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Forum: Haus & Smart Home Umschaltung auf Akku bei Netzausfall


Autor: Maik B. (maik1971)
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Hallo zusammen,

da bei uns in der letzten Zeit schon beim kleinsten Gewitter immer mal 
wieder das Stromnetz ausfällt, habe ich für die Beleuchtung des 
fensterlosen Kellerganges eine 12V-Notbeleuchtung auf Akku-Basis gebaut.
Das Notlicht ist von der normalen Hausinstallation völlig unabhängig und 
in keiner Weise damit verbunden!
Momentan wird das "Notlicht" manuell per Kippschalter eingeschaltet, was 
natürlich nicht "Sinn der Sache" ist.
Für eine automatische Einschaltung des Notlichtes suche ich nun nach 
einer Lösung.

Meine Idee wäre folgende:
Ein Relais, das an ein Steckernetzteil angeschlossen ist, fällt bei 
Netzausfall ab und schaltet auf Notlicht / Akku um.
Da das Relais aber ständig "unter Strom" stehen würde, scheint mir 
dieser Lösungsansatz nicht so perfekt zu sein.
Gibt es eine "elegantere", aber ähnlich "simple" Lösung dafür?

Für Eure Bemühungen danke ich Euch im Voraus!

Herzliche Grüße von
Maik

Autor: Olaf (Gast)
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Maik B. schrieb:
> Gibt es eine "elegantere", aber ähnlich "simple" Lösung dafür?

Nein. Selbst wenn Du eine sparsame Optokoppler-LED mit einem kleinen 
Kondensator (0,047µF) und einem 1k Widerstand in Reihe ans Netz 
schaltest. Spätestens der Optokopplertransistor mit einem 
nachgeschalteten Inverter, brauchen dann ständig den kostbaren 
Akkustrom.

Autor: Fred R. (Firma: www.ramser-elektro.at/shop) (fred_ram)
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Die Idee mit dem Relais ist nicht blöd.
Es wird aber "Netzenergie" verbraten.
Alternativ kannst du ein 230V Hutschienenrelais verwenden.
Dann ersparst du dir den Umweg über das Steckernetzteil.

Autor: JJ (Gast)
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Für diesen Anwendungsfall würde ich glaube ich gar nicht anfangen selbst 
eine Lösung zu entwerfen.
Bei ebay findest du entsprechende Module mit LEDs, Akku und 
Lade/Auslöseschaltung ab ca 20 €.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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eine Idee wäre noch, ein Relais zu nutzen,
das man mit einer geringeren Spannung (Haltespannung) halten lässt.

So kann ein Relais mit einer wesentlich geringeren Spannung
als dem Nennwert gehalten werden.

Autor: Georg M. (g_m)
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Maik B. schrieb:
> Das Notlicht ist von der normalen Hausinstallation völlig unabhängig und
> in keiner Weise damit verbunden!

Wenn wirklich in keiner Weise verbunden, dann:
Bewegungsmelder (PIR-Sensor mit Dämmerungssensor).

Autor: Maik B. (maik1971)
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Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure schnellen Antworten!

@ Olaf:
Danke.

@ Fred Ram:
Ein Hutschienen-Relais möchte ich nicht verwenden, da ich im 
Zählerschrank, in dem auch die Haus-Verteilung mit den Hutschienen 
untergebracht ist, als "Nicht-Fachmann" nichts zu suchen habe.

@ JJ:
Im Prinzip hast Du ja Recht, daß es "sowas" auch fertig gibt ...
Im Erdgeschoß unseres Hause habe ich ein "Stecker"-Nachtlicht mit Akku 
im Einsatz, das bei Stromausfall eine LED einschaltet.
Aber hier im Keller habe ich eben nicht nur eine LED, sondern ca. 10 
solche LED-Module 
https://www.pollin.de/p/led-modul-daylite-lm-8018-12-9000-ip65-12-v-1-32-w-105-lm-120884 
auf die ganze Länge des Kellerganges verteilt. - Es soll ja schon schön 
hell sein.
Wie "erkennt" denn solch ein handelsübliches "Nachtlicht mit Akku", daß 
das Netz ausgefallen ist?

@ J-A:
Klingt interessant. - Sind denn Relais grundsätzlich dafür ausgelegt, 
ständig "unter Strom" gehalten zu werden? Das Netz fällt zum Glück ja 
nicht so oft aus, so daß das Relais ja durchaus schon mal 6 oder 7 
Monate "am Stück" angezogen bleiben würde.

@ Georg:
Auf das "in keiner Weise verbunden" habe ich insbesondere deshalb 
hingewiesen, weil ja gern mal Anmerkungen wie "Laß' die Finger von den 
230V, wenn Du kein Fachmann bist!" kommen. - Völlig richtig; da will ich 
ja garnicht, bzw. nur über ein "Teil" in der Steckdose "ran".

Herzliche Grüße von
Maik

Autor: Olaf (Gast)
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Olaf schrieb:
> Nein. Selbst wenn Du eine sparsame Optokoppler-LED mit einem kleinen
> Kondensator (0,047µF) und einem 1k Widerstand in Reihe ans Netz
> schaltest. Spätestens der Optokopplertransistor mit einem
> nachgeschalteten Inverter, brauchen dann ständig den kostbaren
> Akkustrom.

Es sei denn, der NPN-Optokopplertransistor sperrt einen PNP-Transistor. 
Bei Stromausfall schaltet der PNP ein Stromstoßrelais. Die Energie kommt 
aus einem Elko, der über das Netz ständig aufgeladen bleibt (nur bei 
Stromausfall kann sich der Elko über das Stromstoßrelais entladen). 
Diese Schaltung wird aber auch mindestens 1mA Ruhestrom aus dem Netz 
brauchen.

Autor: Maik B. (maik1971)
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Olaf schrieb:
> Olaf schrieb:
>> Nein. Selbst wenn Du eine sparsame Optokoppler-LED mit einem kleinen
>> Kondensator (0,047µF) und einem 1k Widerstand in Reihe ans Netz
>> schaltest. Spätestens der Optokopplertransistor mit einem
>> nachgeschalteten Inverter, brauchen dann ständig den kostbaren
>> Akkustrom.
>
> Es sei denn, der NPN-Optokopplertransistor sperrt einen PNP-Transistor.
> Bei Stromausfall schaltet der PNP ein Stromstoßrelais. Die Energie kommt
> aus einem Elko, der über das Netz ständig aufgeladen bleibt (nur bei
> Stromausfall kann sich der Elko über das Stromstoßrelais entladen).
> Diese Schaltung wird aber auch mindestens 1mA Ruhestrom aus dem Netz
> brauchen.

Hallo Olaf,

1mA Ruhestrom aus dem Netz würden mich nun nicht wirklich stören. - 
Meine Idee mit Relais und Steckernetzteil würde sicher deutlich mehr 
Strom verbrauchen.
Kannst Du die Schaltung bitte mal kurz skizzieren? - Nur so aus dem Text 
kann ich leider nicht "folgen".

Herzliche Grüße von
Maik

Autor: Erich T. (Gast)
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Maik B. schrieb:
> Wie "erkennt" denn solch ein handelsübliches "Nachtlicht mit Akku", daß
> das Netz ausgefallen ist?

Gegenfrage: Warum muß es das erkennen, wenn kein Mensch in der Nähe ist? 
:-)

Autor: Maik B. (maik1971)
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Erich T. schrieb:
> Maik B. schrieb:
>> Wie "erkennt" denn solch ein handelsübliches "Nachtlicht mit Akku", daß
>> das Netz ausgefallen ist?
>
> Gegenfrage: Warum muß es das erkennen, wenn kein Mensch in der Nähe ist?
> :-)

Hallo Erich,

vielleicht "muß" es das nicht erkennen, aber ich glaube, unser 
Nachtlicht schaltet die eingebaute LED immer an, wenn "Stromausfall" ist 
(läßt sich ja auch prima damit simulieren, daß man das "Teil" einfach 
aus der Steckdose zieht).

Herzliche Grüße von
Maik

Autor: Erich T. (Gast)
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Maik B. schrieb:
> Erich T. schrieb:
>> Maik B. schrieb:
>>> Wie "erkennt" denn solch ein handelsübliches "Nachtlicht mit Akku", daß
>>> das Netz ausgefallen ist?
>>
>> Gegenfrage: Warum muß es das erkennen, wenn kein Mensch in der Nähe ist?
>> :-)
>
> Hallo Erich,
>
> vielleicht "muß" es das nicht erkennen, aber ich glaube, unser
> Nachtlicht schaltet die eingebaute LED immer an, wenn "Stromausfall" ist
> (läßt sich ja auch prima damit simulieren, daß man das "Teil" einfach
> aus der Steckdose zieht).
>
> Herzliche Grüße von
> Maik

Ja, okay.
Maik, ich meinte das so, daß es ja reicht, daß das Licht angeht, wenn 
jemand in der Nähe ist. Die Nachtlichter, die ich kenne, haben einen 
Bewegungsmelder eingebaut. Und der vermeidet ein Dauerleuchten, wenn es 
nicht nötig ist...

Autor: Maik B. (maik1971)
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Erich T. schrieb:
...
>
> Ja, okay.
> Maik, ich meinte das so, daß es ja reicht, daß das Licht angeht, wenn
> jemand in der Nähe ist. Die Nachtlichter, die ich kenne, haben einen
> Bewegungsmelder eingebaut. Und der vermeidet ein Dauerleuchten, wenn es
> nicht nötig ist...

Hallo Erich,

unser Nachtlicht hat definitiv keinen Bewegungsmelder, sondern nur einen 
"Dämmerungsschalter", der das Licht normalerweise nur bei Dunkelheit 
leuchten läßt.
Ohne Strom aus der Steckdose leuchtet die LED aber ständig; solange der 
Akku "mitspielt".

Herzliche Grüße von
Maik

Autor: JJ (Gast)
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Hi,

ich meine solche
Ebay-Artikel Nr. 182206851263
oder solche
Ebay-Artikel Nr. 181764830033
Produkte. Die letztere ist quasi eine größere Variante deines 
Nachtlichtes.

Die schalten bei Stromausfall einfach ein und wieder ab wenn das Netz 
wiederkommt (Die Werbung spricht von 10h Akku Zeit). Wie viele du davon 
benötigst um den Keller ausreichend zu beleuchten bleibt natürlich zu 
testen.

Sofern dein Keller nicht öffentlich zugänglich ist, finde ich diesen 
Typen sehr praktisch
https://www.conrad.de/de/acculux-signal-rot-452541-led-11-h-430610.html

Autor: Olaf (Gast)
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Beide Elkos (4700 und 100µF) laden sich langsam auf, wobei der 100µF 
schneller aufgeladen ist und der Optokoppler den BD679 gesperrt hält. D5 
kann evtl. entfallen, weil die 15V Z-Diode die negative Halbwelle 
bereits ableitet. Beim Stromausfall gibt der BD679 die Energie des 
4700µF Elkos schlagartig auf das Stromstoßrelais. Nach dem Stromausfall 
kann mit der Resettaste das Stromstoßrelais zurückgesetzt werden 
(Achtung! Kurzzeitige Verbindung zum Netz). Die Schaltung ist nach ca. 5 
Min wieder einsatzbereit.

Eine schnellere Einsatzbereitschaft kann dadurch geschaffen werden, in 
dem der BD679 mit einer Reihenschaltung aus Diode und 33 Ohm Widerstand 
überbrückt wird. Dann wird beim Reseten der 4700µF Kondensator über den 
Akku vorgeladen.

Der 0,1µF Folienkondensator erzeugt keine Wirk-Verlustleistung. Der 
Blindstrom wird nicht vom Zähler erfasst und braucht nicht bezahlt 
werden.

Autor: Jörg M. (derlang)
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Mal ne dumme Frage:

Der Akku muss ja per se eine Ladeschaltung haben, sonst dümpelt der 
unter Umständen 1 Jahr vor sich hin und verliert Leistung. 
Beispielsweise wird in Brandmeldeanlagen der Akku mit einer 
Erhaltungsladung konstant geladen gehalten, der Akku muss dann natürlich 
auch hin und wieder ausgetauscht werden.

Wenn solch eine Schaltung vorhanden ist, kann man ja vielleicht irgendwo 
eingreifen, um den Verlust der Versorgungsspannung festzustellen und 
dann halt den Akku auf die Leuchtmittel zu schalten.

Autor: Maik B. (maik1971)
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Hallo zusammen,

nochmals vielen Dank für Eure hilfreichen Beiträge!

@ JJ:
Die beiden (drei) von Dir verlinkten Lampen sehen sehr interessant aus, 
aber da ich ja die Installation meiner LED-Module schon fertiggestellt 
habe, will ich meine LED-Module nun nicht wieder "rausschmeißen".
Die mobile Notleuchte ist schon toll, aber auch nicht gerade 
"preiswert".

@ Olaf:
Danke für den Schaltplan!
Etliches von den Bauteilen findet sich bestimmt bei mir im Bastelkeller; 
mal sehen, ob ich mir die restlichen Teile bestelle und die Schaltung 
nachbaue.

@ Jörg:
Noch ist keine (Erhaltungs-)Ladeschaltung vorhanden, aber die Idee ist 
natürlich sehr gut. - Bisher war mein Plan hierzu, einfach alle paar 
Wochen den Akku vom Notlicht abzuklemmen, zu hoffen, daß inzwischen 
nicht gerade das Netz ausfällt, und den Akku am "normalen" Kfz-Ladegerät 
aufzuladen.

Herzliche Grüße von
Maik

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
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klassischer Fall für eine Notbeleuchtungsleuchte mit eingebauter 
Batterie.

suche: Notbeleuchtung


Wenn nebenan das Parkhaus/Schule/etc. renoviert wird, kannst du 1000ende 
für lau schiessen. (ach ne die alten haben ja eine Anlage mit 
Batteriebank)

Die Dinger gibt es neu für ab 20 Euro Die mit Fluchtwegkennzeichnung 
kosten oft etwas mehr.

Ein PIR in einer Notbeleuchtung ist Energieverschwendung. Die LED 
Lichtquelle braucht oft weniger Effekt als ein guter PIR.

Autor: npn (Gast)
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Sebastian L. schrieb:
> Ein PIR in einer Notbeleuchtung ist Energieverschwendung. Die LED
> Lichtquelle braucht oft weniger Effekt als ein guter PIR.

Das halte ich für ein Gerücht. Ein PIR braucht mehr als 13W? :-)))

Maik B. schrieb:
> Aber hier im Keller habe ich eben nicht nur eine LED, sondern ca. 10
> solche LED-Module
https://www.pollin.de/p/led-modul-daylite-lm-8018-12-9000-ip65-12-v-1-32-w-105-lm-120884
> auf die ganze Länge des Kellerganges verteilt. - Es soll ja schon schön
> hell sein.

Autor: Octron (Gast)
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zum Vorschlag von:
Autor:  Olaf (Gast) vom Datum: 07.08.2017 23:25

Fein, ich habe ein ähnliches Problem (Relais soll bei Sromausfall 
"anziehen") dank diesem Hinweis ähnlich (etwas einfacher, d.h. ohne 
Optokoppler) gelöst.
Aber folgender Hinweis : Der Transistors BD679 und das zugehörige Symbol 
passen meines Erachtens nicht zusammen.
Ich habe mir den BD679 besorgt und dummerweise mit 
Basis/Emitter/Kollektor so eingebaut wie dargestellt. Folglich war der 
Transistor sofort defekt. Ich habe dann die Schaltung entsprechend 
"umgepolt" und jetzt geht's.

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