Hi,
ich suche einen UV beständigen Kunstoff:
Platten ca. 900 * 1200mm 0,8-2mm dick
Farbe schwarz
muss wasserdicht verklebbar sein
-40 - + 130°C wäre gut
Das ganze soll ein Solarkollektor werden.
Das Wasser wird zwischen 2 Platten durch einen eingeklebten Kanal
geleitet.
Hatte auch schon mal daran gedacht den Kanal in eine Platte rein
zufräsen und dann die 2. drauf zukleben, aber die Platten sind dann doch
etwas grösser wie meine Fräse.
Es gibt zwar Solarkollektoren in unterschiedlichsten Vaianten zu kaufen
aber keiner davon passt so richtig bei mir hin. Außerdem fehlen denen
immer einiges was ich gerne dran hätte. zB Temperatursensoren,
Solarzellen, seperate Pumpe, automatische Abdunklung, ....
Ich brauche davon 4 Stück und je mach Tageszeit sind nur 1-3 davon unter
Sonne. Darum komme ich mit einer normalen Anlage auch nicht so gut
zurecht.
SO nun brauche ich nur so eine Platte und Kleber.
Leider finde ich nicht die richtigen Informationen, bestimmt suche ich
mal wieder falsch. Kennt Ihr Platten die man dafür nehmen kann und einen
passenden Lieferanten gleich mit?
Grüße,
Marcel
Nabend
Schon mal über CU Blech und löten nachgedacht?
Kunststoff hat da eigentlich nur Nachteile.
Nie wirklich langzeit beständig gegen UV
UV beständige klebung auch nicht ohne
Schlechte Wärme leitfähigkeit
Wenn wirklich Kunststoff dann GfK am besten dunkel durchgefärbt und
epoxy.
Marcel schrieb:> Farbe schwarz
Das genügt normalerweise bei so ziemlich allen Kunststoffen als
UV-Schutz. Zumindest, wenn genügend Pigmente verarbeitet wurden und das
Material nicht nur so lasch gefärbt wie Cola ist.
Die UV-Strahlung wird dann auf den ersten Mikrometern absorbiert und das
darunterliegende Material bleibt im Dunklen.
Die oberste Schicht wird zwar zerstört, aber fällt normalerweise nicht
ab, oder nur sehr langsam.
Der Dreckige Dan schrieb:> bei so ziemlich allen Kunststoffen
Ein GUTER Kunststoff wird oft mehr kosten, als das Material, welches Du
ersetzen möchtest.
Marcel schrieb:> Leider finde ich nicht die richtigen Informationen, bestimmt suche ich> mal wieder falsch. Kennt Ihr Platten die man dafür nehmen kann und einen> passenden Lieferanten gleich mit?
PTFE, gibts auch in schwarz (durchgefärbt)
Kleben ist nach Vorbehandlung problemlos möglich.
Denke auch an die eventuell auftretenden Scherkräfte in der Klebefuge,
Kunststoffe dehnen sich stark aus bei Erwärmung. Das muss deine
Klebefuge aushalten oder ausgleichen.
Mein Tipp wäre auch, Hände weg vom Kunststoff, bau es aus Kupferblech,
verlöte es und lackiere es mattschwarz.
Also ein herkömmlicher Solarthermie-Kollektor bringt doch fast alles
mit, was du benötigst, bzw lässt sich noch nachträglich installieren.
Die Dinger gibt es in verschiedenen Größen, ein Temperatursensor ist
einsteckbar, müssen nicht nebeneinander angeordnet werden, eine
Verdunkelung lässt sich anbringen, eine Pumpe ist immer separat
anzuschließen.
Nur das mit den Solarzellen verstehe ich nicht...
Also warum etwas mühsam bauen mit ungeklärter Haltbarkeit, wenn es auch
schon fertige Kollektoren gibt.
rbcn schrieb:> bau es aus Kupferblech
Da kommt es doch auch stark auf das Medium an welches Material er nehmen
sollte. Hierzu wurde vom TO ja noch nichts geschrieben. Bei
chlorhaltigem Poolwasser wäre Kuper die schlechtest Lösung, für die
Heizung wäre es wieder in Ordnung. Bei Trinkwasser muss das Material
Lebensmittelecht sein.
Marcel schrieb:> Platten ca. 900 * 1200mm 0,8-2mm dick> Farbe schwarz> muss wasserdicht verklebbar sein> -40 - + 130°C wäre gut
Das Temperaturfenster macht es schwierig bei gängigen Kunststoffen, wenn
es auch noch verklebbar sein soll.
> Das ganze soll ein Solarkollektor werden.> Das Wasser wird zwischen 2 Platten durch einen eingeklebten Kanal> geleitet.
Kann man so machen.
> SO nun brauche ich nur so eine Platte und Kleber.> Leider finde ich nicht die richtigen Informationen, bestimmt suche ich> mal wieder falsch. Kennt Ihr Platten die man dafür nehmen kann und einen> passenden Lieferanten gleich mit?
Ich kenne keinen Kunststoff, den ich dafür empfehlen würde.
Ich würde an Deiner Stelle Aluminiumblech verwenden: preiswert, stabil,
gut zu bearbeiten (Stichsäge) und zu kleben (auch in Deinem
Temperaturbereich: Stichwort Methacrylatkleber), dazu eine
Wärmeleitfähigkeit, die sehr nah an Kupfer heranreicht (und um
Größenordnungen über der von Kunststoff liegt), aber nur ein Drittel so
schwer. Das lässt sich auch gut schwärzen - idealerweise ist es schwarz
eloxiert. Den Rahmen und die Kanäle innen kannst Du ja aus dünnem
Aluvierkant (gibt's in allen Baumärkten, leider meist zu frechen
Preisen) oder auch Blechstreifen etc. kleben - je nach gewünschter
Dicke. Alublech solltest Du beim nächsten Stahlhändler Deines Vertrauens
erhalten (-> Gelbe Seiten). 2000x1000x1mm AlMg3 blank kosten hier vor
Ort 30€ netto, nur als Anhaltspunkt.
So eine Konstruktion dürfte wesentlich robuster sein und auch deutlich
effizienter arbeiten als irgendetwas aus Kunststoff.
Edit: Oft wird der Klebstoff auch mit "MMA" abgekürzt. Auf die Schnelle
habe ich hier so etwas gefunden - offenbar stabil bis +200°C:
https://www.ottozeus.de/klebstoffe/nach-anwendung/eisenwaren/technicollr-9411-mma.html
Je nach Gebindegröße wird das natürlich günstiger.
Wir kleben hier durchaus größere Edelstahlbehälter mit MMA (ist
allerdings ein Industriekleber von Lord, den bekommt man privat nicht),
die bis +110°C langzeitstabil sein müssen. Ist absolut problemlos und
mit extremen Festigkeitswerten.
MaWin schrieb:> Schreiber schrieb:>> PTFE>> Ach du Kacke, was für ein Troll.
lebensmittelecht, hitzebständig, uv-beständig und es lässt sich wirklich
kleben (nach vorbehandlung)
Schreiber schrieb:> MaWin schrieb:>> Schreiber schrieb:>>> PTFE>>>> Ach du Kacke, was für ein Troll.>> lebensmittelecht, hitzebständig, uv-beständig und es lässt sich wirklich> kleben (nach vorbehandlung)
Für das Geld kann man aber auch ein Leben lang mit Gas heizen.
Wenn ich Eure Informationen richtig deute ist Kunststoff nicht das beste
dafür. Schade!
Da hätte ich vollflächig das Wasser durchlaufen lassen können.
ALU wäre mir dann am liebsten (Gewicht), aber da muss ich mal sehen wie
ich da das mit dem Wasser mache.
Kupfer wäre da bestimmt viel einfacher in der Verarbeitung. Platte
nehmen Rohr drauf löten, Lakieren fertig.
Muss mal sehen wie dick/dünn ich eine Platte kaufen kann die nicht
gleich in sich zusammen fällt. Sowas wie ALU-Folie wäre wohl etwas zu
dünn!
Die Solarzellen brauche ich um zu erkennen ob überhaupt die Sonne
scheint und ich den Keis dazu schalten darf. Die Temperatur ist der 2.
Anhaltspunkt dafür.
Ausserdem liefern sie mir halt etwas Strom für die Elektronik und die
Pumpe.
Die 4 Module um die es hier geht sind alle mit einem eigenen Kreislauf
versehen und laufen dann über eine Batterie von 4 Plattenwärmetauscher.
Aktuell habe ich 2 Kollektoren aus alten Heizkörpern an der Wand hängen.
Der Wirkungsgrad ist zwar bescheiden, aber im Sommer brauche ich selten
die Heizung für das Warmwasser.
Aber nun soll es halt besser werden und auch zum Heizen reichen.
Grüße, Marcel
Marcel schrieb:> Wenn ich Eure Informationen richtig deute ist Kunststoff nicht das beste> dafür. Schade!> Da hätte ich vollflächig das Wasser durchlaufen lassen können.>> ALU wäre mir dann am liebsten (Gewicht), aber da muss ich mal sehen wie> ich da das mit dem Wasser mache.> Kupfer wäre da bestimmt viel einfacher in der Verarbeitung. Platte> nehmen Rohr drauf löten, Lakieren fertig.> Muss mal sehen wie dick/dünn ich eine Platte kaufen kann die nicht> gleich in sich zusammen fällt. Sowas wie ALU-Folie wäre wohl etwas zu> dünn!
Ah, so war das gedacht.
Mich wundert das etwas, weil Du von einem "eingeklebten Kanal"
gesprochen hattest.
Ich würde das Wasser aber auch nicht vollflächig durchlaufen lassen,
sondern in Mäandern (quasi eine mit Stegen nachgebildete Heizschlange).
Dann sind die internen Stege auch direkt die Verstärkung der Platte. Das
ist dann wie eine Sandwichplatte aufgebaut, nur nicht mit
Alu-Honigwaben. Es wird je nach Dicke extrem stabil, bleibt aber
trotzdem leicht und erlaubt sehr geringe Blechstärken. Und preiswert ist
es auch noch.
Marcel schrieb:> Aktuell habe ich 2 Kollektoren aus alten Heizkörpern an der Wand hängen.> Der Wirkungsgrad ist zwar bescheiden, aber im Sommer brauche ich selten> die Heizung für das Warmwasser.> Aber nun soll es halt besser werden und auch zum Heizen reichen.
Mit welchem Glas willst du deine selbstgebauten Kollektoren frontseitig
abdecken und wie die rückwärtige Wärmedämmung machen?
Ich sehe in dem Zusammenhang immer noch nicht inwiefern gekaufte
professionelle Kollektoren dein Problem nicht um eine Größenordnung
besser lösen sollten, egal ob Flach oder Röhrenkollektoren.
Ausser daß sie natürlich erst mal Geld kosten ...
Der Andere schrieb:> Ich sehe in dem Zusammenhang immer noch nicht, inwiefern gekaufte> professionelle Kollektoren dein Problem nicht um eine Größenordnung> besser lösen sollten, egal ob Flach oder Röhrenkollektoren.> Ausser daß sie natürlich erst mal Geld kosten ...
Dafür haben sie aber eine Qualität und einen Wirkungsgrad, dass sie noch
zu Lebzeiten des TO den Aufwand wieder einspielen könnten.
Die Bastelei kann das ganz sicher nicht.
Aber Hobby ist ja sowieso immer raus geschmissenes Geld.
Zur Zeit habe ich vorne eine "PVC" Platte drauf, halt was billiges aus
dem Baumakt wo dran stannd UV Beständig. Ist nach nun ca. 6 Jahren auch
noch klar.
Hinten & Seite ist eine Holzplatte mit ALU Winkel verbaut. Zum demmen
ist Glaswolle drin. Vom Gewicht her nur an einer Wand fest zu machen!
Wie gesagt es geht, aber ist vom Wirkungsgrad weit entfernt von dem was
man kaufen kann.
Gut hatte damals auch alles zusammen nur ca. 350€ gekostet. Wobei die
Pumpen, Rohre und die Wärmetauscher am teuersten waren.
Jetzt soll es halt besser werden.
Nicht nur die Kollektoren auch die ganze Steuerung soll besser werden.
Jedes Modul bekommmt halt einen AVR rein, RS485 zur Kommunikation und
was als Zentrale dran kommt wid sich zeigen, wobei ein AVR da eignedlich
auch reicht.
Ob ich das wie jetzt einfach an der Heizung vorbei regel oder ob die
eingebunden wird ist noch offen.
Grüße, Marcel
Gekaufte professionelle Kollektoren sind fast alle nicht in der Grösse
und Ausrichtung (Quer) zu haben wie ich die brauche.
Außerdem haben die alle nicht die Spielereinen dran die ich gerne hätte.
Marcel
Marcel schrieb:> Hi,>> ich suche einen UV beständigen Kunstoff:> Platten ca. 900 * 1200mm 0,8-2mm dick> Farbe schwarz> muss wasserdicht verklebbar sein> -40 - + 130°C wäre gut>> Das ganze soll ein Solarkollektor werden....> Es gibt zwar Solarkollektoren in unterschiedlichsten Vaianten zu kaufen> aber keiner davon passt so richtig bei mir hin.
Mit Plastik-Fantastik Lösungen bekommst du nur wenig Temperatur hin.
Damit wird das Badewasser nichtmal lauwarm - gut für den Swimmingpool -
zu wenig um zu Duschen.
Arcon Sunmark macht Kollektoren aus Alu Strangpressprofilen. Alle Masse
nach Kundenwunsch. Auch 40 ha sind kein Problem.
http://de.arcon-sunmark.com/produkte> Außerdem fehlen denen> immer einiges was ich gerne dran hätte. zB Temperatursensoren,> Solarzellen, seperate Pumpe, automatische Abdunklung, ....
Kollektoren und MSR ist immer getrennte Gewerke. Ein HSLK'er sollte kein
Kabel anfassen.
Ps. Ich habe in den 80ern mal Kupferrohr in Holzkisten gezimmert und
einen Swimmingpool geheizt. Ging auch - der Volumenstrom macht's.
Marcel schrieb:> Kennt Ihr Platten die man dafür nehmen kann
Ein Bekannter von mir erwärmt das Wasser für seinen Pool mit
mattgeschwärzten einfachen Heizkörpern, da kommen (nicht diesen Sommer)
bis zu 40° warmes Wasser raus.
Für welche Temperaturen willst du es auslegen?
Schwimmbad heizen geht mit allem, was schwarz ist.
Für hohe Temperaturen braucht man Aluminiumblech mit selektiver
Beschichtung. Die stahlen nur einen Bruchteil der Energie wieder ab.
Die Firma www.alanod.com verkauft auch Kleinmengen an privat. (Habe
damit Warmluftkollektoren gebaut - nicht geschaut, ob man auch
Wasserkollektoren aus diesen Blechen selbst bauen kann).
Ich würde dafür nur ein Kunststoff-Material in Betracht ziehen, was von
vornherein für Draussen vorgesehen ist. Und dann schwarz?
Teichfolie ist schwarz. Man könnte daraus evtl. so etwas schweißen, wie
diese Solardusche, die es zu kaufen gibt. Durch Doppelstegplatten könnte
man schwarze Flüssigkeit pumpen. Monolitische Teile aus gießbaren 2K-
Kunstharzen mit viel Farbstoff, Graphit oder Ruß könnten gehen, aber ich
bin total gegen kleben. Dafür ist eine größere Expertise erforderlich,
um keine unnötige Sauerei zu fabrizieren.
Metalle sind in der Sonne absolut haltbar. Warum kein geschwärztes
Alublech und dahinter Kühlkanäle oder Rohre, die dann aufgeklebt sein
können?
MfG
Matthias.
Wasser vollflächig erhitzen - mit Mäander oder ohne - führt zu hohem
Gewicht der Kollektoren. Einfach mal das Volumen ausrechnen und mit 1
multiplizieren :) .
Aus gutem Grund verwenden die Profis dünnes Cu - Rohr für die
Wasserführung und Cu-Blech (fast schon Folie) oder Aluminium
Blechstreifen für die Strahlungsaufnahme und Wärmetransport zum Wasser.
Die optimale (Schwarzblaue) Oberfläche kann man nicht selbst herstellen.
(Sputtern im Vakuum geht nicht am Küchentisch.)
Kunststoff wird nur bei Schwimmbadkollektoren sinnvoll eingesetzt, da
heizt man nur bei ohnehin hoher Umbebungstemperatur. Da liegen die
Kollektoren auf dem Boden, oder ohne Unterkonstruktion auf dem Dach und
sind im Winter entleert.
Ich würde mir das Absorbermaterial halbfertig bei einem gewerblichen
(nicht industriellen) Hersteller von thermischen Kollektoren kaufen und
selbst verarbeiten. Dort kann man sich auch einiges an Bauweisen und
Verarbeitungstechniken "abkupfern". Ein gewerblicher Kollektorbauer
kauft des Absorbermaterial auch zu und konfektioniert es für den Einbau
in seine Produkte.