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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Allwinner V3s


Autor: Marcel (Gast)
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Vor einiger Zeit bin ich über den Allwinner V3s SOC gestolpert.
Die Daten des SOC sahen mehr als interessant aus.
- ARM Cortex-A7 CPU, max 1.2GHz
- 512Mbit DDR2
- USB Host
- MIPI CSI
- 10/100 Ethernet +PHY
- 24bit RGB LCD Interface
- UART
- SPI
- I2C
- ADC
- PWM
- zwei SDIO Busse
- Audio Interface, Stereo Ausgang und Mikrofon Eingang
- 128pin TQFP

Also auch für Hobbybastler interessant.
Der Software Support (Linux) ist sehr gut und alle Hardware Interfaces 
bis auf MIPI CSI funktionieren einwandfrei.
Zudem lässt sich der SOC auch einfach aus Deutschland beziehen und man 
muss keine Umwege über China nehmen.

Autor: hans im glück (Gast)
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und was willst du uns jetzt damit sagen? Das sich alle bitte Allwinner 
kaufen sollen?

Insgesamt sind Rückmeldungen von Usern zu Allwinner Socs im Neuland 
ziemlich bescheiden, ich würds nicht ausprobieren.

Autor: Marcel (Gast)
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Nein natürlich nicht.
Ich wollte den IC mal hier ins Forum einwerfen vielleicht hat ja jemand 
Interessen an diesem IC.

Ich habs probiert und bin recht zufrieden.
Der Allwinner V3s SOC ist z.B: auch auf dem Lichee Pi Zero verbaut.

Autor: Christopher J. (christopher_j23)
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Marcel schrieb:
> Der Software Support (Linux) ist sehr gut und alle Hardware Interfaces
> bis auf MIPI CSI funktionieren einwandfrei.

Wenn ich mal so in die Tabelle hier schaue, dann sieht es aber nicht so 
aus:
http://linux-sunxi.org/Linux_mainlining_effort#Status_Matrix

Bisher war Allwinners Support für offene Treiber und Linux-Unterstützung 
eher dürftig. Ich weiß, da hat sich in letzter Zeit einiges getan und 
die A10 sind wohl (gefühlt 20 Jahre nach Einführung) endlich 
einigermaßen benutzbar aber ich schließe mich da an:

hans im glück schrieb:
> ich würds nicht ausprobieren

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Marcel schrieb:
> Der Software Support (Linux) ist sehr gut

was heißt das genau?

Treiber für alle Peripherie (außer dem MIPI CSI) in einem 
Upstream-Kernel, außerhalb des staging-Bereichs?

Oder gibt es nur eine spezielle Kernelversion der von einem Anbieter so 
hingepatcht wurde daß es mit genau dieser läuft?

Welche Distributionen bieten von Haus aus Support für das Teil?

Autor: hans im glück (Gast)
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Gerd E. schrieb:
> Welche Distributionen bieten von Haus aus Support für das Teil?

Mit Sicherheit gar keine...

Gerd E. schrieb:
> Oder gibt es nur eine spezielle Kernelversion der von einem Anbieter so
> hingepatcht wurde daß es mit genau dieser läuft?

Klar. Du kannst doch nicht davon ausgehen das ein Chinese etwas in den 
mainline kernel schafft. Wo wären wir denn.
Wird wie bei Nvidia sein: Wenns mal ein funktionierendes Linux gibt, 
dann nur mit uralt Kernel + jede Menge binary blobs.

Autor: 2⁵ (Gast)
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Natürlich kling so ein Chip interessant. Der wäre sogar für bare-metal 
was.
Datasheet ->
http://linux-sunxi.org/images/2/23/Allwinner_V3s_D...

Aber der Linux Support ist eher mau. Es gibt wohl einen 4.10 Kernel, 
aber bei dem Einzigen, was ich gefunden habe 
https://github.com/Icenowy/linux/tree/v3s tat sich in den letzten 
Monaten nichts mehr. Für bare-metal fehlen ein gutes Set an Beispielen.

@Marcel: Mit welchem Board hast du den Chip getestet? Wo gibts denn chip 
bzw. Board in Deutschland?

Autor: Marcel (Gast)
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Ich habe das ganze auf dem Lichee Pi Zero getestet.
Der Lichee Pi Zero stammt aus einer aktuellen Kickstarter Kampagne.
Somit wird an der Software fleißig gearbeitet.

Kampagne: 
https://www.indiegogo.com/projects/licheepi-zero-6...

Github: https://github.com/Lichee-Pi

Tindie: https://www.tindie.com/products/Zepan/licheepi-zero-x-2/

Den SOC selber gibt es bei CSD Electronics.

Autor: Max M. (maxmicr)
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Verstehe ich das richtig, dass der Chip es erheblich vereinfacht, ein 
eigenes Board damit zu erstellen, da er bereits 64MB RAM eingebaut hat 
und man daher kein externes RAM mehr zwingend benötigt?

Autor: Marcel (Gast)
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Ja genau das macht diesen SOC sehr besonders.
64MB sind jetzt nicht die Welt aber für embedded Linux + Applikationen 
reicht es völlig.
Sonst muss Swap herhalten.

Autor: Christopher J. (christopher_j23)
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Ja, SoC inkl. RAM im TQFP-Gehäuse klingt erstmal verlockend aber der 
AXP203, der offenbar für die Spannungsversorgung benötigt wird, ist dann 
schon wieder ein QFN mit Pad. Für Hobbybastler nur bedingt zu 
gebrauchen. Außerdem kostet der Chip bei CSD immerhin 9€ wo ich doch als 
Bastler auch gleich einen RPi Zero für bekomme. Der hat sogar 512MB RAM 
und einen aktuellen Kernel bekomme ich dafür auch immer.

Theoretisch hätte der Chip Potential für individuelle Produkte in 
kleineren Stückzahlen aber der kommerzielle Einsatz wird eben durch die 
lausige Kernelunterstützung  seitens des Herstellers verhindert.

Autor: René F. (therfd)
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DDR2 finde ich nicht wirklich "bastelfreundig"...

Gut das der PMIC ein QFN ist, ist jetzt nicht das größte Übel, ist aber 
ebenfalls nicht 100% bastelfreundig aber nur die internen 64MB RAM sind 
doch etwas dürftig...

Autor: Gerd E. (robberknight)
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René F. schrieb:
> DDR2 finde ich nicht wirklich "bastelfreundig"...

Und was hat das mit dem V3s zu tun?

Bei dem ist aller Speicher vollständig im IC integriert, Du kommst nicht 
von außen an das Speicherinterface ran. Daher ist es vollkommen 
irrelevant ob da intern SRAM, DDR2, DDR4 oder sonstwas für ne 
Speichertechnologie verwendet wird.

Den Board-Entwickler vom Layout des Speicherinterfaces zu entlasten ist 
ja grade eines der Hauptfeatures dieses ICs.

Autor: Rits (Gast)
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Oja. Vorallem so gut zum löten!

Autor: Marcel (Gast)
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Man braucht nicht unbedingt einen speziellen PMIC,
der Allwinner V3s braucht 4 Rails, 3,3V 3V 1,8V und 1,2V.
Um es einfach zu halten könnte man auch 4 LDO's nehmen. Ist zwar nicht 
so effizient aber wohl die einfachste Lösung.

Autor: René F. (therfd)
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Gerd E. schrieb:
> René F. schrieb:
>> DDR2 finde ich nicht wirklich "bastelfreundig"...
>
> Und was hat das mit dem V3s zu tun?
>
> Bei dem ist aller Speicher vollständig im IC integriert, Du kommst nicht
> von außen an das Speicherinterface ran. Daher ist es vollkommen
> irrelevant ob da intern SRAM, DDR2, DDR4 oder sonstwas für ne
> Speichertechnologie verwendet wird.
>
> Den Board-Entwickler vom Layout des Speicherinterfaces zu entlasten ist
> ja grade eines der Hauptfeatures dieses ICs.

Pardon, ich gebe zu ich habe das Datenblatt nicht durchgelesen, ich bin 
einfach davon ausgegangen dass das Teil sowas wie der Allwinner A13 ist 
bloß mit 64MB schon mal intern...


Ich verstehe dann bloß nicht warum ein QFP Gehäuse gewählt wurde, dem 
Board-Entwickler kann das relativ wayne sein, selbst das 
Speicherinterface Layout ist mit einer aktuellen EDA kein Problem...

Autor: Max M. (maxmicr)
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Ein kurzer Push nach oben: Hat sich jemand weiter damit beschäftigt? 
Inwiefern ist es realistisch mit vertretbarem Aufwand ein eigenes Board 
auf Basis des V3s bzw. des A13, den es auch in TQFP gibt, zu erstellen?
Kann die Programmierung "bare-metal" über Jtag erfolgen oder ist dafür 
zwingend u-boot auf einer SD-Karte nötig?
Beim A13 wundere ich mich über die spärliche Beschreibung des SDRAM 
Controllers.

: Bearbeitet durch User

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