Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Wie viel Überspannung hält ein Elektrolytkondensator aus ?


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von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Ja klar, der Elko sollte natürlich überdimensioniert sein.
Aber mir sind in den letzten Jahren eh schon ein halbes Dutzend LTC3780 
step-up/down Wandler abgeraucht weil meist Rückströme die 
Ausgangsspannung in den Himmel getrieben haben, etc.

Jetzt hab ich endlich mal eine digitale Steuerelektronik zum Laufen 
bekommen und würde den LTC3780 gerne an 30 Volt PV-Modul testen.. Da 
können Leerlaufspannungen um die 40 Volt anfallen.

Auf der Wandlerplatine sind auf der Eingangsseite 2x 1000 uF 35 Volt 
Kondensatoren verbaut, und auf der Ausgangsseite gar nur 2x 1000 uF 25 
Volt wie ich nun erst feststelle.

Dabei hab ich schon seit Jahren durch zusätzlichen Widerstand V_out von 
24 Volt auf 30 Volt hochgezogen um 24 Volt Batterie laden zu können.

Und eben gerade mit meiner neuen Elektronik lasse ich die 
Ausgangsspannung mal fast dauerhaft auf 32,5 Volt laufen - und die Elkos 
platzen trotzdem nicht.

Klar ist das nicht toll, aber interessieren tut es mich nun doch, was 
wann warum mit Elkos passiert, wenn sie ab wievielfacher Max-Spannung 
betrieben werden.

Der LTC3780 ist für V_in bis 36 Volt spezifiziert, intern hat er 5V 
Spannung.
Die vier (H-Brücke) verbauten AOD4184 Mosfet haben V_ds von 40 Volt.

Da ich nun zufällig die 25 Volt Elkos mit 32 Volt überlastet habe frage 
ich mich natürlich, ob dann die 35 Volt Elkos der Eingangsseite nicht 
auch die 40 Volt Leerlaufspannung des PV-Moduls aushalten können.

Die restlichen Teile auf der Wandlerplatine halten womöglich 40 Volt 
aus.

Klar ist das bescheuert. Aber wie schon gesagt hab ich über so 5 Jahre 
eh schon ein halbes Dutzend geschrottet, da kommt es mir bei inzwischen 
11 Euro pro Stück auf einen weiteren nicht mehr an.

Hier sind also eher Antworten von Leuten gefragt, die tatsächlich schon 
mal Elkos durch Überspannung zum Platzen gebracht haben.

Theoretisierende Schlaumeier bringen da wenig, das wird mir auch schon 
alles klar sein.

das Roland und Dankeschön.

von Michael B. (laberkopp)


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Das R. schrieb:
> Da ich nun zufällig die 25 Volt Elkos mit 32 Volt überlastet habe frage
> ich mich natürlich, ob dann die 35 Volt Elkos der Eingangsseite nicht
> auch die 40 Volt Leerlaufspannung des PV-Moduls aushalten können.
> Hier sind also eher Antworten von Leuten gefragt, die tatsächlich schon
> mal Elkos durch Überspannung zum Platzen gebracht haben.

Siehe:

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.14

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Wenn ein Kondensator sicher mehr als 35V aushalten würde, dann wäre er 
mit eben dieser SPannung beschriftet.

Niemand, der auch nur halbwegs bei Verstand ist, wird Dir raten, die 
zugesicherte maximale Spannung auch nur um 0,1V zu überschreiten.

Ganz im Gegenteil: Meiner Erfahrung nach halten die Kondensatoren 
länger, wenn man deutlich unter der aufgedruckten maximalen Spannung 
bleibt.

von Der Andere (Gast)


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Das R. schrieb:
> Aber wie schon gesagt hab ich über so 5 Jahre
> eh schon ein halbes Dutzend geschrottet, da kommt es mir bei inzwischen
> 11 Euro pro Stück auf einen weiteren nicht mehr an.

Dann lass dich nicht abhalten, das kurbelt die Weltwirtschaft an

Das R. schrieb:
> Hier sind also eher Antworten von Leuten gefragt, die tatsächlich schon
> mal Elkos durch Überspannung zum Platzen gebracht haben.
>
> Theoretisierende Schlaumeier bringen da wenig, ...

230V an 100µF 35V Elkos gibt prima Sylversterkracher. Selbst 
ausprobiert, kein theoretischer Mist, gelebter Versuch.

von Günter Lenz (Gast)


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Das Roland schrieb:
>Hier sind also eher Antworten von Leuten gefragt, die tatsächlich schon
>mal Elkos durch Überspannung zum Platzen gebracht haben.

Platzen tun sie meistens bei Falschpolung.
Bei Überspannung werden sie heiß und die Soße quillt
irgendwo raus. Das kann sogar schon bei Nennspannung
passieren, wenn sie lange gelagert wurden.
Ich würde also keinen Elko mit Überspannung betreiben.

von oszi40 (Gast)


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Günter Lenz schrieb:
> Elko mit Überspannung

Keine gute Idee! Besser 63V 105 Grad einbauen

von Jacko (Gast)


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Dafür gibt es keine Regel, außer das der Hersteller jenseits
der Nennspannung für nichts garantiert. Mal passiert was bei
+1%, oft schon bei +25% und recht sicher bei mehr.

Es gibt aber Regeln für gutes Konstruieren!

Eine davon lautet, dass man von Grenzwerten im worst case
noch etwas Abstand haben sollte.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

bei höherer Spannung als der Nennspannung wird ein merklicher Strom 
durch den Elko fließen, der ihn erwärmt und den Elektrolyten verdampfen 
läßt. Kurzzeitig kann das gut gehen, aber wenn das 6km/h Solarmobil aus 
Dakar wieder zurück kommen soll, wäre es besser, eine langlebige 
Konstrukton anzustreben...

Mit freundlichem Gruß

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Michael B. schrieb:
> http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.14

Danke für den link, hatte nicht die Freude dort weitere Links zu 
klicken, aber die Info da hat mich doch ein wenig beruhigt.

Ich hab heute über den noch freien OpAmp meiner Schaltung die 
Möglichkeit eingebaut, den LTC3780 komplett auszuschalten. Dadurch kann 
ich vermutlich den Rückfluss von V_out nach V_in unterbinden. Sonst kann 
sich die Batterie über Nacht durch das Solarmodul entladen. Noch 
schlimmer ist wenn kein PV-Modul am Eingang hängt, dann kann die 
Vollbrücke des LTC die Spannung des Eingangs gegen Unendlich regeln..

Den LTC muss ich jetzt also erst durch den ESP8266 mittels 2 Volt vom OP 
aufwecken. Von dess OUT könnte ich nun auch mit NPN Transistor das Gate 
von einem N-CH Mosfet auf Masse ziehen der sonst über Widerstand auf 
V_in gezogen wird, das PV-Modul kurzschließt (eher nur auf die V_gs von 
2-4 Volt runter, was ihn dann bei 10A immer noch schmelzen lässt).

So ähnlich könnte ich Überspannung verhindern, dann würden die 35 Volt 
Elkos am Eingang vielleicht in Ordnung gehen.

Ideen immer zu mir :-)
Ausreden woanders hin :-(

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Okay, diesen 1500 uF 50 Volt könnte ich quer über das LTC Chip verbauen:

Ebay-Artikel Nr. 181102602395

Aus China würde ich 2200 uF in 25mm Höhe statt 32mm Höhe für 40 cent das 
Stück bekommen.
https://www.aliexpress.com/item/10PCS-Higt-quality-50V2200UF-16-25mm-2200UF-50V-Electrolytic-capacitor/32741635545.html
Mehr Kapazität bei weniger Volumen spricht natürlich nicht für die 
Qualität.

Die beiden 10mm 25V durch zwei 13mm 35V für V_out würde auch gerade so 
noch gehen.

Siehe Foto im Anhang.

Einwände bitte bis morgen 9:00, dann bestell ich mir mal ein Stück teuer 
aus Deutschland.

von Mani W. (e-doc)


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Das R. schrieb:
> auf der Ausgangsseite gar nur 2x 1000 uF 25
> Volt wie ich nun erst feststelle.

Möglich wäre, dass diese beiden in Serie geschaltet sind und daher
dann 50V/500µF ergeben würden...

Wegen der Bauhöhen kann man so tricksen...

An der Leiterbahnseite wäre das leicht zu überprüfen...

Und generell wird kein Elko etwas Überspannung (30V ist schon streng für
einen 25V Elko)
auf Dauer aushalten und aus- oder verpuffen, je nach Spannung einige
Sekunden, Minuten, Tage oder auch länger...

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5111255 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Possetitjel (Gast)


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Jacko schrieb:

> Dafür gibt es keine Regel, außer das der Hersteller
> jenseits der Nennspannung für nichts garantiert.

Hihi... genau das stimmt eben nicht.

Es gibt irgend eine Norm, die besagt, dass ein Elko
x % Überspannung für eine gewisse Zeit ohne Schaden
aushalten muss.

Ich glaube, es sind 15% (also 1.15 * U_n) für eine
Minute -- aber ich bin nicht sicher. Das müsste im
Friedrich stehen.

Betriebsmäßig ausnutzen sollte man das aber unter
keinen Umständen, das ist klar.

von Jens G. (jensig)


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>Ich glaube, es sind 15% (also 1.15 * U_n) für eine
>Minute -- aber ich bin nicht sicher. Das müsste im
>Friedrich stehen.

Sowas steht üblicherweise als Spitzenspannung im DB des jeweiligen C, 
und ist wirklich 15% über Nennspannung. Ob man eine Minute allerdings 
noch als Spitze betrachten kann, sei mal dahingestellt.

von Mani W. (e-doc)


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Elko schrieb im Beitrag #5111255:
> Die Frage ist nicht "welche Überspannung hält er aus" sondern "um
> wieviel verkürzt es seine Lebensdauer".

In Jugendjahren vor mehr als 40 Jährchen baute ich ein Netzteil mit
12V Trafo, Platten(gleich riecht er) und Siebelko mit 15V, und so nach
2 Stunden löste sich der in blauem, süsslichem Rauch auf mit einem Knall
aber da hatte ich noch keine Ahnung von der Zahl 1,41...

Also: auch die kleinste Überspannung auf Dauer führt zum Erbrechen des
Elkos...

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

bestelle doch keine Ausschussware in CN. Sonst bleibt das Marsmobil 
unterwegs liegen und wird von Außerirdischen noch als Modell für 
Nachahmungen heran gezogen. Nimm lieber einen deutschen Qualitätselko, 
der von echten deutschen Arbeitskräften hergestellt wurde, mit 
ausreichend Spannungsreserve für Dein Einzelstück.

Sonst stürzen die reihenweise ab und ich muß den Scherbenhaufen 
wegräumen...


MfG

von Werner H. (werner45)


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Auf alten Elkos gab es immer zwei Spannungsangaben, z.B. 12/15V, 350/385 
V, also Nenn-/Spitzenspannung. Bei 450/550 V ist Ende der Fahnenstange.
Elkos kann man, wie bereits vorher erwähnt, dressieren, genannt 
formieren.
Durch Elektrolyse wird die anodische Aluminiumoxidschicht etwas dicker 
und spannungsfester. Die Kapazität sinkt aber etwas, weil der 
"Plattenabstand" größer wird. Der Elektrolyt ist auch heute noch 
Boraxlösung in Papierfließ.
Die Spannungsgrenze ist nicht fest, sondern dynamisch.
Wird ein Elko längere Zeit bei Unterspannung betrieben, erhöht sich die 
Kapazität, weil sich die Oxidschichtdicke anpaßt.

Wenn man einen Elko mit einem Labornetzteil an höhere Spannung legt, 
dann platzt er bald, weil das Wasser des Elektrolyts kocht...

Wenn man den Elko mit einem Vorwiderstand (100 Ohm bei Niederspannung, 1 
kOhm bei Hochspannung) und einem Milliamperemeter (!) an höhere Spannung 
legt, kann man das Formieren verfolgen. Anfangs fließt ein Gleichstrom, 
der zusehends kleiner wird. Wenn er weit abgesunken ist, kann man die 
Spannung weiter erhöhen und das Spiel wiederholen. Die mögliche 
Stromstärke ist proportional zur Nennkapazität, Kriterium ist die 
Elkotemperatur. Wenn man sich die Finger verbrennt, Spannung 
erniedrigen.
Nach einem Tag ist die Stromstärke auf ein Minimum abgesunken, die 
Faustformel für den Reststrom habe ich vergessen. Heute könnte er im 
Datenblatt stehen, früher gab es keine zugänglichen Datenblätter.

Ein alter Elkotest war die Messung des Reststroms mit einem mA-Meter.

Heute könnte man das auch machen, um die Überspannungsverträglichkeit 
rauszufinden. Bei den Miniaturelkos ist allerdings sehr wenig Elektrolyt 
enthalten, die sind vermutlich nicht so weit dressierbar. Kriterium ist 
aber immer die Elkotemperatur bei reinem Gleichstrom und das Erreichen 
eines Minimums.

Wenn ein altes Meßgerät oder Radio nach langer Zeit wieder ans Netz 
gehen soll, ist es empfehlenswert, mit einem Stelltrafo und einer 
Glühbirne als Vorwiderstand zu arbeiten. Die Spannung wird langsam 
erhöht, man kann den Strom oder die Leistung messen.
Wenn ein Minimum erreicht ist, ist das Gerät wieder fit für 230 V.

Gruß   -   Werner

von simmy (Gast)


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Werner H. schrieb:
> Die Spannungsgrenze ist nicht fest, sondern dynamisch.

Könnte man so sagen, aber nach oben hin sehr begrenzt.

Man kann Deiner Anleitung folgend die Oxidschicht "wachsen lassen", 
allerdings ist natürlich nicht endlos Platz dafür.

[Die Spannunsfestigkeit so (in dem Ausmaß) wie von @das Roland 
beschrieben steigern zu wollen, halte ich daher für wenig 
aussichtsreich.]

Degenerieren kann sich die Oxidschicht übrigens praktisch "von 
selbst",
es reicht schon, den ELKO "spannungslos" (der Normalfall) zu lagern.

Werner H. schrieb:
> (100 Ohm bei Niederspannung, 1 kOhm bei Hochspannung)

Natürlich nicht bei "Niederspannung".

Dieser Begriff bezeichnet den Stromnetz-Spannungsbereich unterhalb von 
Mittelspannung, Hochspannung und Höchstspannung. Da wird von völlig 
anderen Größenordnungen gesprochen. Siehe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromnetz#Spannungsebenen

Vermutlich wolltest Du "Kleinspannung" schreiben. Und hast aus reiner 
Flüchtigkeit das Falsche platziert. Passiert vielen, auch mir. Nur darf 
man das eben nicht einfach so "unkorrigiert" stehen lassen -> 
Leser-Verwirrung.

Ansonsten natürlich ein echt guter Beitrag!

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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War ja klar das ich Euch nur verrücktes Thema vor die Füsse geworfen hab 
damit Ihr Euch selbst ereifern könnt..

Wie eingangs zu lesen, ist der LTC3780 eh nur für 36V spezifiziert und 
ab 40 Volt rauchen dessen Mosfets ab. Da sind die Eingangskondensatoren 
mit 35 Volt durchaus okay, und statt größere einzubauen könnte eine 
kleine Schutz-Schaltung viel sinnvoller sein, die Überspannung 
verhindert.

Entweder durch einen n-ch Mosfet zwischen Minus des PV-Moduls und Masse 
des LTC. Hab aber hier keinen unter 10 milli Ohm rumliegen und ich 
müsste meine I2C Spannung von 3,3 Volt auf 5 Volt anheben um den Mosfet 
halbwegs sicher durchzuschalten.

Oder ! Ein Mosfet der das PV-Modul kurzschließt. Hab ich eben mal mit 
einem IRFZ44N ausprobiert. Mit dem max 5A Solarmodul die ich gerade zum 
Testen nehme und den 17,5 milliOhm sollten da ja max 0,4375 Watt 
entstehen, das würde der Mosfet auch ohne Kühlung schaffen.

Nur ich doof und kann den Mosfet anscheinend nicht richtig verdrahten.

Also V_in an Drain, GND and Source und über 47k Widerstand die 
Schaltspannung and das Gate.
Tja aber selbst wenn ich dann 28 Volt an das Gate lege, hab ich immer 
noch 2 Volt Spannungsabfall am Mosfet. Das sind dann so 10 Watt und es 
wird ordentlich heiss.

Wo ist da mein Denkfehler ?

Vielleicht fällt jemand eine einfache Schaltung ein :-)
Die Spannung des PV-Moduls soll sich selbst zusammenbrechen lassen, 
indem standardmässig ein Mosfet V_in kurz schließt. Problem dabei 
natürlich, dass dann auch die Gate-spannung zusammenbricht. Hab es schon 
mit Diode und Kondensator probiert, aber der Mosfet hat wohl schneller 
aufgemacht als der Gate-Kondensator geladen werden konnte (Dann hab ich 
gemerkt, dass es mir ja gar nicht gelingt, den Mosfet komplett 
durchzuschalten). Da müsste noch eine Spule zwischen Kondensator und 
Gate.. Also denkt Euch lieber gleich eine neue Trickschaltung aus, mit 
der sich V_in selbst kastriert, aber von meiner Elektronik mit so 2 Volt 
deaktivieren lässt.

Ideen immer zu mir ...

: Bearbeitet durch User
von Yoschka (Gast)


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Das R. schrieb:
> Also V_in an Drain, GND and Source und über 47k Widerstand die
> Schaltspannung and das Gate.
> Tja aber selbst wenn ich dann 28 Volt an das Gate lege, hab ich immer
> noch 2 Volt Spannungsabfall am Mosfet. Das sind dann so 10 Watt und es
> wird ordentlich heiss.
>
> Wo ist da mein Denkfehler ?

1.) Schaltspannung wieviel Volt?
2.) Vermutlich ist der MOS gestorben, weil das Umschalten mit 47k zu 
lange dauert.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Yoschka schrieb:
> 1.) Schaltspannung wieviel Volt?
> 2.) Vermutlich ist der MOS gestorben, weil das Umschalten mit 47k zu
> lange dauert.

Verstehe die Fragen leider nicht. Hab doch geschrieben dass 28 Volt am 
Gate anliegen und der Mosfet trotzdem nicht voll aufmacht. Gestorben 
scheint mir der Mosfet noch nicht, denn er schaltet ja noch wie 
gewünscht. Nur zieht er eben die 18 Volt Leerlaufspannung des PV moduls 
nicht auf 0 Volt runter sondern eben nur 2 Volt. Selbst wenn ich 28 Volt 
"Schaltspannung" ans Gate lege.

Wie wäre es mit selbstleitenden Mosfets ? Da bräuchte ich aber negative 
Spannung am Gate um den Kurzschluss zu unterbrechen ? VIelleicht könnte 
ich zwei solche Mosfets in Reihe schalten und dann das Gate des "oberen" 
Mosfets einfach mit npn transistor auf masse ziehen. Dann könnte diese 
obere Mosfet langsam zu machen weil die Gatespannung negativ wird.

Ideen immer zu mir !

von Yoschka (Gast)


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Das R. schrieb:
> Hab doch geschrieben dass 28 Volt am
> Gate anliegen

LIES DAS DATENBLATT

von Axel R. (Gast)


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StromTuner

Das R. schrieb:
> Hab doch geschrieben dass 28 Volt am
> Gate anliegen

gemessen wogegen? Gegen Masse?

von Axel R. (Gast)


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Ich finde das iwie merkwürdig, das neuerdings alle (ich mein - bietet 
sich ja an: der Markt wirft es ab) mit den China-Modulen rumspielen ohne 
wirklich zu wissen (so erweckt es bei mir den Anschein), WAS sie da tun.
Ist nicht böse gemeint, fällt nur (nicht nur mir) auf.

StromTuner

von Yoschka (Gast)


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Fang mal klein an:

Source an Masse.
Zwei 10k machen einen 12V Spannungsteiler für das Gate.
Drain über ca. 10k an 24V.
Mit einem Multimeter prüfst Du die Spannung am Drain gegen Masse.
Das Gate kannst Du nun schön zwischen Masse und 12V umschalten.
Am Multimeter musst Du dann 24V / 0V sehen. Sonst ist was falsch.

Bei Dir ist das Gate durch die 28V ZERSTÖRT.
Maximal 20V sind erlaubt.
Mehr als 15V würde ich nie ans Gate legen.

von Elektrofan (Gast)


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Mani W. schrieb:
> Also: auch die kleinste Überspannung auf Dauer führt zum Erbrechen des
> Elkos...

In meinem ersten Transistorradio (aus Fernost) sassen kleine Elkos mit 
6V.
Das Steckernetzteil lieferte 7,5V => ging.

Mein erstes grösseres Selbstbau-Netzteil, ca. 35 Jahre alt, hat einen 
Ladeelko mit 40V (Sonderangebot aus der Wühlkiste für 2 DM). Wegen der 
seinerzeit erhöhten Netzspannung liegen da jetzt durchaus 43V an.
Macht nix.

(Das so etwas für sicherheitskritische und/oder kommerzielle Zwecke ein 
No-Go ist, ist klar.)

von Olaf (Gast)


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Hier eine Versuchstabelle mit einem 100µF / 25V Elko:

Nennspannung  tats. Spng.  Zeit
    25V          18V       10 Jahre
    25V          25V        1 Jahr
    25V          27,5V      3 Monate
    25V          30V        8 Stunden
    25V          35V        max. 1 Stunde
    25V          40V        ca. 1 Minute je nach Hersteller

Die Ergebnisse können stark schwanken, je nach Ein- und Ausschaltzyklen 
und je nach Hersteller und je nach Umgebungstemperaturen.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Du kannst Elkos an höhere Spannungen gewöhnen, indem Du eine dickere 
Oxidschicht aufbaust. Das nennt sich "formieren". Nichts anderes macht 
der Hersteller -- beim 35V-Typ wurde halt länger oxidiert als beim 
6,3V-Typ.
Das machst Du aber zu Hause und nicht in Serie ;-)


Die IEC 62380 betrachtet keine Abhängigkeit der Lebensdauer von der 
angelegten Spannung, fordert jedoch peak voltage / rated voltage <= 0,5.


Viele Elkos halten transient höhere Spannungen aus ohne dass der 
Leckstrom dauerhaft(!) ansteigt. So kann dann ein 25V-Typ z.B. 20 
garantierte Loaddump-Pulse mit 32V. Das steht üblicherweise nicht im 
Internet-Datenblatt, sondern nur in der ausführlichen 
Produktspezifikation oder in einer separaten Application Note.

von Das R. (Firma: das Roland) (verlierer)


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Yoschka schrieb:
> Fang mal klein an:
> Source an Masse.
> Zwei 10k machen einen 12V Spannungsteiler für das Gate.
> Drain über ca. 10k an 24V.
> Mit einem Multimeter prüfst Du die Spannung am Drain gegen Masse.
> Das Gate kannst Du nun schön zwischen Masse und 12V umschalten.
> Am Multimeter musst Du dann 24V / 0V sehen. Sonst ist was falsch.
>
> Bei Dir ist das Gate durch die 28V ZERSTÖRT. Maximal 20V sind erlaubt. Mehr als 
15V würde ich nie ans Gate legen.

Danke. Mit 4,7k statt Deinen 10k an 18 Volt vom PV-Modul konnte ich über 
den 2x47k Spannungsteiler Drain auf 5 mV runterziehen. Ohne die 4,7k das 
PV-Modul direkt an Drain wurde die Spannung auf 50 mV runtergezogen :-) 
Allerdings waren da dicke Gewitterwolken und der Kurschlusstrom vom 
PV-Modul war eh nur noch 50mA.

Getestet mit neuem 44N, der alte 44N gab aber selbes Reslutat, also wohl 
doch nicht zerstört.

War mein Denkansatz also richtig, mit passender Gatespannung das 
PV-Modul kurzschliessen zu können und dann bis zu 15 Ampere über den 
Mosfet abzuleiten.
Dann wäre immer noch nicht geklärt wie ich die Gatespannung 
bereitstellen soll, wenn die PV-Spannung eingebrochen ist. So hab ich 
mir ja die 2 Volt Restspannung erklärt, wenn ich das Gate nicht mit der 
externen 28 Volt-Batterie gespeist habe.
Mir wäre durchaus kurze Peaks recht um einen Kondensator am Gate zu 
laden.. Denn sonst weiss meine Elektronik nie ob eigentlich ein PV-Modul 
angeschlossen ist oder nicht.

Selbstleitende Mosfets (Verarumung/depletion) werde ich wohl nicht für 
wenige MilliOhm und dann noch im TO220 finden :-/

Also doch lieber ein N-Channel zur Unterbrechung von PV_minus und Masse 
? Da müsste Drain an die Masse des LTC3780 und Source an den Minuspol 
des PV-Moduls, ja ? Dazu 200k vom Gate auf Source. Dann müsste Source ja 
auf die negative Leerlaufspannung des PV-Moduls fallen. Wenn ich dann 
+5V zum Gate schicke würde V_gs ganz kurz über 20V liegen, aber sofort 
auf 5V fallen. Ich könnte eine 10V Zenerdiode zum 200k parallel 
schalten.. Leider hab ich derzeit nur 3.3 Volt und die sind zu wenig um 
den Mosfet komplett zu öffnen.

Also Schaltplan im Anhang. Fällt jemand ein wie so was mit weniger 
Bauteilen geht ?
P.S. der Schaltplan wird wohl nicht funktionieren, weil durch den PNP 
kein Basisstrom zum NPN laufen wird solange der Mosfet noch zu ist :-(
Ich halt doof.
PPS, satt umständlich mit Transistoren vielleicht ein  8Dip 
Mosfettreiber (mit Ladungspumpe) ?

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Prinzipell fehlt da einmal ein Basiswiderstand für den PNP gegen +Vin...


Über den Rest sollen sich die Gelehrten streiten...

von Engel :-x (Gast)


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Das R. schrieb:
> Also Schaltplan im Anhang. Fällt jemand ein wie so was mit weniger
> Bauteilen geht ?

Ne kleine Extra-Solarzelle, die die Hilfspannung (und damit das Signal)
 liefert, um den FET auf- und zuzumachen? Muß aber bei Sonnenuntergang 
den
FET sauber abschalten können. Also z.B. Realisierung mit Komparator,
Hysterese und Spannungsreferenz.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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"mit den China-Modulen rumspielen ohne wirklich zu wissen (so erweckt es 
bei mir den Anschein), WAS sie da tun."

Der Mann ist Pfüsiker und Wagenbauer, sollte also wissen, was er da tut. 
Immerhin fährt er in der Öffentlichkeit mit voll aufgedrehtem Regler 
herum.

28V tut dem Gate sicherlich nicht gut.

mfG

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