eber schrieb:
> Ich habe hier eine Schottky mit 2,5x4mm, auf welcher SS34 steht.
Gleiches Marking auf einem anderen Gehäuse bezeichnet öfter mal ein
unterschiedliches Bauteil.
Das ist nun einmal so, seit der Platz auf den Bauteilen nur noch für
wenige Zeichen reicht.
Hier sieht es aber so aus, als ob das ganz offiziell eine 3A-Diode im
SMA-Gehäuse ist: http://www.sunrom.com/p/ss34-smd-3a-schottky-diode
I.W. ist die Wahl des Gehäuses eine Frage der Wärmeabfuhr über die
Anschlüsse bzw. des thermischen Widerstands.
Die geringere Breite der Anschlüsse des SMA-Gehäuses wird teilweise
durch deren geringere Länge kompensiert.
Evtl. hat der Hersteller auch ein dickeres Material dafür verwendet oder
einen dünneren Si-Chip.
Auch eine höhere zulässige Chiptemperatur kann helfen die Daten zu
erreichen.
Bei diesen SMA-Dioden wird die maximal zulässige Sperrschichttemperatur
mit 125°C angegeben, der Wärmewiderstand mit 10°C/W, die Temperatur der
Anschlüsse mit 95°C.
Bei den entsprechenden Typen von Vishay im SMC-Gehäuse
http://www.vishay.com/docs/88751/ss32.pdf
liegt die zulässige Sperrschichttemperatur sogar bei 150°C, aber der
Wärmewiderstand wird mit bescheidenen 17°C/W genannt.
Allerdings sind die Bedingungen evtl. nicht 1:1 vergleichbar.
Wenn man genau hinsieht, endeckt man aber einen wirklichen Unterschied:
Die grosse Diode darf die 3A bis zu einer Temperatur der Anschlüsse von
120°C liefern, während es bei der kleinen Diode nur 95°C sind.
Die SMC-Diode ist also einfacher zu kühlen, bzw. die kleine SMA-Diode
schafft bei 120°C nur noch 0,5A!
Im Datenblatt von Motorola (ON, Fairchild)
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/SS39-D.pdf
kann man sehen, dass die "echte" SS34 diese 120°C bei einer
Umgebungstemperatur von von 75°C erreicht.
P.S.:
Die SS34 von Vishay ist mit S4 markiert ;-)