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Forum: Offtopic Fragen zu E-Technik und Maschinen


Autor: Claudia Wida (claudiwithoutaudi)
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Guten Tag liebe Community!

Ich komme an der einen oder anderen Stelle nicht klar. Eher gesagt an 
meine Grenzen.

Bei der Frage 6) und 11) weiß ich absolut nicht weiter. Bei 6) muss es 
irgendwas mit der Wärmeabgabe zu tun haben, aber ich komme da nicht auf 
eine Idee die sinnvoll ist. Bei 11) finde ich nicht die Formel, die ist 
ja anders als die bezüglich der Drehfeldwicklungen.

Bei den Fragen 1),2),3),7),8),12) habe ich Ideen aber auch da fehlt es 
mir an einigen Stellen an Verständnis und Gewissheit ob es so stimmt.

Bei 2) kenne ich die Antwort, aber verstehe nicht wieso man zum Anlaufen 
die Streuflüsse braucht?
Bei 3) habe ich die Antwort, aber ich verstehe auch nicht wirklich was 
die Kreisströme jetzt für Schaden anrichten?
Bei 7) ist mir der Unterschied zwischen transformatorisch und 
rotatorisch klar, aber bin mir noch unsicher. Das müsste doch bei einer 
Asynchromaschine der Rotor/Läufer sein? Der ändert sich ja zeitlich als 
auch räumlich?
Bei 8) ist der Stator der Verursacher für ein ungleiches Drehfeld. Aber 
wie erzeugt er es?
Bei 12) ist mir nicht zu 100% klar warum die Luftspalte bei 
Asynchromaschinen jetzt kleiner sind?

Den Rest schiebe ich erstmal nach hinten. Die oben genannten Fragen 
machen mich am meisten verrückt. Es ist irgendwie so, dass Maschinen für 
mich so komplex sind, dass ich manchmal bzw. eher ziemlich oft vom 
Verständnis nicht alles begreife.

Ich würde mich freuen wenn jemand sich jemand findet der an der einen 
oder anderen Stelle mir einen Hinweis geben könnte. Würde mich 
jedenfalls freuen und danke jetzt schon mal.

Grüße

Claudia

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Autor: U. B. (pasewalker)
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(E-Machinen-Vorlesung ist schon länger her, und ging auch nicht soweit 
in die Einzelheiten. Daher) KEINE Gewähr auf Richtigkeit:

zu 1): Wenn Oberschwingungen vorhanden sind bzw. der Vorgang nicht 
"quasistationär" ist.

zu 2): s. Ersatzschaltbild Asynchronmaschine: Ist keine 
"sekundärseitige" Streuinduktivität vorhanden, ist die 
Phasenverschiebung zwischen den Strömen durch die Hauptinduktivität und 
"Sekundärseite" immer 90° =>
kein Drehmoment.  (?)

zu 3): Kreisströme bringen Zusatzverluste.

zu 6): Zu wenig Konvektion bei geringer Drehzahl?

zu 8): Der Spaltpolmotor hat im abgetrennten Magnetkreisteil eine (oder 
2) dicke Kurzschlusswindungen. Dort entsteht das Feld 'später', der 
Anker bekommt so ein ("eieriges") Drehfeld geliefert. Er läuft immer auf 
dieses verspätete Feld hin.

zu 12): Um eine grössere Reaktanz zu erhalten?

Autor: Claudia Wida (claudiwithoutaudi)
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U. B. schrieb:
> (E-Machinen-Vorlesung ist schon länger her, und ging auch nicht soweit
> in die Einzelheiten. Daher) KEINE Gewähr auf Richtigkeit:
Bei mir ganz frisch, ganz schwer und drückt schlimmer als ein 
Hühnerauge:D

U. B. schrieb:
> zu 2): s. Ersatzschaltbild Asynchronmaschine: Ist keine
> "sekundärseitige" Streuinduktivität vorhanden, ist die
> Phasenverschiebung zwischen den Strömen durch die Hauptinduktivität und
> "Sekundärseite" immer 90° =>
> kein Drehmoment.  (?)
Streufluss ist definiert als nicht-Drehmoment-bringender Fluss. Die 
Asynchromaschine braucht diesen um zu "funktionieren". Es ist paradox 
aber Wirklichkeit. Kann sein, dass du recht hast. Ich habe mir das ESB 
angeschaut, aber deine Aussage erkenne ich irgendwie nicht daraus.

U. B. schrieb:
> zu 12): Um eine grössere Reaktanz zu erhalten?
Hm. Gute Frage. Über den Luftspalt wird der magnetische Fluss 
eingestellt. Und wieso braucht man bei Asynchromaschinen kleinere 
Luftspalte als bei Synchromaschinen? Durch einen kleineren Luftspalt hat 
man eine größere Reaktanz?

U. B. schrieb:
> zu 6): Zu wenig Konvektion bei geringer Drehzahl?
Hier weiß ich nicht worauf du mich aufmerksam machen möchtest. Hm. Ich 
habe jetzt gelesen, Zitat:  "bei zusätzlicher Kühlung des Gehäuses  kann 
es gegebenenfalls zu einer Sprengung oder plastischen Verformung des 
Gehäuses führen. Des Weiteren kann eine starke Erwärmung des Gehäuses 
oder der ganzen dynamoelektrischen Maschine ein Rutschen der Maschine 
innerhalb des Gehäuses zur Folge haben." Aber ob das die Antwort ist?

Danke für deine Antwort! Hat schon einiges geklärt :)

Grüße

Claudia

Autor: U. B. (pasewalker)
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> Streufluss ist definiert als nicht-Drehmoment-bringender Fluss. Die
> Asynchromaschine braucht diesen um zu "funktionieren". Es ist paradox
> aber Wirklichkeit. Kann sein, dass du recht hast.

Gerne wollte ich Tipps geben; wie gesagt, so tief bin ich in dieser 
Materie bis jetzt nie angekommen.

> Und wieso braucht man bei Asynchromaschinen kleinere
> Luftspalte als bei Synchromaschinen? Durch einen kleineren Luftspalt hat
> man eine größere Reaktanz?

Ist der Luftspalt kleiner, ist die Streuung ebenfalls kleiner, so hätte 
ich mir das gedacht.
Schon plausibel, dass dann die Hauptreaktanz wiederum grösser wird.

MfG.

Autor: M. M. (blackcow)
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Claudia W. schrieb:
> Bei der Frage 6) und 11) weiß ich absolut nicht weiter. Bei 6) muss es
> irgendwas mit der Wärmeabgabe zu tun haben, aber ich komme da nicht auf
> eine Idee die sinnvoll ist. Bei 11) finde ich nicht die Formel, die ist
> ja anders als die bezüglich der Drehfeldwicklungen.

6) Was bedeutet in diesem Kontext Kühlkanal?

11) 36 Lamellen und 12 Nuten bedeuten in jeder Nut 36/12 = 3 
Spulenseiten. Kann man sich leicht selber herleiten, wenn man einfach 
mal bspw. 8 Lamellen auf 4 Nuten verteilt auf einem Blatt Papier 
aufzeichnet.

Autor: U. B. (pasewalker)
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> Es ist paradox
> aber Wirklichkeit. Kann sein, dass du recht hast. Ich habe mir das ESB
> angeschaut, aber deine Aussage erkenne ich irgendwie nicht daraus.

Hätte die Asynchronmaschine keinen Streufluss, hätte sie auch keine 
"sekundärseitige" Reaktanz.
Sondern nur einen Wirkwiderstand.
Der Strom durch diesen hätte IMMER 90° Phasenverschiebung zu dem in der 
"Hauptinduktivität" des Motors.
Dann gäbe es kein Drehmoment, hätte ich mir gedacht ...

Autor: Claudia Wida (claudiwithoutaudi)
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Hallo,

danke für die Antworten und das Interesse.

M. M. schrieb:
> 6) Was bedeutet in diesem Kontext Kühlkanal?
Naja ich denke ein Rohr wo z.B. Stickstoffkühlung durchströmt. Anders 
geht es ja nicht.

M. M. schrieb:
>1) 36 Lamellen und 12 Nuten bedeuten in jeder Nut 36/12 = 3
>Spulenseiten. Kann man sich leicht selber herleiten, wenn man einfach
>mal bspw. 8 Lamellen auf 4 Nuten verteilt auf einem Blatt Papier
>aufzeichnet.
Ja das habe ich mittlerweile gelöst.
mit K = Anzahl der Lamellen
und Q = Anzahl der Nuten
und P = Polpaarzahl

Aber wieso haben wir jetzt eine Polpaarzahl von p=1? Daraus folgt ja das 
wir 2 Pole haben einen Nord- und einen Südpol. Kann ich mir aber gerade 
irgendwie nicht herleiten. Diese Unklarheit bleibt noch?

zu 12) habe ich jetzt herausgefunden, dass die Asynchronmaschinen über 
den Luftspalt magnetisiert werden, daher werden diese so klein wie 
möglich gewählt. Bei Synchromaschinen ist es ja nicht der Fall.

Zu klären wäre also noch die 2., 6. und die 11. mit der Polpaarzahl. Bei 
der 2. blicke ich irgendwie noch nicht durch.

Danke Euch,

Grüße

Claudia

: Bearbeitet durch User
Autor: M. M. (blackcow)
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Claudia W. schrieb:
> Ja das habe ich mittlerweile gelöst.K⋅2pQ =36⋅2⋅112 =6 \frac{K \cdot
> 2p}{Q} = \frac{36 \cdot 2 \cdot 1}{12} = 6mit K = Anzahl der Lamellen
> und Q = Anzahl der Nuten
> und P = Polpaarzahl
>
> Aber wieso haben wir jetzt eine Polpaarzahl von p=1? Daraus folgt ja das
> wir 2 Pole haben einen Nord- und einen Südpol. Kann ich mir aber gerade
> irgendwie nicht herleiten. Diese Unklarheit bleibt noch

Hm, demnach läge ich falsch. Mein Gedankengang an einem Beispiel:
Doppelstriche sind die Nuten
Einfache Striche stellen die Spulen da
Polpaarzahl demnach 1
Die Anzahl der Enden der Spulen entsprechen der Lamellenanzahl
  \ II /
   \II/
 ---II---
 ---II---
   /II\
  / II \

Also 4 Lamellen und 4 Nuten.
das heißt zwischen jeder Nute liegt eine Spulenhälfte.

Die Formel wäre dann aber

Autor: Claudia Wida (claudiwithoutaudi)
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M. M. schrieb:
> Also 4 Lamellen und 4 Nuten.
> das heißt zwischen jeder Nute liegt eine Spulenhälfte.
>
> Die Formel wäre dann aber
>
Aber wenn wir 36 Lamellen haben, haben wir sogesehen 36 Spulen.
Wenn wir 36 Spulen haben folgt daraus, dass wir 72 Spulenseiten haben.
Wenn wir die 72 Spulenseiten durch die 12 Nuten teilen müssen 6 
Spulenseiten in einer Nut liegen. Somit haben wir automatisch nur 2 
Pole. Wenn zur Polpaarzahl keine Angabe gemacht wird.

: Bearbeitet durch User
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