Forum: HF, Funk und Felder Umbau TV-Diversity zu FPV Diversity (5,8GHz) möglich?


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von Andi H. (andi_h869)


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Hallo miteinander,

Ich bin begeisterter Quadrocopter flieger und wollte mir schon länger 
ein Diversity System zulegen für den FPV empfang.

Bei meiner Recherche bin ich neben den gängigen Lösungen auch auf was 
interessantes gestoßen undzwar TV-Diversity Empfänger für Kfz. (Siehe 
Link) 
Ebay-Artikel Nr. 152523106494

Kann man so ein Gerät mit etwas Geschick umbauen aufs 5,8GHz band? 
Natürlich noch die passenden Buchsen (RP-SMA) und die richtigen 5,8GHz 
Antennen.. aber ich vermute, man muss sich überlegen wie man den 
richtigen Kanal bzw. die Frequenz einstellt?

Es geht in erster Linie um dieses "vergleichen" der Empfangsstärke, was 
dieses Diversity macht um automatisch auf die Antenne mit dem besten 
Empfang zu schalten. Gängige FPV Lösungen für mehr wie 2 Antennen kosten 
dann schon über 100€. Daher wollte ich das als armer Student mit weniger 
Budget, dafür aber eben Zeiteinsatz probieren.

Jemand ne idee? Finde wirklich garnix zu dem Thema im Internet und ich 
wäre vielleicht gewillt meine Zeit in so ein Bastelprojekt zu stecken :)

Grüße aus dem Schwarzwald :)

von Horst (Gast)


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Andi H. schrieb:
> Kann man so ein Gerät mit etwas Geschick umbauen aufs 5,8GHz band?

Genauso, wie Du einen alten Röhrenfernseher auf DVB-T2 umbaust: einen 
passenden Tuner anschließen.
Da das Ding selbst nicht viel mehr als ein AnalogTV-Tuner ist, ist das 
ziemlich sinnfrei, aber theoretisch ...

Das Ding umzubauen wird mit Sicherheit aufwändiger als einen 
5,8GHz-Videoempfänger auf Diversity umzubauen.

von Andi H. (andi_h869)


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Hmm ja kommt drauf an wie die Frequenzwahl gelöst ist bei den Dingern.. 
wenn ich einfach nur iwo paar Quarze tauschen müsste wär das nicht der 
riesen act :) bin wirklich nicht allzu bewandert in Funktechnik, dachte 
hier wär die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, jemand zu finden, der sich 
mit sowas Auskennt oder son Ding von innen mal gesehen hat :)

Klar gibts auch Diversitys auf Arduino-Basis aber das ist dann auch 
recht hoher Bastelaufwand und meistens dann doch wieder nur für 2 
Antennen bei dem Zeug das ich bisher gefunden habe =/ Bei so Geräten wie 
den Kfz-Tunern kann man davon ausgehen, dass die Diversity Funktion 
recht zuverlässig funktioniert. Also wenn man die aufs richtige Band 
(5,8Ghz) gemodelt kriegt und mit Dipschaltern oä. Kanäle durchwechseln 
könnte wär des (für das Geld) echt cool und nicht nur ein oller 
AnalogTV-Tuner :)

von Andi H. (andi_h869)


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Hmm.. eine mögliche Alternative die ich noch gefunden hätte.. (kommt 
drauf an, was diese Box macht..^^)
Ebay-Artikel Nr. 302381518166

Quasi 4 richtige 5,8Ghz Empfänger nehmen.. die 4 Signale gehen in die 
Box.. das beste kommt raus --> Dort Video-Brille/ Bildschirm dran? Die 
Frage die sich dann stellt.. Wie wird das "beste" Signal ermittelt? Bei 
gängigen FPV Systemen wird das über RSSI gemacht, also die Empfänger 
geben ein RSSI Signal ab je nach Empfangsstärke.. und zum besten wird 
gewechselt etc. Gibt aber auch (teure) Systeme, die die Bildqualität 
direkt vergleichen (Oracle Video Diversity zb.) Fragt mich nicht wie^^ 
Etwas OT: Vielleicht kennt hier jemand ne günstige Alternative zu so 
einem Oracle Gerät?.

Grüße

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Da reicht schon 1 FR632.
Dieser kann Diversity von Werk aus.

Aber Achtung ! Vom FR632 gibt es 2 Versionen, einmal mit 32 und mit 40 
Kanäle.

Hier einer mit 40 Kanäle:

Ebay-Artikel Nr. 322438848318

von Andi H. (andi_h869)


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Danke, das ist bekannt. Für das Geld krieg ich jedoch auf Aliexpress 2x 
den "RX5808 Pro" wenns um "einfaches" Diversity ginge :) Hätte aber 
gerne mehr wie 2 Antennen, damit ich mit mindestens 2 Richtantennen 
einen schönen breiteren Fächer empfangen kann + Cloverleaf als "backup" 
:)

sowas wär natürlich ein traum : 
https://hobbyking.com/en_us/quanum-overlord-5-8ghz-40ch-6-antenna-diversity-receiver-w-raceband.html

Gäbe es auch als 3 Antennen Variante aber beide sprengen mein budget =/

Ich würde eine (günstige) Bastellösung bevorzugen xD

Grüße

: Bearbeitet durch User
von Horst (Gast)


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Andi H. schrieb:
> Ich würde eine (günstige) Bastellösung bevorzugen xD

Bei 5,8Ghz sind die Bastelmöglichkeiten doch schon etwas eingeschränkt. 
Da schaltet man die Antennen nicht mal eben mit Relays um und wenn Du 
ein vergleichbares Ergebnis haben willst, brauchst Du viel Erfahrung und 
wird mit Sicherheit nicht billiger.

von Andi H. (andi_h869)


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Wäre es möglich, wenn man das ich nenns mal "Kanalmodulation"-Modul von 
nem billigen 5,8Ghz Empfänger ausbauen würde? Wenn das bei beiden 
Empfängern nach dem selben Prinzip abläuft könnte man das doch 
vielleicht rüberimplantieren? Vermutlich ist es aber relativ aufwändig 
an die Pinbelegungen für beide Geräte zu kommen =/ Sieht wohl so aus als 
müsste ich meine Idee an den Nagel hängen. Zumindest hab ich mal 
nachgebohrt :P

Eventuell muss ich wirklich umsatteln auf so ein RX5808 Pro Diversity 
für 24€ und etwas Geld in die Hand nehmen für sowas wie ne IbCrazy 
Pepperbox 13dbi 70-80€ (Die hat nen 180° Fächer Abdeckung horizontal und 
60° vertikal) + Pagoda oder 4-Blatt Cloverleaf oder SkewPlanarWheel als 
Dual Diversity. Da ich eh kaum "hinter" mir fliege wäre das vermutlich 
die für mich beste Lösung, Helix und Patches haben glaub ich einfach 
einen zu kleinen Beamradius fürs FPV Racing und sind eher für longrange 
in ne bestimmte Richtung mit Flugzeugmodellen oä :P

Grüße und Danke für den Input :)

von Carsten S. (dg3ycs)


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Andi H. schrieb:
> Kann man so ein Gerät mit etwas Geschick umbauen aufs 5,8GHz band?
> Natürlich noch die passenden Buchsen (RP-SMA) und die richtigen 5,8GHz
> Antennen.. aber ich vermute, man muss sich überlegen wie man den
> richtigen Kanal bzw. die Frequenz einstellt?

Das ist kein Problem...

Der richtige (und WIRKLICH EINZIGE!!!) Weg das in unter 1000h Stunden 
mit 20 000 kEur Messausstattung hinzubekommen ist dabei der folgende:

1. Gerät ersteigern

2. erst einmal ALLES ausbauen was irgendwie mit Elektronik zu tun hat 
und vorsichtig auf einen gesonderten Tisch legen.

3. neue -passende- Löcher für die 5GHz Anschlussstecker ins Gehäuse 
bohren.

4. die 5Ghz tauglichen Antennenbuchsen sowie neue Buchesn für die 
Versorgungsspannung montieren.

5. Alles an Elektronik entsorgen was nicht auf 5Ghz umgebaut werden 
kann.
TIPP: Alles was auf dem unter Punkt 2 geforderten Extratisch liegt ist 
GARANTIERT unbrauchbar. Also in die Tonne damit!

6. Jetzt wo die Anschlusbuchsen montiert und Platz geschaffen ist 
bestellst du dir ein beliebiges Videosystem das deine Anforderungen 
erfüllt.

7. Nach Erhalt wird dieses Videosystem in die Box gebaut und diese 
Zugeschraubt.

Wobei sich dabei natürlich die Frage stellt warum du das unbedingt in 
dieser ollen Box haben willst...

Nee, ohne Scherz:
In der Funktechnik ist ALLES Bauteil.
EZumindest sobald du in die Bereiche über ein paar 10 MHz kommst!
(Für sehr sehr sehr starke Signale kann man auch noch bis 200, 300Mhz 
Pfuschen, aber nur wenn das Signal auf ein und derselben Platine erzeugt 
und Ausgewertet wird. Datenübertragung über Funk geht dann so nicht!)

Man muss dabei unterscheiden zwischen dem Begriffen "möglicher 
Frequenzbereich" also den Bereich in dem eine Schaltung tatsächlich 
arbeiten kann und "der Arbeitsfrequenz (=Arbeitskanal)".
Bei einfachen Sendern/Empfängern wird selbst heute noch die genaue 
ARBEITSFREQUENZ durch einen Kanalquarz eingestellt. Durch Wechsel dieses 
Quarzes wird auch die Frequenz gewechselt!
Aber das funktioniert nur IN EINEM SEHR KLEINEN FREQUENZBEREICH!
Oft liegen die technisch niedrigstmögliche bis technisch höchstmögliche 
Frequenz wo es ohne Neuabgleich überhaupt funktionieren kann nur wenige 
hundert KILOHERZ auseinander.

Wenn man einen Neuabgleich vornehmen kann (Erfordert Messtechnik im 
Gegenwert eines Mittelklasse - PKW)kann man auch einige MHz Schaffen.
(als GANZ GROBE Faustregel: etwa 15% der mittleren Arbeitsfrequenz nach 
Oben oder unten ist denkbar)

Komplexere Systeme mit elektronischer Kanaleinstellung sind HEUTE oft 
von sich aus weitbereichstauglich. Das wird dadurch erreicht das nicht 
nur die Oszillatorfrequenz geändert wird (selber Effekt wie 
Quarzwechsel) sondern auch die anderen Frequenzselektischen Schaltstufen 
elektronisch verstimmbare Bauteile enthalten (z.B. Kapazitätsdioden) die 
nach vorprogrammierten Muster elektronisch diese Kreise auf andere Werte 
abstimmen. Hier ist eine Änderung von 10% bis 15% der Frequnez nach oben 
oder unten ohne Neuabgleich machbar. (Der Abgleich wurde quasi im Werk 
für alle Frequenzen vorgenommen. Für den gesamten Frequenzbereich stehen 
die Korrekturwerte in einer Tabelle)

Möchte man auf eine Frequenz ausserhalb dieses Arbeitsbereiches kommen 
kann man mit kleineren Umbauten oft noch ein Stück weiter kommen. 
Kleinere Umbauten bedeutet das man einige wenige Bauteile vom Wert 
ändert oder aber auch mal eine Leiterbahnschleife durch Kurzschluss 
verkürzt.
Damit ist dann vieleicht ein Frequenzwechsel um ~30% Machbar!
(Früher haben sich die Funkamateure so aus einem TV mit Analogtuner 
Empfänger für A-TV sendungen auf dem 70cm Amateurfunkband gebaut.
Oder als das C-Netz abgeschaltet wurde aus den C-Netz Autotelefonen 
(460MHz) Amateurfunkgeräte gebaut (430 MHz) Davor dasselbe bei 
Abschaltung des B-Netz Autotelefons (160MHz Mobilfunk zu 144MHz 
Afugerät))

Aber selbst diese Umbauten für 20 oder 30Mhz Frequenzwechsel ausserhalb 
des Vorgesehen Beereichs erfordern schon enormes Fachwissen und viel 
Messtechnik. Das ist selbst als Nachbau schon ein Projekt fpr ein volles 
Wochenende. Wenn man selbst den Umbau entwickeln will gehen da auch 
reichlich Nachmitage mehr ins Land. (-und das nur für einen kleinen 
Bereich!-)

Alles was diesen Wert von ~30% Frequenverschiebung übersteigt bedeutet 
derart hohem Aufwand das es oft schon an den Aufwand einer 
Neuentwicklung herankommt, manchmal sogar diesen erheblich übersteigt.
(Beim Wechsel 600Mhz PAL GER-TV auf zu 5,6GHz (vermutlich FM) auf jeden 
Fall letzteres!)

Im GHZ bereich spielt wirklich ALLES eine Rolle. Die Länge und Breite 
der Leiterbahnen muss -ABHÄNGIG VOM PLATINENMATERIAL UND PLATINENDICKE- 
zur Frequenz passen. Ein einzige Leiterbahn nur ein paar mm zu lang oder 
zu kurz und es geht gar nichts. Oder bei der Dicke der Leiterbahn geht 
es sogar nur um mm-Bruchteile.
Dann müssen teilweise die Leiterbahnen in einem genau berechneten 
Abstand zu Masseleitungen verlaufen usw. Und das ist alles nur Layout! 
Nur die nakte Platine. -Von Bauteilen die diese Frequenzn gar nicht 
können fange ich erst gar nicht an. Und von den notwenigen Änderungen an 
der Firmware (programmierung) erst recht nicht!-

Um DIESEN Umbau machen zu können müsste du daher zu allererst die 
Kupferleiterbahnen von der Platine kratzen und neue genau berechnete 
aufbringen... Als ALLERERSTEN Schritt von vielen!
Ist dir das gelungen kannst du weiterdenken...
->Ich denke damit dürfte schon alles gesagt sein!

Gruß
Carsten

von Jemand (Gast)


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Wow !

Wenn es so etwas wie eine FAQ oder feste immer am Beginn des Unterforums 
auftauchende Topics geben würde - würde dein Beitrag mit ganz geringen 
"Verschönerungen" genau dahin gehören.
Besser kann man in einfachen Worten eigentlich nicht erklären warum man 
schon im höheren MHz Bereich so einiges beachten muss und warum der GHz 
Bereich, leider, nichts für die meisten Hobbyelektroniker ist.

Daumen hoch!

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Andi H. schrieb:
> anke, das ist bekannt. Für das Geld krieg ich jedoch auf Aliexpress 2x
> den "RX5808 Pro" wenns um "einfaches" Diversity ginge :) Hätte aber
> gerne mehr wie 2 Antennen, damit ich mit mindestens 2 Richtantennen
> einen schönen breiteren Fächer empfangen kann + Cloverleaf als "backup"
> :)

Etwas OT:
Gibt es von dem "RX5808 Pro" nur den Controller mit dem Display ohne 
Empfänger?
Ich wollte den Controller mit einen anderen 5,8 GHz Empfänger 
"Verheiraten".

Im Netz hab ich den Empfänger nur in Verbindung mit einer Videobrille 
gesehen.

von Hampi (Gast)


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Such mal nach "diversity 4 fach fpv" in der FPV community.

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