwurst/Härdöpfelsalat ist verdaut, Zeit um das 
Bilderrätsel mit ein paar Bildern zu lösen.

So siehts bei mir drunter aus. Ebenfalls zwei Fotos der "Wählscheibe". 
Weiss aber auch nicht bei allem was es heisst.
Gast #5090518
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René H. schrieb:
> Alex W. schrieb:
>> Alexander S. schrieb:
>> F = ??
>>
>> Fernsprecher?
>
> Nein, ich meine es hat was mit Schutzvorrichtung zu tun.
>
> Grüsse,
> René

Richtig, F=Brandmeldeanlagen, F für Feuer/Feuerwehr

Weitere Bezeichnungen wären
L=Licht
S=Sonnerie/Gegensprech/Schwachstrom
T+T=Telefonie
K=Kraft (Maschinen, Hochlast Geräte)
Gast #5091125
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>> Nein, um diese Zeit sitzen sie immer beim Käsefondue. :-)
> Nicht im Sommer :)

Selbst im schwülwarmen Tropenklima steht Käsefondue ganzjährig auf
der Speisekarte. Hier beispielsweise findet der wackere Eidgenosse
ein Stück Heimat, wenn er nach wüsten Exzessen im Nachtleben von
Manila (Philippinen) einfach mal relaxed speisen möchte:

http://www.werdenberg.com/bianca/fondues.html
Gast #5091349
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Ich liebe dieses Forum :-)
Vielen Dank allen Helfern!

Nun kann ich endlich den Urlaub genießen und hab noch was gelernt!

So kann ich mir in luftigen Höhen nur noch den Kopf darüber zerbrechen, 
was ausser purem Starrsinn die wackeren Eidgenossen zu ihrem 
Steckdosensystem getrieben haben mag.

In manche Dosen passen zwar Eurostecker, aber die Pins des gemeinen 
Schukosteckers sind zu dick.
Ok, hat ja auch keinen Schutzleiter.
Dafür ist der passende Schweizer Käsestecker mit seinen langen dünnen 
Pins zumindest für Kinder potentiell gefährlich.

In die Schweizer Schukodose passen wiederum nur Schweizer Schukostecker 
und die EU-Version wiederum knapp nicht.

In der Folge finden sich überall importierte Geräte mit mehr oder 
weniger sauber installierten Schweizer Gummisteckern.

Ob das alles das Leben sicherer macht?
#5091353
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Ich finde die Schweizer Stecker recht gut, weitaus besser als dieses 
Schuko-Gedöns. Grund: es ist wesentlich kompakter.
Das Argument wegen den Kindern ist doof, das allerschlimmste sind 
Steckdosenleisten mit Kinderschutz, so ein Müll. Da hat sich wohl wieder 
irgend ein EU-Beamter verwirklicht ?
Gast #5091362
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Hauke Haien schrieb:
> In die Schweizer Schukodose passen wiederum nur Schweizer Schukostecker
> und die EU-Version wiederum knapp nicht

Schuko kennen wir nicht :). Die Eurostecker (ohne Schutzkontakt) sollten 
aber passen. Es gibt aber welche aus D die sind in der Tat zu dick.

Hauke Haien schrieb:
> Ob das alles das Leben sicherer macht?

Vergiss nicht, wir sind nicht in der EU (ok, die Gesetze übernehmen wir 
ungefragt ...)

Hauke Haien schrieb:
> zumindest für Kinder potentiell gefährlich.

Definitiv ja. Dennoch, geniesst eure Ferien und viel Spass.

Grüsse aus der Bretagne, sonst Luzern,
René
Gast #5091391
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Dr. Sommer schrieb:
> Hauke Haien schrieb:
> Ja, die Kindersicherungen sind nervig. Ich meine aber eher dieses hier
> dargestellte Problem.
>
> ... welches aber mittlerweile durch versenkte Buchsen gelöst sein
> sollte, bei denen man die Stifte nicht mehr berühren kann sobald sie
> Kontakt haben.

Was längst noch nicht Standard ist.
Gast #5091397
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René H. schrieb:
> Deine Tochter? ist schon älter (schätze mal 10), aber bei den Kleinen
> mit Fingerchen muss man wirklich aufpassen.

Nein, auf dieses Bild stößt man recht schnell, wenn man nach Schweizer 
Steckdosen etc. Googelt.

Meine sind 3 und 5 mit entsprechend kleineren Fingern. Wurden heute 
während des Staubsaugens mal lieber vor die Tür geschickt.
Die Mehrzahl der Steckdosen hier (Bj. 2004) ist nicht versenkt.

Trotzdem genießen wir natürlich den Urlaub in diesem schönen Land :)

Tessin übrigens...
Beitrag #5091467 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5091471 wurde von einem Moderator gelöscht.
Persönliche Seite #5091597
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Tobias P. schrieb:
> Ich finde die Schweizer Stecker recht gut, weitaus besser als dieses
> Schuko-Gedöns. Grund: es ist wesentlich kompakter.

Ein weiterer Vorzug (wie auch bei den eher sehr klobigen britischen 
Steckern) - die Dinger sind polarisiert, Stecker können nur in einer 
Position gesteckt werden, so daß L und N eindeutig definiert sein 
können.

Das gleiche trifft auch auf die mit Schutzleitern ausgestatteten 
dänischen und französischen Stecksysteme zu.

(Wer mal einen typischen vergossenen Schukostecker betrachtet hat, wird 
sich möglicherweise wundern, wozu da das Loch neben den Stiften ist - 
das ist der dänische/französische Schutzleiteranschluss)
Gast #5091620
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Die Gelegenheit habe ich genutzt, mal wieder die internationalen 
Steckersysteme anzuschauen.

Mein Favorit ist Dänemark:
- polarisiert
- das Gehäuse trägt die mechanische Belastung
- Sieht aus wie ein kleines Smiley :)
Gast #5091872
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Ein weiterer Vorzug (wie auch bei den eher sehr klobigen britischen
> Steckern) - die Dinger sind polarisiert, Stecker können nur in einer
> Position gesteckt werden, so daß L und N eindeutig definiert sein
> können.

Man darf aber solche Betrachtungen nicht mit der Brille von heute sehen.

Den deutschen Schukostecker gab es schon 50 Jahre vorher, als in einigen 
anderen Ländern.
Die konnten sich später was schöneres aussuchen.

Damals war das Material Porzellan und Bakellit.

Und L und N, ich bin sicher, auch in der Schweiz gab und gibt es noch 
Netze mit 2X L.
Gast #5092090
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René H. schrieb:
> Dr. Sommer schrieb:
>> Hauke Haien schrieb:
>> Ja, die Kindersicherungen sind nervig. Ich meine aber eher dieses hier
>> dargestellte Problem.
>>
>> ... welches aber mittlerweile durch versenkte Buchsen gelöst sein
>> sollte, bei denen man die Stifte nicht mehr berühren kann sobald sie
>> Kontakt haben.
>
> Was längst noch nicht Standard ist.

Ab diesem Jahr dürfen die abgebildeten flachen Steckdosen (Typ12) weder 
installiert noch repariert werden. Es sind nur noch versenkte Kragen 
(Typ13) erlaubt.
Weiter müssen schon seit längerem die Pins am Stecker isoliert sein.
#5098195
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Rufus Τ. F. schrieb:
> (Wer mal einen typischen vergossenen Schukostecker betrachtet hat, wird
> sich möglicherweise wundern, wozu da das Loch neben den Stiften ist -
> das ist der dänische/französische Schutzleiteranschluss)

Einen dänisch/französchen Schutzleiteranschluss gibt es nicht. Typ K und 
Typ E sind nicht verheiratet. Die Verwendung von Typ E ist jedoch 
zulässig.


Hier in Dänemark ist das so:
Fehlerstromschalter ist Pflicht - seit 1991 für alle Neuinstallationen 
in Wohnungen und seit 1998 gilt die Nachrüstanforderung an den Bestand 
mit 30 mA. Das Übertapezieren von Sammeldosen ist nicht zulässig. Eine 
Gruppe mit 1,5mm2 darf mit max 13A abgesichert werden.

In festen Installationen ist folgendes im Neubau zulässig:

Alle Steckdosen müssen PE haben, das kann ausgeführt werden als:

- IEC 60309 (blauer CEE stecker)

- Stecker-Typ F (CEE 7/4) „Schuko“ - mit erhöhtem Berührungsschutz in 
der Buchse

- Stecker-Typ K (DS 60884-2-D1) der dänische "Smiley" mit 3 Beinstecker. 
Erhöhter Berührungsschutz ist Teil der Norm.

- Stecker-Typ E (CEE 7/5) "französisch" mit 2 Beinstecker und PE-pin in 
der Buchse und erhöhtem Berührungsschutz.



Ausserdem gilt für den Bestand:
Immernoch sehr sehr verbreitet ist Stecker-Typ C (CEE 7/17) ohne PE in 
Trockenräumen. Dieser har Bestandschutz und kann repariert werden. In 
Feuchträumen muss seit 1974 PE gelegt werden und es muss zu Schutzleiter 
renoviert werden. Seit 1994 müssen alle Neuinstallationen überall PE 
haben.

Der führende Hersteller (Monopolist) LK Knudsen (Teil von 
Schneider-Elektric) verwendet für seine FUGA Serie keine Eurodosen 
sondern kleinere (50 mm quadrtisches Modulmass) in denen Schuko keinen 
Platz findet.

BTW: Bei Stecker-Typ G (BS 1363) „Commonwealth-Stecker“ ist eine 
Apparatsicherung im Stecker auszuführen, da man Ringinstallationen 
ausführen durfte. So wird das Ding dann ein Klotz ohne Gleichen.

BTW2: 400V:
Herdstecker "Perilex" nach DIN 49445/46, ÖNORM E 6610/11 und die 
25-Ampere-Version "Küchenbrand" waren in DK nie zulässig.

Die ovale Kragensteckvorrichtung nach DIN 49450 ("Bauerntot") ist nicht 
mehr zulässig und geniesst keinen Bestandsschutz (wie z.B. in Schweden, 
wo sie aber nicht mehr repariert werden darf).
Gast #5716308
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wird es nicht zeit, wirklich völlig neue, und europaweit einheitliche 
steckdosen einzuführen? -

vor allem denke ich an ein kleinspannungsnetz als eigentlichen standard, 
so zwischen 5 und 24 volt. ich schätze 80% aller zuhaus an eine 
steckdose angeschlossenen geräte haben leistungen von unter 100 watt, 
und könnten oft noch energiesparender gebaut sein. wenn ich mir ein haus 
bauen könnte, dann hätte ich in jedem zimmer usb und kfz-steckdosen, auf 
dem dach solarpaneele, und herkömmliche netzsteckdosen nur in für 
kleinkinder unerreichbarer höhe. -

ich denke, so könnte man öko, sicherheit, innovation und bequemlichkeit 
zusammenbringen. LEUTE EUROPA SOLLTE ENDLICH SPASS MACHEN..

PS.
auch gefällt mir die idee eines zentralstaubsaugers, der in jedem zimmer 
eine luftabsaugdose hat. wird es nicht zeit, den feinstaub vom 
staubsaugen, also alle mobilen staubsauger als ungesund und unhygienisch 
anzusehen..?
#5716373
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ano baka schrieb:
> wird es nicht zeit, wirklich völlig neue, und europaweit einheitliche
> steckdosen einzuführen?

Das wäre dann aus dem Buch: "Wie mache ich mich unpopulär": Kapitel 1.

> vor allem denke ich an ein kleinspannungsnetz als eigentlichen standard,
Gibt es doch für häufige Anwendungen: IEEE 802.3

> so zwischen 5 und 24 volt.
100 W bei so kleinen Spannungen gibt grosse DC Ströme, Leitungsverluste 
und Spannungsabfälle.

> auch gefällt mir die idee eines zentralstaubsaugers,
Werkstatt: ja, insbesondere wenn man ATEX Stäube hat.

Wohnung:
Immer wieder gern auf der Wohn+Haus Messe:
Schau dir mal an wieviel Raum so 10m Schlauch aufgewickelt wegnehmen und 
wie handlich das ist. Dann noch Raum für den Zyklon+Ventilator.

Wenn man es will den Raum hat und zahlen will: Bitte.
300+400er Kosten des Wohnungsbau sind so je nach Ausstattung ca 2.000 
EUR/m2 - Kosten für den Zentralstaubsaugeranlage eksklusiv. Dafür kann 
man  10 Bodenstaubsauger mit H13 Filter kaufen.

> wird es nicht zeit, den feinstaub vom
> staubsaugen, also alle mobilen staubsauger als ungesund und unhygienisch
> anzusehen..?
Feucht wischen.
Gast #5716673
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naja 4A / 24 V braucht kaum querschnitt, und selbst 20A / 5V ginge mit 
den vorhandenen Kabeln, die für 16A / 230 V ausgelegt sind. ich finde, 
außer kochen, waschen und größeren werkzeugen könnte alles mit 100 W 
auskommen. ich denke, man könnte ohne steckernetzteile auskommen, wenn 
drucker, tv, lampen etc mit 5 oder 12 Volt gingen. entspr. 
steckverbinder (kfz bzw. usb) gibt es, und im mil. + zivilen 
outdoorbereich geht vieles mit DC.. aber ok nicht alles was technisch 
geht, ist polulär :) -

ps. klar ich mag nur glatte fußböden, da gibts nix zu saugen. aber ich 
glaube, irgendwann gibt es wegen des feinstaubs SAUGVERBOTE in den 
innenstädten, ich als nichtraucher halte das übliche staubsaugen 
wirklich für ungesund. die zentralsauger sind doch nur teuer, weil sie 
noch luxus sind. ich denke, wenn man z.b. die zentrale entlüftung eines 
großen wohnhauses modifizieren würde, dann würden die mieter 5 Euro p.M. 
mehr zahlen, langfristig gesehen..

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