Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik High/Low Side Transistor


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von Ahnungsloser (Gast)


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Hallo zusammen.

Wie dem Titel entnommen werden kann geht es in diesem Artike zum High 
bzw Low Side-Transistor. Ich verstehe wich ich diese Aufbaue, aber 
welcher nutzen sich dahinter versteckt ist mir noch unklar.
Stellen wir uns einfach mal die zwei Varianten vor und zwar Variante

1: Ich schalte mit einem Mikrocontroller einen FET der zwischen Quelle 
und einem Motor ist.

2: Ich schalte mit einem Mikrocontroller einen FET der zwischen GND und 
einem Motor ist.


Im Endeffekt laufen bei beiden Varianten die Motoren, aber was bringt 
mir dann ein HIgh bzw low Side Transistor?

von Falk B. (falk)


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Das nennt sich ein 2 Quadranten-Steller und hat den Vorteil, daß der 
auch aktiv bremsen kann.

https://www.mikrocontroller.net/articles/Motoransteuerung_mit_PWM#Synchrongleichrichtung.2C_2-Quadrantensteller

von asdfasd (Gast)


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Es geht dabei einfach nur darum, ob die Plus- oder die Minus-Leitung 
geschaltet wird. Die meisten Leute wären mit einem geschaltet Plus 
zufrieden, allerdings läßt sich ein geschaltetes Minus einfacher 
effizient realisieren.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Der Motor interessiert sich für den Stromfluss. Dabei spielt es 
prinzipiell keine Rolle, ob du den Plus-Pol oder den Minus-Pol 
unterbrichst.

Ein Vorteil für eine der beiden Varianten ensteht erst, wenn weitere 
äußere Beschaltung hinzu kommt.

Zu Beispiel kannst du zwei High-Side Ausgänge parallel schalten, um eine 
Oder-Verknüpfung zu erhalten. Du kannst auch zwei Low-Side Ausgänge 
parallel schalten. Aber nicht einen High-Side Ausgang mit einem Low-Side 
Ausgang, das würde zu einem Kurzschluss führen.

Bei einem Low-Side Schalter ist der Schaltungsaufwand meistens geringer, 
deswegen ist das die üblichere Variante.

von Arduino Fanboy D. (ufuf)


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asdfasd schrieb:
> allerdings läßt sich ein geschaltetes Minus einfacher
> effizient realisieren.
So ist es.


High Side Switches sind z.B. im Kfz üblich.
Und überall da, wo es einen gemeinsamen GND gibt, geben muss.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> High Side Switches sind z.B. im Kfz üblich.

Da wäre ich nicht so sicher. Neulich schrieb jemand, daß bei der 
Innenraum Beleuchtung seines Autos der Minus Pol mit PWM geschaltet 
wird.

Und bei dem ECU Modul von meinem Motorrad sind alle Ausgänge Low-Side 
und alle Eingänge ebenfalls (Schalter und zweipolige Sensoren an GND und 
Eingang). Nur der Schlüsselschalter und die Schalter für das Bremslicht 
unterbrechen den Plus-Pol.

> Und überall da, wo es einen gemeinsamen GND gibt, geben muss.

Nein, das stimmt so nicht. Ich habe z.B. jede Menge Videorecorder (für 
Überachungskameras) mit Logik-Ausgängen gesehen, die alle Open-Kollektor 
waren. Die Steuereingänge hatten intern einen Pull-Up Widerstand.

Du meinst vermutlich, daß man High-Side die Spannungsversorgung von 
Geräten mit mehr als nur 2 Anschlüssen (+ und -) abschaltet, wenn die 
gemeinsame GND Leitung wie üblich nicht unterbrochen werden darf.

von Harald W. (wilhelms)


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Stefan U. schrieb:

>> High Side Switches sind z.B. im Kfz üblich.
>
> Da wäre ich nicht so sicher. Neulich schrieb jemand, daß bei der
> Innenraum Beleuchtung seines Autos der Minus Pol mit PWM geschaltet
> wird.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

von Harald W. (wilhelms)


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asdfasd schrieb:

> Es geht dabei einfach nur darum, ob die Plus- oder die Minus-Leitung
> geschaltet wird. Die meisten Leute wären mit einem geschaltet Plus
> zufrieden, allerdings läßt sich ein geschaltetes Minus einfacher
> effizient realisieren.

Insbesondere, wenn die Betriebsspannung des Aktors höher
als die Steuerspannung ist. Sowas ist gerade im µC-Bereich
schon fast die Regel.

von Simpel (Gast)


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GANZ EINFACH wird ein Low-Side-Schalter, wenn er mit
einem Logic Level MOSFET aufgebaut ist, selbst wenn die
geschaltete Spannung größer, als die Logik-Spannung ist.

Für die Funktion brauchst du nur den N-Channel-MOSFET!

Eventuell sind noch Bauteile für Schutz- und Anti-EMV-Zwecke
nötig - aber die brauchst du auch bei High Side Switching...

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