Verständnisfrage zum Thema Erdung bei Labornetzteilen

OP #5098513
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Ich habe bisher immer auf dem Breadboard mit Batterien gearbeitet.

Ich möchte mir ein Labornetzteil zulegen und bin in diesem Gebiet noch 
Neuling und unbewandert.

Am Labornetzteil sind i.d.R. 3 Buchsen. Eine VSS, eine VDD und 
zusätzlich eine Erdung.

Wozu dient die Buchse Erdung an Labornetzteilen? Und wie würde eine 
solche Verkabelung dann aussehen?


Vorab vielen Dank für konstruktive Antworten.
Gast #5098582
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H. E. schrieb:
> Wozu dient die Buchse Erdung an Labornetzteilen?

Ganz einfach: Zu deiner Bequemlichkeit. Manchmal möchte man einen 
Ausgang des Netzteils erden. Manchmal eine Abschirmung der Schaltung die 
man mit dem Netzteil betreibt. Dank so einer Buchse muss man nicht an 
einer Steckdose fummeln.

Ich müsste mal bei Gelegenheit nachfragen ob man ein ESD-Armband 
offiziell an so einer Buchse anschließen darf. Wenn das Armband keinen 
eingebauten 1M Widerstand hat würde ich es grundsätzlich lassen.

> Und wie würde eine solche Verkabelung dann aussehen?

Permanent: Mit einer kleinen Metallschiene. Manche Hersteller liefern 
eine mit.

Ansonsten mit einem Kurzschlussstecker wie diesem 
https://www.buerklin.com/de/kurzschlussstecker/p/40f4324 Die Abstände 
zwischen den Buchsen bei Netzteilen sind nämlich typischerweise 3/4 in = 
19 mm.

Diese Kurzschlussstecker sind mit etwas Vorsicht zu genießen. Die nicht 
isolierten passen in unsere Schuko-Steckdosen.

Und natürlich mit stapelbaren 4mm Laborkabeln.
Gast #5100109
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Jack schrieb:
> Ich müsste mal bei Gelegenheit nachfragen ob man ein ESD-Armband
> offiziell an so einer Buchse anschließen darf. Wenn das Armband keinen
> eingebauten 1M Widerstand hat würde ich es grundsätzlich lassen.

Kannst du das nicht selber entscheiden - ESD-Schutz ist kein Woodoo, 
sondern soll einfach statische Aufladung über unschädliche Entladeströme 
ableiten. Was bietet sich da mehr an, als die ERDE.
Einen Widerstand könnte man einfach in die Anschlussleitung einschleifen 
- ganz ohne Prüfschein.
Gast #5100126
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Jack schrieb:
> Diese Kurzschlussstecker sind mit etwas Vorsicht zu genießen. Die nicht
> isolierten passen in unsere Schuko-Steckdosen.

Wo ist da das Problem - soviel Strom wie eine 1.5mm²-Leitung sollten die 
Dinger allemal aushalten ;-)

Wenn die nicht isolierten Brücken passen, tun es übrigens auch die 
isolierten. Die Isolierung hat keinen Einfluss auf den Pin-Abstand.

Bei der Festlegung des Pin-Abstandes für Schuko-Dosen hat wohl irgendein 
Metrisierer  geschlafen. Wie kann sich sonst ein Abstand von 3/4 inch 
bis in die entsprechende Deutsche Norm gerettet haben?
Gast #5100143
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H. E. schrieb:
> Wozu dient die Buchse Erdung an Labornetzteilen? Und wie würde eine
> solche Verkabelung dann aussehen?

Wenn Du ein Doppelnetzteil nimmst, kannst durch geschickte Verkabelung 
mit der Erde auch eine Positive und eine Negative Spannung erzeugen. 
Ideal für OpAmps.

Grüsse,
René
Gast #5100247
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Harald W. schrieb:
> René H. schrieb:
>
> Wenn Du ein Doppelnetzteil nimmst, kannst durch geschickte Verkabelung
> mit der Erde auch eine Positive und eine Negative Spannung erzeugen.
>
> Dafür braucht man keine Erde, sondern nur eine Brücke.

Du meinst VDD auf VSS?

Ich mache es immer über die Erdung.

Grüsse,
René

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