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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltnetzteil funktioniert eingesteckt nicht


Autor: Julian (Gast)
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Hallo,

ich habe hier mal wieder ein SNT zum Laden eines Laptops, das nicht mehr 
richtig funktioniert.
Das Fehlerbild ist folgendermaßen, das SNT funktioniert nur noch 
manchmal nach vielem ein und ausstecken und viel Glück. Ich habe das 
Ding dann mal aufgesägt und reingeschaut.
Die ersten Messungen zeigen das die Spannung von 19V nach dem einstecken 
anliegt und linear absinkt. Belastet man das Netzteil ist die Spannung 
direkt weggebrochen also nur ein Entladevorgang. Wenn man dann das 
Netzteil aussteckt dauert es ca. 3s und die 19V liegen am Ausgang an und 
sind etwas besser belastbar, bis der Eingangselko entladen ist.

Das was mich etwas verwundert hat, ist das das Netzteil nach dem 
Ausstecken scheinbar richtig arbeitet. Daher habe ich mal die Spannung 
am Elko nach dem Eingangsgleichrichter gemessen 528-533V! Die Spannung 
dort steigt immer auf 533V an und bricht dann wieder auf 528V zusammen. 
Da der Elko nur für 450V ausgelegt ist, gehe ich mal davon aus das der 
Fehler dort irgendwie liegt. Außerdem funktioniert das Netzteil bei 
einer Elkospannung von 50-420V wieder, also nach dem Ausstecken im 
Entladevorgang.

Ein richtiges Datenblatt habe ich für das SNT IC auch noch nicht 
gefunden. Der Aufdruck lautet DAP013CA wie auf den Fotos zu sehen.

Also habe ich zwei Fragen, wie kann ich 530V im Zwischenkreis haben, 
wenn die Amplitude der Netzspannung doch nur 325V beträgt?
Und hat einer Infos über das SNT IC oder schonmal einen ähnlichen Fehler 
gehabt?

Danke und Viele Grüße
Julian

Autor: hinz (Gast)
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Julian schrieb:
> Also habe ich zwei Fragen, wie kann ich 530V im Zwischenkreis haben,
> wenn die Amplitude der Netzspannung doch nur 325V beträgt?

Aktive PFC, und die läuft Amok.

Autor: hinz (Gast)
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Julian schrieb:
> Ein richtiges Datenblatt habe ich für das SNT IC auch noch nicht
> gefunden. Der Aufdruck lautet DAP013CA wie auf den Fotos zu sehen.

AND8331/D von OnSemi.

Autor: MaWin (Gast)
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Was soll man da erkennen können, bei all den Klebern und Silikon.
Scheinbar hat das Netzteil keine PFC, die 528V sind also nicht 
erklärbar. Klingt eher als ob du gegen den Snubber gemessen hast.
Ersetze probehalber die Elkos.
Der DAP013CA ist ein 100kHz current mode PWM Regulator von OnSemi, aber 
OnSemi will heute von ihm nichts mehr wissen.

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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hinz schrieb:
> Aktive PFC, und die läuft Amok.

Genau.
Die PFC-Spule befindet sich auf dem Foto links neben dem 
Ladekondensator.

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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Reperaturversuch?
Wenn ja, dann versuch erstmal, das Silikon auf der Unterseite 
abzurubbeln.
Ohne was zu beschädigen. Die Schaltung wäre auch interressant.

Autor: der miese pater (Gast)
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der schreckliche Sven schrieb:
> Reperaturversuch?

Raparetour

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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der miese pater schrieb:
> Raparetour

Rapa-retour?
Mit dem Hammer draufhauen und zurück an den Hersteller?
Nein, wozu? Ein Bastler denkt nicht ökonomisch.

Der Schaltungsentwickler hat es offenbar geschafft, aus dem DAP013 
sowohl die PWM für den Sperrwandler als auch für die aktive PFC 
abzuleiten. Wahrscheinlich liegt da der Hase im Pfeffer. Übrigens sieht 
R14 komisch aus. Könnte aber am Blitz liegen.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Schau mal aufs Typenschild von dem Ding. Wenn es mehr als 75W hat, muss 
es eine PFC haben.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Viel kann man an dem verklebten Mist ja nicht machen, aber den rot 
umzingelten Elko kannst du ja mal tauschen. Der soll die Versorgung des 
ICs puffern und verliert gerne mal Kapazität.

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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der miese pater schrieb:
> der schreckliche Sven schrieb:
>> Reperaturversuch?
>
> Raparetour

Repaban?

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