Rotierende Kraft berechnen

OP #5092633
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Hallo Leute,
ich bin gerade dabei eine drehbare Kamerahaltung zu bauen, jedoch hab 
ich keine ahnung wie ich den Motor/Schrittmotor demensonieren soll. Die 
Kamera soll sich auf der Achse des Antriebs drehen. Meine Kamera die ich 
dadrauf verwenden möchte wiegt an die 2Kg.

Ist hier überhaupt eine Kraftberechnung von nöten da sich die Kamera ja 
mit der Spindel in einer Achse drehen wird?


MfG
Gast #5092652
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Ja.
Du brauchst ein Drehmoment, um die kamera in Schrittgeschwindigkeit zu 
drehen (beschleunigen)n. Je schneller, desto mehr.(Trägheitsmoment)


Dazu kommt Reibung.

Und ein Moment wenn die Kamera nicht senkrecht steht und nicht im 
Schwerpunkt dreht.
Gast #5092658
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Suche Dir die Formel aus dem Roloff Matek für die Berechnung des 
Massenträgheitsmoments (J) raus. Stelle sie nach der Kraft (F) um.

Gegebene Werte:
Masse der Kamera (m)
Schwenkradius (r)
Schwerpunkt (kann als mittig angenommen werden)
Beschleunigung (a)

Gesuchte Werte:
Kraft (F) bzw. die daraus resultierende elektrische Antriebsleistung (P)
OP #5092661
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Olaf schrieb:
> Suche Dir die Formel aus dem Roloff Matek für die Berechnung des
> Massenträgheitsmoments (J) raus. Stelle sie nach der Kraft (F) um.
>
> Gegebene Werte:
> Masse der Kamera (m)
> Schwenkradius (r)
> Schwerpunkt (kann als mittig angenommen werden)
> Beschleunigung (a)
>
> Gesuchte Werte:
> Kraft (F) bzw. die daraus resultierende elektrische Antriebsleistung (P)

Danke genau sowas habe ich gesucht.
#5093198
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Achim S. schrieb:

> Du brauchst ein Drehmoment, um die kamera in Schrittgeschwindigkeit zu
> drehen (beschleunigen)n. Je schneller, desto mehr.(Trägheitsmoment)

Wenn es nicht um eine hohe Drehbeschleunigung geht, ist das 
Massenträgheitsmoment der Kamera eher vernachlässigbar.
Welche Winkelgeschwindigkeit ist denn geplant?

Bei einer Fluidlagerung kann noch eine Fluidträgheit relevant sein. 
Diese kann linear, progressiv oder degressiv sein.

Das es angenehmer ist durch den Schwerpunkt zu drehen ist natürlich 
logisch.

Bei geringer Tiefenschärfe ist es jedoch erforderlich durch die 
senkrechte der Sensor/Filmfläche zu drehen, da sich ansonsten der 
Abstand zwischen Sensor und Flächenobjekt ändert. Bei 
Landschafts-Timeshift-Panorama-Filmen ist das jedoch egal.

> Dazu kommt Reibung.
Die ist am bessten empirisch zu ermitteln, wenn die Lagerung vorliegt 
ist.
Die Haftreibung ist zu überwinden. s.o. Fluidlagerung

> Und ein Moment wenn die Kamera nicht senkrecht steht und nicht im
> Schwerpunkt dreht.
Das ist ein ganz fieses Ding. Natürlich will man, dass die Kamera bei 
Panoramaufnahmen 100%ig durch die Senkrechte dreht. Wenn man aber ein 
600mm Objektiv auf der Kamera hat, braucht es ein sehr gutes Stativ.

Bei Timeshift Aufnahmen bitte darauf achten, dass die Auslösefrequenz 
und die Winkelschrittfrequenz möglichst wenig interferieren (Hierzu die 
Primzahlenreihe auswenig lernen)- Wärend der Schrittbewegung sollte nix 
auslösen - sonst verwackelt die Aufnahme.

Von einem Direktantrieb würde ich Abstand nehmen. Riementriebe haben 
zwar Spiel, dämpfen aber.
Gast #5093340
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Sebastian L. schrieb:
> Von einem Direktantrieb würde ich Abstand nehmen

Ich würde sowieso einen Getriebemotor verwenden. Dann ist die Frage des 
Drehmoments viel einfacher zu lösen, es reicht in jedem Fall aus, wenn 
man die Drehung langsam genug macht. Wahrscheinlich sollen ja keine 
Aufnahmen eines Formel1-Rennens gemacht werden.

Schrittmotoren als Direktantrieb sind generell nicht für schwere 
Belastungen geeignet.

Georg
Gast #5093839
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1. das mechanische Konzept vollständig entwickeln

2. dann eine Antriebslösung

3. evtl. dann wieder gehe zu 1.


Alles stimmig? Dann:


Zusammenbauen und freuen. Weiter:

Eine Antriebssteuerung mit uC

...

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