Forum: Platinen Verbrauch Ätzmittel Natriumpersulfat


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von hobbyist (Gast)


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Ich wollte mich mal interessehalber ans Platinenätzen per Toner-Transfer 
und mit Natriumpersulfat wagen und bin dafür am Einkaufen.

Leider finde ich nirgendwo eine Daumenregel, wie oft so eine Lösung 
verwendbar ist, also wieviel 35µm dicke Kupferfläche bekommt man mit X 
Gramm NaSO weg, bevor das Ätzen zur Geduldsprobe wird?

Zur Auswahl hätte ich
100g für 6€
250g für 10€
500g für 12€

Ich lese nur überall, Wiederverwenden lohnt sich bei den Preisen nicht, 
aber soo billig finde ich das garnicht und anständig entsorgt werden 
will das Zeug ja auch.

von uwe (Gast)


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Das bezieht sich auf das Natriumhydroxid.
Die kann man immer neu ansetzen, da es billig ist.

von uwe (Gast)


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Wo kaufst du ein ? Bei Conrad ?
Kostet ja das doppelte als sonst das
Natriumpersulfat.

von hobbyist (Gast)


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uwe schrieb:
> Das bezieht sich auf das Natriumhydroxid.

Aha ok, na das brauche ich ja eh nicht.

uwe schrieb:
> Wo kaufst du ein ?

Amazon. Bei Reichelt wärs nur halb so teuer, aber da ich im Moment sonst 
nichts da brauche, machen die Versandkosten den Vorteil bei Mengen <600g 
wieder zunichte.

von uwe (Gast)


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Man nimmt ca.200g bis 250g Natriumpersulfat
auf 1 Liter Wasser. Das reicht schon für einige
Platinen. Kommt natürlich auf die Menge Kupfer
an, die weg geätzt werden soll.

von hobbyist (Gast)


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Ok danke dir :)

von Alexander S. (alex998)


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Hier kriegst du 250g für 6,78€

Ebay-Artikel Nr. 162584814888

von Cerberus (Gast)


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uwe schrieb:
> Das bezieht sich auf das Natriumhydroxid.

Das nimmt man zum Entwickeln von fotobeschichteten Leiterplatten.
Der TO will aber das Tonertransferverfahren benutzen.
Zum Ätzen kann man bei beiden Verfahren Natriumpersulfat nehmen.

hobbyist schrieb:
> Leider finde ich nirgendwo eine Daumenregel, wie oft so eine Lösung
> verwendbar ist, also wieviel 35µm dicke Kupferfläche bekommt man mit X
> Gramm NaSO weg,

Da geht es ja auch nicht nur um die Schichtstärke, sondern auch um
die Fläche, also um Volumen. Niemand berechnet das. Entweder es geht,
oder es geht nicht. Es kommt auch auf das richtige Equipment an.

von hobbyist (Gast)


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Cerberus schrieb:
> Da geht es ja auch nicht nur um die Schichtstärke, sondern auch um
> die Fläche, also um Volumen.

Hab ich ja geschrieben.

Cerberus schrieb:
> Niemand berechnet das.

Ich wollte ja nur n Erfahrungswert, damit ich keine sinnlos großen oder 
kleinen Mengen kaufe

von HabNix (Gast)


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Ohne Ätzanlage mit Temperaturkontrolle ist Natriumpersulfat wenig 
geeignet. Über ca. 50°C gast der Sauerstoff aus und die Ätzlösung wird 
sehr schnell unbrauchbar. Eine Küvettenätzanlage oder etwas 
Vergleichbares sollte es schon sein, sonst hat man mit NaPS wenig 
Freude. Der Aufbewahrungsbehälter der Ätzlösung darf nicht fest 
verschlossen sein.

MfG

von Lutz H. (luhe)


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Diesen Artikel schon gelesen?
https://www.mikrocontroller.net/articles/%C3%84tzen_mit_luftregenerierten_Kupferchlorid

...
Eine einseitig Europakarte mit hat etwa 10g Cu -- entspricht 77 mmol 
Kupfer
...

: Bearbeitet durch User
von hobbyist (Gast)


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HabNix schrieb:
> Ohne Ätzanlage mit Temperaturkontrolle ist Natriumpersulfat wenig
> geeignet.

Scheinbar scheint es mit einem warmen Wasserbad für Hobbyansprüche ganz 
passabel zu funktionieren, ich will ja hier keine Mainboards herstellen.

Lutz H. schrieb:
> Diesen Artikel schon gelesen?
> 
https://www.mikrocontroller.net/articles/%C3%84tzen_mit_luftregenerierten_Kupferchlorid

Jawohl, bzw. per Strg+F mit negativem Ergebnis auf Natriumpersulfat 
durchsucht

von Lutz H. (luhe)


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Dort wurde vorgerechnet wie mit Gramm und mol der Verbrauch berechnet 
wird.

WIKI sagt zu Natriumpersulfat

Eigenschaften
Molare Masse
238,11 g·mol−1

: Bearbeitet durch User
von hobbyist (Gast)


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Das ist schön und gut, aber ich weiß ja eben nicht welche 
Konzentrationen bei NaOS noch akzeptabel sind.
Stöchiometrie hatte ich in Chemie auch irgendwann mal, so ists nicht :)

von hobbyist (Gast)


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Ist auch egal, danke für eure Hilfe, ich werd schon sehen wie und wie 
lange es läuft.

von René H. (Gast)


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hobbyist schrieb:
> st auch egal, danke für eure Hilfe, ich werd schon sehen wie und wie
> lange es läuft

Mit 500g kommst Du recht weit und lange zurecht. 250g reichen auch wenn 
du nur ein paar Platinen pro Jahr (Eurokarte) machst (paar 3-5, 
doppelseitig).

Reicht das?

Grüsse,
René

PS: achte darauf, die Flüssigkeit die verdampft nachzugiessen. Die 
blauen Kristalle sehen zwar schön aus, kannst du aber nicht mehr 
verwenden. Alle 2-4 Wochen kontrollieren.

von Dussel (Gast)


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Ich hatte mir mal aus Erfahrung aufgeschrieben:
Ätzen mit 2g/10ml Ammoniumpersulfat. Kupferaufnahme von Natriumpersulfat 
30g/l [wahrscheinlich bezogen auf das vorgegebene Mischungsverhältnis], 
das entspricht etwa 90ml für eine halbe Europlatine [Einseitig, 
normalerweise mit Massefläche].

Damit hast du zumindest eine Größenordnung. Ich kam damit bisher ganz 
gut klar. Geätzt habe ich, wie man sieht, mit Ammoniumpersulfat. Ob sich 
die Daten auf Natriumpersulfat übertragen lassen, weiß ich nicht.

von uwe (Gast)


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Setze 1 Liter der Ätzflüssigkeit an und
füll dann ein Teil in 250ml Flaschen ab.
Diese Menge reicht für eine Ätzschale zu füllen,
und du mußt nicht immer 1 Liter erwärmen und
hast immer eine frische Lösung vorrätig.

von jz23 (Gast)


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Ich würde mir das mit dem NaSO noch mal überlegen: Eisenchlorid ist zwar 
sehr kräftig gelb, dafür entsteht kein Sauerstoff, man kann es also in 
komplett dichten Flaschen lagern, und es ätzt auch im Winter im Keller 
ohne Heizplatte recht zuverlässig. Wenn man halbwegs sauber arbeitet, 
ist das mit der kräftigen Farbe vom Eisenchlorid auch kein großes 
Problem.

von uwe (Gast)


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Soviel Sauerstoff ensteht dabei auch nicht.
Kann man in einer Glasflasche lagern ohne das
dabei was passiert. So stark wird der Druck
dabei nicht.

von Johannes S. (jojos)


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René H. schrieb:
> PS: achte darauf, die Flüssigkeit die verdampft nachzugiessen.

Aber nur Wasser nachfüllen. Wenn man NaPS Lösung nachfüllt erhöht sich 
die Konzentration

von Chemiker (Gast)


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hobbyist schrieb:
> NaSO

Wenn schon Formel, dann nicht so einen Murks - das haut alleine von der 
Stöchometrie nicht hin.

Die Reaktionsgleichung mit der richtigen Formel findest du in der 
Wikipedia unter Verwendung
https://de.wikipedia.org/wiki/Natriumpersulfat
Damit ist dann auch klar, wie die Mengenverhältnisse bei der Reaktion 
sind.
Und man sollte natürlich mit ausreichendem Atzmittelüberschuss arbeiten, 
damit die Reaktionsgeschwindigkeit nicht zu sehr runter geht.

von solala (Gast)


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Chemiker schrieb:
> Wenn schon Formel, dann nicht so einen Murks - das haut alleine von der
> Stöchometrie nicht hin.

Jaja, mimimi

von Axel S. (a-za-z0-9)


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hobbyist schrieb:
> Ich wollte ja nur n Erfahrungswert, damit ich keine sinnlos großen oder
> kleinen Mengen kaufe

Die Frage stellt sich eher nicht. Man kauft so viel, wie man für die 
benötigte Menge Lösung braucht. Unter 1 Liter ergibt kaum Sinn, auch 
dann nicht, wenn man nur kleine Platinen in behelfsmäßigen Gefäßen ätzen 
will. Wenn du allerdings eine Küvette oder anderweitige Ätzmaschine 
befüllen mußt, können es auch ein paar Liter sein.

Und dann nutzt man die Brühe so lange, bis die Ätzzeit zu lang wird 
(bzw. die Unterätzung zu groß). Was aber eben auch von der genutzen 
Temperatur abhängt. Oder davon, ob man Luft durchblubbern lassen kann.

Auf Vorrat will man sich das Zeug eher nicht hinlegen. Es ist 
hygroskopisch und generell eine Sauerei, wenn die Verpackung nicht 100% 
dicht ist (und bleibt).

von michael_ (Gast)


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hobbyist schrieb:
> Das ist schön und gut, aber ich weiß ja eben nicht welche
> Konzentrationen bei NaOS noch akzeptabel sind.

Die 400-500g Packungen sind für das Große Ätzgerät.
Damit kann man 20 Europlatinen ätzen.

Axel S. schrieb:
> Und dann nutzt man die Brühe so lange, bis die Ätzzeit zu lang wird
> (bzw. die Unterätzung zu groß). Was aber eben auch von der genutzen
> Temperatur abhängt. Oder davon, ob man Luft durchblubbern lassen kann.

Oder die Kristalle im Ätzgerät zu groß werden.

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen, hallo Hobbyist.

Hier ist es wie so oft, viel hilft viel, wie in meinem
Studium; wir bekammen alle gleich viel (reichlich) Analysensubstanz.
Die Einen fanden die Lösung mit 2 Teelöffeln, die Anderen kamen
nicht mit ihrer Menge aus und hatten immer noch kein Ergebnis.
Es existiert ein Ansatz- und Mengenproblem.

@ Uwe
> Man nimmt ca.200g bis 250g Natriumpersulfat auf 1 Liter Wasser.
Nicht falsch, aber wofür brauche ich 1l?

@Habnix
> Ohne Ätzanlage mit Temperaturkontrolle ist Natriumpersulfat wenig
> geeignet.
Geschwafel, es geht sogar mit kochen! Allerdings nicht so 
empfehlenswert,
50Grad sind da schon besser.

@ Lutz. H.
> Eine einseitig Europakarte mit hat etwa 10g Cu -- entspricht 77 mmol
> Kupfer
Rechne es mir bitte vor. Ich komme auf 4.9... gr.
Dichte Kupfer 8.92

@Dussel
> Geätzt habe ich, wie man sieht, mit Ammoniumpersulfat. Ob sich
> die Daten auf Natriumpersulfat übertragen lassen, weiß ich nicht.
Ammoniumpersulfat hatte ich auch mal, mehr als 10kg in einem 
Plastiksack.
War hygroskopisch, war nach einiger Zeit nicht mehr zu gebrauchen.
Hatte sich zersetzt.

@jz23
> Ich würde mir das mit dem NaSO noch mal überlegen: Eisenchlorid
> ist zwar sehr kräftig gelb...
Und die braunen Flecken kriegst du nur mit Salz- oder Oxalsäure oder gar 
nicht weg. Oder Loch in Stoff.. FeCl3.. die grösste Sauerei unter
der Sonne.

@ Uwe
> Setze 1 Liter der Ätzflüssigkeit an und füll dann
> ein Teil in 250ml Flaschen ab.
Wer verwahrt denn so einen Mist? Alle weiteren Bemerkungen bzgl.
Sauerstofffreisetzung, explodierenden Flaschen u. ä. übergehe ich
geflissentlich.

@ Chemiker
> Wenn schon Formel, dann nicht so einen Murks - das haut alleine von der
> Stöchometrie nicht hin.
Willst du in einem Elektronikforum den Leuten die Grundlagen der
Stöchiometrie beibringen? Das wird wohl nichts werden.

@Axel Schwenke,
vorab, ich schätze deine Beiträge.
Ich will das jetzt nicht alles runterkopieren. Auf der eine Seite
hast du Recht, auf der anderen Seite geht es nicht ohne ja..aber.

Für alle: Eure Ansatzmengen sind zu gross!!!!!
Um ein paar Milligramm Cu von einer Platine zu ätzen, brauche ich
als Bastler keine Küvette geschweige denn einen Putzeimer! Die
theoretische Europakarte ist ja nicht blank; also bleiben von den 
theoretischen zirka 5Gr. nur ein paar -zig Milligramm übrig.

Ich mache es so:
Eine kleine (20cm) beschichtete! Bratpfanne (nur für diesen Zweck),
einen daumenbreit Wasser, 2 Teelöffel NaPS, auf den Küchenherd, ein 
bisschen heissmachen, ein bisschen schaukeln und nach ca. 5 Min.
ist meine Platine fertig. Es gibt auch keinen Stress mit der Besten 
aller Ehefrauen. Ceran-Feld, feucht drübergewischt und schon sind alle 
Spuren beseitigt. Die paar Milliliter Ätzflüssigkeit werden gesammelt,
und wenn der Kanister voll ist, wird er zum Wertstoffhof gebracht. ,
Ich verwahre nichts! So mache ich es schon seit mehr als 40 Jahren.
Man möge darüber nachdenken.
Sachliche! Kritik gerne willkommen.

73
Wilhelm

von dude (Gast)


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Danke, Wilhelm, für deine Erfahrungen, genau so was hab ich gesucht :)

von Lutz H. (luhe)


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Wilhelm S. schrieb:
> Willst du in einem Elektronikforum den Leuten die Grundlagen der
> Stöchiometrie beibringen? Das wird wohl nichts werden.


Von den Ausgangsstoffen brauche ich das Verhältnis 1:1 in mol.

Eine Doppelseitige hat 10g Kupfer, die Molare Masse ist 63,55 g/mol .

ich runde 60g/mol  (10g/x )=(60g/1 mol)

also sind rund 1/6 mol Kupfer auf der Platte.


Wieviel g Natriumpersulfat ist 1/6 mol?

Natriumpersulfat   hat die molare Masse 238,11 g/mol


Ich runde auf 240 g/mol   (240g/1mol) /(1 mol/6)

sind es insgesamt 40g  Natriumpersulfat   notwendig um die Platte 
Kupferfrei zu bekommen.

2 Teelöllel sind 10 cm³   sind 12,0 g
Wird was.

von Johannes S. (jojos)


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Lutz H. schrieb:
> sind es insgesamt 40g  Natriumpersulfat   notwendig

Bei einseitig dann 20 g und weil ja nicht alles weg soll bei 50 % dann 
10 g. Passt doch.

von HabNix (Gast)


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Schade, dass ihr eure Behauptungen nicht beweisen müsst. Wäre sehr 
interessant, das Ganze zu filmen, eine Schalenätzung auf dem Herd bei > 
60°C, 12g NaPS, bei gleichzeitiger Uhreneinblendung und Ätzfortschritt. 
Besonders gut gefällt mir die Behauptung: geht sogar mit KOCHEN! Da kann 
man zuschauen wie, der für die Oxidation nötige Sauerstoff, ausperlt.

von Der Dreckige Dan (Gast)


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Da regst du dich noch drüber auf? Solches Gewäsch ist doch hier völlig 
normal. Man käme aus dem Schreiben nicht mehr raus, würde man jeden 
Unsinn widerlegen wollen.

Allein schon, NAPS als das Ätzmittel der Wahl stehen zu lassen, ist der 
reinste Witz. Ich kenne nichts Ungeeigneteres zum Platinenätzen.

von Lutz H. (luhe)


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Der Dreckige Dan schrieb:
> Ich kenne nichts Ungeeigneteres zum Platinenätzen.

Wodka geht gar nicht:-)

von zeig halt mal (Gast)


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HabNix schrieb:

> Besonders gut gefällt mir die Behauptung: geht sogar mit KOCHEN! Da kann
> man zuschauen wie, der für die Oxidation nötige Sauerstoff, ausperlt.

Das solltest du doch dann bitte wirklich mal zeigen wie du dir das 
vorstellst.

Das Persulfat-Anion S2O8(-2) zerlegt sich unter Temperatur erstmal 
einfach zu 2 mal SO4(-). Da perlt kein Sauerstoff aus. 
Selbstverstaendlich klappt das mit Temperaturen bis kurz vor dem Sieden.

Sinnvoll ist das aber nur wenn man ldgl. die noetige Menge einsetzt und 
man sowieso keine Ruecksicht auf den ungenutzten Rest nehmen braucht.
Nichts anderes als der 73er Wilhelm auch beschreibt.

von michael_ (Gast)


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dude schrieb:
> Danke, Wilhelm, für deine Erfahrungen, genau so was hab ich gesucht :)

Warum wollen du und viele Menschen das unmöglichste und nicht 
funktionierendste anwenden?
Nur weil er wie ein Prediger seitenlangen Murks von sich gibt?

Wilhelm S. schrieb:
> Hier ist es wie so oft, viel hilft viel, wie in meinem
> Studium; wir bekammen alle gleich viel (reichlich) Analysensubstanz.
> Die Einen fanden die Lösung mit 2 Teelöffeln, die Anderen kamen
> nicht mit ihrer Menge aus und hatten immer noch kein Ergebnis.
> Es existiert ein Ansatz- und Mengenproblem.

Hier der "Wissenschaftler", was er gar nicht ist.

Wilhelm S. schrieb:
> Eine kleine (20cm) beschichtete! Bratpfanne

Und dann das!

Halte dich an die Vorschrift und niemals über 45°C!
Ende.

von Dussel (Gast)


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Wilhelm S. schrieb:
> Für alle: Eure Ansatzmengen sind zu gross!!!!!
Es hat schon einen Grund, warum ich 2g/10ml schrieb. Ich halte auch 
nichts davon, riesige Mengen zu mischen, die nachher nur rumstehen.

Wilhelm S. schrieb:
> @Dussel
>> Geätzt habe ich, wie man sieht, mit Ammoniumpersulfat. Ob sich
>> die Daten auf Natriumpersulfat übertragen lassen, weiß ich nicht.
> Ammoniumpersulfat hatte ich auch mal, mehr als 10kg in einem
> Plastiksack.
> War hygroskopisch, war nach einiger Zeit nicht mehr zu gebrauchen.
> Hatte sich zersetzt.
Bei mir hat es geschätzt zwei Jahre gehalten. Nach drei Jahren war es 
aber dann kaputt.

Wilhelm S. schrieb:
> Ich mache es so:
> Eine kleine (20cm) beschichtete! Bratpfanne (nur für diesen Zweck),
> einen daumenbreit Wasser, 2 Teelöffel NaPS, auf den Küchenherd, ein
> bisschen heissmachen, ein bisschen schaukeln und nach ca. 5 Min.
> ist meine Platine fertig. Es gibt auch keinen Stress mit der Besten
> aller Ehefrauen. Ceran-Feld, feucht drübergewischt und schon sind alle
> Spuren beseitigt. Die paar Milliliter Ätzflüssigkeit werden gesammelt,
So ähnlich mache ich es auch, nur dass ich die Pfanne mit etwas Wasser 
fülle und ein zur Platinengröße passendes Gefäß reinstelle, in dem ich 
ätze. Mit einem Thermometer kann man die Temperatur mit Hilfe der 
Herdplatte brauchbar im benötigten Bereich halten.

Ich schreibe auch nur, wie es bei mir funktioniert. Wer will, kann es 
auch so machen, wer große Mengen an Platinen herstellt oder zwei linke 
Hände hat, kann es natürlich beliebig verkomplizieren.

von HabNix (Gast)


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Bei Temperaturen über ca. 60° bilden sich auf der Platine kleine 
Gasbläschen und anschließend lässt die Ätzwirkung stark nach.

Hinweise im Sicherheitsdatenblatt:

10. Stabilität und Reaktivität

Zu vermeidende Bedingungen:
Sonneneinstrahlung, Wärme, Hitzeeinwirkung, Feuchtigkeit.

Zu vermeidende Stoffe
Verunreinigungen, Zersetzungskatalysatoren, Metallsalze, Säuren, 
Alkalien, Reduktionsmittel, Halogenide, organische Stoffe 
(Zersetzungsgefahr)
Brennbare Stoffe (Brandgefahr)

Gefährliche Zersetzungsprodukte:
bei thermischer Zersetzung: Schwefeldioxid, Schwefeltrioxid, 
Schwefelsäure, Sauerstoff

Weitere Angaben:
Keine Zersetzung bei bestimmungsgemäßer Verwendung und Lagerung.

---

Weitere Hinweise zum Zerfall des Ätzbads bei Temperaturen >50°C und 
warum es nicht in fest verschlossenen Behältern gelagert werden darf:
http://www.chemie.de/lexikon/Natriumpersulfat.html

von zeig halt mal (Gast)


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Also auf deutsch du hast keine konkrete Vorstellung wie die 
Persulfatchemie im Details funktioniert.

> Bei Temperaturen über ca. 60° bilden sich auf der Platine kleine
> Gasbläschen und anschließend lässt die Ätzwirkung stark nach.

Verscheuchen oder weiter Gas geben, aufsteigender Wasserdampf sorgt bei 
der strittigen Methode von alleine fuer ausreichende Agitation.


michael_ schrieb:

> Wilhelm S. schrieb:
>> Eine kleine (20cm) beschichtete! Bratpfanne
>
> Und dann das!

Ja mai wenns ihm so passt.


>
> Halte dich an die Vorschrift und niemals über 45°C!
> Ende.

Da gibt es aber keine Vorschrift.

Diese Temperaturangaben stellen immer Kompromisse dar.
Wenn du ein relativ grosses Volumen wie in einer Kuevette hast von dem 
aber bei einem Aetzvorgang nur ein kleiner Bruchteil genutzt bzw. 
verbraucht wird und der ueberwiegende Teil beim naechsten mal verwendet 
werden soll ist es eben unguenstig bzw. einfach unwirtschaftlich wenn 
die Zersetzung zu schnell voranschreitet, weiters sind hohe Teperaturen 
eben auch fuer die sichere Handhabung im Allgemeinen unguenstiger, sonst 
nichts weiter.

> Hinweise im Sicherheitsdatenblatt:
> 10. Stabilität und Reaktivität
> ....


Das bezieht sich worauf?
Auf das trockene Persulfat nicht auf eine waessrige Loesung.


Wie aetzt du ueberhaupt damit wenn du es von Feuchtigkeit fernhalten 
musst :)

> Zu vermeidende Bedingungen:
> Sonneneinstrahlung, Wärme, Hitzeeinwirkung, Feuchtigkeit.

von hobbyist (Gast)


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michael_ schrieb:
> Warum wollen du und viele Menschen das unmöglichste und nicht
> funktionierendste anwenden?

Die Wilhelm beschriebene Methode ist bisher die unkomplizierteste 
Methode die ich kenne und ich sehe keinen Grund, warum sie nicht 
funktionieren sollte, du etwa?

michael_ schrieb:
> Halte dich an die Vorschrift

Das grundsätzlich nicht, Vorschriften werden wegen Neugier durch Abstand 
ersetzt.

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen,
da habe ich ja wieder eine Lawine los getreten. Ich bin ja froh, dass 
ich
wenigstens ein paar positive Antworten bekommen habe. Meine Ansicht habe
ich in diesem Forum schon einige Male dargestellt, ich habe immer nur
Haue bekommen.

@ Lutz H.
Danke für die tolle Berechnung. Einfacher und knapper geht es wohl kaum.
Ich hätte es wohl auch hinbekommen, hätte aber sicher länger gebraucht. 
Stöchiometrie ist bei mir mehr als 40 Jahre her.

@ Dude
Probier es aus und berichte von deinen Ergebnissen

@ Dussel
> Wer will, kann es auch so machen, wer große Mengen an Platinen
> herstellt oder zwei linke Hände hat, kann es natürlich beliebig
> verkomplizieren.
Genau das ist es; wer das im grossen Stil macht, hat andere
Ansprüche, mir reicht meine Methode völlig.

@ Michael
> Warum wollen du und viele Menschen das unmöglichste und nicht
> funktionierendste anwenden?
Gibt es eine Steigerung von 'nicht funktionieren' ?
Habe ich mir das aus den Fingern gesogen, um hier ein paar Seiten zu 
füllen? Wohl kaum.

> Nur weil er wie ein Prediger seitenlangen Murks von sich gibt?
Woher weisst! du!, dass es Murks ist?

> Hier der "Wissenschaftler", was er gar nicht ist.
Bist schon ein schlaues Kerlchen, du weisst mehr als ich.

Warum wirst du persönlich? Man kann anderer Meinung sein, das
kann man aber auch ohne persönliche Angriffe zum Ausdruck bringen.
Das gilt auch für 'Der Dreckige Dan'.

@  zeig halt mal
Du hast es in deinen beiden Beiträgen gut beschrieben, danke.

@ HabNix
Die Zitate aus den Sicherheitsdatenblättern kannst du dir sparen. Sie
beziehen sich alle auf die Substanz und nicht auf eine Lösung.

@ hobbyist
Probiere es und berichte. Es muss übrigens nicht unbedingt
eine beschichte Pfanne sein, ein Glasdeckel einer Jenaer-Glas
Schüssel geht auch. Gibts auch in rechteckig. Die Pfanne ist auf der 
Herdplatte aber einfacher. Man braucht auch kein Thermometer; Finger
rein: wenn man es aushalten kann -> ca 45-50Grad, wenn man ihn sofort 
wieder rauszieht -> ca. 60 Grad. Man muss das nicht mit einem
Thermometer oder gar einem Thermostaten überwachen.

>> michael_ schrieb:
>> Halte dich an die Vorschrift

> Das grundsätzlich nicht, Vorschriften werden wegen Neugier durch
> Abstand ersetzt.
Den Satz finde ich klasse!

73
Wilhelm

von michael_ (Gast)


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Wilhelm S. schrieb:
>> Hier der "Wissenschaftler", was er gar nicht ist.
> Bist schon ein schlaues Kerlchen, du weisst mehr als ich.

Wilhelm S. schrieb:
> Hier ist es wie so oft, viel hilft viel, wie in meinem
> Studium; wir bekammen alle gleich viel (reichlich) Analysensubstanz.
> Die Einen fanden die Lösung mit 2 Teelöffeln, die Anderen kamen
> nicht mit ihrer Menge aus und hatten immer noch kein Ergebnis.

Das meine ich, mit deinen fundamentalen Chemiekenntnissen.
Wenn das alles ist?

Wilhelm S. schrieb:
> Man braucht auch kein Thermometer; Finger
> rein: wenn man es aushalten kann -> ca 45-50Grad, wenn man ihn sofort
> wieder rauszieht -> ca. 60 Grad. Man muss das nicht mit einem
> Thermometer oder gar einem Thermostaten überwachen.

Kein Kommentar!

von MaWin (Gast)


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hobbyist schrieb:
> Leider finde ich nirgendwo eine Daumenregel, wie oft so eine Lösung
> verwendbar ist, also wieviel 35µm dicke Kupferfläche bekommt man mit X
> Gramm NaSO weg,

27g Natriumoersulfat brauchst du für eine 35um Europakartenfläche von 
160x100mm.

dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm

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