Stromqualität und Computer

Gast #5096924
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Hi!

Ein Freund von mir besitzt ein Haus,  in dem er, gemeinsam mit ein paar 
Freunden,  lebt. Im keller betreiben wir ein paar Rechner mit jeweils 4 
Grafikkarten, die Simulationen für uns berechnen. Auffällig ist, dass 
die rechner tage lang ohne Probleme laufen, wenn niemand Zuhause ist. 
Sobald jemand da ist stürzen sie ständig ab.

Die Vermutung liegt also nahe, dass irgendwelche anderen Verbraucher, 
die nur aktiv sind, wenn jemand Zuhause ist, das netz derart stark 
beeinflussen, dass es zu den abstürzen kommt.

Ich würde dem nun gerne nachgehen und irgendeine art von strom qualitäts 
messung durchführen. Habt ihr Vorschläge,  wie das vonstatten gehen 
könnte?

Gruß,
Simon
Gast #5096950
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Entweder haben die PCs ein Problem mit der internen Versorgung 
(vielleicht etwas zu knapp dimensioniert?) oder die Netzzuleitung (auch 
die in der Wand bis zum Hausanschluß) ist zu knapp dimensioniert.
Wahrscheinlich beides.

Blackbird
Gast #5096958
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Das was du eigentlich meinst nennt sich Netzqualität..

Dafür gibts es tatsächlich spezialisierte Messgeräte, mit denen du den 
Fehler genau aufspüren kannst.. Die kosten aber dann auch schon geld..

Vermutlich kannst du zu dem Preis aber auch direkt eine USV anschaffen.. 
Oder einen Elektriker beauftragen..
#5096990
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AC Seite:

Klemm mal ein Logger Scope an der Vorsorgerphase und den internen DC 
Versorgungen an.

Dann überlegen:

Transientfilter
UPS
Leg die Rechner auf eine Phase an der sonst nichts angeschlossen ist - 
auf jeden Fall keine unruhige Verbraucher.
Besser: Hol dir die Versorgung von 10 kV nur für die Rechner.

Da ein dedizierter 10kV Travo etwas aufwendig ist und alle Prozesse eh 
nur DC versogt sind:

Redundante Netzteile- sowieso.
Ausreichend dimensionierte Netzteile - auf jedem Spannungsniveau
Ausreichende Glättung .
Gast #5096999
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Beim Bitcoin-Mining kommt es auf rausgeschmissenes Geld nicht an

du solltest dein wissen updaten:

https://www.golem.de/news/ethereum-mining-grafikkartenlieferung-per-boeing-747-spart-zeit-und-geld-1707-129219.html

(Es ist zwar sinnlose Ressourcenverschwendung die man verbieten müsste 
(in Zeiten von gedrosselten Staubsaugern), aber Geld bringt es 
scheinbar.)
#5097035
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jz23 schrieb:
> Rufus Τ. F. schrieb:
>> Beim Bitcoin-Mining kommt es auf rausgeschmissenes Geld nicht an
>
> Simon schrieb:
>> Simulationen
>
> Wie man auf Bitcoin kommt, wenn schon explizit was anderes im
> Eröffnungspost steht, würde mich mal interessieren.

Vermutlich wollte er damit eben genau das ausdrücken, dass er dem 
Threadstarter seine Geschichte von wegen "Simulationen" nicht abnimmt, 
und unterstellen, dass es hier wohl eher um 
Bitcoin/Ethereum/whatever-Mining geht. Was derzeit nun mal eine extrem 
naheliegende Vermutung ist, wenn Privatpersonen die geballte Rechenpower 
von zig Grafikkarten einsetzen, die zusammen tausende Watt verbrauchen.

Die ganze Geschichte klingt nun mal irgendwie komisch - da wohnt 
jemand "mit ein paar Freunden" in einem Haus, dann ist aber angeblich 
tagelang niemand zuhause? Dafür mag es plausible Erklärungen geben, aber 
im ersten Moment klingt die ganze Geschichte nun mal zumindest 
merkwürdig, um nicht zu sagen: irgendwie unglaubwürdig.
Gast #5097038
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jz23 schrieb:
> Wie man auf Bitcoin kommt, wenn schon explizit was anderes im
> Eröffnungspost steht, würde mich mal interessieren.

Jahrelange Erfahrung hier im Forum. Es ist immer der 
Freund/Schwager/Kumpel der dann irgendwelche nicht näher bezeichnete 
Aktionen macht.

Sag und doch mal wer mehrere Rechner mit 4 GraKas tagelang im Keller 
eines Wohnhauses laufen lässt um Simulationen zu berechnen. Was für 
Simulationen sollen das denn sein?
SETI? Ist auch keine Simulation.
Oder meinst du da entwickeln ein paar Schüler im Geheimen die 
revolutionäre Wettervorhersage mit 95% Trefferwahrscheinlichkeit über 4 
Wochen?
#5097076
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Der Andere schrieb:
> Sag und doch mal wer mehrere Rechner mit 4 GraKas tagelang im Keller
> eines Wohnhauses laufen lässt

Es ist doch viel praktischer, wenn das ganze in irgendeinem Raum der 
Hochschule vor sich hin tuckert ;-)



Wenn es schon soweit reproduzierbar ist, dass es nur auftritt wenn 
jemand anwesend ist:
Dann die Verbraucher die man nutzt, systematisch benutzen und so 
herausfinden bei welchem genau diese Abstürze passieren.
Gast #5097325
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Da brauchst kein Netanalyser...
Ein paar Rechner mit 4 Grafikkarten an wahrscheinlich einer dünnen 
1.5mm2 oder vielleicht 2.5mm2 Zuleitung haben schon ein schönen 
spannungsfall.

Wenn jetzt im Haus noch was dazu kommt wird die Spannung nicht mehr 
langen.....
Gast #5097379
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Dolle Woscht schrieb:
> wahrscheinlich einer dünnen 1.5mm²

Da hilft auch eine dicke USV wenig, weil sie nach dem Stromausfall ca. 
den 3-fachen Strom braucht um die Akkus wieder schnell voll zu bekommen.
Sollen die Jungs doch erst mal gründlicher lesen was so in den Logfiles 
stand! Evtl. kann man schon aus dem Zeitpunkt auf die Ursache des Übels 
schließen.
Gast #5097385
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Die Antwort von Dolle Woscht war die einzige hilfreiche bisher, dem 
werde ich mal nachgehen.

Zu den "Anschuldigungen": mir ist ziemlich egal ob sich jemand hier 
vorstellen kann was wir mit den Rechnern anstellen. Es hat auch niemand 
gesagt, dass wir das privat machen. Wir haben eine GbR gegründet und ich 
sehe keinen Grund Geschäftsräume zu mieten, wenn jemand von uns 
Immobilien besitzt.

Und was daran so ungewöhnlich sein soll, dass mal 3 tage (=ein 
Wochenende)  niemand Zuhause ist weiß ich auch nicht.

Naja danke an die, die ernsthaft helfen wollten.
Gast #5097403
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Wie stürzen die Rechner denn ab? Bluescreen? Reboot?
Was für Netzteile haben die Rechner?

ATX-Netzteile sollten die üblichen Netzstörungen locker überbrücken 
können, insbesondere wenn es keine China-Böller sind.
Falls du China-Noname-Netzteile hast würde ich die ohnehin durch etwas 
höherwertiges austauschen, falls du bereits hochwertige Netzteile hast, 
würde ich den Fehler woanders suchen.
Gast #5097410
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Peter II schrieb:
> So weit sollte die Spannung nicht absinken.

Je nach Last konnte auch eine Nullpunktverschiebung stattfinden?
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/1006061.htm
Messen der Spannungen könnte zu Erkenntnissen führen. Wer allerdings 4 
Grafikkarten in seinen PC steckt, sollte auch das ausreichend kräftige 
Netzteil dazu haben und nie alle PCs an eine Sicherung hängen.
Gast #5097424
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Gast #5097442
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Peter II schrieb:
> auch dann ist es nur eine geringere Spannung für ein Wechselstrom
> Verbraucher.

Wenn wird die Spannung eher höher. Die wahrscheinlichkeit das 
niederohmigere Verbraucher im Haus ist ist viel wahrscheinlicher.

Wenn da eine N-Klemme faul ist und schmort, könnte es ja sein das für 
eine kurze zeit der N offen ist und die Spannung an den Netzteilen kurz 
ansteigt. Der Störimpuls haut dann auf die Sekundärseite durch. Dadurch 
bappt die Klemme nochmal fest an und die Verbindung ist erstmal wieder 
gut.

Unwahrscheinlich aber nicht unmöglich.
Gast #5097494
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Simon schrieb:
> Die Antwort von Dolle Woscht war die einzige hilfreiche bisher,
> dem werde ich mal nachgehen.
> Zu den "Anschuldigungen": mir ist ziemlich egal ob sich jemand hier
> vorstellen kann was wir mit den Rechnern anstellen. Es hat auch niemand
> gesagt, dass wir das privat machen. Wir haben eine GbR gegründet und ich
> sehe keinen Grund Geschäftsräume zu mieten, wenn jemand von uns
> Immobilien besitzt.
> Und was daran so ungewöhnlich sein soll, dass mal 3 tage (=ein
> Wochenende)  niemand Zuhause ist weiß ich auch nicht.
>
> Naja danke an die, die ernsthaft helfen wollten.

Meine Antwort war Dir wohl zu viel Arbeit?

Nochmal ganz langsam:

Wenn auf dem langen Weg vom Hausanschluß bis zum PC-Cluster (an der 
Steckdosenleiste) nur dünne Kabel (meistens nur 1,5qmm Querschnitt) 
liegen, mag das gerade noch gutgehen.
Schaltet aber einer den Wasserkocher oder E-Herd oder den Fön oder die 
Kaffeemaschine ein, die auf halber Strecke an der Verteilung hängt, dann 
sind die PC-Netzteile, die sowieso schon unter Vollast arbeiten, am 
Ende.
Nein, nicht die Gesamtleistung des Netzteils wird bei eurer 
PC-Konfiguration überschritten, sondern sehr wahrscheinlich nur die 
5V-Stromgrenze erreicht.

Suchen dürft ihr alleine.

Blackbird
Gast #5097499
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Vielleicht reicht es ja schon, wenn ihr beim Nachsehen, ob die PCs noch 
arbeiten, nicht alle Bildschirme einschaltet. Oder diese wenigstens an 
eine andere Phase angeschlossen habt, wenn Du verstehst, was das ist.

Blackbird
Gast #5097533
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Wahrscheinlich bei den Netzteilen gespart um die GPUs finanzieren zu 
können. Jetzt laufen sie ständig am Anschlag und jede größere 
Schaltspitze im Netz ist denen eine zu viel.
Wie stark sind die 12V Rails ausgelastet?
Hast du "seltsame" Verbraucher im Haus? Z.B. Frequenzumrichter, große 
Motoren, Wärmepumpe, viel LED Licht?
Gast #5097663
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Benno schrieb:
> Wie stürzen die Rechner denn ab? Bluescreen? Reboot?

Entweder Reboot oder eine der karten reagiert nicht mehr. meist 
letzteres.

> ATX-Netzteile sollten die üblichen Netzstörungen locker überbrücken
> können, insbesondere wenn es keine China-Böller sind.

Sind Corsair HX750i, das sind Tier 1 Netzteile mit Platinum 
energieeffizienz. Die Rechner verbrauchen je 580W

Sig S. schrieb:
> Peter II schrieb:
>> auch dann ist es nur eine geringere Spannung für ein Wechselstrom
>> Verbraucher.
>
> Wenn wird die Spannung eher höher. Die wahrscheinlichkeit das
> niederohmigere Verbraucher im Haus ist ist viel wahrscheinlicher.
>
> Wenn da eine N-Klemme faul ist und schmort

Wir hatten einen Gebrochenen PE, den leitungsabschnitt haben wir aber 
ersetzen lassen.


Hubert M. schrieb:
> Ist das Haus in TN-C Netz ausgeführt? Dann kann es zu Vagabundierende
> Ströme in den Netzwerkkabel führen. Das könnte eine Ursache dafür
> sein...

Nein ist schon TN-C-S

Blackbird schrieb:
> Vielleicht reicht es ja schon, wenn ihr beim Nachsehen, ob die PCs noch
> arbeiten, nicht alle Bildschirme einschaltet. Oder diese wenigstens an
> eine andere Phase angeschlossen habt, wenn Du verstehst, was das ist.

Die Rechner sind an einen Ethernet KVM Switch angeschlossen, da gibt es 
keine Bildschirme


Bla schrieb:
> Wahrscheinlich bei den Netzteilen gespart um die GPUs finanzieren zu
> können. Jetzt laufen sie ständig am Anschlag und jede größere
> Schaltspitze im Netz ist denen eine zu viel.
> Wie stark sind die 12V Rails ausgelastet?

Das Netzteil macht 62.5A auf 12V (=750W) und je 25A auf 3.3V und 5V (in 
summe max 150W) und summe aller drei Rails darf max. 750W sein. Wir 
verbrauchen aktuell 580W. Wie sich das auf die rails aufteilt kann ich 
gerade nicht nachschauen, kann ich aber später nachreichen.


> Hast du "seltsame" Verbraucher im Haus? Z.B. Frequenzumrichter, große
> Motoren, Wärmepumpe, viel LED Licht?

Es gibt eine LED Lampe, sonst nichts ungewöhnliches. das war meine erste 
idee.
Gast #5097765
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Es gibt nicht nur "eine LED-Lampe".
Was ist mit dem PC/Laptop mit Bildschirm, den ihr benutzt, um den Output 
eurer Simulationen anzuschauen? Läuft der auch ständig oder schaltet ihr 
den aus, wenn keiner im Haus ist?

Wenn Deine Angabe korrekt ist:
Kein Mensch im Haus --> PCs laufen stabil
Menschen im Haus--> PCs stürzen ab

dann ist eine vom Menschen getätigt Handlung die Ursache.

Möglicherweise über das 230V-Netz, wie Du schon vermutet hast. Da 
solltet ihr suchen. Geht auch im Ausschlußverfahren, an verschiedenen 
230V-Netzsegmenten.

Blackbird
Gast #5098483
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Simon schrieb:
> Das Netzteil macht 62.5A auf 12V (=750W) und je 25A auf 3.3V und 5V (in
> summe max 150W) und summe aller drei Rails darf max. 750W sein. Wir
> verbrauchen aktuell 580W. Wie sich das auf die rails aufteilt kann ich
> gerade nicht nachschauen, kann ich aber später nachreichen.

Hier der Verbrauch pro rail(Durchschnitt über ein paar stunden):
3.3V 0.8A
5V  1.8A
12V 42A
Insgesamt 500W

Blackbird schrieb:
> Es gibt nicht nur "eine LED-Lampe".
> Was ist mit dem PC/Laptop mit Bildschirm, den ihr benutzt, um den Output
> eurer Simulationen anzuschauen? Läuft der auch ständig oder schaltet ihr
> den aus, wenn keiner im Haus ist?

also es gibt im EG noch ein Büro, das hängt aber an einer anderen 
sicherung. Die Rechner selber werden nur Remote per VNC oder 
KVM-over-ethernet bedient.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Simon schrieb:
>> Die Rechner verbrauchen je 580W
>
> Und wieviele Rechner sind da gleichzeitig im Einsatz?

3, einer für entwicklung und 2 die Produktiv eingesetzt werden.

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