Hallo zusammen,
ich nutze verschiedene MAX 7219 mit der Parallax BS2. Das Programm
funktioniert einwandfrei über viele Tage bei einem Display update alle
500ms.
Dann springt der MAX 7219 in einem Modus wo alle LED´angezeigt werden.
Nach einem Power Reset startet das Programm neu und alles funktioniert
Nun wollte ich mein Programm mit dem embeded board "SPI 7-Seg Display "
verifizieren. Das Programm lief früher einwandfrei, nur jetzt aber gar
nicht.
Nicht einmal die einfachsten Routinen (ON/OFF) bekomme ich zum Laufen,
aber das lief früher einwandfrei.
Frage: Können die Fake Chips aus China solche Fehler erzeugen ??
Vielen Dank wenn Ihr mir helfen könnt
Werner Smidt
Werner Smidt schrieb:> Frage: Können die Fake Chips aus China solche Fehler erzeugen ??
Ich habe noch nie Probleme mit den Fakes gehabt.
Sicher, dass alles richtig verdrahtet ist?
Die Schaltung (mit den Fakes) hat früher also schon mal funktioniert,
nur jetzt nicht mehr?! Also die Hardware ist wohl in Ordnung?!
Das klingt mir irgendwie alles danach, dass Aufbau, Software oder etwas
anderes falsch sind, als die Hardware.
Die Probleme früher können auch durch EM-Probleme entstanden sein.
Nun die wahrscheinlichste Ursache für solche Probleme sind wohl eher in
der Software oder HW zu finden. Den Fehler dem Baustein zu unterstellen
ist zwar einfach aber vermutlich falsch.
Das ist umso wahrscheinlicher da der Baustein ja eine zeitlang korrekt
arbeitet und dann die Anzeige ausfällt. Ich würde Mal nach watchdog und
Stack schauen.
Ich lese hier in letzter Zeit oft über Probleme mit angeblichen Fakes.
Ist wohl einfacher den Fehler dem Baustein zuzuschreiben als einfach mal
den Fehler zu suchen.
Thomas
Poste doch mal deinen Aufbau.
- wie viele MAX7219 Platinen?
- wie lang die Verkabelung untereinander u. Zuleitung vom Rest?
- Leitungsquerschnitt?
- Was für ein Netzteil?
Wenn man alles falsch macht, sieht der Aufbau in etwa so aus:
- 8 oder noch mehr Platinen "dasy chain" aneinander gepappt, bzw. noch
schlimmer, jeweils mit längeren Jumperbrücken miteinander verbunden
- alle Module über ein 1m langes 0,09 Quadrat Kabel versorgen und
ansteuern
- das ganze Konstrukt über ein USB Netzteil beteiben
Erkennst du deinen Aufbau darin wieder? ;-)
Thomas schrieb:> Nun die wahrscheinlichste Ursache für solche Probleme sind wohl eher in> der Software oder HW zu finden. Den Fehler dem Baustein zu unterstellen> ist zwar einfach aber vermutlich falsch.
Das ist zwar so, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Wer so dumm ist, solche Bausteine aus zweifelhaften Quellen zu beziehen,
darf jetzt gerne mal suchen :-)
Denn es können durchaus Probleme durch einen Fake-Chip sein.
Nachdem man den MAX7219 auch bei Conrad und Reichelt bekommt, hat jeder,
der bewußt aus zweifelhaften Quellen kauft Kopfschmerzen und Ärger
verdient.
Ich wünsche dem TP eine lange und schmerzvolle Fehlerusche!
Der Aufbau auf dem Foto läuft seit über einem Jahr 24/7 problemlos
durch. Die "China-Chips" sind völlig ok.
Wenn der MAX auf "Vollbild" schaltet, liegt es in der Regel an der
Stromversorgung bzw. der entsprechenden Verkabelung der Stromversorgung.
Kann ich provozieren, wenn ich den Aufbau an ein regelbares Netzteil
hänge und die Strombegrenzung passend einregle.
HumDiDum schrieb:> Wer so dumm ist, solche Bausteine aus zweifelhaften Quellen zu beziehen,> darf jetzt gerne mal suchen :-)> Denn es können durchaus Probleme durch einen Fake-Chip sein.
Absoluter Quatsch und mies obendrein. Nicht jeder kann aus dem Vollen
schöpfen und teuer kaufen.
Werner Smidt schrieb:> Dann springt der MAX 7219 in einem Modus wo alle LED´angezeigt werden.
Das ist der Testmode, vermutlich durch Störungen auf dem SPI-Bus.
Entweder die Kabel verbessern oder zyklisch die Initialisierung
durchführen.
Für's erste würde ich mal versuchen, vorne und hinten an der Kette Masse
und 5V einzuspeisen und an den beiden Einspeisepunkten noch jeweils
einen Elko von ca. 1000µF drüberzusetzen. Wenn's mal ging, dann kann die
so verbesserte Stromversorgung schon das Zünglein an der Waage sein.
Wenn du hast, gucke dir auch mal am Oszi den Spannungsverlauf an.
Eventuell sind ja auch die Elkos im Netzteil taub geworden.
Ist die Grundbeschaltung aus dem Datenblatt.
Ich hatte mit den Dingern auch mal gespielt. Aber nicht in der Anzahl.
Bin dann auf Platinen von Sure mit 4x 8x8 Anzeigen und einem HT
irgendwas umgestiegen.
Am IC jeder Platine ist ein THT 100n KerKo und ein kleiner Elko 10µ?
47µ?, was in der Preislage. Theoretisch reicht's, aber wenn man einen
Sack voll der Module kaskadiert, so wie es mit den Jumpern vorgesehen
ist, läuft die Stromversorgung von Modul 1+x alles durch Modul 1., samt
den Strömen für die gemuxten LED's. Wenn dann alle Module synchron
Stromspitzen erzeugen (CMOS), dann wird das Ganze irgendwann
unweigerlich instabil.
Zu den kleinen KerKos: ich hatte eigentlich schon an 100µ/10V KerKos
gedacht (gibt's als Bauform 1210).
Aber wir haben vor 30 Jahren TTL Gräber mit teils mehreren Ampere
Stromverbrauch stabil zum Laufen gebracht, da gab es noch keine KerKos
im µF Bereich, low ESR und Gel-Elkos ebenso Fehlanzeige!
Ich erinnere mich, das industrielle Boards schmale, versilberte
Kupferschienen hatten, die auf ein Lötauge der Stromversorgungspins
gingen, um kürzeste Wege und geringere Impedanzen als die Leiterplatte
sie bieten könnte, zu erreichen.
HumDiDum schrieb:>> Nachdem man den MAX7219 auch bei Conrad und Reichelt bekommt, hat jeder,> der bewußt aus zweifelhaften Quellen kauft Kopfschmerzen und Ärger> verdient.>> Ich wünsche dem TP eine lange und schmerzvolle Fehlerusche!
..Reichelt IST eine zweifelhafte Quelle, BTDT.
Gruß,
Holm
Gerald B. schrieb:> Am IC jeder Platine ist ein THT 100n KerKo und ein kleiner Elko 10µ?> 47µ?, was in der Preislage. Theoretisch reicht's,
Ich habe mit chinesischen Modulen auf Basis MAX 7219 einiges gemacht.
Aber nie mit Steckbrett, immer auf einer Platine, und immer reichlich
mit Keramik. Ein Kondensator kostet doch nur 4 Cent! Spart aber viele
mögliche Probleme mit Störungen - die gerade am schlimmsten sind, weil
nur ab und zu kommen. Ich denke, man spart lieber woanders.