Mal angenommen man hat beim Platinenlayout freie Wahl und verwendet kein
Lochraster.
Wann sollte man den Widerstandsdraht dann abiegen, bzw. wie groß sollte
der Abstand zwischen den zwei Löchern sein?
Sollte man möglichst eng abbiegen, also einen so kleinen Abstand wählen
dass der Widerstand gerade so zwischen den beiden Löchern reinpasst und
somit maximal Platz gespart wird oder sollte man den Abstand besser
größzügig wählen um so beim Löten den Widerstand nicht so stark zu
erhitzen?
Woran orientiert ihr euch?
Wer bereits hierfür Fragen im Forum stellt, wird nie eigenständig gute
Leiterplatten erstellen.
Was würdest du denn vorschlagen? Auf biegen und brechen direkt am Körper
biegen? Oder soll der Draht auf beiden Seiten 10mm zu sehen sein? Ich
benutze immer das Eagle Package 0207/12.
Nils H. schrieb:> Wer bereits hierfür Fragen im Forum stellt, wird nie eigenständig gute> Leiterplatten erstellen.>> Was würdest du denn vorschlagen? Auf biegen und brechen direkt am Körper> biegen? Oder soll der Draht auf beiden Seiten 10mm zu sehen sein? Ich> benutze immer das Eagle Package 0207/12.
Wer nur fremde vorgegebene Daten ohne Hinterfragung nimmt, kann auch
nicht viel drauf haben...
Jörg M. schrieb:> Wer nur fremde vorgegebene Daten ohne Hinterfragung nimmt, kann auch> nicht viel drauf haben...
Angaben über den minimalen Biegeabstand sollten sich im Datenblatt des
Herstellers finden lassen.
Bei axialen Dioden werden manchmal Cu-Flächen als Kühlflächen benötigt,
da ist eine maximale Drahtlänge zwischen Körper und Leiterbahn
einzuhalten.
VIA schrieb:> An vorhandenen Rastermaßen.>> Somit kannst du später eine Biegelehre nutzen,> was das Bestücken deutlich einfacher> und vor allem sauberer macht.
Wer bedrahtete Bauteile einsetzt dem sei - industriell eingesetzt oder
bestückt - dringlich empfohlen Rastermaße einzusetzen. Entweder metrisch
oder imperial.
Bastler haben freie Auswahl :)
rgds
6a66 schrieb:> Wer bedrahtete Bauteile einsetzt dem sei - industriell eingesetzt oder> bestückt - dringlich empfohlen Rastermaße einzusetzen. Entweder metrisch> oder imperial.> Bastler haben freie Auswahl :)>
Naja, ein sehr kleines Raster ist ja wie freie Auswahl. :-)
Nano schrieb:> Wann sollte man den Widerstandsdraht dann abiegen, bzw. wie groß sollte> der Abstand zwischen den zwei Löchern sein?
Der minimale Biegeradius steht im Datenblatt des jeweiligen Bauteils.
Wenn Du Platzprobleme hast, nimm SMD. Lötet sich auch leichter, da man
nichts biegen und abschneiden muß.
Peter D. schrieb:> Der minimale Biegeradius steht im Datenblatt des jeweiligen Bauteils.
Eben. Ein Anhaltspunkt ist, dass man nicht direkt am Gehäuse abbiegen
sollte*, das geht auch nur von Hand, mit einer Maschine wird um ein
Blech gebogen. Damit hat man mindestens 1 mm Abstand vom Gehäuse - und
das ist so ziemlich in jedem Fall ok.
*Wenn das nötig ist, um den Widerstand reinzukriegen, ist es der falsche
oder das Layout ist fehlerhaft.
Bei Bauteilen wie gewickelten Induktivitäten sieht man schon, wo man
nicht biegen sollte, weil da der Wickeldraht angeschweisst ist.
Wenn beim Biegen der Drähte Kraft auf die Endkappen der Widerstände
ausgeübt wird, geht die Kontaktierung verloren. Zwar nicht ganz, aber
mit einer deutlich geringeren Kontaktfläche. Es entstehen Haarrisse
zwische Kappe und R, die Korrosion begünstigen. Sehr nahe am R bedingt
auch einen sehr engen Biegeradius. Und der sollte nicht kürzer sein, als
der, der notwendig ist, um nach einem 90°Bogen gerade an der
Leiterplatte angekommen zu sein, also Höhe der axialen Line des
Widerstandes-zur Leiter Platte = kleinster Biegeradius
Aber auch da gibt es schon im Draht Mikrorisse.
Normalerweise nimmt man Biegeschablonen, die eine gewisssen Abstand
zwischen Kappe und Biegung herstellen. Bein Maschinen sorgt halt ein
Werkzeug für genügenden Abstand zwischen Widerstandskappe und Biegeung.
Danke für eure Antworten.
Insbesondere der Hinweis auf's Datenblatt ist goldwert. Hätte nicht
gedacht, dass auch so etwa da drin steht.
SMD ist natürlich eine schöne Sache, allerdings erfordert es immer eine
selbstgeätzte oder industriell gefertigte Platine.
Bei THT kann man noch Lochrasterplatinen oder Breadboards verwenden. Ich
werde vorerst die meisten Widerstände für's Breadboard benötigen, da ich
die Bauteile aber auch später für richtige Platinen verwenden können
möchte, aber auch nicht einfach beliebig bis es irgendwie passt oder zu
eng biegen möchte, habe ich diese Frage hier mal gestellt.
Diese Biegelehre habe ich gestern schon gefunden, die werde ich mir
wahrscheinlich auch kaufen. Verschiedene Maße erlaubt die aber dennoch
und dann fragt man sich, welches soll man jetzt konkret anvisieren?
Wie macht ihr es z.B. beim Layouten, wenn man keine Leiterbahnen
überbrücken muss? Welchen Abstand nimmt ihr da bei THT Widerständen?
Nils H. schrieb:> Wer bereits hierfür Fragen im Forum stellt, wird nie eigenständig gute> Leiterplatten erstellen.
Viele Menschen fragen aus Überheblichkeit nie, weil sie glauben mehr als
alle anderen über die Thematik schon von Geburt an zu wissen, aber es
sind dann auch genau diese Menschen, die nie dazulernen und oftmals
unbelehrbar sind.
> Was würdest du denn vorschlagen? Auf biegen und brechen direkt am Körper> biegen? Oder soll der Draht auf beiden Seiten 10mm zu sehen sein? Ich> benutze immer das Eagle Package 0207/12.
Mir fehlt die Erfahrung um irgend ein Maß vorzuschlagen, deswegen stelle
ich ja diese Frage.
Wenn du aber so fragst, dann würde ich mich zumindest an ein
Lochrastermaß orientieren, wie viele Pins jetzt dazwischen passen
sollen, das weiß ich allerdings nicht.
So rein vom Gefühl her würde ich aber den Abstand etwas großzügiger
wählen, weil mir die Problematik bezüglich der Hitze am Lötkolben
durchaus bewusst ist und zu eng biegen ist natürlich auch nicht
empfehlenswert, wenn man dann Gefahr läuft, das Bauteil zu zerstören.
Ein großzügiger Abstand macht es auch später einfacher, die Bauteile bei
Bedarf wiederzuverwenden. Der Aufwand diese 0,0057-0,03 € Artikel zu
auszuschlachten lohnt sich wahrscheinlich nicht, aber als Entlötübung
wenn man nichts besseres zu tun hat, kann man das natürlich machen.
Nano schrieb:> Lochrastermaß orientieren,
+ Datenblatt ist der sinnvolle Weg. Allerdings sollte man auch die
Wartungsfreundlichkeit im Auge behalten (falls mal was auszutauschen
sein sollte). Bei zu langen Drähten kann auch mal was mechanisch in
Resonanz kommen und durch Erschütterungen abbrechen.
Nano schrieb:> SMD ist natürlich eine schöne Sache, allerdings erfordert es immer eine> selbstgeätzte oder industriell gefertigte Platine.
Wie kommst du darauf?
> Bei THT kann man noch Lochrasterplatinen oder Breadboards verwenden.
Steckbretter gehen mit SMD natürlich nicht, allerdings stellt sich da
die Frage nach der Platzeinsparung auch nicht. Auf Lochraster gehen
zumindest SMD-Widerstände und -Kondensatoren, aber auch andere
Bauelemente in MELF oder SOT-23. Widerstände in 0805 passen sogar genau
saugend zwischen zwei Pins im 100mil Raster. Für Bauteile mit Beinchen
im 50mil (1.27mm) Raster kann man die Lötaugen auf Lochraster halbieren
(Trennscheibe in Proxxon/Dremel). Oder gleich dead bug soldering <-
googlen!
> Diese Biegelehre habe ich gestern schon gefunden, die werde ich mir> wahrscheinlich auch kaufen. Verschiedene Maße erlaubt die aber dennoch> und dann fragt man sich, welches soll man jetzt konkret anvisieren?
Die Frage ergibt kaum Sinn. Das Raster sind Vielfache von 100mil. Es
gibt ein kleinstes Raster, je nach Bauform. Und auch ein größtes,
bedingt durch die endliche Lände der Beinchen. Für eins dazwischen wird
man sich entscheiden. Feste Regeln gibt es da nicht.
> Wie macht ihr es z.B. beim Layouten, wenn man keine Leiterbahnen> überbrücken muss? Welchen Abstand nimmt ihr da bei THT Widerständen?
Wenn es eng zugeht, den kleinstmöglichen. Sonst eher 100mil weiter. Die
üblichen Widerstände in 207 Bauform passen z.B. auf ein 400mil (~10mm)
Raster. Wenn genug Platz ist, nehme ich lieber 500mil. Da kann man dann
auch noch eine Prüfklemme an jedes Beinchen anklemmen.
Peter D. schrieb:> Wenn Du Platzprobleme hast, nimm SMD. Lötet sich auch leichter, da man> nichts biegen und abschneiden muß.
Wenn die Drähte der Widerstände der Durchkontaktierung dienen, also von
oben UND unten gelötet werden sollen, sind SMD-Widerstände natürlich das
Mittel erster Wahl...
Ich mache konkret für diesen Fall 10,16mm (entspricht ca. einem cm)für
0207.
Gruß Achim.
Nano schrieb:> Wann sollte man den Widerstandsdraht dann abiegen, bzw. wie groß sollte> der Abstand zwischen den zwei Löchern sein?
Was hast du für ein Problem?
Mir hat es die Praxis gelehrt.
Natürlich nicht kürzer als der Widerstand lang ist.
Am Steckbrett gibt es doch keine Fragen, oder?
Beim CAD nimmt man das Bauelement, und fertig.
Nano schrieb:> sollte man den Abstand besser> größzügig wählen um so beim Löten den Widerstand nicht so stark zu> erhitzen?
Das schaffst du mit deinem Lötkolben nicht!
Selbst wenn der Lacxk braun werden sollte, funktioniert ein Widerstand
noch bestens.
Bei LED könnte ich deine Frage verstehen.
der schreckliche Sven schrieb:> Also, bei mir sieht das so aus.> Da geht nichts kaputt.
Die 4 Dioden links sind schon arg grenzwertig. Glasgehäuse sind
übelnehmerisch. Die Gemeinheit dabei: einen kleinen Riss muß man nicht
gleich sehen, aber das Bauelement geht durch eindringende
Luftfeuchtigkeit mit der Zeit kaputt. Das ist das Patentrezept für
schwer zu findende Fehler.
Ich habe das mal so gelernt, daß man bei Glasgehäusen den Anschluß mit
einer Rundzange faßt und das Beinchen auf der dem Gehäuse gegenüber
liegenden Seite der Zange biegt. Noch früher hat man so kleine
"Schweineschwänzchen" in die federnden Beinchen gebogen, um nur ja jeden
mechanischen Stress vom Glaskörper fernzuhalten.
jz23 schrieb:> NEIN!> Doch!> Oooh!
Fernandel?
Axel S. schrieb:> Die 4 Dioden links sind schon arg grenzwertig. Glasgehäuse sind> übelnehmerisch.
Geht schon.
Das ist Hartglas.
Für die Serie oder Raketentechnik sollte man aber deine Bemerkung
einhalten.
jz23 schrieb:> Louis de Funès natürlich
Richtig, das war der kleine Dicke. Erstere der mit dem Pferdegesicht.
U. M. schrieb:> Na so, das die Drähte nicht zu kurz am Körper abgebogen werden, um> Beschädigungen am Glas-/Keramik-Körper und abgebrochene Drähte zu> vermeiden.
Mit der Lehre geht das sowieso nicht.
Widerstände halten aber sehr viel aus.
Nano schrieb:> Wann sollte man den Widerstandsdraht dann abiegen, bzw. wie groß sollte> der Abstand zwischen den zwei Löchern sein?
Das steht im Datenblatt, man muss es nur mal lesen, bevor man in
Ahnungslosigkeit rumpostet.
https://www.vishay.com/docs/28768/mb_vg06.pdf
10mm bei 0207 Widerstand heisst ca. 1.5mm Biegeradius.