Probleme beim Entlöten

OP #5091785
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Servus,
nach langer Zeit muss ich mal wieder löten. Genauer gesagt muss ein 
Bauteil von einer Platine entfernt werden, welches durch 14 Füße an die 
Hauptplatine gelötet wurde.
Ich habe einen billigen Lötkolben von Conrad der bisher zum 
zusammenlöten von Kabeln ganz in Ordnung war über die 14 Füße bekomme 
ich beim besten Willen nicht entlötet. Auch nicht in Verbindung mit 
einer Entlötpumpe. Mit viel Geduld habe ich die großen Lötzinnstellen 
entfernen können aber ich bekomme die Füße einfach nicht aus den Löchern 
gezogen. Im Anhang befindet sich ein Bild. Mehr Lötzinn kann ich nicht 
entfernen.

Hier ist mein Lötkolben:
https://www.conrad.de/de/loetkolben-set-230-v-30-w-basetech-zd-30b-bleistiftform-inkl-ablage-inkl-loetzinn-inkl-entloetsaugpumpe-inkl-loetspi-588332.html

Stelle ich mich zu blöd an, ist es vielleicht gar nicht möglich bei so 
vielen Füßen das Bauteil von der Platine zu lösen, ohne die Füße zu 
beschädigen? Oder ist der Lötkolben nicht für solche Arbeiten gemacht 
bzw. zu schwach?
Angehängte Dateien:
Gast #5091806
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Ist nicht böse gemeint, aber ein Lötset das weniger kostet als eine 
vernünftige Entlötsaugpumpe alleine, ist vielleicht zum 
zusammenkleistern von Kabeln ok - aber Löten würde ich das nicht 
unbedingt nennen wollen.

Was du versuchen kannst, das Bauteil selbst zu entfernen, denn das führt 
deine Wärme ab und dein kleiner Kolben wird noch "schwächer." Ohe das 
Bauteil dann die Füsschen rauslöten sollte möglich sein.
OP #5091834
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Sorry, ich bin vor kurzem auf MacOS umgestiegen und wusste nicht dass 
die Fotos im tiff Format abgelegt werden. Ein jpg wurde in den ersten 
Beitrag eingefügt.

Eine Heißluftlötstation habe ich sogar. Allerdings hatte ich damit noch 
nie auf so kleinem Raum gearbeitet. Die Temperatur ist regelbar, mit wie 
viel Grad lässt sich auf einer kleinen Platinen arbeiten ohne dass 
andere Teile beschädigt werden. Den Bereich rund um die Füße werde ich 
mit Kapton bekleben aber so ganz traue ich der Sache trotzdem nicht.

Und zur Lötstation. Könnt ihr mir eine bessere Station empfehlen, die 
nicht allzu teuer ist aber ausreichend für ist solche Arbeiten? Mehr als 
50€ ist es mir nicht wert für die 1-2 mal die ich maximal pro Jahr löten 
muss. Mein Lötkolben hat 30W, ich hatte auch schon regelbare mit 48Watt 
für knapp 20€ gesehen aber ich denke mal, auch die werden nicht 
ausreichen?
OP #5095245
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Danke nochmal für den Tipp mit der Heißluftlötstation. Nach mehreren 
Anläufen habe ich den Dreh raus und konnte in Verbindung mit der 
Entlötpumpe das Lötzinn entfernen und dementsprechend das Bauteil 
entfernen. Die Platine wurde dabei teilweise braun. Wenn es zeitlich 
passt werde ich nachher das neue Bauteil einbauen und überprüfen ob ich 
die Platine nicht doch zu heiß belüftet habe.

Apropos Entlötpumpe, meine Beigabe zur Lötstation ist zwar ok aber nicht 
optimal. Das Ding liegt blöd in der Hand und hat für mein Empfinden zu 
wenig Saugkraft. Ich habe mich auf Amazon nach einer Alternative 
umgesehen aber selbst die 12€ ERSA Pumpen sehen nicht viel besser aus.
Folgende Pumpe kostet nur 2€, hat ganz gute Bewertungen, sieht aber aus 
wie meine nur dass meine aus Plastik besteht: 
https://www.amazon.de/Wentronic-51204-Fixpoint-Entl-tpumpe-hochwertige/dp/B000V8M45K/ref=sr_1_5?s=diy&ie=UTF8&qid=1501431379

Lohnt sich der Kauf?
Gast #5095289
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> Lohnt sich der Kauf?
als Lehrgeld sicherlich, weil bei den 2,- Euro kann man nicht viel 
verkehrt machen. Von der Logik sollte dir doch klar sein wie so einen 
kraftvolle Pumpe aussehen müsste?
Lang und voluminös dick oder nicht?
Gast #5095517
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Tom P. schrieb:
> Folgende Pumpe kostet nur 2€, hat ganz gute Bewertungen, sieht aber aus
> wie meine nur dass meine aus Plastik besteht:
> 
https://www.amazon.de/Wentronic-51204-Fixpoint-Entl-tpumpe-hochwertige/dp/B000V8M45K/ref=sr_1_5?s=diy&ie=UTF8&qid=1501431379

Zu dieser bin ich wieder zurückgekehrt.
Hatte zwei verschlissen und wollte mir was gutes tun.
So für 12EUR antistatisch(Wozu?)aus Plste. Auch der Stift aus Plaste.
Der größte Mist. Der Stab verbog sich beim rausschieben und quoll.
Er ging dann weder vor noch zurück.
#5095763
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Ich habe ein altes Bügeleisen. Das spanne ich in einen Schraubstock ein, 
Sohle nach oben. Nach dem Einschalten warte ich zehn Minuten ab, denn 
beim ersten Hochheizen wird die eingestellte Temperatur(zwei Punkte) 
deutlich überschritten.erst nach ein paar Klicks des Reglers ist der 
stabile Bereich erreicht. Dann lege ich die Platine mit der B-Seite auf 
das Bügeleisen und heize die ganze Platine vor.

Mechanische Hilfe: bei ICs fädele ich eine Drahtschlinge mit 0,5 mmCu 
unter den IC durch, mit der kann ich dann beim Auslöten Zug ausüben.

Löthilfe: die Lötstellen alle dick mit normalem bleihaltigem Zinnlot 
belegen. Durch das Flussmittel dabei ist die Wärmeübertragung in die 
Lötstelle besser.

Dann mit Schraubendreher an der L-Seiten anhebeln. Sobald das Lot 
freigibt, gibt es eine spürbaren Rucker, dann an die gegenüberliegenden 
Lötstellen wechseln. So kann man dann mit Geduld das IC oder dergleichen 
herausruckeln.

Heißluftpistole ist halt kräftiger, nur hat man da schnell die 
Leiterplatte versengt. Die nehm ich daher nur zum Ausschlachten.

 Mit viel Gefühl würds aber auch damit gehen, besser als mit der 
Ruckelmethode: Platte in Schraubstock einspannen, Zügel mit Draht an die 
B-Seite und gleichmäßig ziehn, mit Gebläse auf der L-Seite erwärmen, aus 
genügendem ABSTAND, bis nach ca. 2 min das Lot flüssig ist. schneller 
geht nicht, denn da ürde die Leiterplatte nur punktförmig erwärmt und 
das zu heiß

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