leere Batterie durch def. Elko?

Gast #5105572
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Hallo,

habe hier eine ältere Platine aus einer Steuerung. Zum Speichern der 
Einstellungen ist ein 9V-Block angeschlossen. Dieser hat bisher immer 
mehrere Jahre gereicht.

Jetzt ist der 9V-Block immer schon nach 1-2 Tagen leer.

Die Platine selbst sieht unauffällig aus.

Bei allen Elkos messe ich mit dem Diodentest d. Multimeters (im 
eingebauten Zustand ohne Spannungsversorung, korrekte Polung) kein 
Durchgang.
Einzig einer dar Elkos zeigt 0,8V. Ist das dann der Kandidat, der die 
Batterie leer saugt?

Danke schon mal.

Gruß
Sören
Gast #5105576
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Sören schrieb:
> Bei allen Elkos messe ich mit dem Diodentest d. Multimeters (im
> eingebauten Zustand ohne Spannungsversorung, korrekte Polung) kein
> Durchgang.
> Einzig einer dar Elkos zeigt 0,8V. Ist das dann der Kandidat, der die
> Batterie leer saugt?

Ohne einen Schaltplan kann man nur raten.

Der Diodentest ist nicht geeignet um einen Elko zu prüfen. Dafür eignet 
sich eher ein ESR-Messgeräte bzw. ein Kapazitäts-Messgerät. Der Elko 
muss natürlich augelötet werden zum Testen.
#5105597
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Wenn ich mal unterstelle, dass der Elko nicht allein auf weiter Flur 
steht, ist deine Aussage in etwa so eindeutig wie wenn jemand sagt: 
"Schönes Wetter heute". Die Urlauber auf dem Camping-Platz nebenan 
verstehen da wohl was anderes drunter als der Bauer nach einer 
8-wöchigen Trockenperiode.
Also um ein Bauteil beurteilen zu können, muss man es ausmessen. Dies 
geht aber nicht, wenn daneben noch ... angeschlossen ist. Also hilft nur 
auslöten.
Gast #5105657
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In der Zwischenzeit habe ich mal alle Elkos auf der Platine ausgebaut:

Der gemessene Kapazitätswert lag bei allen nahe am Nennwert. Die 
gemessenen ESR-Werte lagen zwischen 0,2 und 3,5 Ohm.

Was kann denn noch die Batterie leer saugen?
(Firma: 100nF 0603 X7R) #5105669
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Hatte mal vor vielen Jahren so einen Fall mit einem original Intel 386SX 
Mainboard, bei dem die Uhrenbatterie CR2032 immer nach 1-2 Tagen leer 
war.
Verusacher war ein 100nF Keramik-C (1206 oder 1210 damals), der als 
Stützkondensator parallel zur Uhr war. Vermutlich hatte dieser einen 
Sprung.
Kondensator getauscht, Problem behoben.
hth,
Jörg
Gast #5105800
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Mein Vermieter hatte kürzlich Feuchtigkeitsmessungen in meiner Wohnung 
mit einer Spezialkamera durchgeführt. Ich war erstaunt! Kleinste 
Temperaturunterschiede wurden glasklar auf dem Bildschirm dargestellt.

Da dachte ich, es wäre doch schön, wenn man mit einem solchen Gerät die 
Temperaturen der Bauteile einer Platine in Betrieb sichtbar machen 
könnte.

Bei der Fehlersuche bestimmt hilfreich?

Bei Kriechströmen, wie hier in der Fragestellung, wäre das aber wohl 
nicht zielführend.
Gast #5105803
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Joerg L. schrieb:
> Hatte mal vor vielen Jahren so einen Fall mit einem original Intel
> 386SX
> Mainboard, bei dem die Uhrenbatterie CR2032 immer nach 1-2 Tagen leer
> war.
> Verusacher war ein 100nF Keramik-C (1206 oder 1210 damals), der als
> Stützkondensator parallel zur Uhr war. Vermutlich hatte dieser einen
> Sprung.
> Kondensator getauscht, Problem behoben.

Kommt immer mal wieder vor.
Gast #5106661
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M.N. schrieb:
> Wenn ein Kondensator sich mit einem deutlich höheren Wert misst,
> als
> drauf gedruckt steht, zieht er Leckstrom.

Diese Aussage finde ich interessant.

Ich erneuere immer gerne die Elkos aus uralten Kofferradios.
Da habe ich mich schon gewundert, daß die manchmal sehr viel
mehr Kapazität haben als draufsteht.

Meinst du das damit?

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