Ist der kaputt?

Gast #5097674
Guten Tag,

ich hoffe, ich darf meine Frage hier stellen. Wenn nicht tut's mir Leid!

Das Backlight von meinem alten LG W2242t Monitor ist kaputt. Er geht 
kurz an und dann aus, Bild ist mit Taschenlampe erkennbar.

Er steht schon ein paar Jahre rum aber nun habe ich das Gerät mal 
aufgeschraubt und womöglich einen defekten Tantal Kondensator gefunden. 
Ich habe drei Bilder angehängt. Ist der defekt? Wenn ja, woher kriege 
ich den richtigen Ersatz? Die anderen Kondensatoren sehen gut aus, keine 
Beulen etc.

Über Hilfe würde ich mich sehr freuen!
Angehängte Dateien:
Beitrag #5097680 wurde von einem Moderator gelöscht.
>Ist der kaputt?

Nein. Warum soll ausgerechnet der kaputt sein? Das ist doch nur ein 
Silikonklecks zum fixieren.
Das große runde schwarze Ding links davon wäre schon eher ein Kandidat 
dafür, oder die anderen Elkos auf der Sekundärseite dass SNT (die meist 
senkrecht stehen.
Gast
Auf Deinen Fotos ist nirgendwo ein Tantal-Kondensator.
Du meinst wahrscheinlich dieses schwarze runde Ding da?
Das ist ein NTC-Widerstand zwecks Einschaltstrombegrenzung, und ist 
bestimmt nicht defekt.
Gast
Schade, es hätte so einfach sein können.

Danke für die Belehrung! Ich bin leider (noch) kein Profi. :)

Ich habe nochmal drei Bilder angehängt. Die Kondensatoren sehen für mich 
gut aus, ich konnte auf keinem eine Beule erkennen.

Leider weiß ich dann nicht, wo es noch dran liegen könnte.
Angehängte Dateien:
Gast
Ausbeulungen sind nur ein von aussen sichtbares Zeichen eines defekten 
Elkos. Du solltest den ESR der Elkos messen. Ist der aufgrund von 
Alterung zu gross kann der Elko sowie die Schaltung nicht mehr richtig 
funktionieren. Wenn Du kein ESR Messgerät hast vielleicht alle Elkos auf 
Verdacht tauschen. Ist sicher biller als die Anschaffung eines 
Messgerätes. Ich glaub hier 
https://bastelnmitelektronik.jimdo.com/bauteile-werkzeuge-aufbau/elektrolytkondensatoren-und-esr/ 
findest Du eine brauchbare Erklärung
Beitrag #5097740 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast
Sven D. schrieb:
> Ausbeulungen sind nur ein von aussen sichtbares Zeichen eines defekten
> Elkos. Du solltest den ESR der Elkos messen. Ist der aufgrund von
> Alterung zu gross kann der Elko sowie die Schaltung nicht mehr richtig
> funktionieren. Wenn Du kein ESR Messgerät hast vielleicht alle Elkos auf
> Verdacht tauschen. Ist sicher biller als die Anschaffung eines
> Messgerätes. Ich glaub hier
> 
https://bastelnmitelektronik.jimdo.com/bauteile-werkzeuge-aufbau/elektrolytkondensatoren-und-esr/
> findest Du eine brauchbare Erklärung

Vielen Dank! Ich denke, dass ich mal versuchen werde alle Kondensatoren 
zu ersetzen.

Cerberus schrieb im Beitrag #5097740:
> Joel K. schrieb:
>> Ich bin leider (noch) kein Profi.
>
> Beulen sind nur ein INDIZ,
> mehr nicht. Man misst sinnvoll Spannungen und bei Auffälligkeiten
> zieht man seine Schlüsse und misst z.B. die Elkos nach.
> Kapazitätsverlust zeigt sich gewöhnlich nicht so augenscheinlich.
[MOD: unnötig aggressive und nicht sachdienliche Bemerkungen gelöscht]

Nein, weiter geht mein Wissen leider nicht. Ich bin 
Elektrotechnik-Student aber noch am Anfang. Meine Kenntnisse beschränken 
sich auf das Grundlegendste vom Grundlegendsten.

Ich bin nur hier weil es mich interessiert hat und es scheinbar kein 
Hexenwerk sein soll einen defekten Monitor zu reparieren, solange es an 
einem/den Kondensator/en liegt. Es besteht kein akuter Bedarf an dem 
Monitor, ich bin rein aus Interesse hier und weil ich gern mal an etwas 
rumbasteln möchte. Wenn ich ihn heil kriege, gut, wenn er dabei kaputt 
geht ist's auch egal, er verstaubt, wie gesagt, schon ein paar Jahre. 
Wenn ich mit meinem Unwissen und meinen Fragen dabei (offensichtlich) 
jemandem auf den Schlips getreten bin tut's mir Leid, auch wenn mir 
schleierhaft ist, warum sich jemand darüber aufregen sollte.

Naja, nun bin ich etwas schlauer als vorher, daher danke an die anderen 
für die Hilfe!
Beitrag #5097789 wurde von einem Moderator gelöscht.
Schau mal bei https://www.elko-verkauf.de/ , der hat sich auf 
Low-ESR-Elko-Sets u.A. für defekte Monitor-Netzteile spezialisiert. 
Falls es für Dein Netzteil da noch kein fertiges Set gibt, kannst Du die 
Werte melden, dann erstellt er ein Set.

Ich habe mit so einem Set kürzlich einem Samsung-Monitor wieder neues 
Leben eingehaucht.

Und nein, ich habe weder eine persönliche noch eine wirtschaftliche 
Verbindung zu dem Shop, ich bin einfach nur ein zufriedener Kunde.
Joel K. schrieb:
> Er geht
> kurz an und dann aus, Bild ist mit Taschenlampe erkennbar.

Typisches Fehlerbild für defekte CCFL-Röhren oder Inverter. Der Inverter 
hat eine Schutzschaltung, die den Strom der CCLF-Röhren überwacht. Wenn 
da was nicht stimmt (Röhre zündet nicht oder zieht zuviel Strom), 
schaltet er sich aus. Pauschales Wechseln der Elkos wird da nicht helfen 
(und kostet im Endeffekt mehr als ein gebrauchter Monitor). Besorg dir 
einen externen Inverter, z.B. sowas..

https://www.pollin.de/p/ccfl-inverter-cotek-12a4802ce-121241

..und prüfe die Röhren damit. Nur kurz einschalten, die billigen 
Inverter haben oftmals keine Schutzschaltung und gehen bei Überlastung 
schnell kaputt.
Gast
Ich habe das Phänomen bei Fujitsu Monitoren auch schon öfters gesehen. 
Wie Icke ® schon geschrieben hat:

>  Typisches Fehlerbild für defekte CCFL-Röhren oder Inverter. Der Inverter
hat eine Schutzschaltung, die den Strom der CCLF-Röhren überwacht. Wenn
da was nicht stimmt (Röhre zündet nicht oder zieht zuviel Strom),
schaltet er sich aus. Pauschales Wechseln der Elkos wird da nicht helfen
(und kostet im Endeffekt mehr als ein gebrauchter Monitor). Besorg dir
einen externen Inverter, z.B. sowas..

Bei den Fujitsu's kokelt mit der Zeit an der unteren CCLF die Leitung 
ab, die Stromüberwachung schaltet den den Inverter ab. CCLF wechseln und 
der Monitor läuft.
Marcus schrieb:
> Typisches Fehlerbild für defekte CCFL-Röhren

Hi,
bei meinem Benq waren die "Miniatur-Neon"-Röhren auch defekt. Das 
Fehlerbild:
Nach Einschalten kurzes Aufflackern, dann Dunkelheit.
Netzteil zieht dann die Notbremse.
Der Rest steht oben ja schon.

OT
Mich würde nur interessieren, wo die Hersteller diesen tollen ganz oben 
im Thread als "ausgelaufenen Elektrolyt eines Tantalelkos" bezeichneten 
"Silikon"-Fixierlack herbekommen.
Also, der Schraubensicherungslack - erhältlich bei *C - von Locktite ist 
eine Katastrophe. Es gibt zwar 2 Ausführungen, die eine klebt überhaupt 
nicht, die andere ist so fest, dass hinterher keine zerstörungsfreie 
Demontage mehr möglich ist. Gibt es nicht irgendetwas 
"Semiprofessionelles" dazwischen?/OT

ciao
gustav
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite
Es kommen auch Elkos vor, die im Fehlerfalle den Gummi-Nöppel
an den Anschlüssen etwas heraus drücken.
Vielleicht auch mal an dem Ende inspizieren.
Wenn man die (oder einen) Elko(s) im Verdacht hat,
kann man die erwärmen, dann läufts oft kurzfristig wieder.
Gängiges Vorgehen bei Schaltnetzteilen.

speziell wenn man aber danach ein Gerät erst
'ne halbe Stunde lang wieder zusammen fummeln muss
damit es läuft, bringt das natürlich nix, der Elko ist dann wieder kalt.

Ich würde mal schauen ob man mit so einem (oder 2) Case-Modding Inverter
die Röhren wieder betreiben kann.  Es haben auch schon genug Leute die 
Röhren in LED getauscht. Zumindest wenn man mit dem Monitor nicht 
wirklich anspruchsvolle Sachen machen muss, würde mich eine leichte 
Ungleichheit in der Beleuchtung nicht stören.
Ich hatte auch schon mal einen Monitor am laufen,
der nach ner Rep etliche cm dicker war als vorher.

drauf geschi**en
Icke ®. schrieb:
> Pauschales Wechseln der Elkos wird da nicht helfen
> (und kostet im Endeffekt mehr als ein gebrauchter Monitor).

So ein Quatsch!
Ich habe bisher 4 Monitore durch pauschalen Austausch einiger Elkos 
repariert. Das ist Centkram! Für 2,50€ habe ich noch keinen gebrauchten 
Monitor gesehen..

Am Tollsten fand ich die Fujitsu-Siemens Monitore, die hatten die Elkos 
über(!) dem waagerechten(!) Kühlblech.
Fra N. schrieb:

> Icke ®. schrieb:
>
>> Pauschales Wechseln der Elkos wird da nicht helfen
>
> So ein Quatsch!
> Ich habe bisher 4 Monitore durch pauschalen Austausch einiger Elkos
> repariert.

Das, was "Icke" geschrieben hat, bezog sich ja nicht generell auf den 
Elko-Tausch, sondern auf das vom OP konkret beschriebene Fehlerbild, das 
eben auf eine andere Ursache hindeutet, als die Elkos im Netzteil.
R. M. schrieb:
> sondern auf das vom OP konkret beschriebene Fehlerbild,

Joel K. schrieb:
> Das Backlight von meinem alten LG W2242t Monitor ist kaputt. Er geht
> kurz an und dann aus, Bild ist mit Taschenlampe erkennbar.

Eben das hatte ich erst beim letzten Monitor. 3 Elkos (mit Beule) für 
2,67€ von Pollin.
Also, die Monitor-Elkos, nicht die Pollin-Elkos hatten eine Beule ;o)
Gast
Denkbar auch:
- beschädigte Isolation an den Kabeln zur Lampe
- Hochspannungstrafo durchgebrannt

Letzteres kann man entweder visuell prüfen oder über den Widerstand der 
Wicklung messen (mit dem anderen Trafo vergleichen).
@ *.* (Gast)

>Denkbar auch:
>- beschädigte Isolation an den Kabeln zur Lampe
>- Hochspannungstrafo durchgebrannt

Genau - hatte auch schon einen TV, bei dem die Wickling eines 
Invertertrafos hochohmig war.

@ ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)

>*.* schrieb:
>> Widerstand der Wicklung messen

>da kann das unter Hochspannung wieder völlig anders aussehen,
>als wenn man mit nem Multimeter (spannungslos) misst

Hat man einen Inverter mit mehreren "Kanälen", kann man ja 
Vergleichsmessungen zw. den Kanälen machen. Feine Unterschiede sieht man 
dann trotzdem.

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